Kythara

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der auch Lahamu genannten Person. Für weitere Bedeutungen, siehe: Lahamu.

Kythara, auch bekannt als Maghalata oder Lahamu, war eine mindestens 800.000 Jahre alte Varganin, die es im Jahre 16.558 v. Chr. in die Obsidian-Kluft verschlug, wo sie im Mai 1225 NGZ dem Arkoniden Atlan begegnete.

Inhaltsverzeichnis

AM38.jpg
Intrawelt 2
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Sie war hochgewachsen, beinahe 180 Zentimeter groß (Lordrichter 1), hatte eine schlanke, athletische Figur und goldfarbenes Haar, das ihr in einer Lockenmähne bis auf die Hüften fiel. Ihre Haut hatte den für Varganen typischen schimmernden Bronzeton, die Augen waren goldfarben. Kytharas Schönheit wurde von Kennern wie Atlan stets als überirdisch bezeichnet, sie war aber auch aufgrund ihrer charismatischen Ausstrahlung eine beeindruckende Erscheinung. Sie sprach mit rauchiger, leiser Stimme. (Obsidian 2)

Bei der ersten Begegnung mit Atlan trug die Varganin ein weißes Kleid, das ihr bis zu den Knien reichte und am Hals einen Rollkragen aufwies, dazu kniehohe schwarze Stiefel. Der handbreite Gürtel war schwarz und wurde mit einer großen Schnalle verschlossen. Auf ihm waren einige Taschen und Etuis angebracht. (Obsidian 2)

Charakterisierung

Aufgrund ihrer in vielen Jahrtausenden erworbenen Erfahrung, ihrer enormen körperlichen Stärke und der schwachen Parakräfte, die sie wie alle Varganen besaß, war Kythara jedem Normalsterblichen überlegen. Diese Überlegenheit wurde zuweilen mit Arroganz oder Überheblichkeit verwechselt. Tatsächlich war Kythara jedoch bei aller Erhabenheit und Intelligenz eine warmherzige und humorvolle Frau, die den weltlichen Sinnesfreuden nicht abgeneigt war. (Intrawelt 12)

Geschichte

Flucht vor dem Henker

Kythara gehörte zu jenen Varganen, die vor circa 800.000 Jahren aus dem so genannten Mikrokosmos gekommen und nicht wieder dorthin zurückgekehrt waren. (Obsidian 12) 6000 Jahre nach ihrer Ankunft war Kythara an einem Projekt namens Kyrlan beteiligt, das unter anderem die Errichtung von fünf Psi-Stationen im Bereich der Milchstraße zum Ziel hatte. Wegen Unstimmigkeiten mit den Projektleitern hatte Kythara sich zurückgezogen. Im Lauf der Zeit entwickelten sich drei der Stationen durch die auf sie einwirkenden Psi-Strahlungen zu Psi-Quellen. (Lordrichter 2)

Im Jahre 16.558 v. Chr. war Kythara mit ihrem Raumschiff AMENSOON im Kugelsternhaufen Omega Centauri unterwegs. Sie wollte sich dort vor dem Henker Magantilliken verstecken, der den Auftrag hatte, alle im Makrokosmos verbliebenen Varganen zu töten. Durch die in Omega Centauri herrschenden Hyperschwallfronten war Kythara mit der AMENSOON in die Obsidian-Kluft versetzt worden. (Obsidian 12)

Die Heilige

Dort ließ sie sich in der Stadt Viinghodor auf dem Planeten Vinara nieder, wo sie mit der Zeit zu einer Ratgeberin und Mentorin für die anderen in der Obsidian-Kluft gestrandeten Raumfahrer wurde. Man betrachtete sie allgemein als Heilige und Oberhaupt der Stadt, obwohl sie keine Macht im eigentlichen Sinne ausübte und nie einen Herrschaftsanspruch geltend machte. (Obsidian 2)

Unbestätigten Gerüchten zufolge sollte Kythara eine Zeitlang als Kriegerin von Spiegelwelt zu Spiegelwelt gereist sein. Von den Bewohnern Vinaras hatte Kythara folgende Beinamen erhalten:

  • Maghalata (zusammengesetzt aus den lemurischen Begriffen Maghan für »Ehrwürdige« – früher ein Titel der Meister der Insel – und »halaton« für »heilig«) (Obsidian 2)
  • Lahamu (bedeutet soviel wie »Herrin der Schlachten«; lemurischer Name der Venus (Obsidian 2) und Name einer lemurischen Kriegsgöttin

Neuankömmlinge

Am 19. März 1225 NGZ lauerten vier bronzehäutige Humanoide und zwei Blues dem Springer Ondaix in Viinghodor auf. Dieser war dafür bekannt, seine Kunden bei seinen Geschäften zu übervorteilen. Die sechs Viinghodorer griffen an. Auch Lethem da Vokoban, der mit Umrin Zeles Barbinor dem Kampf zufällig beiwohnte, wurde in die Auseinandersetzung hineingezogen. Kythara beendete mit befehlsgewohnter Stimme schon nach wenigen Augenblicken den Kampf. Ondaix beugte sich widerspruchslos der Anordnung der Maghalata, den Humanoiden und den Blues den Schaden auszugleichen. Die Streithähne und die gaffende Menge zerstreuten sich schnell. (Obsidian 2)

Lethem da Vokoban wurde der Maghalata von Umrin Zeles Barbinor vorgestellt. Der Arkonide erhielt eine Audienz bei der Varganin. Dort trug er im Beisein von Ondaix und Enaa von Amenonter sein Anliegen vor, den verschollenen Atlan finden und Vinara verlassen zu wollen. Lethem berichtete auch von der den Spiegelwelten drohenden Gefahr, die ihnen von den Obsidian-Trümmern drohte, die sich zu einem Ring zusammengeschlossen hatten und Brocken davon in naher Zukunft mit verheerenden Folgen auf die Planeten stürzen würden. Trotzdem Kythara selbst wusste, dass die Welten untergehen würden, verweigerte sie dem Arkoniden jegliche Hilfe. (Obsidian 2)

Gefährliche Expedition

Die Maghalata beauftragte Umrin Zeles Barbinor jedoch Lethem da Vokoban und dessen Leuten bei den Nachforschungen in Viinghodor zu unterstützen. Umrin Zeles Barbinor hinderte mit drei weiteren Überschweren Lethem da Vokoban und dessen Begleiter an der Kaperung der VERDRANS GLUT. Die Varganin ging ebenfalls an Bord, wo sie dem Arkoniden eröffnete, dass sie dessen Warnungen vor dem drohenden Ende der Spiegelwelten sehr ernst nahm. Sie war bereit, mit dem Schiff nach Osten aufzubrechen. Ondaix, Enaa von Amenonter und auch Kythara wollten Lethem da Vokoban und dessen Gefährten begleiten. (Obsidian 3)

Die VERDRANS GLUT wurde unter Dampf gesetzt. Koejoe steuerte den Schaufelraddampfer aus dem Hafen Viinghodors auf das offene Meer hinaus. Während eines heftigen Sturms fiel zwischen den Inseln Karan und Salan die Dampfmaschine aus. An einem vorgelagerten Riff der Insel Salan schlug die antriebslose VERDRANS GLUT leck. Koejoe gab den Befehl, das Schiff mit den Beibooten zu verlassen. Der Dampfer brach auseinander und sank. Die Männer und Frauen ruderten um ihr Leben. Als der Sturm endlich nachließ, befanden sich die Boote vor der Halbinsel Maun. Kurz vor der Landung in einer kleinen Sandbucht, wurde der Rumpf der Boote von den scharfen Klippen aufgeschlitzt und die Besatzungen in das Meer geschleudert, wo sie der starke Sog sofort in die Tiefe zog. (Obsidian 3)

Als der Sog nachließ, konnte Kythara an die Wasseroberfläche zurückkehren. Sie rettete sich in eine Bucht, wo sie mit Lethem da Vokoban, Enaa von Amenonter und Ondaix zusammentraf. Auch Scaul Rellum Falk und Zanargun stießen bald zu ihnen. (Obsidian 4)

Am nächsten Morgen barg Lethem da Vokoban den Leichnam Tasia Oduriams. Stunden später entdeckte Ondaix die entstellten Leichen von Cisoph Tonk und Hurakin. Kythara bestimmte das nächste Ziel –– die Stadt Bulak. Kurz vor der Stadt wurde die Gruppe von Bulaki aufgehalten und dann in die Stadt gebracht. Erst als sich Kythara als Maghalata zu erkennen gab, wurden die Bulaki schlagartig zugänglich. Ein Festessen wurde ausgerichtet. Um ihre Reise nach Narador etwas bequemer fortsetzen zu können, verhandelte Kythara mit Adined über die Verfügbarkeit von Reittieren. Adined lieh Kythara und ihren Gefolgsleuten Darrikki. Auch zwei Bulaki nahmen an der Reise nach Narador teil. Am 13. April erreichte die Gruppe die Mauern Naradors. Die beiden Reptiloiden kehrten mit den Reittieren nach Bulak zurück. (Obsidian 4)

