Mardi-Gras

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit der Stadt Hades. Für weitere Bedeutungen, siehe: Hades.

Mardi-Gras war der zweite von sechs Planeten der Sonne Pooden.

Seinen Namen erhielt der Planet von den Terranern, weil die farbenfrohen Gesichter der Ureinwohner, der Dirtos, den Eindruck von Karnevalsmasken erweckten. (PR 1008)

Astrophysikalische Daten: Mardi-Gras
Sonnensystem: Pooden
Galaxie: Milchstraße
Entfernung zum Solsystem: 24.480 Lichtjahre (PR 1009, Kap. 1)
Rotationsdauer: 16,5 h
Durchmesser: etwa marsgroß
Schwerkraft: 0,78 g
Atmosphäre: künstlich angereicherte Atmosphäre
Bekannte Völker
Ureinwohner: Dirtos, sonst überwiegend Terraner
PR1009Illu.jpg
Heft: PR 1009 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Übersicht

Nach seiner Besiedlung durch Terraner wurde der etwa marsgroße Planet durch Eingriffe in sein Ökosystem sinnvoll verändert. Die Atmosphäre wurde mit Sauerstoff angereichert. Das Pflanzenwachstum wurde gefördert, der Boden wurde durch die Aussaat von Spurenelementen fruchtbarer gemacht. Die Eingriffe hatten keine schädlichen Auswirkungen auf die Dirtos. Um die Ureinwohner nicht zu schädigen, wurde auf eine Industrialisierung des Planeten verzichtet. (PR 1008)

Die Planetenoberfläche wies gebirgige Landmassen auf. Außerdem existierten ausgedehnte Seen.

Auf Mardi-Gras gab es eine blaue Beerenart sowie Zugvögel, die diese Beeren besonders gern verspeisten. (PR 1008)

Handelskontor

Auf einer weiten Ebene am Äquator befand sich im Jahre 424 NGZ ein Handelskontor der Kosmischen Hanse. Er wurde von Alja Symens geleitet. Da der Planet abseits der Haupthandelsrouten der Milchstraße lag und keine eigenen Handelsgüter hervorbrachte, wurde das Kontor nur als Warenumschlagplatz genutzt. Pro Woche konnten maximal zwölf Raumschiffe abgefertigt werden. Die Verwaltungsgebäude und Lagerhallen der Hanse umschlossen den planetaren Raumhafen ringförmig. Im Kontor arbeiteten 1750 Personen aus verschiedenen Völkern, vor allem jedoch Menschen. Auf dem Raumhafen waren 20 kontoreigene Koggen stationiert. Der Kontorcomputer trug den Namen Albert. Mit ihm waren auch viele Computer der Stadt Hades vernetzt. (PR 1008)

Unterhalb des Kontors befand sich der erste Hanse-Stützpunkt, von dem aus Mardi-Gras erforscht und zur Errichtung des Kontors vorbereitet worden war. Der Stützpunkt hatte sich früher an der Oberfläche befunden, war dann aber zugeschüttet und überbaut worden. Der Stützpunkt war völlig autark und mit einem eigenen Computernetzwerk ausgestattet. Albert hatte keine Kenntnis von seiner Existenz. Im Kontor gab es einen geheimen Zugang. (PR 1008)

Hades

An das Kontor schloss sich die Stadt Hades an. Dort lebten rund 12.000 Bürger. Der Stadtteil Ost-Hades war ein vollcomputerisiertes Luxusviertel. Der Stadtteil West-Hades war dagegen untercomputerisiert. (PR 1008)

Geschichte

Die Besiedelung durch die Terraner fand zu einem unbekannten Zeitpunkt statt. Die Kontaktaufnahme mit den Dirtos verlief nicht erfolgreich. Alle Eingeborenen außer Beerblau mieden die Terraner. Infolge der Eingriffe in das Ökosystem des Planeten erblühte die Welt. Die Pflanzen gediehen, die Tiere vermehrten sich. (PR 1008)

Auf Mardi-Gras fand im August 424 NGZ der vierte Angriff durch Computerbrutzellen statt. In den vorherigen Wochen waren bereits in weiteren Handelskontoren auf Ayston, Gruumer und Waldemar Störungen der positronischen Steuerungen aufgetreten. Die Schäden in den Computernetzen hatten dort behoben werden können. Auf Mardi-Gras nahmen die Geschehnisse einen anderen Verlauf. (PR 1007)

Der erste bekannt gewordene Vorfall ereignete sich am 8. August. Albert meldete eine Virusinfekton der Besatzung des auf Mardi-Gras gelandeten Schweren Holks REVAL. Es handelte sich um einen Fehlalarm. Wegen der Störungen in anderen Kontoren ordnete Alja Symens eine genauere Untersuchung an. Am Folgetag brachte Albert die Dienstpläne verschiedener Abteilungen durcheinander und gab zehnmal falschen Feueralarm. Der auf Mardi-Gras weilende Hanse-Spezialist Kredo Harven fand heraus, dass Lagerbestände falsch angezeigt wurden. Symens machte Meldung beim HQ-Hanse. Da sich die Zwischenfälle am 10. und 11. August häuften, wurde teilweise auf nicht mit Albert vernetzte Rechner zurückgegriffen. In Hades kam es zu einer Massenpanik wegen eines von Albert ausgestrahlten Bildberichtes über eine Invasion. Es stellte sich heraus, dass Albert historische Aufnahmen von der Lareninvasion verwendet hatte. (PR 1008)

