Kintradim Crux

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Kintradim Crux war bis vor 2,8 Millionen Jahren ein Crux, ein Gewährsmann der Chaotarchen, und der Architekt des 37. ZENTAPHER.

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ZENTAPHER - Kintradim Crux
Heft: PR 2093 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Kintradim war etwa 2,50 m groß, humanoid und schlank. Er besaß einen schlangenartigen Kopf und eine fischartige, blaue Haut. Sein Gang war schwebend. Später, als Diener der Chaosmächte, war er in eine Aura der Macht und Unfehlbarkeit gehüllt, was aber eher an seinem gewachsenen Charisma lag. (PR 2085)

Er entstammte dem Volk der Spinkaahn, seine Herkunft ist unbekannt. Als Kind hatte ihn sein Heimaufseher immer als »räudigen Spinkaahn« beschimpft. (PR 2093)

Charakterisierung

Durch seine grausame Kindheit in einem Sklavenlager war er moralisch abgestumpft, das heißt der Tod und das Leiden anderer hatten für ihn keine Bedeutung mehr. Wenn er im Auftrag der Chaotarchen Leben vernichtete, so tat er dies ohne eine besondere emotionale Regung. Das einzige, das ihn durch die Jahrmillionen immer wieder bedrückt hatte, war seine Einsamkeit. Weder die Gesellschaft Zen-Skogos, noch die der Bibliothekare von Saraogh, oder die Beschäftigung mit den Ewigen konnten ihn emotional befriedigen. Wie unbedeutend und einflusslos er trotz der enormen Machtmittel seines Gefährts ZENTAPHER und seiner gehobenen Position in der Hierarchie der Chaotarchendiener war, wurde ihm wohl erst wirklich klar, als er eine so genannte Dunkle Geburt lokalisiert hatte, ihm aber eine Erklärung über Fähigkeiten und Bedeutung dieses unheimlichen und gewiss sehr mächtigen Wesens verwehrt wurde.

Geschichte

Jugendjahre

Die Kindheit verbrachte Kintradim in einem Sklavenlager auf einem Asteroiden. Der Aufseher bevorzugte die Bezeichnung Waisenhaus, obwohl dies keinen Kunden interessierte. Sie waren schließlich nicht gekommen, um ein Kind zu adoptieren, sondern um ein Versuchsobjekt oder einen Sex-Sklaven zu kaufen. Um die vielen Kinder unter Kontrolle zu halten, hatte der Aufseher ihnen allen Sprengstoff-Halsbänder angelegt. Wollte er eines seiner Kinder bestrafen, so steckte er es in einen Bereich mit hoher Schwerkraft. Um Energie und Kosten zu sparen, vegetierten die Kinder jedoch meistens bei Schwerelosigkeit dahin. Kintradim war, soweit er das mitbekam, das einzige Kind, das über Jahre keinen Käufer fand. Eines Tages kündigte sich jedoch per Funk ein Interessent an.

Es war ein Unbekannter in einer dicken Ganzkörperrüstung. Er untersuchte Kintradim, und besonders seinen Kopf, mit allerlei Messgeräten. Das Ergebnis war zufriedenstellend: Kintradim war gewissenlos und psychisch gestört. Nachdem Kintradim den Besitzer gewechselt hatte und beide davonflogen, sprengte der Fremde mit einer Implosionsbombe den Asteroiden, um keine Spuren zu hinterlassen.

Ausbildung an der Akademie von Harcoy-Maranesh

Nach einem langen Flug, den Kintradim hauptsächlich im künstlichen Tiefschlaf verbrachte, erreichten sie den Planeten Zufragg, dessen Oberfläche aussah, als würde sich ein Krebsgeschwür durch sie wühlen. Der Fremde, der sich als ein Mokko namens Oniok vorstellte, sagte, dies wäre der Standort der Akademie von Harcoy-Maranesh, einer Akademie der Chaosmächte. Kintradim sollte hier als Schüler lernen und bekam den Titel Rou. In der Akademie angekommen, wurde Kintradim Rou wieder in den künstlichen Tiefschlaf versetzt, und nach seinem Erwachen fand er sich inmitten von zehntausend Mitschülern wieder.

Das Klima in der Akademie war mörderisch. Die Schüler mussten nicht nur die komplette Kosmologie der Materiesenken und Kosmonukleotide fehlerlos verstehen, sondern sie konnten aufstrebende Mitschüler einfach töten. Kintradim Rou selbst entging drei solchen Anschlägen.