Zugfahrt

In der Stadt organisierte Kythara eine Passage mit dem Zug nach Helmdor. Die Bahnverbindung wurde auch von drei Perlenträgern benutzt. Die Gruppe fand im Wagen hinter der rauchenden und rußenden Dampflok Sitzplätze vor. Im Abteil hatten auch Didaw, Raut, Effried und Ernsth Platz genommen. Bei einem Zwischenaufenthalt im Bahnhof von Iszuma erblickten die Gefährten drei Goldene Technostädte. Die nächste Station war Hain Elkarin. Dort verließen Didaw und seine Begleiter den Zug. In Qild entfernte sich die Maghalata am Nachmittag des 15. April vom Zug. Lethem folgte ihr heimlich. Die Varganin erreichte einen Steinkreis an einem See. Kythara setzte sich im Kreis auf den Boden und hob die Arme. Die Blitze über den Menhiren wurden länger, verzweigten sich und bildeten schließlich eine Lichtkuppel über dem Steinkreis. Aus den Menhiren schlugen Blitze direkt in Kytharas ausgestreckte Arme, ohne sie zu verletzten. Die in pulsierendes Licht getauchten Finger traten mit der Kuppel in Wechselwirkung. Ein Wirbel bildete sich über Kythara, in dem sich seltsame Bilder formten. Lethem erkannte zwei Galaxien, die miteinander verschmolzen. Von der kleineren elliptischen Galaxie verblieb nur der hell leuchtende Kern. Das Bild verblasste und Lethem hatte mit heftigen Kopfschmerzen zu kämpfen. Kythara drückte voller Zorn mit ihren Fingern auf den Kehlkopf des Arkoniden, ließ aber bald wieder los, mit der Warnung, sich nie wieder in ihre Angelegenheiten zu mischen oder hinter ihr herzuspionieren. (Obsidian 4)

Kythara kehrte zum Zug zurück, wo sie von ihren Begleitern bereits sehnlichst erwartet wurde. Der Zug fuhr an und rollte weiter Richtung Helmdor. In der Nacht prasselte Hagel auf den Zug. Vom Himmel stürzten Brocken aus dem Obsidianring auf Vinara nieder. Einer dieser glühenden Brocken raste direkt auf den Zug zu. (Obsidian 4)

Der Glutball zerplatzte und zerstörte lediglich die Geleise vor der Dampflokomotive. Im entstandenen Krater kühlte der Obsidianbrocken zusehends ab. Bläulich weiße Schwaden stiegen von ihm auf, verdichteten sich, bildeten winzige Kristalle, die sich gegenseitig umkreisten und Gestalten formten. Die teilweise humanoiden Kristallwesen bewegten sich auf skelettartigen Beinen, hoben die bläulichen aus scharfkantigen Knochen bestehenden Arme und zeigten die in den Kiefern glitzernden scharfen Kristallsplitter. Muskeln und Organe bildeten sich. Plötzlich kehrte sich der Prozess um. Fleischbrocken klatschten zu Boden. Splitter lösten sich und verpufften zu bläulichen Schwaden. Bald war der Spuk wieder vorbei. Unter tatkräftiger Mithilfe von Lethems Gruppe reparierten die Passagiere und die Zugbeleiter die Gleise. Die Fahrt konnte fortgesetzt werden. In einiger Entfernung war das Ograhan-Gebirge mit der Stadt Helmdor zu erkennen. (Obsidian 5)

In der Perlenstadt

Die Gruppe stieß in Helmdor zur Schwarzen Perle vor. Sie bemerkten, dass sie von Perlenschleifern beobachtet wurden, die ihnen folgten. In einer verlassenen Gasse schlugen sie die beiden Arkoniden und die drei Blues nieder. Lethem und seine Gefährten legten die Kleidung der Perlenschleifer an und schritten ungehindert durch das Stadttor. Zwei Wachen hielten sie vor der Schwarzen Perle an. Die beiden Posten wurden mit gezielten Hieben ausgeschaltet. Im Inneren der Perle rammte Lethem da Vokoban einem humanoiden Perlenschleifer einen langen Dolch in die Kehle, um einen Warnschrei zu verhindern. Trotz aller Vorsicht wurde die Gruppe entdeckt. Lethem und seine Kameraden gerieten in Lebensgefahr. (Obsidian 5)

Es kam zu einem heftigen Kampf mit den Perlenschleifern. Enaa von Amenonter fand dabei den Tod, ebenso wie die fünf Perlenschleifer. Kythara übernahm die Führung der Gruppe, da sie über gute Ortskenntnisse in der Schwarzen Perle verfügte. Aus einer großen Bibliothek nahmen sie einen Folianten mit einem Einband aus Reptilienleder, eine Karte von Grataar sowie drei kleinere Karten und Wegbeschreibungen mit. Beim Verlassen des Sockelgebäudes töteten Ondaix und Kythara zwei Blues, die sich ihnen in den Weg stellten. Außerhalb des Gebäudes tauchten sie in den Straßen von Helmdor unter. Während die Freunde in einer neuen Unterkunft ihre Beute begutachteten, war Kythara in der Stadt unterwegs, um Xarrans zu organisieren. Picyarna verkaufte ihr sieben Tiere, mit denen sie in die Taneran-Schlucht reisen wollten. Noch in der Nacht brachen sie aus der Karawanserei auf. (Obsidian 6)

Kletterpartie

Am 21. April erreichten die Fünf die Taneran-Schlucht. Auf den erbeuteten Karten war ein Serpentinenweg zum Boden der Schlucht eingezeichnet. Lethem und Kythara legten ein Seil an, um sich über die Felskante hinabzulassen. Die beiden Gefährten schwangen hin und her, um den Beginn des Serpentinenpfades sehen zu können. Plötzlich riss das Seil des Arkoniden und er stürzte schreiend in die Tiefe. (Obsidian 6)

Kythara gelang es, Lethem da Vokoban am Arm zu packen. Dabei hing sie mit dem Kopf nach unten an ihrem Seil und hielt den Arkoniden mit letzter Kraft fest. Mit zwei Schwüngen landete Lethem auf einem schmalen Felssaum. Kythara baumelte mit nach unten gestreckten Armen an ihrem Seil hin und her und schlug immer wieder gegen die Felswand. Ondaix und Zanargun zogen die Varganin langsam in die Höhe. Lethem folgte dem Pfad nach oben. Durch einen Tunnel, der mitten im provisorischen Lager der Gruppe endete und von trockenen stacheligen Sträuchern abgedeckt war, erreichte er die Gruppe wieder. Bald ging es an den Abstieg. Am Ufer des Taneran wurde ein Nachtlager aufgebaut. Am nächsten Morgen machten sie sich an den beschwerlichen Aufstieg über die nordwestliche Flanke der Taneran-Schlucht. (Obsidian 7)

Während des Rittes auf ihren Xarrans kam eine Goldene Technostadt auf sie zugeflogen – allerdings sehr niedrig. Die Männer und Kythara drohten von dem entstehenden Wind mitgerissen u werden. Entwurzelte Bäume, Äste und Felsbrocken stellten eine große Gefahr dar. Sand rieb auf der Haut, elektrostatische Entladungen sorgten für Buschbrände. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis die Stadt über die Gruppe hinweg geflogen war. Drei Xarrans hatten überlebt, von denen eines lahmte. Große Teile der Ausrüstung waren verloren. Ein Obsidianmeteorit schlug nahe bei der Gruppe auf und riss sie von den Beinen. Plötzlich stürmte ein riesiger Saurier auf sie zu. Kythara begrüßte Dismeeder Bonweerd. Dieser erklärte sich nach einer kurzen Unterredung mit der Maghalata bereit, die Gruppe zur Bastion Grataar zu bringen. Während des Ritts mehrten sich die Zeichen des nahen Untergangs. Sternschnuppen fielen im Minutenabstand vom Himmel, Vulkane brachen aus, Buschbrände tobten. Am 29. April erreichten sie die Bergfestung. Die Goldene Technostadt schwebte plötzlich wieder über ihnen, kippte vornüber und kam direkt auf sie zu. (Obsidian 7)

Die Druckwelle schleuderte gewaltige Mengen an Sand- und Steinkörnern auf die Gruppe, die hinter dem Körper Dismeeder Bonweerds Schutz suchte. Nur langsam ließ der Sturm nach. Die Technostadt war zwei Meter über dem Boden zum Stillstand gekommen. Bald nahm die Stadt wieder Fahrt auf, stieg einige Meter höher und setzte mit geringer Geschwindigkeit ihren Weg fort. Die Gefährten lehnten Lethems Vorschlag ab, auf die Stadt aufzuspringen. Sie stiegen wieder auf den Rücken des Fonshoord, der sich in Bewegung setzte und der Goldenen Technostadt nach Grataar folgte. Die Stadt sank tiefer herab. Lethem verlangte erneut, auf die Plattform überzuwechseln. Diesmal erhielt er Zustimmung von Scaul Falk und Zanargun. Dismeeder galoppierte unter die Plattform. Li da Zoltral raste in einem eng anliegenden Schutzanzug auf die Gruppe zu. Sie landete direkt vor dem Arkoniden auf dem Rücken des Riesensauriers. Dismeeder hob Lethem hoch, der von einer unsichtbaren Kraft ergriffen wurde. Ovalroboter hoben die Gruppenmitglieder auf die Oberfläche der Technostadt, die in hohem Tempo an Höhe gewann. Die Technik ihrer Anzüge funktionierte wieder. Die Stadt führte eine Transition durch. (Obsidian 8)