Am 12. August streikte Albert fast komplett. Symens konnte ihn dazu überreden, wenigstens die lebensnotwenigen Einrichtungen aufrechtzuerhalten. (PR 1008) Am selben Tag fand aufgrund dieser Krise eine Besprechung in HQ-Hanse statt. Perry Rhodan ging davon aus, dass es sich um einen Angriff der Superintelligenz Seth-Apophis handelte. Er nutzte Laires Auge, um sich persönlich nach Mardi-Gras zu begeben. Er nahm Robert W. G. Aerts mit. (PR 1007)

Der 13. August war ein »Ruhetag« ohne neue Störungen, aber um Mitternacht am 14. August wurde Großalarm gegeben. Alle von Albert gesteuerten Vorgänge liefen mit doppelter Geschwindigkeit ab, so dass ein Zusammenbruch des überlasteten Energienetzes zu befürchten war. Es kam zu Kurzschlüssen und Bränden. Symens rief den Notstand aus und bat Terra um Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt war Rhodan noch nicht auf Mardi-Gras eingetroffen. An den folgenden Tagen wurden verschiedene Nebenstellen vom Hauptcomputernetz getrennt. Teilweise wurden gestörte Anlagen auch vernichtet. Albert wehrte sich und griff die Techniker an. Es gab Verletzte. Symens verhängte ein Start- und Landeverbot für alle Raumschiffe, die auf Leitstrahlen angewiesen waren. (PR 1008)

Zwei Wochen nach dem ersten bekannt gewordenen Vorfall hielt Albert die Meldung über den Anflug der Kogge FLANDERN zurück. Er nahm das Schiff in einen Leitstrahl und weigerte sich, es wieder freizugeben. Die Positronik ließ die Kogge zu schnell sinken. Trotz des Einsatzes von Antigravfeldern, energetischen Prallkissen und so weiter kam es zu schweren Schäden im Schiff, als dieses auf Mardi-Gras aufschlug. Mehrere Verletzte mussten in der Medoabteilung des Kontors behandelt werden. Anschließend behauptete Albert, er habe das nicht gewollt und könne es sich nicht erklären. Am selben Tag stand Ost-Hades in Flammen. Albert hatte das Löschsystem zweckentfremdet, um unzählige Brandherde zu legen. Demontierte Computerteile verschwanden. Man ging davon aus, dass Albert irgendwo einen Außenposten errichtete. Symens und Harven arbeiteten eng mit dem Techniker Jost Governor zusammen, dem es schließlich gelang, die von ihm so genannten Computerbrutzellen als Verursacher der Katastrophe zu identifizieren. Harven, Governor und vier Wissenschaftler zogen sich in den verlassenen alten Stützpunkt zurück. Symens blieb im Kontor. (PR 1008)

Schließlich trafen Perry Rhodan und Robert W. G. Aerts im Kontor ein und wurden über den Verlauf unterrichtet. Inzwischen war Hades evakuiert worden. Die Einwohner hatten ein Camp in der Wildnis errichtet. Das Kontor war praktisch lahmgelegt. Albert verfolgte nun eindeutig das Ziel, das Kontor völlig zu zerstören. Auch Rhodan konnte nichts dagegen ausrichten, so dass die Anlage geräumt werden musste. Trotzdem kam es zu einigen Todesopfern. Alberts Außenposten vernichtete sich selbst. Rhodan begab sich zu Harven und Governor in den alten Stützpunkt. Er kam auf die Idee, die Computerbrutzellen so umzuprogrammieren, dass sie sich gegenseitig attackierten. Governor begann mit den entsprechenden Arbeiten, doch ihm stand zu wenig Zeit zur Verfügung, um das Kontor noch zu retten. Währenddessen enttarnte Aerts die Seth-Apophis-Agenten John Nack, Narom Kensaler und Olaf Porand. Diese drei Personen hatten die Computerbrutzellen vermutlich am 8. August oder kurz zuvor unbemerkt ausgesetzt. Aerts führte die Agenten mit vorgehaltener Waffe zu Rhodan, um eine Belohnung zu kassieren. Er wurde von den Agenten angegriffen und getötet. Die Agenten wurden gefangen genommen und daraufhin von Seth-Apophis »deaktiviert«. (PR 1009)

Die Stadt Hades und das Kontor wurden von Albert dem Erdboden gleichgemacht. Nur der Raumhafen blieb weitgehend intakt. Rhodan begab sich mit den Plänen zur Konstruktion von Polizeicomputerzellen nach Terra. Er wollte den Wiederaufbau des Kontors umgehend in Auftrag geben. Harven blieb auf Mardi-Gras, um Symens beim Wiederaufbau zu unterstützen. (PR 1009)

Danach versank der Planet in der Bedeutungslosigkeit.

Im Jahre 490 NGZ errichtete der Hanse-Chef Homer G. Adams dort ein Quartier, um im Geheimen gegen die Cantaro vorzugehen. Am 23. März 490 NGZ wurde der Planet überraschend durch einen Angriff der Blitzer zerstört. (PR 1422)

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Quellen