Nevus Mercova-Ban

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Nevus Mercova-Ban war ein Hoher Tamrat von Lemur und Maranothar des Großen Tamaniums.

Erscheinungsbild

Der auf Zeut geborene Nevus Mercova-Ban war wie alle Zeut-Ellwen schlank und im Vergleich zu anderen Lemurern grazil gebaut; auch hatte er bleiche Haut, weiße Haare und rote Augen. (Centauri 11)

Geschichte

Seine Geburt auf Zeut fiel auf den Tag des Kriegsbeginns im Jahre 6320 dha-Tamar (dT). Er wurde in-vitro gezeugt. Der introvertierte, hochbegabte Nevus Mercova-Ban war einer der wenigen 10.000 Zeut-Ellwen, die als die besonderen Mittler der Megaintelligenz ZEUT fungierten. (Centauri 11)

Im Jahre 6332 dT erhielt er im Alter von zwölf Jahren in der Jyril-Abtei den ersten Vollkontakt zur Megaintelligenz ZEUT. Die Haluter griffen den Planeten an. Eine hochgewachsene dunkelhaarige und bildschöne Frau brachte Mercova-Ban in einem Gleiter zu einem riesigen Torbogentransmitter. Als der Zeut-Ellwe nach der Transmission das Bewusstsein wiedererlangte, war die Unbekannte verschwunden. Nevus Mercova-Ban war auf Lemur in Sicherheit. (Centauri 11)

Seit dieser Zeit plagten ihn Albträume. Immer wieder hörte er den Todesschrei der Abermilliarden. Seine Nachforschungen über die Identität der unbekannten Frau waren erfolglos verlaufen. Er hatte sich unsterblich in die Schönheit verliebt. (Centauri 11)

Im Jahre 6339 dT, im Alter von 19 Jahren, ernannte ihn der Chefwissenschaftler des Kar'Tamanon, Noral Atorem, zu seinem Assistenten. Er wurde von dem Hohen Tamrat mit Forschungen beauftragt, das Bewusstsein gezielt vom Körper zu trennen, damit unbemerkt halutische Befehlshaber geistig übernommen und unter Kontrolle gebracht werden konnten, um den Feind von innen heraus zu schwächen. Grundlage für diese Forschungen bildeten Erkenntnisse, die die Lemurer in den Überresten der Stadt Matronis aus der Pedobegabung der Cappins gewonnen hatten. Während der Arbeit traf er auf Shurya Atorem, die unbekannte Schönheit, die ihn auf Zeut gerettet hatte. Shurya, die Tarnidentität von Ermigoa, betrachtete Nevus nur als Freund. Sie sprach ihn meist mit »Kleiner« an. (Centauri 11)

In den Jahrzehnten als Assistent des Chefwissenschaftlers war Nevus Mercova-Ban an der Entstehung des Tergham-Dreiecks, des Praehl-Duos und des Nysoor-Fünfecks beteiligt. (Centauri 11)

Atorem reichte für die nächste Tamräte-Versammlung eine Vorlage ein, die Mercova-Bans Ernennung zum Hohen Tamrat von Lemur für Abjin-Projekte vorsah. Am 1. Ty des Torlon Jannhis 6376 dha-Tamar wurde Nevus zum Hohen Tamrat von Lemur für Abjin-Projekte als Nachfolger des verstorbenen Nefori Ashia ernannt. Nun gehörte er zum Kreis der 50 dreifach stimmberechtigten Tamaron. Als Zeichen seiner Stellung als Maranothar trug er auf der Stirn die Tätowierung eines Doppelkopfadlers – in Wirklichkeit petronisch-biomechanische Mikromodule – jedes einzelne etwa 0,1 Millimeter groß und weitgehend autark. Diese mehr als eine Million Einheiten konnten allein, in kleinen Gruppen oder als Ganzes agieren. Sie standen mit dem Gehirn des Tamrats in Verbindung. (Centauri 11)

Im Jahre 6391 dT entwickelte er die Vorgaben des Lemurischen Kriegskalenders für das Projekt PSI-Bastionen. Der Tamrat verdächtigte seinen Mentor Noral Atorem, ebenso wie seine Tochter eigentlich aus der Zukunft zu kommen. (Centauri 11)