Probleme mit der Technostadt

Die bisher still verharrenden Ovalroboter setzten sich in Bewegung und wickelten die Mitglieder der Gruppe mit ihren Tentakeln blitzartig ein. Auch Dismeeder wurde unter Zuhilfenahme von Prallfeldern abtransportiert. Durch Antigravschächte ging es tief in das Innere der Technostadt. In einer Halle wurden sie abgesetzt. Kythara befahl den Robotern, sie augenblicklich loszulassen. Die Maschinen kamen der Aufforderung sofort nach. Dismeeder blieb bei Li da Zoltral, während alle anderen sich in der Stadt umsehen wollten, begleitet von Ovalrobotern. Sie bewegten sich auf das Zentrum der Technostadt zu. Ihr Vormarsch wurde in einer Halle von Ovalrobotern gestoppt, die den Weg versperrten und auch auf direkt ausgesprochene Befehle nicht reagierten. Im Gespräch kamen Kythara und Lethem zu dem Schluss, dass die Technostadt zwar auf Giascon zuraste, den Bewohnern aber kein Schaden drohte, da sich zuvor die Selbstzerstörungsanlage aktivieren würde. Mit einem gebrüllten Befehl des Arkoniden zogen sie sich zurück. Lethems Plan ging auf. Die Roboter forderten sie auf zurückzukehren und die Systeme der fliegenden Stadt zu korrigieren. Im Inneren eines Prallfeldes überwanden sie die Entfernung bis zum Zentrum in wenigen Minuten. In der Steuerzentrale blinkten die Anzeigen in grellem Rot. Die Systeme waren laut Kythara zu schwer beschädigt, um eingreifen zu können. Die Roboter wollten sie nicht weglassen, ehe sie die Stadt nicht gerettet hatten. Ein heftiger Stoß erschütterte die Stadt. Die Roboter zeigten keine Reaktion, als Lethem und seine Begleiter zwischen ihnen hindurchgingen. Zurück bei Dismeeder mussten sie feststellen, dass Li nicht mehr da war. Ohne die Arkonidin kehrten sie an die Oberfläche zurück. Funkkontakt mit Li kam nicht zustande. Die Gruppe trennte sich, um nach Li zu suchen. Sollte die Stadt abstürzen, wurde vereinbart, sich in Giascon zu treffen. Lethem fand Li, die von Robotern umringt wurde und in verkrümmter Haltung auf dem Boden lag. Der Arkonide rief die Gefährten zu sich. Die Stadt wurde von mehreren schweren Erschütterungen durchlaufen. Nach Lethems Schätzung würde sie in der Lagune vor Giascon aufschlagen. Die Plattform bohrte sich in den Boden der seichten Lagune und kam zum Stillstand. Trotz der Zerstörungen an den Aufbauten war niemand von Lethems Gruppe verletzt worden. Li erlangte das Bewusstsein wieder und verspürte die Annäherung Sardaengars. Prallfelder der Roboter stützten Li, die von ihrem Auftrag sprach, den Untergang der Obsidian-Kluft aufhalten zu müssen. (Obsidian 9)

Das Kristallinsekt

Die Ovalroboter brachten Lethem, Ondaix, Scaul, Zanargun, Kythara, Dismeeder und Li in die Stadt Giascon. Ein mehrere Meter langes kristallenes Insekt tauchte auf. Li stürmte auf Sardaengar los, der anscheinend völlig unter Kontrolle des Kristallmondes stand. Aus dem vorderen Fangbeinpaar des Insekts schossen grellweiße Strahlen, die Li da Zoltral einhüllten und zu Boden zwangen. Sardaengar stürmte davon. (Obsidian 9)

Ondaix verfolgte Sardaengar, während Zanargun dem Springer hinterher rannte. Lethem, Scaul und Kythara fanden Dismeeder in einer Halle. Der Fonshoord war in die Betrachtung eines Holos vertieft, das eine riesige Gottesanbeterin am Rand eines Gletschers zeigte. Kythara erkannte Litrak, den Untoten Gott. Die Bilder wechselten und zeigten zunächst Savannenreiter und Echsenwesen, die auf Vinara IV Opfer einer gewaltigen Feuersbrunst wurden, und dann Sah'Gohen, deren Siedlung von dem Ascheregen ausgebrochener Vulkane heimgesucht und von sintflutartigen Wassermassen zerstört wurden. Immer schneller wechselten die Szenarien und zeigten Naturkatastrophen, die Tod und Verderben mit sich brachten. (Obsidian 10)

Ondaix und Zanargun wurden von zehn Cheborparnern mit Helm, Schwert und Schild umstellt und angegriffen. Sie, die »Dämonen der Außenwelt«, sollten auf dem Scheiterhaufen landen. Dismeeder, der aus dem Meer auf die Kaimauer kletterte, sorgte für deutliche Entlastung. Von Angst getrieben stoben die Cheborparner der Stadtwache und zahlreiche schaulustige Stadtbewohner davon. Kythara drängte darauf, zum Selonad-Tempel auf Eian vorzustoßen, wo eine riesige Obsidiankugel als Selonad verehrt wurde. Die Stadtwachen eröffneten mit Armbrüsten das Feuer auf die Gruppe. Ondaix wurde von einem Pfeil in den Oberarm getroffen, ein weiterer bohrte sich in Zanarguns Brust. Die etwa 50 Cheborparner griffen an. Dismeeder wurde von Tongefäßen mit Petroleum getroffen, denen Fackeln folgten. Der Fonshoord warf sich in das Wasser. Die Gefährten wurden von den Cheborparnern umstellt. Der Hauptmann der Wache stürmte auf Kythara mit gezogenem Schwert zu. Der Ovalroboter, der die Varganin ans Ufer gebracht hatte, aktivierte seinen Thermostrahler und verbrannte den Hauptmann. Der Roboter setzte sein Vernichtungswerk fort. Erst als Lethem Kythara dazu bringen konnte, dem Roboter einen Befehl zu erteilen, hörte die Maschine auf. Die Varganin gab den gedanklichen Befehl, Ondaix und Zanargun in die Goldene Technostadt zu bringen, um dort ihre Verletzungen zu behandeln. Der Roboter hüllte die beiden Männer in ein Fesselfeld und flog davon. (Obsidian 10)

Das Nichts

Kythara, Scaul und Lethem wollten weiterhin nach Eian, um dort die Obsidiankugel zu zerstören, die ein Körperfragment Litraks war. Auf dem Rücken Dismeeders überbrückten sie die zehn Kilometer Entfernung. Während der Reise wurden sie von einer Flutwelle vom Rücken des Fonshoord gerissen. Mit einem heftigen Ruck wurde Lethem in die Tiefe gerissen. Kythara kämpfte gegen die Sogwirkung eines Strudels, wurde von Dismeeder aber aus der Gefahrenzone geschoben. Scaul suchte verzweifelt nach Lethem. Schließlich fand er den Arkoniden und die beiden Männer kehrten zu ihren Gefährten zurück. Der Fonshoord ging mit seinen Passagieren auf der Insel Eian an Land. Im Inneren des Selonad-Tempels fanden sie Nitimar Minallarun vor einer zwei Meter durchmessenden Obsidiankugel. Doch für das Ritual für die Vernichtung Selonads war es zu spät. Die Kugel verwandelte sich in ein tiefschwarzes Loch. Auch die Hohepriesterin fiel der Zerstörung zum Opfer. Der Selonad-Tempel stürzte in sich zusammen. Scaul, Lethem und Kythara konnten im letzten Augenblick entkommen. Der Tempel wurde ein Opfer der schwarzen Streifen. Ein über 300 Meter hohes Loch von unfassbarer Dunkelheit klaffte in der Realität und dehnte sich immer weiter aus. Alles was die Streifen berührten, verschwand einfach, als ob es niemals existiert hätte. Auch vor Wasser und Luft machte das Phänomen nicht Halt. Ovalroboter kamen den Gefährten zu Hilfe und brachten sie im Schutz von Fesselfeldern zur Goldenen Technostadt. Dort wurden sie von Li da Zoltral erwartet. Mit hoher Geschwindigkeit entfernte sich die Plattform von dem schwarzen Nichts. Lethems Multifunktionsarmband sprach an. January Khemo-Massai meldete sich und teilte mit, dass die Geräte an Bord der AT-TOSOMA wieder funktionierten. Der Kommandant hoffte, das Schiff wieder flott machen zu können. Danach brach die Verbindung auch schon wieder ab. Li steuerte die Stadt zum Torfelsen von Giascon. Die Ovalroboter fielen aus. Eine gewaltige Explosion ließ die Technostadt kippen. Ondaix und Zanargun konnten sich nicht halten und stürzten in das Nichts. Li stieß sich ab, stürzte in die Tiefe und tauchte in das Nichts ein. Lethem da Vokoban wurde ebenfalls von der Schwärze erfasst. Mit unvorstellbaren Schmerzen stürzte er in die Tiefe und hörte auf zu existieren. (Obsidian 10)

