Computerbrutzelle

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Eine Computerbrutzelle ist ein mikroskopisch kleiner Roboter, der sich wie ein Virus repliziert, indem er einen Computer Baustein für Baustein umformt und ihn so schließlich umprogrammiert. Computerbrutzellen wurden von der Superintelligenz Seth-Apophis im Kampf gegen die Terraner eingesetzt.

Der Name ist eine Erfindung des Hanse-Mitarbeiters Jost Governor und wurde gewählt, weil sich die Computerbrutzellen tatsächlich wie Krankheitserreger verhalten. (PR 1008)

PR-Japan-506.jpg
Der Fünfte Bote nach der Elimi-
nierung von Marcel Boulmeester
PR-Japan 506
© Hayakawa Publishing, Inc.

Beschreibung

Eine Computerbrutzelle ist etwa 100 Nanometer groß.

Computerbrutzellen bestehen aus anorganischem Material. Der Korpus sieht aus wie ein Kreissägen-Blatt, bei dem die Zacken alle auf eine Seite geknickt sind. Diese Zacken sind deutlich ausgebildet und beweglich. Mit ihnen kann die Computerbrutzelle sich fortbewegen. Mittels eines unbekannten Effekts zerlegt eine Computerbrutzelle einen Positronikchip in seine chemischen Bestandteile, um sich daraus einen Klon zu replizieren. Die attackierte Computerzelle wird aufgebrochen. Daraufhin spaltet sich die Computerbrutzelle auf. Ein Teil lässt sich in der Computerzelle nieder, der andere sucht sich ein neues Opfer. Computerbrutzellen können schwammartige Strukturen bilden, die bei extremer Vergrößerung an Korallenformationen erinnern. (PR 1008)

Computerbrutzellen sind spezialisiert, sie werden auf die Zielpositronik abgestimmt. Bei anderen Computern sorgen sie höchstens für eine gewisse Störanfälligkeit und kapseln sich dann ab. (PR 1009)

Manchmal zerstört eine Computerbrutzelle den Chip nicht völlig, sondern integriert sich in ihn, um ihn fortan zu steuern. Manchmal aber bilden die Computerbrutzellen in leergefressenen Bereichen auch Konglomerate, die als Knotenrechner dienen.

Polizeicomputerzelle

Polizeicomputerzellen sind von der Firma DELTACOM zur Bekämpfung von Computerbrutzellen entwickelte, mikroskopisch kleine Roboter. Sie sind etwa zehnmal so groß und ihnen technisch weit unterlegen.

Die erste Generation der Polizeicomputerzellen war durch nichts zu einer Reaktion zu verleiten. Erst als Quiupu eine von ihnen stahl, erwachte sie zum Leben. Durch die Trennung von ihren »Artgenossen« wurde sie aktiv und erhielt einen Programmierfehler. Sie schlich zurück in das Labor, programmierte dort ihre Kollegen um und befreite sie. Danach verwüsteten sie die positronische Einrichtung dieses Raumes. Der Raum wurde von DELTACOM abgesichert und dann komplett durch einen kontrollierten Atombrand aufgelöst. (PR 1010)

Die zweite Generation war in dieser Hinsicht schon besser. Einige Exemplare waren von Anfang an am Leben. Von diesen wiederum gewann aber nur jede Dritte einen Kampf mit einer Combuterbrutzelle. Quiupu entwendete zwei von diesen und modifizierte sie. Diese beiden Exemplare wurden sehr schlagkräftig.

Geschichte

Die Computerbrutzellen entstammen der Technologie der Porleyter. Sie wurden unter dem Dom Kesdschan gelagert und später von Seth-Apophis gestohlen.

Anfang August 424 NGZ ließ Seth-Apophis Computerbrutzellen auf die Zentralpositroniken der Handelskontore Ayston, Gruumer und Waldemar los. Dies sollte jedoch nur als Testlauf dienen, um die anderen Brutzellen auf die Rechnerarchitektur der Terraner eichen zu können. (PR 1008) Nach der Testphase zerstörten sich die Brutzellen selbst.