Als sich die Zahl der Schüler auf 1000 verringert hatte, fand die Abschlussprüfung am Seelensee statt. Dabei mussten die Schüler nach einem Befehl von Richter über die schwarze, glänzende Oberfläche des Sees ans andere Ufer rennen. Diejenigen die nicht gut genug waren, lösten sich in einer Lichterscheinung und einem klirrenden Ton einfach auf. Sieben Schüler, inklusive Kintradim Rou, überlebten die erste Runde. Danach begann die zweite Phase: Als erstes rannte Kintradim Rou über den See, kam aber nur bis zur Mitte, als seine Knie plötzlich in der zähen Masse feststeckten. Die anderen Schüler kamen nicht einmal so weit und lösten sich in Lichtblitzen auf. Kintradim begriff langsam, dass er es geschafft hatte. Die robotischen Betreuer erklärten Kintradim Rou, der Seelensee und ALLE darin konservierten zehntausend Bewusstseine würden nun komprimiert und in einen Chip konvertiert werden. Von nun an würde er den Titel Crux tragen.

Ausbildung in der Negasphäre

Er wurde zur Raumstation ZEUDIR gebracht, von wo aus er zur Negasphäre gebracht werden sollte. Armalschu, der Kommandant dieser Station, verhielt sich ihm gegenüber jedoch feindselig und intrigierte gegen ihn. Kintradim Crux fand heraus, dass in der Galaxie G-Ayscham der Chaotender ZENTAPHER gebaut wurde, und dass er selbst dessen Bau leiten solle. Armalschus Absicht war es, selbst zum Architekten ZENTAPHERS zu werden und somit die Unsterblichkeit zu erringen oder sich an Kintradim Crux dafür zu rächen, dass seine Bewerbung um den Posten des Chaotender-Architekten abgelehnt worden war.

Armalschu nahm sogar die Vernichtung ZEUDIRS durch in der Nähe operierende Kosmokratentruppen in Kauf, um Kintradim Crux zu beseitigen. Diesem gelang jedoch noch rechtzeitig die Flucht, dabei havarierte allerdings sein Rettungsschiff. Er wurde vom Raum-Zeit-Router eMOX-3370 geborgen. Dort begegnete er Armalschu wieder und tötete ihn.

Die nächsten 1000 Jahre verbrachte Kintradim Rou in der Negasphäre, wo er zu einem Gewährsmann der Chaotarchen geformt wurde. Nach dem Aufwachen erklärte ihm sein Berater Zen-Skogo, er sei in der Negasphäre sogar dem Chaotarchen Xpomul persönlich begegnet. Von nun an sei er ein Gewährsmann der Chaotarchen. Zen-Skogo erklärte ihm weiterhin, seine erste Aufgabe würde schon auf ihn warten.

Der Bau ZENTAPHERS

Zen-Skogo erklärte, Kintradim Crux hätte bei der Gestaltung ZENTAPHERS völlig freie Hand, es gäbe nur eine Auflage: ZENTAPHER musste das mächtigste Kriegsschiff werden, das dieses Universum je gesehen hatte. Für diese Aufgabe standen Kintradim Crux 200.000 Schürfraumer und 15.000 Tender, darunter etliche MASCHINEN des Elements der Technik, zur Verfügung.

Nach etwa einhunderttausend Jahren voller Rückschläge war ZENTAPHER fertiggestellt. Nicht einmal ein Großangriff von Hilfsvölkern der Kosmokraten hatte den Bau wesentlich verzögern können. Immerhin bestanden die Instinkt-Krieger in den Augen von Kintradim Crux hier ihre erste größere Feuertaufe, und Kintradim Crux beschloss, aus den Verwaltern der feindlichen Flotte in Zukunft die Bibliothekare ZENTAPHERS zu klonen.

Dienst an Bord ZENTAPHERS

Nach etwa tausend Jahren weiterer technischer Feinabstimmungen nahm ZENTAPHER seinen Dienst auf. Von nun an vernichtete Kintradim Crux mit Nekrophoren ganze Zivilisationen und schlug ansonsten seine Langeweile im Bibliotheks-Kabinett Saraogh tot.

Er fand ein weiteres Hobby, als ihm eines Tages Instinkt-Krieger berichteten, sie hätten auf einem durch Nekrophore vernichteten Planeten mehrere Überlebende gefunden. Obwohl es nur gelang, eine dieser Kreaturen am Leben zu erhalten, war Kintradim Crux von diesen Untoten so beeindruckt, dass er beschloss, sie in Zukunft als lebende Souvenirs zu sammeln. So ließ er unter seinem Schloss im Kabinett Kintradims Heim einen Saal bauen, in dem die Ewigen, wie er sie nannte, in ihren Überlebenstanks dahinvegetieren würden, nur durch Schmerz aus ihrer Lethargie gerissen.