Neue Mission

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Die Lordrichter 1
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Nach dem Rücksturz der Obsidian-Kluft in das Normaluniversum erschien Kythara am 5. Mai 1225 NGZ in Viinghodor. Sie bat Atlan, von dem Arkoniden mitgenommen zu werden. Atlan und die Varganin gingen an Bord der AMENSOON. (Obsidian 12) Kythara steuerte die AMENSOON zur Position der ATLANTIS. Die Varganin und Atlan setzten per Transmitter auf die ATLANTIS über, in der der Arkonide von Aktet Pfest freudig begrüßt wurde. Die Bewusstseinstransferanlage hatte sich in der Stahlwelt aktiviert, obwohl das durch die Schäden gar nicht möglich war. Atlan und Kythara benutzten gleich wieder den Transmitter, um auf die Stahlwelt zu gelangen. Am Fuß der würfelförmigen Transferanlage materialisierte ein verletzter Humanoide, um den sich Mayhel Tafgydo sofort kümmerte. Es handelte sich um einen Cappin mit schweren inneren Verletzungen. Die Ara-Medikerin gab dem Mann nur noch kurze Zeit. Mit letzten Worten berichtete Carscann von der Gefahr durch das Schwert der Ordnung und die Lordrichter von Garb, sowie von der Schwarzen Plattform. Dann starb der Cappin. (Lordrichter 1)

Der aufheulende Systemalarm bewog Atlan und Kythara schnellstens auf die ATLANTIS zurückzukehren. Die Vergessene Positronik war am Rand des Sonnentransmitters materialisiert und nahm Kurs auf dessen Zentrum. Annäherungsversuche der ATLANTIS und von ihr ausgeschleusten Sonden scheiterten an einem von der Plattform ausgehenden Abstoßeffekt. Atlan ordnete einen Parallelflug in sicherem Abstand an. Kythara und Atlan unternahmen nun mit der AMENSOON den Versuch, die Plattform zu erreichen. (Lordrichter 1)

Kythara gelang es, mit einem varganischen Rechner auf dem Schwarzen Quader Kontakt aufzunehmen. Der Rechner warnte davor, dass er nur einen kleinen Teil der Plattformaggregate unter Kontrolle hatte und eine Landung gefährlich werden konnte. Ein Traktorstrahl brachte die AMENSOON knapp über die Oberfläche der Plattform. Plötzlich führte die Vergessene Positronik eine Transition aus. Auf der AMENSOON waren einige Geräte ausgefallen, darunter auch die Ortung und die Triebwerke. Die Plattform war bei einem Emissionsnebel materialisiert. Immer mehr Kristalle wucherten aus den Rissen, während andere Bereiche der Plattform immer wieder von einem festen in einen halbstofflichen Zustand wechselten. (Lordrichter 1)

Die Varganin und der Arkonide schnitten mit Desintegratoren eine Öffnung in die Hülle der Vergessenen Positronik, durch die sie in das Innere gelangten. Vor dem Schott einer Nebenzentrale fanden sie die Überreste eines pedotransferierten Cappins. Der varganische Partialrechner war nur noch bedingt einsatzbereit. Seine meistverwendete Phrase zur Beantwortung von Fragen lautete: »Berechtigung anerkannt«. Er produzierte auf Atlans Aufforderung hin einen Datenspeicher, der Informationen über die Geschichte der Plattform enthielt. Die darauf gespeicherten Informationen zeigten die Plattform, die den  Wikipedia-logo.pngOrbit um den Planeten Zeut verließ und Kurs auf den Rand des Solsystems setzte, begleitet von einer riesigen Anzahl lemurischer Raumschiffe. (Lordrichter 1)

Laute Geräusche ließen Kythara und Atlan die Flucht ergreifen. Sie schnitten erneut eine Öffnung in die Außenhülle und flogen zur AMENSOON. Die Psi-Materie überwucherte immer größere Teile der Plattform. Sie wandelte sich in hohem Tempo selbst in ein Kristallgebilde um. Trotz einer Triebwerksleitung von 140% konnte die AMESOON sich nicht von der Plattform lösen. Der Traktorstrahl hielt das Schiff fest. Die Plattform setzte sich in Bewegung und steuerte ein Sonnensystem im Emissionsnebel an. In der Zwischenzeit wurde die gesamte Plattform von dem Kristall eingenommen. (Lordrichter 1)

Die Vergessene Plattform flog den ersten Planeten an. Die wuchernden Kristallstrukturen lösten sich, ballten sich zusammen und rasten wie ein Tornado auf diese Welt zu. Die Plattform war wieder schwarz und wirkte wie poliert. Versuche, eine Transition durchzuführen, scheiterten. Auch die AMENSOON konnte sich aus dem starken Traktorstrahl nicht befreien. Durch den Kontakt der Psi-Materie mit dem über einer Ebene des Planeten schwebenden Berges wurde der Traktorstrahl unterbrochen. Mit beinahe 1000 km pro Sekundenquadrat raste die AMENSOON in den Weltraum. Der Vergessenen Plattform gelang endlich eine Transition. (Lordrichter 1)

Im Murloth-Nebel

Der von dem Berg ausgehende Psi-Sturm traf die AMENSOON und legte zahlreiche auf hyperenergetischer Basis arbeitende Anlagen lahm. Kythara konnte das Schiff auf dem Planeten landen. (Lordrichter 1) Kythara und Atlan wurden von Albträumen geplagt, die nicht ihrem eigenen Unterbewusstsein entsprangen und sich stark ähnelten. Aus diesen Träumen kannte Atlan auch den Namen dieser Welt: Er lautete Narukku. Atlan und Kythara überlegten, was zu tun wäre, und lieferten sich dabei ein kleines Psycho-Duell, bei dem der Arkonide nicht nur dem Humor der Varganin ausgeliefert war, sondern auch noch feststellen musste, dass sich auch der Extrasinn spöttelnd auf Kytharas Seite schlug. (Lordrichter 2)

Mit einem der tropfenförmigen Beiboot-Gleiter, der HEGELUNT-1, flogen Kythara und Atlan in Richtung der beinahe 12.000 Kilometer entfernten Psi-Quelle in der Ebene ohne Schatten. Dazwischen lag in etwa 5000 Kilometern Entfernung das Siedlungsgebiet der Naruks. Elf weitere Beiboote, die von der Künstlichen Intelligenz der AMENSOON gesteuert wurden, begleiteten sie. (Lordrichter 2)

Als Kythara und Atlan in die Stadt Klarschein gelangten und in ein Kschemme eingedrungen waren, gaben sie sich drei Naruks zu erkennen, die sie mit Messern angriffen. Zwei der Varganen-Abkömmlinge waren schnell ausgeschaltet. Relamidrad erlitt unter Atlans heftigen Angriffen schmerzhafte Verletzungen im Gesicht. Dann mussten sich die Varganin und der Arkonide vor heranstürmenden Naruks in das nahe Gebirge zurückziehen. In einem Canyon war Endstation. Mit ihrem Antigrav flog Kythara davon. Atlans Gerät versagte im den Dienst. Er wurde von den Naruks umringt, die ihn anscheinend erdrücken wollten. Plötzlich funktionierte der Antigrav wieder und riss Atlan steil in die Höhe. Mehrere Varganen klammerten sich an ihn. Die Masse zog ihn wieder nach unten. Eine Steinlawine tötete viele Varganen. Kythara kehrte zurück. Sie hatte die Lawine ausgelöst. Stundenlang kletterten sie die Felswand empor. Die Naruks aus Klarschein entdeckten und verfolgten sie zu Tausenden. Ein enger Felskamin sollte Atlan und Kythara nach oben führen. Doch gleich hinter dem Einstieg warteten mehrere Varganen mit Strahlwaffen auf sie. (Lordrichter 2)

Atlan griff Betis ungestüm an. Sliva erteilte den Feuerbefehl, der aber von Etarmagan-Murloth widerrufen wurde. Plötzlich fiel Atlan wie vom Blitz getroffen um. Der Arkonide wurde in ein Haus der Naruks gebracht, wo er nach seinem Erwachen Besuch von Etarmagan-Murloth erhielt. Der Naruk forderte Atlan auf, ihn für die bevorstehende Schlacht zu unterrichten, um mit arkonidischer Hilfe den Sieg über die Truppen Carnjis zu erringen. (Lordrichter 3)

Auf dem Schlachtfeld

Kythara fand sich gefesselt neben der Heerführerin Carnji wieder. Die Schlacht begann. Carnji fand den Tod. Nur ein Häuflein überlebte die Auseinandersetzung. Etarmagan und Kythara kamen auf den gefesselten Atlan zu. Der Naruk feuerte drei Strahlschüsse auf den Arkoniden ab. Farbenhoch fügte Atlan mit einem seiner Flügel eine Schnittwunde auf dem Handrücken zu. Kythara tötete Etarmagan. Farbenhoch segelte zu Boden. Die Varganin und der Arkonide wendeten sich zur Stadt, um ihre Ausrüstung zu holen. (Lordrichter 3)

Auf dem Rücken von Mordil entkamen sie den näherkommenden Naruks, die von Etarmagan-Murloth und Carnji angeführt wurden. Als der Giraffenhengst tot zusammenbrach, setzten sie den Weg zur Station der Varganen zu Fuß fort. Der Eingang zur Station stand sperrangelweit offen. Keines der üblichen Sicherheitssysteme funktionierte. In der riesigen unterirdisch angelegten Station waren sehr zum Missfallen Kytharas Umbauten und Veränderungen vorgenommen worden. Die Varganin und der Arkonide entdeckten eine robotgesteuerte Anlage, in der Androiden am Fließband produziert wurden – die Naruks. (Lordrichter 3)

