Rhoarxi

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Google translator: Translate from German to English.
Google translator: Přeložte z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertalen van Duits naar Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduire de l'allemand vers le français.
Google translator: Traduzir do alemão para o português.

Die Rhoarxi sind ein Volk von Vogelwesen, welches vor über 1.000.000 Jahren eine führende Rolle in der Galaxie Dwingeloo spielte.

AM46.jpg
Intrawelt 10
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Ein Rhoarxi ist über zwei Meter groß. Er hat schwarze, kugelrunde Augen, einen dunkelroten, viergezackten Kamm und einen orangefarbenen Hakenschnabel. Am Halsansatz besitzt er eine circa zehn Zentimeter lange Hautfalte. Sein Gefieder ist grau-schwarz. Das Schwanzgefieder ist buschig und bunt und wird als Blümchen bezeichnet. Die beiden dünnen Ärmchen erinnern an verkümmerte Flügel. Der Rhoarxi hat stämmige schwarze Beine, die in Doppelzehen mit scharfen, spitzen Krallen enden. (Intrawelt 8)

Die Verfärbung der Halskrause ins Bläuliche bedeutet Leidenschaft und Erregung. (Intrawelt 8)

Einst besaßen die Rhoarxi an den Enden der Schwingen Finger. Zu dieser Zeit waren sie auch noch flugfähig. Im Laufe mehrerer Millionen Jahre lernten sie, ohne Finger bestimmte Materie zu kontrollieren. Dadurch bildeten sich die Finger zurück. Je öfter sie in Raumfahrzeugen unterwegs waren, desto weniger Bedarf hatten sie an ihren Flügeln. Die fehlenden Finger kompensierten sie mit Manipulatoren, statt der Schwingen entwickelten sie die Spinnenfäden und die Gondeln. Als sie das Silizium-Leben, das Potista, entdeckten, wurden sie in Wanderstädten sesshaft, die sie nach ihren Vorstellungen andauernd neu erschaffen. (Intrawelt 10)

Fortpflanzung

Die Eier der Rhoarxi werden in Brutkammern fast bis zum Schlüpfen aufbewahrt. Erst einige Tage vor diesem Ereignis kommen sie in den Horst, wo sie unter den Federn der Glucken ausgebrütet werden und unter dem wachsamen Blick des Obersten Brüters schlüpfen. (Intrawelt 9)

Die Nester der Rhoarxi sind mit Sohlenschmeichlern ausgelegt. Dabei handelt es sich um teppichähnliche, weiche Faserbündel. (Intrawelt 10)

Beispielsweise erließen die Rhoarxi der Stadt Aspoghie ein Gesetz, dass alle Rhoarxi der Stadt im Horst geboren werden. Als Ausnahme gilt, wenn sie Aspoghie nicht rechtzeitig erreichen. Tuxit war der Initiator dieses Gesetzes. (Intrawelt 9)

Bekannte Rhoarxi

Gesellschaft

Hierarchie und Stammeskultur

Das Volk der Rhoarxi ist in Stämme beziehungsweise Schwärme gegliedert, die einst vor 1,5 Millionen Jahren dezimierten sich die Stämme in blutigen Bruderkriegen gegenseitig. Es blieben zunächst sieben, dann nur noch vier Stämme übrig. Ein Stamm verschwand in den Weiten des Weltraums, nachdem er das Angebot des Kosmokratenroboters Lae ablehnte. (Intrawelt 11)

Der Flammenstaub des Obersten Brüters beruhigt und lenkt die gesamte Bevölkerung der Stadt. (Intrawelt 10) Neben den insgesamt drei Obersten Brütern (je ein Oberster Brüter für je eine der drei Wanderstädte) gibt es die Impostoren. Das Kennzeichen der Impostoren sind weiße, wie Schwungfedern gestaltete Schenkelschützer. (Intrawelt 10) Der Mob setzt sich aus allen Schichten der Bevölkerung der betreffenden Stadt zusammen. Diese Rhoarxi besitzen ein großes Mitspracherecht bei allem, was der Oberste Brüter beschließt. (Intrawelt 9)

Eine Zunft der Rhoarxi sind die Todesscharrer, die sich um die Bestattung der Toten kümmern. (Intrawelt 11)

