Anfir Cryjonon

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Google translator: Translate from German to English.
Google translator: Přeložte z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertalen van Duits naar Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduire de l'allemand vers le français.
Google translator: Traduzir do alemão para o português.

Anfir Cryjonon war ein Freifahrer und der Kapitän des Raumschiffs RENAISSANCE und später der HORNBLOWER.

Erscheinungsbild

Er war ein Terraner und hatte die Statur eines Hünen (PR-TB 107) mit stämmigen Beinen. (PR-TB 96 II, S. 107)

Seine Augen waren grün. (PR-TB 96 II, S. 98)

Ein Schmuckstück seiner Ausrüstung war ein mit Juwelen besetzter Dolch mit einer Klinge aus Terkonitstahl, die einerseits wie ein Vibratormesser funktionierte, andererseits einen Strahler verbarg, dessen Mündung in der Dolchspitze untergebracht war. Der Strahler wurde mit einem Auslöser in der Griffstange abgefeuert. Darüber hinaus war der Dolchgriff hohl, in seinem Inneren waren verschiedene Kleinstwaffen versteckt. (PR-TB 96 II, S. 107–108)

Charakterisierung

Der Freifahrer galt als gerissen. (PR-TB 107)

Geschichte

Das Goldene Imperium

Bei dem Versuch, neue Märkte zu erschließen, gerieten die Freihändler auf dem Planeten Ternillon an einen starken Gegner. Die Springer duldeten keine Konkurrenz für ihre Geschäfte mit den Eingeborenen und besetzten den Planeten in der zweiten Jahreshälfte 2423. Wenig später wurde auf Ternillon das Goldene Imperium ausgerufen, das mehr oder weniger offen mit den Springern kollaborierte. Die Freihändler scheuten einen offenen Krieg, daher ging Anfir Cryjonon in den Untergrund und versuchte, den Widerstand zu organisieren. Eines Tages geriet er jedoch in Gefangenschaft, sein Raumschiff RENAISSANCE wurde konfisziert. Später gelang ihm zusammen mit Professor Edwin Farkas, den er im Gefängnis kennengelernt hatte, die Flucht. Das Freihändlerschiff NYMPHE nahm sie auf und brachte sie nach Umtar. (PR-TB 96 II, S. 90–91, 99–100, 113)

Anmerkung: Der Zeitpunkt ihrer Flucht ist nicht datiert. Farkas kam gegen Ende Februar 2424 nach Ternillon; Anfang Januar 2425 waren er und Cryjonon auf Umtar. (PR-TB 96 II, S. 88–91)

Dort knüpfte Cryjonon Handelsbeziehungen zu den Ezialisten, während Professor Farkas eine Anstellung in der Ezialistischen Klinik fand. Am 12. Januar 2425 besuchte Samantha Lund, die Kaiserin des Goldenen Imperiums, als Gast die Erfindermesse auf Umtar. Anfir Cryjonon plante, sie zu beseitigen, da er sie als hauptverantwortlich für die Bedrohung durch das Goldene Imperium ansah; darüber zerstritt er sich mit Farkas. Der geeignete Zeitpunkt schien gekommen, als Samantha Lund in der Klinik aufgenommen wurde. Anfir Cryjonon entführte die Frau aus ihrem Krankenzimmer. Unverzüglich griff jedoch ein Kugelraumschiff des Goldenen Imperiums ein. Noch auf dem Dach der Klinik befreiten schwer bewaffnete Soldaten in Kampfanzügen ihre Kaiserin und brachten sie mit dem Raumschiff fort. Es gab viele Verletzte, darunter Anfir Cryjonon, und mehrere Tote. Michael Rhodan, der Samantha Lund früher noch unter dem Namen Lorelei kennengelernt hatte, bevor sie zur Kaiserin aufgestiegen war, war Zeuge des Geschehens. (PR-TB 96 II, S. 91–96)

Binnen 14 Tagen wurde Anfir Cryjonon von den Plastochirurgen der Klinik so weit wiederhergestellt, dass er vernehmungsfähig war. Die USO untersuchte den Fall; Leutnant Ashnar Bernier verlangte von dem Freihändler volle Kooperation. Man hatte festgestellt, dass der Kugelraumer sein Schiff war: die RENAISSANCE. Doch Cryjonon leugnete jedwede böse Absicht – das Goldene Imperium hatte sein Schiff gestohlen. Nun suchte Michael Rhodan Kontakt mit ihm; er war überzeugt, dass der Kapitän versuchen würde, sein Schiff zurückzuholen, und wollte ihn nach Ternillon begleiten. Zum einen wusste er seinen Freund Slim Buru in den Händen der Ternillonen, zum anderen interessierte er sich aus persönlichen Gründen für Samantha Lund. Cryjonon willigte ein. Fünf Tage später erreichten sie mit der NYMPHE das System von Launis Stern. (PR-TB 96 II, S. 97–111)