Mordwespen

Der Varganin gelang es, einige Systeme der Station unter ihre Kontrolle zu bringen. So konnte sie das Bild eines Insektoiden auf einem Monitor einblenden, der zu den Besetzern der Station gehörte. Atlan erkannte einen Orgh, der Etarmagan-Murloth und »Carnji-Murloth« in eine Zentrale zum Kommandanten der Orgh brachte, um diesen das Eindringen zweier Fremder in die Station zu melden. Gajat erhielt einen Verweis, während der Kommandant Alarm auslöste. Während sich Kythara in dem kleinen Kontrollraum vor den Orgh absolut sicher fühlte, drängte Atlan, von dort zu verschwinden. Endlich machten sie sich auf den Weg zur HEGELUNT-5. Doch sie wurden von den Orgh entdeckt und gefangen genommen. Die Insektoiden wollten sie mit ihren Strahlwaffen erschießen. Plötzlich warfen sich Etarmagan-Murloth und Carnji-Murloth in die Schussbahn. Die Orgh legten erneut an. Eine Art Transition brachte Kythara und Atlan fort. (Lordrichter 3)

Im Inneren der Psi-Quelle

Die Varganin und der Arkonide materialisierten im Inneren des Berges Murloth. Um sie herum befand sich die Psi-Materie in einem diffusen Aggregatzustand. Sie nahmen die Umgebung als weißen Nebel wahr, in dem schattenhafte Gestalten zu sehen waren. Langsam begann der Nebel zu Eis zu kristallisieren, wodurch die Umgebung nun deutlich sichtbar wurde. Nun waren auch Orghs und andere Insektoide erkennbar, die sich in einer großen Kaverne mit einer kompliziert aussehenden Maschine beschäftigen. Nach Aktivierung dieser »Lichtkanone« verspürte Kythara ein unangenehmes psionisches Kreischen. Der helle Lichtschein, der von der Maschine ausging, verwandelte das Eis der Höhlenwand in eine Wolke aus Kristallen, die von der Maschine angezogen wurden und eine funkelnde Sphäre um sie bildeten. Mit einem grellen blauen Blitz versagte die Maschine. Die Wolke breitete sich aus. Die Insektenwesen ergriffen die Flucht und steuerten geradewegs auf jenen Korridor zu, aus dem Kythara und Atlan das Geschehen beobachteten. Die beiden Gefährten hasteten durch die Gänge und erreichten einen Ausgang, aus dem sie die Ebene ohne Schatten überblicken konnten. Eine Menge Orghs und andere Insektenvölker beschäftigten sich dort mit Maschinen und unverständlichen Arbeiten. Überraschenderweise herrschte Dunkelheit, obwohl eigentlich die Farbschleier des Murloth-Nebels eine gewisse Helligkeit verbreiten sollten. Auch war das Eis um den Berg glatt und unversehrt, obwohl die Kristallsplitters der Vergessenen Positronik hier eingeschlagen hatten. Kythara vermutete eine Versetzung in die Vergangenheit. Ein einzelner Orgh näherte sich, der eine Waffe von seinem Gürtel zog. Atlan griff in seiner Notsituation den Insektoiden an und schlug ihm die Waffe aus der Klaue. Doch dem Torghan gelang es, Kythara zu überrumpeln. Atlan rettete sie und schlugt Ur'ogh-49 dabei bewusstlos. (Lordrichter 4)

Zeitsprünge

Die Insektenwesen außerhalb des Berges feuerten eine große Kanone ab, die die gleiche Wirkung erzielte, wie jene in der Kaverne. Der gesamte Berg wurde von Vibrationen erschüttert. Die Struktur der Psi-Materie veränderte sich. Der Boden wurde weich und nachgiebig. Kythara und Atlan stürzten in eine Höhle voller überraschter Insektoiden. Die Varganin und der Arkonide flüchteten in einen Tunnel, der sich aber als Sackgasse erwies. Plötzlich verschwammen die Konturen der Insektenwesen und die Umgebung verwandelte sich erneut in das halbstoffliche Nebelgebilde. Aus dem weißen Hintergrund näherte sich eine annähernd dreieckige Lichtquelle. Lichtfinger bewegten sich auf Kythara zu. Die Varganin sprach die Quelle mit »Murloth« an. Bald zogen sich die Lichtfinger wieder zurück, das Dreieck begann zu schrumpfen und in den weißen Hintergrund zurückzuweichen. (Lordrichter 4)

Kythara und Atlan wurden in einer weißen Nebelwolke direkt vor dem Berg in der Ebene ohne Schatten mitten zwischen den Insektoiden abgesetzt und gefangen genommen. Ur'ogh-49 gab sich zu erkennen. Er forderte mit Gesten die beiden Fremden auf, ihm zu drei kleinen Raumschiffen zu folgen. Sie wurden in einem kleinen Frachtraum untergebracht. Nur kurze Zeit später brachte sie Ur'ogh-49 zu Erzherzog Garbhunar. Dort erstattete ein Shiruh Garbhunar Bericht, sprach den Erzherzog mit Namen an und erwähnte auch die Lordrichter von Garb. Für diesen Fehler musste der Shiruh einen gewaltigen Schlag einstecken. Der Daorghor richtete einen Energiestrahler auf Atlan und Kythara. Als Atlan die Hände hob, konnte er die Lage entspannen. Durch den missglückten Einsatz einer riesigen Lichtkanone wurden die Insektenwesen und auch der Erzherzog abgelenkt. Eine rötliche Wolke aus Psi-Materie wälzte sich auf die beiden Gefährten zu und raubte ihnen das Bewusstsein. (Lordrichter 4)

Nach dem Ende des Psi-Sturms kletterten Atlan und Kythara ein Landebein eines Beibootes der Insektoiden hoch und gelangten über die Polschleuse weiter in die Zentrale des durch den Sturm funktionsunfähigen Schiffes. Langsam aktivierten sich die Anlagen des Bootes wieder. Atlan versuchte, die Bordwaffen einsatzbereit zu machen, um das Lager der Insektoiden unter Beschuss nehmen zu können. Kythara war damit nicht einverstanden, da sie ein Zeitparadoxon befürchtete. Plötzlich schob sich Ur'ogh-49 aus dem Antigravschacht. Atlan und Kythara gewährtem dem Orgh die Benutzung mehrerer Schaltkonsolen. Ur'ogh-49 schaltete auch einen Translator ein, wodurch eine einwandfreie Verständigung möglich wurde. Der Orgh hatte die Waffensysteme deaktiviert, da die Gefahr einer Selbstzerstörung infolge eines fehlenden Bestätigungskodes bestand. Durch das Verhalten Kytharas und Atlans im Tunnel des Berges Murloth, wo die beiden darauf verzichtet hatten, den Orgh zu töten, wollte Ur'ogh-49 nicht, dass die Varganin und der Arkonide im Beiboot zu Tode kamen. Der Torghan missbilligte die Versuche seines Volkes, die Energie des Berges Murloth anzuzapfen. Er war davon überzeugt, dass Atlan und Kythara aus der Zukunft kamen. Ur'ogh-49 organisierte sich aus einem Depot den Ukh-Tr'ogh eines Transportarbeiters. Auf diese Weise gelang es ihm, Atlan und Kythara in einem kleinen Frachtcontainer unauffällig aus dem Beiboot zu schmuggeln und in den Berg Murloth zu bringen. Als Atlan und Kythara aus dem Container stiegen und sich bei Ur'ogh-49 bedankten, verblassten ihre Körper zusehends und verschwanden schließlich. Der neuerliche Zeitsprung brachte sie an das Ufer des Targan-Binnenmeeres in ihre Gegenwart zurück. Auch Ur'ogh-49 hatte die Zeitversetzung mitgemacht. Die fünf herrlichen Städte der Naruks standen in Flammen. Die Kämpfe zwischen den Androidenarmeen waren in vollem Gange. Torghan hatten sich im Schutz von Deflektorfeldern den drei Gefährten genähert und sie umzingelt. Mit den wieder einsatzbereiten Flugaggregaten erhoben sich Kythara und Atlan in die Luft. Ur'ogh-49 hatten sie mitgenommen. Kythara aktivierte einen Schutzschirm, der sie vor den Strahlschüssen der Insektenwesen bewahrte. Während des Fluges zum relativ nahe gelandeten Beiboot der AMENSOON meldeten die Anzugsgeräte das Aufziehen eines Psi-Sturms. Ein weißlicher Nebelschwaden näherte sich den Rauchsäulen aus den fünf Städten und wanderte wie ein Staubsauger um das Ufer des Meeres herum. Die letzten Kilometer bis zum Beiboot mussten Kythara, Atlan und Ur'ogh-49 zu Fuß zurücklegen, da die Einrichtungen der varganischen Schutzanzüge infolge des Psi-Sturms ausgefallen waren. Der Torghan fasste den Entschluss, zu seinem Volk zurückzukehren. Er wollte versuchen, die Torghan von seinem Weg zu Individualismus zu überzeugen. Als Kythara und Atlan die HEGELUNT-5 erreichten, funktionierten auch an Bord des Beibootes die höherdimensionalen Prozesse nicht. Die wirbelnden Energieschläuche der Psi-Tornados verschluckten die Insektoiden, die die Schlacht der Naruks beobachteten. Die wenigen übrig gebliebenen Torghan fielen alle gleichzeitig wie vom Blitz getroffen um und waren tot. Atlan vermutete einen Todesimpuls zum kollektiven Selbstmord. (Lordrichter 4)

