Romeo und Julia
Romeo und Julia waren die beiden mobilen Außenstationen SENECAS und Joscan Hellmuts beste Freunde.
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Die beiden Roboter wurden speziell für einen langen Flug mit der SOL konstruiert. Die besten Wissenschaftler hatten die technisch hochmodernen Maschinen nach psychologischen Gesichtspunkten so konstruiert, dass Menschen aufgrund des Aussehens der Roboter bei deren Anblick erheitert wurden und so neue Hoffnung schöpften.
- Anmerkung: Die Roboter wurden nach dem Drama Romeo und Julia des Dichters William Shakespeare benannt.
Erscheinungsbild
Ihr klobiges Äußeres entsprach den Vorstellungen, welche die Menschen des ausgehenden 20. Jahrhunderts von Robotern hatten. Romeo war blau, und Julia war rosa. Die 2,50 m großen Robotkörper bestanden aus Ynkelonium-Terkonit. Sie waren mit leistungsfähigen Positroniken ausgestattet, hatten jedoch im Gegensatz zu SENECA keinen Zellplasma-Zusatz.
Sie hatten eckige Köpfe und Körper sowie dünne Arme und Beine. An den Armen und Beinen sah man die Gelenke. Des Weiteren besaßen sie runde Öffnungen als »Mund«, zwei runde Öffnungen als Augen sowie ein kreisrundes Nasenloch und kegelförmige Ohren. Romeos Augen hatten eine viereckige Augeneinfassung, die Augeneinfassung Julias war rund. Auf der Vorderseite von Julias Kastenkörper befanden sich zwei halbkugelförmige Ausbuchtungen. Die Roboter sprachen mit knarrender Stimme.
Hinter versteckten Klappen befanden sich mehrere Impuls-/Kombistrahler und Paralysatoren. Darüber hinaus verfügten sie über IV-Schirme.
Aufgaben
Romeo und Julia wurden von den Kindern der Solaner zwar als beliebte Spielgefährten angesehen, tatsächlich hatten sie aber eine andere Aufgabe. Sie waren Ableger SENECAS und standen mit ihm in ständiger Hyperfunkverbindung. Sie konnten sich mit den Positroniken der beiden SOL-Zellen verbinden und diesen geheime Daten überspielen, die normalerweise nur in SENECA gespeichert waren.
Geschichte
...
Als sie zusammen mit Joscan Hellmut auf Last Stop eine der Maschinen fanden, welche die SOL am Start hinderten, zerstrahlten Romeo und Julia sie auf Anweisung SENECAS, so dass nur noch ein Staubhaufen an die Maschine erinnerte, bevor Hellmut von seinem Fund berichten konnte.
Die Folge der Aktion Romeos und Julias war, dass Hellmut bei SENECA nach dem Grund der Handlung fragte. Er erhielt jedoch die Antwort, dass Romeo und Julia zum fraglichen Zeitpunkt nicht unter SENECAS Kontrolle standen. In Folge dessen verschwieg Hellmut den Vorfall, damit Romeo und Julia nicht untersucht wurden.
...
Im Jahre 3650 beendeten Romeo und Julia einen unkontrollierten Dimetransflug der SOL, den die Emotionauten infolge des Emotio-Schocks ausgelöst hatten. Dann machten sie sich auf den Weg ins SOL-Mittelteil, wo sie aber nicht ankamen. Esterhan Soeklund, Joscan Hellmuts Nachfolger, startete eine Suchaktion. Er fand heraus, dass SENECA seine beiden Ableger via Transmitter zu einem unbekannten Empfänger außerhalb der SOL versetzt hatte, von dem sie einige Zeit später zurückkehrten. Beide wurden von dem Empfänger in Antimateriebomben verwandelt. Sie hatten den Auftrag, sich zusammenzufügen und dadurch eine Annihilationsreaktion auszulösen, die die SOL vernichten sollte. SENECA, dem die Rückkehr der beiden Roboter nicht verborgen geblieben war, konnte sie jedoch unschädlich machen. Sie wurden in Blöcke aus transparentem Material (vermutlich Quarz oder Glassit) eingegossen.
Circa 146 Jahre lang stand Romeo danach in einem Korridor in SOL-Zelle 1, Julia befand sich in SOL-Zelle 2. Kurz nach seiner Ankunft in der SOL im Jahre 3791 befreite Atlan Romeo aus dessen Block, da er sich von ihm Hilfe bei der Kontaktaufnahme mit SENECA erhoffte. Romeo war jedoch keinem vernünftigen Argument zugänglich. Er verlangte, zu Julia gebracht zu werden, und brachte Atlan damit in Gefahr. Der Arkonide konnte jedoch entkommen. Wenig später wurde Romeo von anderen Robotern erneut in einen Quarzblock eingegossen. Julia erlitt einige Wochen später fast das gleiche Schicksal. Nachdem die SOL das Mausefalle-System verlassen hatte, war Joscan Hellmut fest entschlossen, Julia zu aktivieren. Sie wurde aus ihrem Block befreit und entzog sich prompt jeglicher Kontrolle. Auf der Suche nach Romeo richtete sie schwere Verwüstungen in der SZ 2 an, bevor sie von Robotern in einen neuen Block eingegossen werden konnte. SENECA verkündete, ein Zusammentreffen Julias mit Romeo hätte das Ende der SOL bedeutet.
Order-7-B wollte dies im März 3792 ausnutzen, um die abgekoppelte SZ-2 zu vernichten, die er nicht in seine Gewalt bringen konnte. Er schickte Romeo als »Unterhändler« auf die SZ-2, damit er sich mit Julia vereinigte. Atlan, der die Gefahr kannte, schickte Julia mit einem von Palo Bow gesteuerten Kreuzer ins Taucher-System. Er wurde aber von Romeo gezwungen, ihn mit einer Space-Jet dort hinzubringen. Unterwegs gelang es Atlan, Romeo und die Space-Jet schwer zu beschädigen. Das Raumschiff explodierte, so dass Romeo vernichtet wurde. Die Antimaterieballung löste sich aus dem Roboter und drang in Palo Bows Kreuzer ein, wo sie sich mit Julia vereinigte. Die folgende Explosion zerstörte den Kreuzer, Palo Bow starb. Atlan trieb hilflos im All und wurde später von der Rest-SOL geborgen.
Risszeichnung
Terranische Spezialroboter Typ »ROMEO und JULIA« (PR 755)