Atopische Ordo

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Als Atopische Ordo wird das vom Atopischen Tribunal angestrebte kosmische Ordungs- und Rechtssystem bezeichnet.

Begriff

Das griechische Wort atopía bedeutet soviel wie »Ortlosigkeit«. In der Philosophie ist damit ein Ethos, ein Ideal oder die undefinierbare Qualität einer besonderen Empfindung gemeint. Ordo stammt aus dem Lateinischen und bedeutet »Ordnung«, »Rang« oder »Verordnung«. Siehe auch: Atopie in der Wikipedia.

Allgemeines

Die Atopische Ordo ist laut Leza Vlyoth eine Ordnung, die nicht aus dem geistlosen Wirken der Natur entsteht und nichts mit dem Recht des Stärkeren oder der Überlebensfähigkeit des Angepassten zu tun hat. Stattdessen glaubt die Atopische Ordo an die Gleichrangigkeit alles Beseelten und praktiziert diese Gleichrangigkeit aktiv. Sie ist ein allumfassendes kosmisches Gefüge und bestimmt die Entwicklung aller Dinge, ist aber nicht unbedingt vergleichbar mit herkömmlichen Ordnungsmustern und dem Rechtsempfinden der Milchstraßenbewohner. Die Atopische Ordnung ist größer und erhabener, sie übersteigt Zeit und Raum. Personen und Ereignisse, die große Auswirkungen auf die Entwicklung des Kosmos haben und somit die Atopische Ordnung stören, werden als Fraktoren bezeichnet. Es handelt sich dabei zum großen Teil um einzelne Individuen, Intelligenzen oder ganze Zivilisationen, die eine besondere Bevorzugung und Rangerhöhung durch Superintelligenzen erfahren. Dies wird vom Atopischen Tribunal mit Skepsis oder sogar Ablehnung betrachtet, da es die natürliche Ordnung untergräbt. (PR 2710)

Der Atope Chuv erklärte, Glück könne man nur erfahren, wenn man den Zustand erreiche, der durch die Atopische Ordo vorgegeben sei. Dieser Zustand scheint aber eher eine Ideal- oder Wunschvorstellung zu sein, denn Chuv führte weiter aus, dass das Atopische Tribunal alles so ordne, wie es gemäß der Atopischen Ordo hätte sein sollen, wären nicht an unzähligen Stellen zu unzähligen Zeitpunkten falsche Entscheidungen getroffen worden. (PR 2719) Zur Erkennung solcher Fehlentwicklungen wird auf die Ergebnisse der Kontra-Historik zurückgegriffen. (PR 2744)

Der Atope Matan Addaru Dannoer gab an, die Atopische Ordo sei außerhalb der Zeit gesetzt und gelte jederzeit. Ihre Gesetze hätten schon Gültigkeit gehabt, als Terra noch nicht bewohnt war. Unwissenheit schütze nicht vor Strafe; ein Fraktor, der die Atopische Ordo unwissentlich beeinträchtige, könne dennoch bestraft werden. (PR 2724)

Perry Rhodan ging davon aus, dass die Atopische Ordo nichts mit dem Moralischen Kode zu tun hat. (PR 2711)

In Larhatoon folgte aus der Umsetzung der Atopischen Ordo auch eine Begrenzung der Maximal- und Einzeletappenreichweite bei Überlichtflügen. Dies wird als Ordischer Radius bezeichnet und durch die Installation des Induktorgeflechts in überlichtschnellen Raumschiffen erreicht. Das von einem Tolocesten kontrollierte Induktorgeflecht sorgt dafür, dass die Gesamtreichweite der Schiffe auf 10.000 Lichtjahre und die Länge einer Überlichtetappe auf 100 Lichtjahre gedrosselt wird. (PR 2735) Reisen über weitere Strecken hinweg sind nur nach Freigabe an bestimmten von den Onryonen gesicherten Cluster-Kontrollpunkten möglich. (PR 2738)

Geschichte

In Larhatoon ist die Atopische Ordo im 16. Jahrhundert NGZ schon seit Jahrhunderten Realität. Alle Völker müssen in ihrer jeweiligen Domäne bleiben und die Reichweite von Raumschiffen wird gedrosselt.

Der Begriff »Atopische Ordo« fiel in der Milchstraße erstmals in einem Gespräch zwischen dem Jaj Leza Vlyoth und dessen Gehilfen, dem Báalol Peo Tatsanor, im Juli 1514 NGZ. Leza Vlyoth erläuterte den Begriff und teilte mit, der Zweck des Atopischen Tribunals sei es, die Atopische Ordo herzustellen, zu bewahren und zu gewährleisten, auch wenn dies mit großen Opfern verbunden sei. (PR 2710)

Im weiteren Verlauf der Ereignisse wurde der Begriff auch Perry Rhodan bekannt. (PR 2711)

Nach der Eroberung des Arkon-Systems durch das Atopische Tribunal verkündete Chuv, gemäß der Atopischen Ordo müsse das Sonnensystem an dessen wahre Kinder - die Naats - zurückgegeben werden. Es wurde deshalb in Baag-System umbenannt. Die Arkoniden wurden aufgefordert, das System zu räumen. (PR 2719)

Matan Addaru Dannoer ging im September 1514 NGZ nach der Verkündigung des Urteils gegen die Kardinal-Fraktoren Perry Rhodan und Bostich, deren Hauptverbrechen gegen die Atopische Ordo (die Verursachung der Ekpyrosis von GA-yomaad) noch gar nicht begangen worden war, sogar noch weiter. Er behauptete, die Atopische Ordo verlange die komplette Entmilitarisierung der Milchstraße und die Rückgabe aller besetzten oder besiedelten Planeten an deren Ureinwohner. (PR 2724)

Quellen