Als die Systeme wieder funktionierten, flog die HEGELUNT-5 zur AMENSOON. Das Doppelpyramidenschiff hatte durch einen Ausläufer des Psi-Sturms einen Schaden am Kyri-Überlichttriebwerk davongetragen. Ein Strukturschock erschütterte das Raum-Zeit-Gefüge. Die Vergessene Positronik war materialisiert und nahm Kurs auf das Zentrum des Murloth-Nebels. (Lordrichter 4)

Der Todesimpuls

Kythara und Atlan besprachen an Bord der AMENSOON ihr weiteres Vorgehen hinsichtlich der von den Lordrichtern von Garb in den Murloth-Nebel transportierten und von diesen übernommenen Psi-Quelle. Mit einem Tropfenboot der AMENSOON flogen sie zu den fünf »herrlichen Städten«, wo trotz des Fehlens der befehlsgebenden Insektoiden unter den Naruks blutige Kämpfe tobten. Dabei fiel ihnen ein einzelner Naruk auf, der allein durch die Savanne zog und ihnen zunächst zuwinkte, sich aber gleich darauf hinter einem Busch verbarg und totstellte. Zurück in der AMENSOON schickte Atlan eine Sonde aus, um nach diesem Naruk zu suchen. (Lordrichter 5)

Kythara beschäftigte sich intensiv mit den Datenspeichern ihres Schiffes und fand Hinweise auf VARXODON. Dort sollte es einen oder mehrere Kardenmogher geben. Doch zunächst musste sich Atlan um den einzelnen Naruk kümmern, der von einem riesigen saurierähnlichen Tier angegriffen wurde. Atlan erschoss das Tier und ließ den schwerverletzten Naruk von einem Medoroboter an Bord der AMENSOON bringen. Bei der Rettungsaktion wurde für kurze Zeit der Ortungsschutz des Beibootes abgeschaltet, wodurch es dem Torghan Toghar-134 möglich wurde, das Boot zu orten. Sonden kreisten nun über der Steppe und näherten sich immer mehr dem Standort der AMENSOON. Der Naruk Opalmagor erstattete Atlan und Kythara Bericht über die Geschichte seines Volkes, ehe ihn der von Toghar-134 ausgesendete Todesimpuls ereilte; er starb und zerfloss zu einer bläulichweißen breiartigen Masse. Der Arkonide und die Varganin stellten kurz darauf fest, dass alle Naruks tot waren. Die AMENSOON hatte den Ausgangspunkt des Todesimpulses und damit den Standort der ursprünglichen varganischen Station ausgemacht. Die Station lag unter der Ebene ohne Schatten. Der riesige Komplex aus Höhlen- und Kavernensystemen durchmaß mehr als 50 Kilometer. Die Tiefetagen reichten bis zu 2000 Meter unter die Oberfläche. Ein Angriff mit Raketen erfolgte. Doch die Geschosse beschrieben einen Bogen und rasten zurück zur Station, wo sie eine weitere Kursänderung vornahmen, die sie in den Himmel steigen ließ. Zehn Kilometer von der Station entfernt, explodierten die Sprengköpfe. Mit ihren varganischen Kampfanzügen drangen Kythara und Atlan gemeinsam mit Varg 1 und Varg 2 in den Stützpunkt ein. Dort hatten sie einige Fallensysteme zu überwinden. Als sie endlich die Hauptzentrale erreichten, fanden sie dort den toten Toghar-134 vor. Kythara gelang es, mit dem Hauptrechner Kontakt aufzunehmen. So konnte sie auch die kosmische Position Narukkus bestimmen. Da die AMENSOON noch immer nicht einsatzbereit war, wollte Kythara einen der in der Station vorhandenen Transmitter benutzen, die Narukku mit anderen Versunkenen Welten verband. Um die Pläne der Lordrichter von Garb zu durchkreuzen, waren unbedingt Kardenmogher notwendig. (Lordrichter 5)

Fremde auf der Versunkenen Welt

Am 14. Mai 1225 NGZ aktivierte Kythara den Transmitter, der sie nach Maran'Thor bringen sollte. Die AMENSOON wurde im Targan-Binnenmeer versenkt, um sie vor Entdeckung zu schützen. Die beiden Roboter Varg 1 und Varg 2 gingen als erste durch den Transmitter, um die Lage auf Maran'Thor zu erkunden. (Lordrichter 5)

Schwierigkeiten auf der Welt der feurigen Ringe

Kythara und Atlan materialisierten in einer Transmitterhalle auf Maran'Thor. Die Varganin stellte die Annäherung mehrerer Personen fest. Ein Transmittersprung nach VARXODON, ihrem eigentlichen Ziel, war nicht möglich. Nur eine Empfangsstation reagierte auf das von Kythara ausgeschickte Bereitschaftssignal – jene von Stempoolten. Plötzlich hüllte eine golden-transparente Schutzglocke die Bedienpulte des Transmitters ein. Ein Alarm sprach auf Varganisch von der Anwesenheit Fremder im Stützpunkt und dass daher die Benutzung der Einrichtungen nur mehr mit einem Berechtigungsnachweis möglich war. Kythara und Atlan aktivierten die Deflektor- und Schutzschirme. Insektoide stürmten in die Halle und eröffneten sofort das Feuer aus ihren Thermostrahlern, obwohl sie niemanden sehen konnten. Varg 2 wurde zufällig getroffen. Unter dem Dauerfeuer drohte der Schutzschirm des Roboters zusammenzubrechen. Kythara und Atlan griffen nun in den Kampf ein. Die Varganin, der Arkonide und die beiden Roboter entkamen aus der Halle, in der die Torghan unter den Paralysestrahlen zusammenbrachen. Doch die Zahl der Insektenkrieger schien kein Ende nehmen zu wollen. Kythara brannte ein Loch in die Seitenwand des Korridors. Die Roboter und die beiden Gefährten traten durch die Öffnung und konnten so den Besatzern der Station Mara-IV entkommen. Kythara trachtete danach, den Zentralrechner unter ihre Kontrolle zu bekommen, der anscheinend wie auch auf Narukku von den Insektoiden manipuliert worden war. Aus einer Nebenzentrale versuchte die Varganin, mit dem Stationsrechner Kontakt aufzunehmen und riskierte dadurch eine Ortung durch die Torghan. Doch der Rechner reagierte nicht wunschgemäß. Varg 1 und Varg 2 bemerkten die Annäherung von Truppen der Insektoiden. Die beiden Gefährten entschlossen sich zur Flucht. Doch es gelang de Torghan, sie einzukesseln. Paralysestrahlen lähmten die Varganin. Atlan floh mit Varg 2. (Lordrichter 6)

Kythara wurde zum auf Maran'Thor eingetroffenen Erzherzog Garbhunar gebracht. Ihrem Roboter Varg 1 hatte die Varganin befohlen, keinerlei Aktivitäten zu ergreifen. In Cludargans Heimstatt wurde Kythara mit Metallbändern an einen Stuhl gefesselt. Verschiedene Kabel führten zu Maschinen, die hinter ihr standen. Garbhunar führte ein äußerst schmerzhaftes Verhör durch, das die Varganin an den Rand des Zusammenbruchs führte. (Lordrichter 6)

In der Zwischenzeit hatte Atlan unter großen Mühen und mit viel Glück die Oberfläche des Planeten erreicht. Höhlen konnten für ihn und Kythara als Versteck dienen. Er kehrte zusammen mit Varg 2 um, um seine Partnerin zu holen. Dabei musste er sich gegen Soldaten der Insektoiden zur Wehr setzen. Das Licht in diesem verlassenen Sektor der Station erlosch und ein Energievorhang strich über die Soldaten, die darin verbrannten. Anscheinend hatte der Stationsrechner gerade noch rechtzeitig eingegriffen. Varg 2 meldete höchste Lebensgefahr für Kythara. Varg 1 hatte ihm diese Nachricht zukommen lassen. Wie ein Kampfroboter stürmte Atlan in den Verhörraum. Er feuerte mit dem Paralysator wild um sich, unterstützt von Varg 2. Auch Varg 1 mischte sich nun ein. Atlan befreite seine Gefährtin, warf sie sich über die Schulter und stürmte mit den Robotern wieder aus dem Raum hinaus. Mit einer letzten Kraftanstrengung kramte Kythara eine Mikrobombe aus ihrem Anzug und warf sie direkt vor Garbhunar, der gelähmt auf dem Boden lag. Dann sackte die Varganin auf der Schulter Atlans zusammen. Ziemlich planlos rannte Atlan durch die Station. Vor einem Schott zu der verbotenen Sektion hielt der Arkonide an. Hinter ihm wurde eine Energiewand errichtet. Das Schott öffnete sich und Atlan konnte eintreten. Der dahinterliegende Raum erinnerte an eine Bibliothek mit Regalen an den Wänden, Tischen, Lesegeräten, Stühlen und kleinen Podestsäulen. In der Mitte des Raumes lag auf einer 150 Zentimeter hohen Säule unter einer Energieglocke ein von blauen Punktscheinwerfern angestrahlter Gegenstand. Atlan legte seine Partnerin auf eine große rechteckige Platte. Dann ging er zu der Energieglocke, die um einen tiefschwarzen, glatten Würfel mit 18,2 Zentimetern Kantenlänge lag. Er konnte problemlos den Würfel ergreifen. Das Energiefeld erlosch. Kythara hatte sich halb erhoben, blickte Atlan an, bewegte die Lippen, brachte jedoch keinen Ton hervor. Dann sank sie wieder auf die Tischplatte zurück. Die Untersuchung des Würfels mit den Anzuginstrumenten ergab, dass er kein Gewicht hatte, aus einem unbekannten Material bestand und sich bei Berührung erwärmte. Endlich kehrte das Leben in Kythara zurück. Voller Freude wurde sie von Atlan geküsst. (Lordrichter 6)