Am 8. August 424 NGZ schleusten die Seth-Apophis-Agenten John Nack, Narom Kensaler und Olaf Porand Computerbrutzellen in die Positronik des Hanse-Kontors Mardi-Gras namens Albert ein. Es kam zu Fehldiagnosen und Falschmessungen. Dazu wurden mündliche Befehle unterschlagen und robotische Hilfsdienste (z.B. Feuerwehr) nicht eingesetzt. Dies steigerte sich innerhalb von zwei Wochen immer weiter und schließlich ging die Positronik direkt gegen Menschen vor. Der auf Mardi-Gras weilende Hanse-Spezialist Kredo Harven zog die richtigen Schlüsse. Bei der Untersuchung eines befallenen Nebenrechners entdeckte Jost Governor mikroskopisch kleine Fremdkörper, die als Verursacher der Störungen identifiziert wurden. (PR 1008)

Ende August traf Perry Rhodan auf Mardi-Gras ein. Auch ihm gelang es nicht, Alberts Zerstörungswerk aufzuhalten. Den Kontorangestellten war es zuvor gelungen, einige Computerbrutzellen zu isolieren und genauer zu untersuchen. Rhodan kam auf die idee, die Computerbrutzellen so umzuprogrammieren, dass sie sich gegenseitig angriffen. Es blieb zu wenig Zeit zur Umsetzung dieser Idee auf Mardi-Gras. Albert vernichtete das Kontor sowie die angrenzende Stadt und sich selbst. Gemeinsam mit Jost Governor entwickelte Rhodan einen Plan zur Konstruktion von Polizeicomputerzellen, den er bei seiner Rückkehr nach Terra zusammen mit den isolierten Computerbrutzellen an die dortigen Wissenschaftler weitergeben wollte. Die Polizeicomputerzellen sollten eine Wachfunktion in den Rechnern der Kosmischen Hanse übernehmen, das Eindringen von Computerbrutzellen melden und diese bekämpfen. Rhodan ging davon aus, dass auf Mardi-Gras die Generalprobe für den Einsatz der Computerbrutzellen stattgefunden hatte. (PR 1009)

Die Computerbrutzellen wurden ab Anfang September in der Forschungsabteilung der Firma DELTACOM untersucht. Die Leitung hatte dort Marcel Boulmeester. Es gelang ihnen, einige Geheimnisse des Aufbaus der Computerbrutzellen zu entschlüsseln. Eines Nachts jedoch hatte Marcel Boulmeester die Idee, die Intelligenz einer Brutzelle zu testen. Er setzte sie in ein Mikrometer-Labyrinth, mit einem Positronikchip und der Freiheit als Preis am Ausgang. Durch seine grobe Fahrlässigkeit gelangte die Computerbrutzelle in die Freiheit und drang in seinen Körper ein. Marcel Boulmester war der Vorfall peinlich, und er verschwieg ihn. Er hoffte, die Brutzelle wäre abgestorben. (PR 1010)

In seinem Körper dauerte es etwa einen Tag, bis sich die Computerbrutzelle an diesen »biologischen Rechner« angepasst hatte. Sie begann, sich zu vermehren und Rechnerknoten zu erzeugen, zwei im Kopf und neun im Torso. So wurden wichtige Teile des Gehirns ersetzt, ebenso die Nieren und der Großteil der Leber. Der Rechnerverbund war allerdings völlig überfordert. So konnte er Boulmeesters Gedanken nicht völlig kontrollieren, sondern musste ihn manchmal freilassen. Dadurch benahm sich Boulmester sehr merkwürdig: Er sagte eine Verabredung ab, ging dann doch hin und sagte dann, er könne sich nicht erinnern abgesagt zu haben. Durch das Wachstum der Rechnerknoten war Boulmeesters Körper einer großen Belastung ausgesetzt. Als der Rechnerverbund beispielsweise verwaltungstechnisch überfordert war, bekam er einen Kreislaufkollaps. Außerdem nahmen die Rechnerknoten auch zusätzliches Volumen ein: Die Haut seines Oberkörpers war straff gespannt. (PR 1010)

Die Laborassistentin Adelaie bemerkte sein merkwürdiges Verhalten und wurde stutzig. Der Rechnerverbund setzte daraufhin eine Computerbrutzelle auf sie an. Diese verfolgte sie und nistete sich an ihrem Herzen ein, um sie notfalls zu töten. Inzwischen war Boulmeester auf den Gedanken gekommen, sich wegen seines Unwohlseins zu untersuchen. Die vollpositronische Röntgenaufnahme offenbarte den hohen Grad seiner Kontaminierung. Adelaie kam dazu, als er sich die Auswertung ansah und beschloss, ihm zu helfen. Sie wollten die Sache nicht melden, um die Computerbrutzellen nicht zu reizen oder ihnen eine Chance zur Verbreitung zu geben. Sie versuchten, wieder vollpositronisch, die Rechnerknoten herausoperieren zu lassen, doch die Brutzellen befielen in der Wunde die Operationstentakel und fraßen sie auf. Danach versuchten sie es mit Polizeicomputerzellen der zweiten Generation. In einem von Adelaie unbeobachteten Moment wurden die eben erst injizierten Polizisten wieder über eine kleine Wunde ausgeschieden. Inzwischen musste sie feststellen, dass sie ebenfalls so einen Metallkörper an ihrem Herzen besaß. Die Rechnerknoten gaben Marcel Boulmeester den Gedanken ein, dass ihnen jetzt nur noch NATHAN helfen könne. Also beschlossen sie, sich zum Mond zu begeben. (PR 1010)