Eine Flotte von 200 Walzenraumschiffen der Springer beschützte das System. Die NYMPHE tauchte im Ortungsschutz der Sonne unter. Anfir Cryjonon stellte ein Einsatzkommando von zehn Personen zusammen, darunter Michael Rhodan, und landete unbemerkt mit einem Beiboot in einem Dorf der Dulgas, von denen er wusste, dass sie auf der Seite der Freihändler standen. Als gefangene Eingeborene getarnt, ließen sie sich in die Hauptstadt eskortieren und konnten sich so in Ternillon-Palast einschleusen. Cryjonon, Rhodan und Magister Jain trennten sich von den anderen und versorgten sich aus einem Lager mit Waffen und Uniformen des Goldenen Imperiums. Gerade als sie Slim Buru und Professor Edwin Farkas aufspürten, wurden sie von Burkin Jefferson und 20 schwer bewaffneten Soldaten überrascht. Inzwischen war ein Verband von 300 Schlachtschiffen der Solaren Flotte in dem System materialisiert, durch Anfir Cryjonon über die Position des Planeten informiert. Jefferson, Ehemann von Samantha Lund und Generalgouverneur des Goldenen Imperiums, war jedoch absolut siegessicher. Die Walzenraumer, obschon deutlich unterlegen, griffen sofort an und bereits nach einem kurzen Schlagabtausch zeichnete sich aufgrund der manipulierten X-Taster der Solaren Flotte deren verheerende Niederlage ab. (PR-TB 96 II, S. 114–138)

Hilfe für die Terraner nahte durch einen von Anfir Cryjonon alarmierten Verband von 423 Freihändlerschiffen. Sie verfügten über die bessere Bewaffnung – und ihre Schiffsgeschütze hatten keine X-Taster. Die Flotte der Springer wurde aufgerieben. Burkin Jefferson versuchte zwar noch, Samantha Lund die alleinige Verantwortung für die Machenschaften des Goldenen Imperiums zuzuschieben. Aber als sie auf der Bildfläche erschien und er sie zu töten versuchte, war sie schneller und erschoss ihn. (PR-TB 96 II, S. 138–142, 151)

In den folgenden drei Tagen sorgten die Freihändler dafür, dass auf Ternillon wieder geordnete Verhältnisse einkehrten. Slim Buru, der unter einem posthypnotischen Zwang gestanden hatte, entsagte dem Ezialismus und schloss sich den Freihändlern an. Anfir Cryjonon heuerte ihn als Besatzungsmitglied für seine RENAISSANCE an. Samantha Lund, die eigentlich Virna Toscana hieß, zog sich mit Professor Farkas an einen abgelegenen Ort zurück. Fünf Tage später gelang es Anfir Cryjonon und Michael Rhodan, die beiden aufzuspüren. Farkas klärte sie in groben Umrissen über den PLAN von Eremil Toscana auf – und über die unfreiwillige Rolle, die dessen Tochter Virna darin gespielt hatte. Cryjonon und Rhodan beschlossen, sie in Frieden zu lassen. (PR-TB 96 II, S. 127, 152–159)

Garwankel

Im Juli 2433 wurde Anfir Cryjonon von Roi Danton beauftragt, Jank Grimson, einen frisch angeworbenen Raumschiffskapitän, auf dessen erstem Kommando, einem Probeflug der LAOKOON, zu begleiten. Ihr Auftrag war es, den geheimnisvollen Fremden Payo Coq'Inoi zu verfolgen, der auf eigenen Wunsch und mit Genehmigung von Kaiser Lovely Boscyk mit einer Space-Jet zu seinem Heimatplaneten flog. Anfang August landeten Cryjonon und Grimson auf Garwankel. Dort wurden sie von einem Team terranischer USO-Agenten gefangen genommen und in der Roten Rotunde festgehalten, um Roi Danton dorthin zu locken und so zu einem Treffen mit Lordadmiral Atlan zu nötigen, der bis dato Dantons wahre Identität nicht kannte. Dazu kam es nicht; da sie das Friedensgebot der Rotunden missachtet hatten, wurden die Terraner von Vier-Viertel-Calluq im Kampf getötet. Im Zuge der Kampfhandlungen gelang es Roi Danton, der mittlerweile ebenfalls auf Garwankel eingetroffen war, Cryjonon und Grimson zu befreien. (PR-TB 107)

Quelle

PR-TB 96, PR-TB 107