Wo die Götter leben

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 79)
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© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Der letzte der MdI (Band 1/18)
Titel: Wo die Götter leben
Untertitel: Lordadmiral Atlan auf Koetanor-Delp, der Götterwelt – eine alte Freundin meldet sich
Autor: H. G. Ewers
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1973
Hauptpersonen: Atlan, Eustachius, Nuramy von Potrinet, Loana, Charyx
Handlungszeitraum: Januar 2842
Handlungsort: Koetanor-Delp
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Anfang Januar 2842 fliegt Atlan aufgrund einer Botschaft der Akonin Nuramy von Potrinet, in die er sich vor 108 Jahren verliebt hat, den Planeten Koetanor-Delp in der Eastside an. Auf dem Planeten leben die Nach­kommen arkonidischer Siedler im Zeitalter der Antike, wobei sie heimlich von Antis beherrscht werden. Zu Atlans Verblüffung ist die Akonin scheinbar nicht gealtert.

Ihre Begegnung wird unterbrochen, als ohne Vorwarnung gewaltige Materiemassen auf Koetanor-Delp materialisieren und ganze Städte unter sich begraben. Die Materie strahlt im Psi-Bereich und legt damit Psi-Begabte und Mentalstabilisierte lahm, wovon vornehmlich Antis und USO-Spezialisten betroffen sind.

Da der lokale USO-Stützpunkt ebenfalls vernichtet wird, müssen sich Atlan und von Potrinet zum Schiff der Akonin durchschlagen.

Handlung

Ein neues Jahr ist angebrochen, und Lordadmiral Atlan konnte sich ein paar Tage der Ruhe gönnen. Nun jedoch ist der Arkonide wieder unterwegs und mit einer Space-Jet tief in der galaktischen Eastside. Zuvor hatte Atlan durch einen Kurier eine Nachricht der Akonin Nuramy von Potrinet erhalten. Zwischen ihnen bestand vor 108 Jahren eine große Liebe, doch seinerzeit musste der Chef der USO die Frau verlassen und weilte für drei Jahre außerhalb der Milchstraße. Im Anschluss verbrachte Atlan fast ein Jahr auf Tahun und konnte sich erst danach der Akonin widmen. Doch von Potrinet war untergetaucht – und meldet sich nun, als inzwischen 151 Jahre alte Frau, wieder. Gerüchten zufolge soll sie sich einer Verjüngungskur unterzogen haben.

Ziel der Jet, auf der sich neben Atlan nur noch sein persönlicher Roboter Eustachius aufhält, ist der Planet Koetanor-Delp im Myrguuk-System. Dort unterhält die USO in einer finsteren Schlucht im Prugamon-Gebirge eine geheime Station, denn auf dem Planeten sind die Báalols tätig. Sie treten bei den degenerierten Arkoniden, deren Kultur jener der Römer und Griechen Terras entspricht, als Götter auf und haben bei insgesamt 800 Königreichen ordentlich Gelegenheit dazu. Die Akonin erwähnte in ihrer Botschaft aber vor allem nicht näher beschriebene hyperphysikalische Experimente.

Die Station ist zunächst auch das Ziel von Atlan (die Jet verfügt über einen ausgezeichneten Ortungsschutz), wo er mit Major Homer zusammen trifft. Als Nächstes plant der Arkonide, entsprechend der Bitte der Akonin, als Händler namens Gonzal Mytukor aufzusuchen, die Hauptstadt des Königreiches Tarhanan. Entsprechend lässt Homer in der Gaststätte Lagnors eine Karawane in Myc, der Hauptstadt des Reiches Trivtor (auf dessen Gebiet der USO-Stützpunkt liegt) vorbereiten. Im Übrigen wird Atlan während des Einsatzes von dem Spezialisten Warp begleitet, der sich bestens bei den Eingeborenen auskennt.

In der Folge bricht eine Karawane, bestehend aus Lasttieren (Pantschtas) und Reittieren (Dzukos), auf, um die Fatma-Wüste zu durchqueren. Wie erwartet, kommt es zu Übergriffen räuberischer Nomaden, Muaks genannt. Sie können abgewehrt werden, und nach einiger Zeit kann Atlan-Gonzals Karawane sogar dem einheimischen Händler Charyx samt Karawane hilfreich zur Seite stehen. Und kurz darauf zeigt sich ein Báalol, der mit einem Gleiter angeflogen kommt und sich als Zahir, Gott der Heilung, betätigt. Dabei setzt er auch Kampf- und Medoroboter ein, die als Diener der Götter fungieren. Im Übrigen haben die Antis ihr Domizil am und im Berg der Götter, dem Doran Daal.

Unterwegs hört Atlan auch Funkgespräche der Antis ab. Deren Namen sagen ihm wenig, aber einmal fällt der Name Pleghurst. Ist damit etwa Professor Dr. Noel Pleghurst gemeint, der vor drei Jahren verbotene genetische Experimente durchführte und anschließend spurlos verschwand?

In der Stadt Mytukor angelangt, wo auch die Sternenschiffe der Götter landen, beziehen sie Quartier in der Karawanserei Tsangas. Auf seinem Lager findet Gonzal einen Zettel mit einer Nachricht vor, die ihn zum Tempel der Artisa locken soll, wo er erfahren soll, wo und wann er Nuramy von Potrinet treffen soll. Gonzal begibt sich allein zum Tempel und trifft dort auf Loana. Die junge Frau macht sich an den Arkoniden heran, der sie jedoch sanft zurückweist. Endlich ist Loana bereit, die Botschaft ihrer Herrin zu übermitteln. Nuramy von Potrinet wird Gonzal am nächsten Tag um die Mittagsstunde hinter dem Tempel der Nyfa erwarten. Eindringlich bittet ihn Loana, sie jetzt nicht zu verlassen. Doch Gonzal verlässt den Tempel und wird von vier Unbekannten angegriffen. Er erweist sich den Angreifern jedoch als haushoch überlegen, kann drei töten und den vierten in die Flucht schlagen. Loana wird jedoch schwer verwundet und erliegt ihren Verletzungen. Gonzal bringt den Leichnam zur Karawanserei von Tsanga.