Ein ganz besonderer Augenblick war es, als die Instinkt-Krieger einmal auf einem leblosen Planeten, nach ungefähr fünftausend entvölkerten Galaxien, eine extrem starke und negative Aura fanden. Zen-Skogo erklärte, nach den Symptomen könne es sich nur um eine Dunkle Geburt handeln. Kintradim Crux fühlte sich durch die Aura an den Richter erinnert. Kurz darauf, ohne dass Kintradim Crux jemanden benachrichtigt hätte, erschien auch noch die Aura Xpomuls auf dem Planeten, dann verschwanden sie beide. Kintradim Crux war schwer enttäuscht, als er ohne ein Wort des Dankes oder der Erklärung zurückgelassen wurde.

Die Jahrhunderttausende vergingen. Kintradim Crux vernichtete Galaxien, las in den Büchern von Saraogh oder erfreute sich an den wenigen Lebenszeichen der Ewigen ... bis eines Tages Zen-Skogo mit einer Prioritätsnachricht aus der Negasphäre zu ihm kam.

Die Schlacht von Kohagen-Pasmereix

Offenbar errichteten die Ordnungsmächte in der Galaxie Kohagen-Pasmereix einen Dom für einen neuen Orden der Ritter der Tiefe. Als die Kosmokraten auf die Flotten der Chaotarchen-Hilfsvölker mit der Entsendung der Kosmischen Fabriken reagierten, beschlossen die Chaotarchen mit ihren Chaotendern den Entscheidungskampf zu suchen.

Auf dem Höhepunkt der Schlacht, als ZENTAPHER schwer getroffen war, sah Kintradim Crux, wie Zen-Skogo, jenes unwirkliche, unüberwindliche Geschöpf der Negasphäre, zerstört wurde. Panik ergriff ihn, er floh und überließ seine Kampfgefährten ihrem Schicksal.

Er flog den Planeten Clurmertakh in der Hoffnung an, die überschüssigen Energien ZENTAPHERS an den Planeten abgeben zu können. Sein Plan misslang. Im Versuch zu retten, was zu retten war, aktivierte er die Not-Stasis. Doch bevor er sich in Sicherheit bringen konnte, tauchte wie aus dem Nichts plötzlich Richter auf. Dieser erklärte, durch die Feigheit Kintradim Crux' seien alle anderen Chaotender vernichtet worden, was die Chaosmächte um Jahrmillionen in ihren Plänen zurückgeworfen hätte. Nach diesen Worten tötete er Kintradim Crux.

Doch Kintradim Crux starb nicht ganz, immerhin war er ein Gewährsmann der Chaotarchen! Ein Rest seines Bewusstseins überlebte und wandelte in den folgenden Stunden seinen Körper langsam in psionische Energie um, um sich am Leben zu erhalten.

Wiedererweckung

Als Torr Samaho nach 2,8 Millionen Jahren beziehungsweise wenigen Stunden den Leichnam berührte, griff das Bewusstsein von Kintradim Crux sofort an, wurde aber vom Menta Torr Samahos zurückgeschlagen und kapselte sich in der Folge ein. Als Torr Samaho 13 Jahre später die Anwesenheit von Menschen in ZENTAPHER bemerkte, beschloss das Bewusstsein Kintradim Crux', mit Torr Samaho sein Wissen und seine Lebensgeschichte zu teilen, um dessen Feinden so Zeit zu erkaufen. Da Mondra Diamond die Erinnerungen Torr Samahos übernahm, erhielt sie dadurch indirekt auch die Erinnerungen von Kintradim Crux.

Der Rest von Kintradim Crux starb vermeintlich, als er versuchte, das im Todeskampf befindliche Bewusstsein Torr Samahos auszulöschen und dabei unterlag. Ein kleiner Bewusstseinssplitter ging jedoch unbemerkt, zusammen mit den Erinnerungen der beiden Kontrahenten, auf Mondra Diamond über. Anfang Februar 1346 NGZ erwachte er, als Mondra Diamond den Raum-Zeit-Router aRUX-7076 betrat. Der Bewusstseinssplitter versuchte, die Kontrolle über Mondras Körper zu übernehmen, wurde von ihr jedoch dadurch besiegt, dass sie eine tödliche Dosis an Aufputschmitteln einnahm und sich sofort reanimieren ließ. Damit erlosch der letzte Rest des Architekten endgültig, was Phyltabreed durch den Seelenblick bestätigte.

Quellen

PR 2092, PR 2093, PR 2095, PR 2389, PR 2390