Entropischer Zyklon

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Ein Entropischer Zyklon wird von einem Raumschiff erzeugt, das von den Chaotarchen als Gegenstück zu den Sporenschiffen der Kosmokraten eingesetzt wird. Der Begriff wird auch synonym für diese Raumschiffe verwendet, obwohl sie Eigennamen haben.

Allgemeines

Als Kirmizz kurzzeitig die SOL kommandierte, spekulierte die Besatzung, die Entropischen Zyklone würden zum Arsenal TRAITORS gehören. (PR 2419, S. 5) Da die Besatzung hauptsächlich aus Kolonnen-Geometern besteht und ein Terminaler Herold an Bord gesichtet wurde, ist diese Annahme vermutlich zutreffend. (PR 2461) Auch laut dem Ganschkaren Poccelyn gehören sie zu TRAITOR. (PR 2481)

Das Raumschiff des Entropischen Zyklons tritt nicht in den Normalraum ein, sondern ist in den Hyperraum ausgelagert. Ein Zugang ist nur über Tryortan-Schlünde möglich, in die man mit einer speziellen Antriebstechnologie einfliegen muss. Diesem Zweck dienen die Rohrtender.

Aufbau

Nach außen wird das Raumschiff des Entropischen Zyklons durch eine kugelförmige Hülle abgegrenzt, die 1.284.000 km (≈4 Lichtsekunden) durchmisst und etwa einen Kilometer dick ist. Somit hat allein die Hülle ein Volumen von circa 1,108×1018 km3. (Zum Vergleich hat ein Sporenschiff der Kosmokraten ein Gesamtvolumen von 7,475×108 km3.) Sie ist komplett mit technischen Anlagen durchsetzt. Hier herrscht eine Schwerkraft von 0,7 Gravos.

Zyklonstationen

Auf der Außenseite der Hülle befinden sich die Zyklonstationen, welche namentlich durchnummeriert sind, zum Beispiel AKAZU-8. Diese Zyklonstationen sind halbkugelförmig geformt, mit einem Radius von 38 km. Am Pol befindet sich der Übergang zum Tryortan-Schlund, an der Basis befinden sich Hangars, Landebahnen und dergleichen. Die Halbkugel wird von einem milchigen Schleier gebildet, hinter dem man das Flackern des Tryortan-Schlundes erahnt. Das Volumen einer Zyklonstation ist im Normalbetrieb von einigen hundert Schiffen der Terminalen Kolonne erfüllt, hauptsächlich Zyklon-Scouts und INTERDIM-Multidarter.

Von der Außenhaut führen Röhren in die Innensphäre des Entropischen Zyklons. Die Röhren enden mit einer bühnenartigen Plattform inmitten der Innensphäre, obwohl sie nur einen Kilometer lang sind.

Innensphäre

Die Innensphäre ist ein gigantischer Hohlraum, erfüllt von indirektem Licht, in dem eine unüberschaubare Anzahl von sphärenartigen Stationen und Räumlichkeiten schwebt, die bis zu einigen hundert Metern groß sind. Diese Stationen weisen keine stützenden Elemente auf, obwohl Schwerkraft herrscht. Zwischen den Stationen sind Personen und Schweber unterwegs. Atlan erschien es, als bewegten sie sich zu langsam, so als würde die Zeit verlangsamt ablaufen.

Anmerkung: Atlan erschien die Innensphäre optisch als unendlich groß. Ihre wahre Größe ist unbekannt. Auch hatte er das Gefühl, die Zeit- und Raumdimensionen wären verzerrt.

Durch die Innensphäre bewegen sich auch die Teilstofflichen: Sie ähneln äußerlich Kolonnen-Motivatoren, da sie einen weißlich-orangefarbenen Nebel von 2,50 m Größe darstellen. Sie besitzten eine starke Aura. Die Teilstofflichen kommunizieren weder untereinander noch mit irgendjemandem sonst. Sie durchfliegen einfach geisterhaft Gegenstände und Personen auf ihrem Weg durch die Innensphäre.

Die Teilstofflichen sind offenbar Ableger einer milchigen Wand, die die Innensphäre durchzieht. Die Wand ist ebenfalls weißlich-orange und nebelhaft. Die Teilstofflichen werden über eine (vermutlich parareale) Brücke in die Wand eingelassen, oder von ihr ausgeschleust. Diese Brücke reagiert auf alle, die sie betreten, gleich, indem sie goldfarben glüht.