Die Umstände des Überfalls und das Verhalten Tsangas werfen in Gonzal Fragen auf. Er vermutet, dass er bei dem Angriff überwältigt und entführt werden sollte. Loana als Mitwisserin wurde beseitigt. Doch Gonzal ist in Mytukor ein Unbekannter, und warum sollte man ihn dann entführen? Wer hat die Abhöranlagen in den Unterkünften in Tsangas Karawanserei installiert? Gonzal verdächtigt Tsanga, zu den Antis übergewechselt zu sein. Doch Beweise dafür fehlen. Tsanga verlangt eine unverschämt hohe Summe für die Beerdigung Loanas. Gonzal erstattet Warp Bericht über den Überfall und den Tod Loanas. Der Rest der Nacht verläuft ereignislos.

Am nächsten Tag verlässt Gonzal auf dem Rücken eines Dzukos die Stadt und reitet zum Tempel der Nyfa, der außerhalb der Stadtmauern liegt. Er bemerkt, dass er von Charyx verfolgt wird. Beim Tempel angelangt, trifft Gonzal auf Nuramy von Potrinet. Die Akonin erweist sich überraschenderweise als jung geblieben. Sie erklärt, sie sei gemeinsam mit Loana mit einem kleinen Spezialschiff des Energiekommandos nach Koetanor-Delp gekommen. Irgendwie ist ihr Zusammensein nach so langer Zeit seltsam – und dann geschieht der Wahnsinn. Schlagartig werden sie von einer grellen Lichtflut geblendet. Und als sie wieder deutlich sehen können, ist Mytukor verschwunden. Dort, wo die Stadt lag, existiert nun ein riesiges irrlichterndes Felsmassiv. Kurz darauf holt ein Orkan, entstanden durch die verdrängten Luftmassen, sie in die Realität zurück. Sie suchen Zuflucht im Tempel der Nyfa. Zu allem Überfluss bricht auch noch ein Vulkan im nahen Naranga-Gebirge aus und löst heftige Erdbeben aus, die den Tempel der Nyfa schwer in Mitleidenschaft ziehen. Es gelingt Gonzal und Nuramy, dem Chaos zu entkommen. Die Antis errichten zur Sicherheit um den Doran Daal einen Schutzschirm.

Erneut hört Atlan den Funkverkehr der Báalol ab und erfährt, dass es auf dem ganzen Planeten zu Materialisationen gekommen ist. Des Weiteren wird ersichtlich, dass die Antis damit nichts zu tun haben. Plötzlich kündigt sich durch grelles Leuchten erneut eine Materialisation an. Der Energieschirm nützt den Antis nichts; die Hälfte des Doran Daal wird unter 3000 Meter hohen Trümmermassen begraben.

Gonzal und Nuramy von Potrinet machen sich an den Aufstieg zum Hochplateau des Doran Daal. Dabei lassen Gonzals Kräfte erstaunlich schnell nach. Er fühlt sich müde und erschöpft, und das trotz seines Zellaktivators. Auch kann er sich nicht mehr konzentrieren. Bei Nuramy sind solche Phänomene nicht zu bemerken. Dank seines Extrasinns bleibt der Lordadmiral aber handlungsfähig. Die Akonin kommt zu der Erkenntnis, dass von den Materialisationen eine Strahlung ausgeht, die sowohl Mutanten, also die Antis, als auch Mentalstabilisierte, in diesem Fall Atlan, lethargisch werden lässt.

Im Verlauf der kommenden Stunden beschaffen sie sich Fluganzüge von den wehrlosen Báalols und fliegen zum USO-Stützpunkt im Prugamon-Gebirge. Dort machen sie die Entdeckung, dass auch der Stützpunkt von den Materialisationen nicht verschont geblieben ist. Sie beschließen, Nuramys Raumschiff zu benutzen, um den Planeten verlassen zu können. Um der drohenden Ortung durch die Antis zu entgehen, entledigen sie sich in der Stadt Myc ihrer Fluganzüge. Doch sie werden von Soldaten festgenommen und voneinander getrennt. Im Verlies trifft Gonzal wieder mit Charyx zusammen. Gonzal erfährt, dass Charyx im Auftrag eines Konzerns die Forschungsergebnisse der Antis organisieren sollte. Auch informiert er den Arkoniden darüber, dass Tsanga durch einen Roboter ersetzt worden ist und der auf ihn durchgeführte Überfall beim Tempel der Artisa von Tsanga organisiert wurde. Durch die gewonnene Erkenntnis, dass Tsanga ein Roboter ist, werden Gonzal einige Ungereimtheiten klar. Er entlarvt Charyx als Mörder der Akonin Loana. Charyx kennt die wahre Identität Gonzals.

Gonzal, Charyx und Nuramy von Potrinet gelingt es, aus dem Verlies zu entfliehen. Auf dem Rücken von Dzukos verlassen sie die Stadt Myc. Charyx wird vom einem Pfeil getroffen und stirbt in Gonzals Armen. Gonzal und Nuramy nehmen die Reise zum Kleinraumschiff der Akonin wieder auf, das hoffentlich noch intakt ist.