6412 dT versuchte Atorem, seinen Schützling zum Verlassen Apsuhols zu bewegen. Doch Nevus Mercova-Ban hielt nichts von den großmaßstäblichen Evakuierungen und wollte lieber in der Galaxis durchhalten, zumal es ihm gelungen war, die Bewusstseinstransferanlage endlich fertigzustellen. Die Nachricht von dem halutischen Angriff auf den Planeten Tarik und der damit verbundene Abbruch des Kontaktes zu Naglyna Vunar, die er liebte, erschütterten den Zeut-Ellwen. Er benutzte die Bewusstseinstransferanlage und wollte damit das weitere Wüten der Bestien verhindern. Doch der Austausch der Bewusstseine funktionierte nicht wie erwartet. Lediglich das Bewusstseinsteil des Ordinärhirns des Haluters wurde transferiert. Aus Gedankenfetzen entnahm er Begriffe wie Erste Schwingungsmacht und Zeitverbrechen. Nevus wurde bewusst, dass er sich im Körper einer wirklichen Bestie befand. Als ihn das Bewusstsein des Planhirns angriff, merkte der Lemurer, dass die Bestien in der Lage waren, ohne technische Hilfsmittel andere Lebewesen geistig zu übernehmen. Die Bestie begann Nevus Mercova-Ban geistig zu schwächen. Gleichzeitig beeinflusste das im Körper des Lemurers befindliche Bewusstsein des Ordinärhirns der Bestie den Herzschlag. Es kehrte in den Körper der Bestie zurück und unterstützte das Planhirn bei der Abwehr des Lemurers. Mit letzter Kraft konnte sich der Zeut-Ellwe in seinen eigenen Körper zurückversetzen. (Centauri 11)

Shurya Atorem bestattet den verstorbenen Nevus Mercova-Ban in jenem Sarkophag auf der Kharag-Stahlwelt, den eigentlich Tamrat Ba'jonta für sich errichten hatte lassen. Die Erinnerungen Mercova-Bans wurden vom Zentralrechner der Stahlwelt gespeichert. (Centauri 11)

Sein Krish'un wurde von Epetran da Ragnaari bei einer Expedition in den Kugelsternhaufen Omega Centauri gefunden und erforscht. Später wurde dieser im Epetran-Archiv aufbewahrt, bis er am 11. Februar 1225 NGZ im Auftrag Crest-Tharo da Zoltrals gestohlen wurde.(Centauri 1)

Im Jahre 1225 NGZ gingen Mercova-Bans gesamte Erinnerungen auf Crest-Tharo da Zoltral und später auf Atlan über, die den Zentralrechner der Kharag-Stahlwelt aufforderten, sie als Hochrang-Bevollmächtigten anzuerkennen. In der Kharag-Stahlwelt kam es zum Kampf zwischen Atlan und Crest-Tharo da Zoltral. In der Halle mit der Bewusstseins-Transferanlage wurde auch der Sarkophag mit dem Körper des Zeut-Ellwen aufbewahrt. Der gläserne Sarg öffnete sich. Der Tote erhob sich in der Art eines Zombies. Li da Zoltral, die unter der Kontrolle eines von Samkar aufgepfropften Bewusstseins stand, schlug und trat nach Atlan. Bevor sie plötzlich zusammenbrach, flüsterte sie, warum Samkar ihr das antat. Li war im nächsten Augenblick wieder auf den Beinen und warnte Atlan davor, sie aufzuhalten, da sie einen Befehl befolgen müsste. Atlan war gezwungen, die Flucht zu ergreifen, verfolgt von Li. Es kam wieder zum Kampf. (Centauri 12)

Die Bewusstseins-Transferanlage geriet außer Kontrolle. Der Affenmensch Krantar schleuderte seinen Speer auf die wieder am Kontrollpult der Bewusstseins-Transferanlage stehende Li da Zoltral. Nevus Mercova-Ban gelang es, das Fesselfeld um Atlan abzuschalten. Der Arkonide stürzte auf die Rampe und rollte 15 Meter bis an deren Fuß. Das Schaltpult der knapp vor der Zerstörung stehenden Anlage wurde von einem Energieschirm geschützt. Mit seinem Armband-Befehlsgeber versuchte Atlan die Maschine abzuschalten, was aber nicht gelang. Atlan erhoffte sich Hilfe vom dem nach 50.000 Jahren wiedererwachten Lemurer. Nevus flüsterte dem Arkoniden ins Ohr, dass er noch immer nicht wusste, ob der 1156er oder der 1161er Jahrgang des Nettoruna der bessere war. Atlan wurde klar, dass nur Li da Zoltral diese Frage kennen konnte, die er mit ihr besprochen hatte. Atlan trug den Körper des Lemurers die Rampe hoch. Plötzlich stand ein etwa einen Meter großer Humanoide hinter Atlan. Er wurde von Samkar begleitet. Aus seinen Fingerspitzen floss rotes Licht zum schwarzen Würfel der Transferanlage. Die Maschine schaltete sich aus. Samkar zog den Speer aus Lis Körper, hob sie auf und verschwand mit der Arkonidin und dem kleinen Humanoiden. Der Roboter hatte jedoch nur Lis Körper und das aufgepfropfte Bewusstsein mitgenommen. Der Geist der echten Li hielt sich noch immer in Nevus Mercova-Ban auf. Doch ein Transfer ihres Bewusstseins aus dem verfallenden Körper des Lemurers in einen von Crest-Tharo da Zoltrals gezüchteten Androidenkörper war angesichts der zerstörten Bewusstseins-Transferanlage unmöglich. (Centauri 12)

Der tote Tamrat Nevus Mercova-Ban wurde an Bord der AT-TOSOMA gebracht, ebenso wie Krantar. Am 16. März 1225 NGZ wurde der Sarkophag mit den sterblichen Überresten Nevus Mercova-Bans dem All übergeben. (Centauri 12)

Quellen