Entropischer Raum

Hinter der weiß-orangefarbenen Nebelwand befindet sich der Entropische Raum. Was sich in ihm befindet, ist bislang unbekannt, aber Atlan hatte auf dem Weg hinein das Gefühl, sich aufzulösen, den Verstand zu verlieren. Er hatte Visionen von Negationen des Raumes, der Zeit, des Lebens und der Schöpfung. Er meinte, die unendlich große Innensphäre sei nichts anderes als eine Metapher des »Nichts«. An einem Punkt glaubte Atlan, die Stimmen derer zu hören, die der Entropische Zyklon getötet hatte.
Nur Dank seines Extrasinns konnte Atlan umkehren. Er hatte später das Gefühl, das Wissen um das Innere des Entropischen Raumes wäre in seiner kosmologischen Größenordnung mit der Antwort auf die Dritte Ultimate Frage vergleichbar. Nur ginge es in der Dritten Ultimaten Frage um eine positive Schöpfung, und im Entropischen Raum um eine negative Schöpfung.

Besatzung

  • Oahm'Cara
  • diverse unbekannte Völker
  • Teilstoffliche

Aufgaben

Ein Entropischer Zyklon hat mehrere Effekte:

Die letzteren beiden Effekte sind besonders für die Genese der Proto-Chaotischen Zelle zu einer Chaotischen Zelle förderlich. (PR 2442)

Nur Zellaktivatorträger und manche Mom'Serimer sind gegen diese Effekte mehr oder weniger resistent.

Die Entropischen Zyklone werden zu unbekannten Zwecken auch in der abgeschotteten Zentrumsregion Hangays entladen.

Ein Entropischer Zyklon lässt sich kaum steuern. Man lässt ihn einfach auf einen Sternensektor los, aber welchen Kurs er genau nehmen wird, oder wie schnell er sich voranbewegen wird, ist kaum zu kontrollieren. Deswegen müssen Entropische Zyklone permanent von speziell ausgebildeten Kolonnen-Geometern überwacht und verfolgt werden. Die Kolonnen-Geometer erzeugen mit ihrer Paragabe, dem Geometer-Sinn, neue Feldlinien im Hyperraum, an denen sich der Zyklon entlangfrisst. Dies ist eine extrem schwierige Aufgabe, die den Kolonnen-Geometern hohe Disziplin und viel Teamwork abverlangt. Nur dank dieser Zyklon-Scouts ist eine gesteuerte Nutzung Entropischer Zyklone überhaupt möglich.

Die Angehörigen TRAITORS sprechen im Zusammenhang mit dem Einsatz der Zyklone von einer »Säuberung und Ausbeutung« des betroffenen Bereiches.

Bekannte Schiffe/Zyklone

  • AKAZU
  • YOMHALVU

Geschichte

Negasphäre von Tare-Scharm

Circa zwanzig Millionen Jahre v. Chr. waren Entropische Zyklone an der Erschaffung der Negasphäre von Tare-Scharm beteiligt.

Negasphäre von Hangay

  • Am 17. August 1346 NGZ wurde der Raumsektor Kuma-Saka vom Zyklon YOMHALVU heimgesucht. Atlan erlebte dies auf Kalifurn unmittelbar mit. Der Zyklon entvölkerte unter anderem das von den Attavennok besiedelte Lettamas-System.
  • Der Entropische Zyklon AKAZU traf am 11. März 1347 NGZ im Sektor 3-Vutavan ein. Atlan und 28 Mom'Serimer befanden sich zu diesem Zeitpunkt mit einem zuvor gekaperten Zyklon-Scout in diesem Raumsektor. Sie wollten versuchen, in den Entropischen Zyklon einzudringen und auf diese Weise den Kernwall Hangays zu durchdringen. Der Versuch schlug jedoch fehl, weil der Zyklon-Scout nicht den erwarteten Schutz bot. Nur mit knapper Not gelang die Flucht nach Winola III.

Etwa eine Woche später benutzte Atlan zusammen mit einigen Mom'Serimern den Zyklon-Scout als Trojanisches Pferd, um sich in einen Entropischen Zyklon einschleusen zu lassen. Zufälligerweise befand sich AKAZU noch in der Nähe, und so wurden sie dorthin geschafft. An Bord des Entropischen Zyklons taten sie sich mit Erkundungen aber schwer, da die Umgebung so absolut fremdartig war. Atlan versuchte, in den Entropischen Raum einzudringen, und wurde dabei fast wahnsinnig. Etwa zeitgleich wurden die Eindringlinge entdeckt. Sie konnten mit einem Zyklon-Scout aus dem Entropischen Zyklon fliehen, mussten ihr Schiff aber letztlich zurücklassen, um gegenüber ihren Verfolgern ihren Tod vorzutäuschen.

Quellen

PR 2416, PR 2418, PR 2419, PR 2423, PR 2442, PR 2460, PR 2460, PR 2461