Die drei Stämme der Intrawelt

Die drei verbliebenen Stämme waren Asphogies, Benenses und Zirnatim. Diese erbauten dann die Intrawelt und zogen sich dorthin zurück, wo sie seit dieser Zeit, vor 800.000 Jahren, die drei Großen Karawanen bilden und mit ihren Wanderstädten Asphogie, Benenses, Zirnatim durch die Hohlwelt ziehen. Alle 50.000 Intrawelt-Tage kommt es zu einem Treffen der Wanderstädte. Dabei kommt es zu einer Auffrischung des Genmaterials der einzelnen Bevölkerungen. Ein uralter Spruch der Rhoarxi bei diesen Treffen lautet:

Rhoarxi-Sitte aus der Mitte, schwing die Hüfte in die Lüfte, Tradition seit 'ner Million. (Intrawelt 9)

Die Befruchtung findet statt, Eier werden gelegt, bis die Nester überfüllt sind. (Intrawelt 9)

Der 4. Stamm - die Anarii

Der 4. Stamm der Rhoarxi – die Anarii – soll sich in der Galaxie Gruelfin auf Eschens Welt niedergelassen haben.

Dieser Stamm ist jedoch degeneriert, die Rhoarxi des Planeten Eschen sind heute nicht mehr als kleine »Vögel« ohne Intelligenz, genannt Zusthoas. Sie besitzen jedoch die Affinität zum Flammenstaub.

Wanderstädte, die drei große Karawanen

Die drei Schwärme oder Stämme der Rhoarxi durchwandern die Intrawelt in bzw. auf ihren drei Wanderstädten Aspoghie, Zirnatim und Benenses. (Intrawelt 9)

Eine Wanderstadt besteht im Wesentlichen aus Potista. Der Aufbau der Wanderstädte ist ständig im Wandel, da Potista aus Einzellern auf Siliziumbasis besteht und diese gehorchen den Anweisungen der Rhoarxi. (Intrawelt 9)

Sitten und Gebräuche

Ein ritueller Gruß der Rhoarxi lautet Ladindaun. (Intrawelt 9)

Kulinarisches

Ein beliebtes Getränk der Rhoarxi ist Schaumeiweiß, das gerne mit Honig gesüßt getrunken wird. (Intrawelt 9, S. 13)

Geschichte

Frühgeschichte

Einst waren die Rhoarxi aufgebrochen, um einen Teil des Universums zu erobern. Nach vielen Schlachten und Entdeckungen zogen sie sich in die Heimatgalaxie zurück, wo sie sich an den Positionskämpfen der verschiedenen Völker rege beteiligten. Als ausgezeichnete Taktiker und gefürchtete Kämpfer errichteten sie ein Sternenreich. Bis sie mit den Togronen in Konflikt gerieten. Viele Entscheidungsschlachten wurden geschlagen, aus denen weder Rhoarxi noch Togronen als Sieger hervorgingen. Ganze Spiralarme Dwingeloos wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Togronen zogen sich nach einer Jahrhunderte währenden Expansion in ihr eigentliches Herrschaftsgebiet zurück. Sie waren der Meinung, sich nichts mehr beweisen zu müssen und den Rhoarxi zumindest ebenbürtig gewesen zu sein. (Intrawelt 11)

Die Rhoarxi waren noch nicht dieser Ansicht und zogen erneut über Dwingeloo. Sie zerstörten die Niederlassungen ihrer eigenen Nomadenstämme auf zahllosen Planeten. In einem wahren Blutrausch löschten sie mehr als die Hälfte aller Rhoarxi-Stämme aus. Nur das Reich der Togronen blieb verschont. (Intrawelt 11)