Mit Hilfe ihres Kollegen Mortimer Skand wollten sie sich per Transmitter dorthin begeben. Doch dieser war misstrauisch geworden und sagte, dazu müssten für die beiden spezielle Tickets ausgestellt werden. Als Adelaie die Tickets abholen ging, wurde sie von Quiupu entführt. In seinem Labor injizierte er ihr eine von ihm modifizierte Polizeicomputerzelle. Diese zerstörte im Alleingang das Brutzellen-Konglomerat an ihrem Herzen. Anschließend machten Quiupu und Adelaie sich zu Boulmester auf. Dieser hatte das Verschwinden des anderen Rechnerknotens bemerkt. Als Adelaie in die Wohnung eintrat, überwältigte er sie. Doch dann konnte Quiupu ihm die andere Polizeicomputerzelle injizieren. Diese wurde aber durch ihre große Gegnermenge überwältigt. (PR 1011)

Boulmeester und Quiupu machten sich auf zum nächstbesten Transmitter. Kurz vor ihrem Durchgang warf Quiupu einen Gegenstand auf die Bedientastatur, woraufhin es zu einer Fehlschaltung kam. Beide landeten in der Hanse-Station OUTPOST-4271, einem Asteroiden, etwa 5 Lichtjahre vom Solsystem entfernt. Die Besatzung bestand nur aus einem Hanse-Agenten namens Deininger, welcher in einer abgeriegelten Höhle des Himmelskörpers Pilze züchtete. Als er die Situation begriff, zerstörte er per mündlichen Befehl den Transmitter und die Positronik. Boulmeester, dessen Brutzellen-Teil sich inzwischen Fünfter Bote nannte, bedrohte ihn. Daraufhin gab Deininger vor, es gäbe noch einen anderen Transmitter, der allerdings nur durch die Pilzhöhle zu erreichen wäre. Deininger sollte vorausgehen. Er nutzte seine Chance und sprang in den vermeintlichen Transmitter, eine Luftschleuse. Der Fünfte Bote war ratlos. Deininger kehrte mit einem Raumanzug über den Hangar zurück in die Kommandozentrale, wo er die Pilzhöhle versiegelte. Dann benachrichtigte er die LFT. (PR 1011)

Inzwischen wurde der Körper Boulmeesters von den giftigen Dämpfen und aggressiven Sporen der Pilze angegriffen. Der Fünfte Bote war gezwungen, den kompletten Körper durch Computerbrutzellen zu ersetzen. So starb auch noch der letzte Rest Boulmeesters. Danach übermittelte er Deininger ein Ultimatum: Wenn ihm die LFT kein Schiff schicken würde, das ihn nach Luna bringen würde, würde er Quiupu töten. (PR 1011)

Man schickte ein Schiff der STAR-Klasse. Der Fünfte Bote begab sich mit Quiupu an Bord, Deininger blieb zurück. Auf dem Schiff schickte der Fünfte Bote Tausende Brutzellen aus und übernahm das Schiff. Es war sein Ziel, NATHAN mit Computerbrutzellen zu infizieren. Auf der Toilette entdeckte er einen versteckten Transmitter und sabotierte die Steuerpositronik. Irgendwann gelang es Quiupu, sich davon zu schleichen. Er aktivierte von Hand den Transmitter und begab sich auf das TSUNAMI-Schwesterschiff. Anschließend wurde das ATG-Aggregat zusammen mit einer Arkonbombe hinübergeschickt. Das Schiff explodierte in der Pararealität einer relativen Zukunft. Sämtliche Computerbrutzellen wurden vernichtet. (PR 1011)

Bis Oktober 424 NGZ wurden weitere Anschläge gegen Handelskontore mit Computerbrutzellen verübt. Diese konnten durch den Einsatz von Polizeicomputerzellen abgewehrt werden. Es wurde angenommen, dass die Agenten der Superintelligenz Seth-Apophis danach einsahen, dass diese Waffe stumpf geworden war. (PR 1020)

Quellen

PR 1008, PR 1009, PR 1010, PR 1011, PR 1020