Mit den Flugaggregaten erreichten sie bald darauf die planetare Oberfläche. Die Insektoiden wurden vom Stationsrechner durch Energiebarrieren und blockierte Schotten von einer Verfolgung abgehalten. Den Würfel, den Atlan mitgenommen hatte, kannte Kythara nicht. Sie war sich sicher, dass er kein varganisches Produkt war. In einer tief in den Berg reichenden Tropfsteinhöhle fanden sie Unterschlupf. Zwischen den Stalaktiten und Stalagmiten funkelten Edelsteine. (Lordrichter 6)

Ankunft eines Lordrichters

In der Tropfsteinhöhle nördlich von Gworndaji entdeckten sie eine der Hauptdatenleitungen zu den von den Torghan und Daorghor betriebenen Fabriken. Kythara gelang es, die Peripherierechner zu manipulieren, was für Chaos in den Fabriken sorgte. Auf dem Raumhafen einer zehn Kilometer durchmessenden Hochebene was eine 15 Meter lange und an der dicksten Stelle etwa fünf Meter durchmessende, tropfenförmige Landefähre ihr Ziel. Im Schutz ihrer Deflektoren schlichen sie am 18. Mai an Bord des Beibootes. Sie waren angesichts der verstärkten Militärpräsenz auf dem Landefeld erleichtert, als die Fähre endlich startete. In der Zentrale konnte Kythara zwei Soldaten paralysieren. Den Piloten bedrohe sie mit ihrer Waffe. Atlan zog sich mit Gorgh-12 in den Ruheraum der Fähre zur Befragung zurück. Der Arkonide erfuhr einiges über die Gewinnung des Hyperstaubs, ein Prozess, den schon die Varganen vorgenommen hatten. Außerdem wurde klar, dass Gorgh-12 nach der Deaktivierung seines Todesimpuls-Plantats wegen einer befürchteten Wechselwirkung mit der Psi-Energie im Umfeld der Psi-Quelle, freiere Gedanken sein eigen nannte als die übrigen Daorghor. Er dachte sogar an Flucht und begann, an den Lordrichtern von Garb zu zweifeln. Atlan und der Wissenschaftler kehrten in die Zentrale der Fähre zurück. Der Pilot erhielt den Befehl, eine der Arsenalstationen anzufliegen. Doch der Pilot hatte die Anweisung erhalten, mit der Fähre – wie alle anderen Fahrzeuge im Orbit auch, auf dem Planeten zu landen, da ein Lordrichter seine persönliche Ankunft angekündigt hatte. Ein Kirigalo-Schiff materialisierte. Als Atlan das Raumschiff intensiv auf den Bildschirmen betrachtete, begann der mysteriöse Würfel, den er in einer Gürteltasche trug, eine enorme Hitze auszustrahlen. Der Arkonide nahm das Artefakt aus der Tasche und ließ ihn sofort los, um einer Verbrennung der Hände vorzubeugen. Der Würfel schwebte sanft zu Boden. Atlan verspürte keinerlei Hitze als der Würfel Kontakt mit seinen Handinnenflächen hatte. (Lordrichter 7)

In der Zwischenzeit hatte das Kirigalo-Schiff den Landeanflug auf Mara-IV begonnen. Eine plötzliche Energieentladung im Laderaum zeigte Kythara und Atlan, dass noch jemand an Bord sein musste. Davan-7 hatte den Eingang zum Laderaum präpariert. Als Kythara den Raum betreten wollte, stürmte Gorgh-12 heran. Er glaubte zu wissen, dass Torghunar für den Wissenschaftler einen besonderen Schutz vorgesehen hatte, der nun im Laderaum den beiden Varganen auflauerte. Gorgh-12 sprach Davan-7 an und forderte ihn auf, von seinem Vorhaben abzulassen. Der Wissenschaftler war bereit, den Tod Torghunars zu rächen – mithilfe Kytharas und Atlans. Er forderte seinen Wächter auf, sich ihm anzuschließen und ihn zu unterstützen. Ein Schuss schlug in die Ladung ein, die ins Rutschen kam und Davan-7 zwang auszuweichen. In diesem Moment der Unachtsamkeit sprang Atlan in den Raum. Hinter ihm bildete sich ein von dem Daorghor aktivierter Energievorhang. Es kam zu einem Schusswechsel und einem Handgemenge, in dessen Verlauf der Daorghor mit dem Kopf in das tödlich wirkende Energiefeld geriet. Der Schädel verdampfte. Atlan erkannte, warum Kythara nicht eingegriffen hatte – die Varganin und Gorgh-12 verharrten regungslos in einem Lähmungsfeld. Mit einem kleinen Impulsgeber, den Atlan bei dem toten Insektoiden fand, konnte er beide Fallen ausschalten. (Lordrichter 7)

Drohung

Der Pilot der Fähre, den Gorgh-12 vorsorglich paralysiert hatte, erhielt endlich Landeerlaubnis für Maran'Thor, wo er erneut gelähmt wurde. Kythara, Atlan, die beiden Kugelroboter Varg-1 und Varg-2 und Gorgh-12 schafften es, in die Zentralpyramide des Raumhafens einzudringen und den dort verborgenen Transmitter aufzusuchen. Kythara stellte fest, dass ein direkter Zugang zu VARXODON nicht möglich war. Sie mussten die Reise dorthin über Parkasthon fortsetzen. Atlan brachte eine Sprengladung an dem Transmitter an. Ihr nächstes Ziel war das Quartier des Erzherzogs. Sie fanden ihn unbekleidet im Dampfbad vor. Er sprang den Eindringlingen entgegen, brach jedoch plötzlich zusammen. Gorgh-12 teilte seinen neuen Gefährten mit, dass das Todesimpuls-Implantat aktiviert worden sei. Der Erzherzog starb. Direkt neben Garbhunar entstand ein Eishaarfeld, von dem eine bedrückende Ausstrahlung der Macht ausging. Der Lordrichter sprach Atlan als »unsterblichen Atlan da Gonozal« an. Mit dem Hinweis, dass »der Kampf nun eröffnet sei«, erlosch das Eishaarfeld. Kythara, Atlan und Gorgh-12 begannen ihren Rückzug zum geheimen Transmitter. Die beiden Kugelroboter wurden zum offiziellen Transmitter geschickt, um von ihnen abzulenken. Auf dem Weg begann der Würfel in Atlans Gürteltasche für kurze Zeit wieder zu glühen. Noch bevor sie den Transmitter benutzen konnten, stürmten mehrere zweieinhalb Meter große Humanoide in silbrigen Rüstungen und mit riesigen Impulsstrahlern bewaffnet in die Halle ein. Der rote Energiering strahlte Atlan, Kythara und Gorgh-12 ab. Hinter ihnen explodierte das Gerät durch den vorbereiteten Sprengsatz. (Lordrichter 7)

Götterdasein

Am 19. Mai 1225 NGZ kamen Atlan, Kythara und Gorgh-12 in der Transmitterhalle auf Parkasthon an. Der geheimnisvolle Würfel, den der Arkonide in seiner Gürteltasche trug, war während des Transports zerborsten. Die Gruppe verließ die Halle und traf auf fünf Humanoide. Beim Anblick des Daorghor ergriffen sie die Flucht. Kythara entdeckte auf der Transmitterplattform ein schlauchförmiges Wesen, das ständig zu wachsen schien. Atlan erkannte in dem Wesen Emion, das Saqsurmaa. Das Wesen sprach in einer Vorläufersprache der Mächtigen zu dem Arkoniden. Es sagte, dass es sein Diener und Atlan wie Litrak wäre, was die Aura verriet. Dann fiel Emion in ein Koma. (Lordrichter 8)

20 Männer unter der Führung Contelapos stellten sich um die Transmitterplattform auf. Der Hochpräses begrüßte die Ankömmlinge als Sohn und Tochter des Gottes Yracht. Atlan stellte sich und seine Begleiter vor. Contelapo führte Gott Atlan durch die eindeutig varganische Station. Den bewusstlosen Emion legte sich der Arkonide um die Schultern. Die Station wies Schäden und Umbauten durch die Arkasther auf. Sie wurden in einem spartanisch eingerichteten Raum untergebracht, wo sie sich still verhalten sollten. Contelapo glaubte nicht, dass es sich bei den Besuchern um Götter handelte. Dantino tauchte mit den Schneidern des Hochpräses auf, um ihnen Kleider für das bevorstehende Konzil anzufertigen, an dem Gott Atlan und »sein Weib« teilnehmen sollten. Außerdem informierte er die Ankömmlinge, dass es ihnen nicht erlaubt war, sich im Tempelbezirk umzuschauen. Doch davon ließen sich Kythara und Atlan nicht aufhalten. Im Schutz von Deflektorfeldern verließen sie das Quartier. In den Höhlen und Gängen fanden sie Wandmalereien, einen Raum mit etwa 300 zerbeulten, ordentlich aufgereihten Robotern und Käfigen voller Reptilien. Auf dem Rückweg zu Gorgh-12 und dem Saqsurmaa fiel der Deflektor Kytharas aus. Atlan organisierte ein Gewand der Priester. Seinen Anzug gab er an die Varganin ab, während der Arkonide den defekten Anzug Kytharas anlegte und darüber das Priestergewand zog. Zurück im Quartier stellten sie fest, dass Gorgh-12 nicht da war. Emion war noch immer ohne Bewusstsein. Atlan und Kythara machten sich gleich auf die Suche nach dem Daorghor. (Lordrichter 8)