Als nur noch sieben Stämme übrig waren, wurden diese in einem Gemetzel auf vier reduziert. Erst das Erscheinen von Lae ließ die Rhoarxi umdenken. Er bot ihnen den Flammenstaub an, der alle Aggressionen zähmen und die Rhoarxi zu Garanten der Stabilität und des Friedens machen würde. Doch die Rhoarxi machten sich über Lae lustig und wollten ihn und sein kobaltblaues Raumschiff vertreiben. Doch Lae konnte den Angriff mithilfe der Technik seines Raumers mühelos abwehren. Erneut bot er den Rhoarxi den Flammenstaub an. Als Gegenleistung sollten die Vogelwesen für Ordnung und positives Denken in ihrem Herrschaftsbereich sorgen. Vier Rhoarxi begleiteten Lae zur Kathedrale von Rhoarx. Als sie zurückkehrten, waren aus den ehemals gemeinsten und brutalsten Kriegsherren, geläuterte Wesen geworden, deren Wirkung sich auf alle Stämme ausbreitete. Stolz stellten sich die vier Stämme der Rhoarxi in den Dienst der Kosmokraten. Nach dem Tod der ersten Flammenstaub-Träger breiteten sich wieder Unruhen unter den Völkern der Rhoarxi aus. Der Aggressions- und Expansionstrieb verstärkte sich erneut. Lae erschien ein weiteres Mal. Die Obersten Brüter wurden in die Kathedrale gebracht und der Kreislauf begann von vorne. (Intrawelt 11)

Die Obersten Brüter wurden sorgfältig ausgewählt und einer Prüfung der ethischen und moralischen Werte unterzogen. Sie mussten die notwendige Nervenkraft haben, um den Flammenstaub in sich ertragen zu können. So erlebten die Rhoarxi glorreiche Zeiten. Tausende von Jahren waren sie für die Hohen Mächte tätig. Den Stammesführern begegnete man mit Ehrfurcht oder Angst. (Intrawelt 11)

Starb allerdings einer der Obersten Brüter und der Flammenstaub erlosch mit ihm, trat die alte Aggressivität wieder in den Vordergrund. Die Rhoarxi waren gewissermaßen süchtig nach dem Flammenstaub geworden. (Intrawelt 11)

Eines Tages wurden Laes Besuche seltener und hörten schließlich ganz auf. Obwohl die Rhoarxi wussten, wo sich die Kathedrale von Rhoarx befand, wagten sie nicht, diese aufzusuchen. Ohne Obersten Brüter nahm das Leben der Vogelwesen eine unheilvolle Entwicklung. Die Rhoarxi begannen wieder, sich gegenseitig zu zerfleischen. Endlich kam Lae wieder. Wollten die Rhoarxi wieder Zugang zum Flammenstaub haben, mussten sie für die Hohen Mächte auch solche Aufträge durchführen, die vielleicht zweifelhaft waren. Die Vogelwesen stimmten zu, auch als Lae offensive Kriegshandlungen forderte. Ohne moralische Bedenken, ohne Fragen Warum und Weshalb, müssten sie ab nun für die Kosmokraten präventive Kriege führen. Drei Stämme stimmten zu und konnten die beiden Membranwände zur Kathedrale wieder durchdringen. Kobaltblaue Walzenraumschiffe vertrieben ungebetene Gäste in der Nähe der Kathedrale von Rhoarx. (Intrawelt 11)

Die Anarii jedoch verweigerten jede Zusammenarbeit (Intrawelt 11) und verließen vor 1,5 Millionen Jahren die Gemeinschaft. Seitdem galt dieser vierte Schwarm als verschollen. Von ihnen hat man nie mehr etwas gehört. (Intrawelt 9)

Die avoiden Rhoarxi besiedelten Welten, die über ganz Dwingeloo verteilt waren. Ihre Welten waren durch ein gigantisches Transmitternetz verbunden. Sie gestalteten ganze Planeten, ja ganze Sonnensysteme um. (Dunkelstern 4)

Es traf die Rhoarxi völlig unerwartet, als die Hohen Mächte sie vor etwa 1,2 Millionen Jahren endgültig verließen. Nach etwa 300.000 Jahren in den Diensten der Kosmokraten zogen diese sich zurück. Die Kathedrale von Rhoarx mit dem Flammenstaub wurde nicht mehr bewacht. Die drei Stämme Aspoghie, Benenses und Zirnatim zogen durch Dwingeloo. Sie bauten unermüdlich, stellten genetische Experimente an und begannen einen neuen Streit mit den Togronen. (Intrawelt 11)

