Extrasinn
Aus Perrypedia
Der Extrasinn, auch Logiksektor genannt, ist ein brachliegender Gehirnteil der Arkoniden, der durch eine hyperenergetische Aufladung des Gehirns mit fünfdimensionalen Impulsen aktiviert werden kann. Dieser Erweckungsvorgang wird ARK SUMMIA genannt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Aktivierung
Schon früh in der arkonidischen Geschichte stellten Parawissenschaftler fest, dass das zusätzliche Hirnfragment in ferner Vergangenheit schon einmal selbstständig agieren konnte. Damit waren unter anderem solche Eigenschaften gemeint, die in den Bereich der tierischen Instinkte und Begabungen fallen. Aber wichtiger war die Fähigkeit des Gehirnsektors, Gegebenheiten aller Art zu erfassen, logisch zu analysieren und einzuordnen. Insbesondere in den hektischen und unübersichtlichen Situationen eines Raumgefechtes ermöglicht es der Extrasinn, die vielfältigen Daten und Geschehnisse zu überblicken, folgerichtig einzuordnen und entsprechend zu handeln.
In der Blütezeit des Großen Imperiums kamen nur ausgesuchte und einflussreiche Arkoniden in den Genuss der Aktivierung. Hierzu mussten sie eine Vielzahl von Prüfungen durchstehen.
[Bearbeiten] Funktionen
Nachdem der Extrasinn aktiviert wurde, ist er seinem Träger ein stetiger Mahner, Warner und Ratgeber. Die Kommunikation erfolgt dabei auf telepathischem Weg. Die Aussagen des Extrasinns werden als leises Wispern im Bewusstsein vernommen.
Nicht wenige Extrasinne bezeichnen ihren Wirt mit "Narr". Besonders bekannt ist in diesem Zusammenhang der Extrasinn Atlans, der dies regelmäßig tut, möglicherweise aus jahrtausendelanger Gewohnheit. Hinzu kommen bei Atlan zuweilen ausgesuchte Gehässigkeiten. Allerdings plagen sich auch andere Arkoniden, wie etwa Joriega da Zogeen und Bostich I. mit ihrem eigensinnigen Extrasinn. Atlans Extrasinn spricht im Hinblick auf seine Aktivierung auch von einer Geburt. Es ist anzunehmen, dass er sich mit zunehmender Lebensdauer immer selbständiger fühlt.
Eine weitere Folge der Extrasinn-Aktivierung ist das fotografische Gedächtnis, das bei längerer Lebensdauer zu Erinnerungsstaus führen kann. Es kommt dann bei bestimmten äußeren Reizen zu einem Zwang, über Erlebnisse der Vergangenheit zu berichten.
Vereinzelt kann es zur Aktivierung latenter Paragaben kommen. Beispielsweise erhielt der Arkonide Crest da Zoltral durch die Aktivierung latente telepathische Fähigkeiten. (Blauband 14, Seite 189)
Arkoniden mit aktiviertem Extrasinn sind ferner in der Lage, durch Willenskraft einen so genannten Monoschirm zu erzeugen. Dabei handelt es sich um eine Bewusstseinssperre, mit der ein Arkonide seine Gedanken vor einem Telepathen abschirmen kann. Dagor-Meditationstechniken können die Errichtung eines Monoschirms erleichtern. In extremen, bewusstseinsbeeinflussenden Situationen kann der Extrasinn unabhängig vom Wachbewusstsein agieren, und so dem verwirrten Bewusstsein seines Wirtes einen festen Bezugspunkt bieten.
[Bearbeiten] Nebenwirkungen
Neben den erwähnten nervenzehrenden Nebenwirkungen, kommt es auch zu körperlichen Auswirkungen. Beim verstärkten Ansprechen des Logiksektors bei Atlans Erzähl-Zwang vermindert sich die Durchblutung der Gesichtshaut, so dass es zu sichtbarer Blässe kommt. Zudem kann es zu allgemeiner Kreislaufschwäche kommen. Auch ist beim inneren Dialog ein geistesabwesender Blick, ein In-sich-hinein-Hören zu beobachten.
[Bearbeiten] Bekannte Arkoniden mit aktiviertem Extrasinn
- Atlan da Gonozal
- Crest da Zoltral
- Toitma da Merrit (Traversan 11)
- Joriega da Zogeen - Eigensinn solltest du heißen, denn das ist es, was du bist! (Joriega zu seinem Extrasinn) (Traversan 4)
- Gaumarol da Bostich - Narr, du hast dir viel Zeit gelassen (Bostichs Extrasinn direkt nach seinem Erwachen) (PR 2039)
- Athurn del Falkan (PR-Action 9)
[Bearbeiten] Künstlicher Extrasinn
Auf Rudyn entwickeln der Humanmediker Vitali Vagansk und der Nanosensoriker Derius Manitzke aus einer fixen Idee heraus innerhalb von zehn Jahren einen künstlichen Extrasinn mit dem Ziel, diesen allen Bewohnern der Zentralgalaktischen Union zur Vergügung stellen zu können und diese damit weit über den Stand der restlichen Sternenvölker zu heben. Am 11. August 3102 schaltet Derius den bei ihm implantierten Extrasinn ein und steigt durch ihn innerhalb kürzester Zeit zum persönlichen Berater der Generalkalfaktors Ponter Nastase auf. Bei einem Gefecht sterben beide, und die Zukunft des künstlichen Extrasinns ist ungewiss.