Vor etwa 1.100.000 Jahren verschwanden die Rhoarxi aus Dwingeloo. (Dunkelstern 4) . Die Obersten Brüter begannen mit dem Bau der Intrawelt, um den Flammenstaub vor dem Zugriff negativer Mächte zu schützen. Drieten, Anstizen und Nomaden wurden seit Jahrhunderttausenden von den Rhoarxi benutzt. Sie waren auf Planeten ausgesetzt worden, ihre Geschichten und Sagen wurden festgeschrieben und ihnen falsche Erinnerungen über ihr Eintreffen in der Intrawelt eingepflanzt. Gerade diese drei Völker brauchten etwas Selbstbewusstsein, um ihre Fähigkeiten der schöpferischen Gestaltung oder Wartung der Hohlwelt zu entfalten. (Intrawelt 11)

Die Anstizen wurden als technisches Arbeitervolk konstruiert, die Drieten als schöpferische Gestalter und die Nomaden als Kundschafter. Robotraumer sorgten für den Nachschub an Rohstoffen, eine Sternengeburtsstätte wurde um die Kathedrale errichtet. Die drei Stämme siedelten sich in den bereits fertig gestellten Parzellen an, die sie nur noch selten verließen. Teph-Wächter sorgten dafür, dass Wesen, die in der Intrawelt eine neue Heimat fanden, nicht mehr in das Normaluniversum zurückreisen konnten. Die Varganen entdeckten um 440.000 Jahre v. Chr. auf zahlreichen Welten Artefakte der Rhoarxi. (Dunkelstern 3) Die Rhoarxi suchten keinen Kontakt mit ihnen. Sie verbreiteten die Legenden vom Aussterben ihres Volkes. (Intrawelt 11)

Es liegt die Vermutung nahe, dass die Rhoarxi von den Kosmokaten oder einem ihrer Hilfsvölker geschaffen worden waren, um den Flammenstaub zu bändigen. (Intrawelt 11)

Die Varganen hielten sie für geniale und begnadete Baumeister, Architekten und Ingenieure. Sie errichteten Stützpunkte auf den Welten der Rhoarxi und entdeckten Hinweise auf eine mystische Kathedrale der Rhoarxi. Diese Kathedrale wurde jedoch nie gefunden. (Dunkelstern 3)

Auf Alarna gelang es den Vargiden, Nachfahren der Varganen, mittels einer technischen Hinterlassenschaft der Rhoarxi sich zu vergeistigen. (Dunkelstern 4)

13. Jahrhundert NGZ

Die Spuren der Rhoarxi waren auch im Jahre 1225 NGZ in Form von Ruinen auf vielen Welten zu finden. (Dunkelstern 3)

Im Juli 1225 NGZ stieß Atlan zusammen mit seiner Gefährtin Kythara auf der Welt Galadat auf große Hinterlassenschaften der Rhoarxi. (Dunkelstern 7)

In der Intrawelt traf der unsterbliche Arkonide auf Tuxit. Er erklärte, er sei: Tuxit vom Stamm der Aspoghies vom Volk der Rhoarxi. Früher einmal ... gehörte ich zu den Hütern des Flammenstaubs. (Intrawelt 8)

Unbekannter Zeitpunkt

Zu einem unbekannten Zeitpunkt, einige Jahrzehnte oder vielleicht auch Jahrhunderte vor dem Jahr 1469 NGZ, kämpfte der junge Ennerhahl während seiner Ausbildung auf dem Planeten Begin gegen einige Rhoarxi. Diese gingen einem normalgewachsenen Terraner allerdings nur bis etwa zur Hüfte, hatten riesige Schnäbel, rote Nackenkämme, Stummelärmchen und ein struppiges Gefieder. Die Rhoarxi von Begin hatten einen üblen Charakter, und es mangelte ihnen an jedwedem Gewissen. Allesamt waren sie erfahrene Waldläufer, die sich allerdings auf einem niedrigen technologischen Niveau befanden und nur mit einfachen Waffen kämpften. Zum Abschluss seiner Ausbildung erhielt Ennerhahl den Auftrag, zwanzig Rhoarxi daran zu hindern, ein bestimmtes Ziel auf Begin zu erreichen. Diese Aufgabe erledigte Ennerhahl, indem er alle zwanzig Rhoarxi tötete. (PR 2613)

Quellen