In einem Raum fanden sie einen rothaarigen Arkasther, der Gorgh-12 für die Opferung auf einem Altar vorbereitete. Der eintreffende Hochpräses bedauerte den Vorfall. Der bewusstlose Wissenschaftler wurde in das Quartier zurückgetragen. (Lordrichter 8)

Die »Magier« traten vor das Volk und verkündeten die Ankunft der Retter. Ein für Azarete bestimmter Pfeil traf dessen Sohn Silio tödlich. Währenddessen vernahmen Atlan und Kythara die Schreie von Frauen und Kindern. Mit aktiviertem Deflektorfeld verließ Atlan das Quartier. Kythara folgte dem Arkoniden. Sie entdeckten einen getarnten Eingang in ein dunkles Verlies. Dort konnten sie von den Priestern eingesperrte Frauen und Kinder befreien und in den Coven zurückbringen. Adeiro brachte Atlan und Kythara in die Stadt zurück. Gorgh-12 hatte das Bewusstsein wiedererlangt und wurde von den Ereignissen in Kenntnis gesetzt. (Lordrichter 8)

Am Morgen des 20. Mai brachten Dantino und einige Wächter die für Atlan und Kythara angefertigten Gewänder, die sie beim bevorstehenden Konzil tragen sollten. Kythara zog das bodenlange dunkelblaue Samtkleid mit tiefem Dekolleté an. Ein breiter Gürtel aus silberglänzender Seide wurde seitlich mit einem Knoten zusammengebunden. Für Atlan lagen eine dunkelblaue, enganliegende Hose, ein dunkelblaues Kettenhemd und blau gefärbte Lederlappen mit einer dicken Kordel für die Füße bereit. Ein Halbharnisch und ein blauer, von den Schultern bis zu den Füßen reichender Samtumhang komplettierten seine Kleidung. (Lordrichter 8)

Im Tempelbezirk versammelten sich die Würdenträger der Yracht-Kirche. Die gesamte Feierlichkeit hatte Ähnlichkeit mit dem terranischen Mittelalter. Gaukler und Feuerspucker, Stelzenläufer, Zauberer und Jongleure zeigten ihre Künste. Azarete trat an Atlan heran und stellte sich als Gegner des herrschenden Regimes vor. Er warnte den Gott auch vor Contelapo. Azarete vermutete, dass Contelapo den Denmogh beschwören und erwecken würde. Dabei sollten die Götter getötet werden. Nur der Hochpräses würde den Denmogh beruhigen können, bevor er die Arkasther vollständig ausrotten konnte. Angesichts der näher kommenden Garde Contelapos verschwand Azarete in der Menge. Contelapo forderte Atlan und Kythara auf, dem »Stein der Weisen«, einem grob behauenen Stück Fels, und der dahinter stehenden Götterstatue die Ehre zu erweisen. Diese Statue stellt die Überreste eines in den Boden gerammten torpedoförmigen Einmannjägers dar. Die Verbeugungen des Arkoniden und der Varganin vor den beiden Heiligtümern schienen dem Hochpräses zuwenig Ehrerbietung zu sein. Die beiden versuchten von Contelapo Informationen über den Denmogh zu erhalten. Dieser verweigerte jedoch jegliche Auskunft, da er den Götter-Status nicht anerkannte. Beim folgenden Festbankett nahmen Atlan und Kythara aus Sicherheitsgründen nichts zu sich. Beim vierten Gang stürmte Azarete in den Saal. Er beschuldigte Contelapo vor der versammelten Priesterschaft des Mordes an seinem Sohn, des Feuers im Coven und der Unterbringung der Frauen und Kinder im Verlies. Anschließend bedankte er sich flüsternd bei Atlan und Kythara für die Befreiung der Frauen, und das obwohl sie keine Götter waren. (Lordrichter 8)

Nach diesem Zwischenfall führte der Hochpräses Atlan und Kythara zum Turm des Denmogh. Sie erkannten in dem Turm sofort einen Kardenmogher. Contelapo begann mit einem Beschwörungsgesang. Die blaue Metallröhre begann zu leuchten. (Lordrichter 8)

Der Kardenmogher, der vor 15.000 Jahren auf Parkasthon gewütet hatte, begann zu erwachen. Verantwortlich dafür war Contelapo mit einer kleinen Schalteinheit. Wie in Trance rief er Gott Yracht an. Demir, Gafor und Rario unterstützten den Hochpräses bei der Manipulation der Bevölkerung. Glücklicherweise war Contelapo nicht fähig, den in hellem Blau leuchtenden Kardenmogher zu aktivieren. Kythara trat energisch an den leuchtenden Turm des Denmogh heran. Mit ihrem Kodegeber speiste sie von Ezellikator programmierte Sicherheitscodes in die Steuerungssysteme des Kardenmoghers ein. Das Leuchten des Turmes erlosch. Da Kythara und Atlan noch am Leben waren und die Varganin dem Hochpräses die Schau gestohlen hatte, hatte Contelapo vor den versammelten Gläubigen mit dem Gesichtsverlust zu kämpfen. Außer sich vor Wut hielt der Hochpräses mehr denn je an seinem Plan fest, den Arkoniden und die Varganin zu töten. (Lordrichter 9)

Gift

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Die Lordrichter 9
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Demir riet dem Hochpräeses, das Volk gegen die falschen Götter Atlan und Kythara aufzuwiegeln, wodurch sie vertrieben oder getötet werden würden. Contelapo hätte in diesem Fall nichts damit zu tun. Der Hochpräses wollte das Konzil am Abend fortsetzen. Demir sollte sich einige Überraschungen für das Volk einfallen lassen. Auch das Problem Azarete sollte bald gelöst werden. Contelapo und Demir suchten Atlan in dessen Quartier auf. Der Hochpräses brachte eine bauchige Flasche mit einer roten Flüssigkeit mit – ein Geschenk für die Götter. Atlan und Kythara wussten, dass die Flüssigkeit vergiftet war. Um seine Gefährten nicht zu gefährden, nahm Atlan die Flasche schnell an sich und trank mit großen Schlucken. Der Zellaktivator-Chip neutralisierte das dem Wein beigemengte Gift. Contelapo rang mit seiner Fassung. Hasserfüllt bezeichnete der Hochpräses Atlan als Schwindler. Atlan nannte Contelapo einen Ausbeuter und Unterdrücker, der seinem Volk nur schadete. Demir führte den Hochpräses aus der Unterkunft. (Lordrichter 9)

Dantino, der ehemalige Diener des Hochpräses, kam in die Unterkunft, um Atlan um Hilfe zu bitten. Kythara wünschte ihm, dass Azarete die dringend benötigte Hilfe erhielt. Auch Atlan verweigerte die direkte Unterstützung zum Tyrannenmord und wünschte ihm viel Glück. Wortlos verließ Dantino das Quartier. (Lordrichter 9)

Aktivierung

Atlan und Kythara begaben sich im Schutz ihrer Deflektorfelder zum Turm des Denmogh. Während der Arkonide und die Varganin dank ihrer Gravo-Paks den Tempelhof aus luftiger Höhe überblickten, bewegten sich Gorgh-12 und Emion entlang der Tempelhofmauern. Atlan stieß auf Azarete hinab, schaltete den Deflektorschirm ab, paralysierte mit seinem Kombistrahler die um den Priester herum Kämpfenden, drehte ab und flog im Schutz des aktivierten Deflektorschirms wieder zum Kardenmogher. (Lordrichter 9)

Kythara öffnete durch einen akustischen Befehl eine Klappe an der Außenhülle des Kardenmoghers. Dahinter befand sich eine Tastatur mit varganischen Symbolen. Kythara versetzte die bordinterne Positronik in den Bereitschaftsmodus und schloss die Klappe wieder. Per Funk übermittelte sie nun die Ezellikator-Erkennungskodes. In der Zwischenzeit hatte Contelapo sein vorgetäuschtes Gebet beendet und trat mit seinem kleinen schwarzen Kasten an den Kardenmogher heran. Auf Kytharas Wunsch rempelte der unsichtbare Atlan den Hochpräses an, woraufhin dieser das Kästchen fallen ließ. Mit beschwörenden Bewegungen hob er das Kästchen wieder auf und bat Yracht um ein Zeichen der Anwesenheit des Gottes. Kythara vermeldete die Akzeptierung ihres Zugriffs auf den Kardenmogher. Das varganische Multifunktionsgerät veränderte seine Oberfläche. Es begann hell zu leuchten. Ein großes Segment der Außenhülle klappte zu acht nebeneinander liegenden Rampen auseinander, angeordnet in Kreisform. Scheinbar willkürlich schoben sich verschieden große und unterschiedlich geformte Module aus dem Metall. Ein blauer Energiewulst umgab das obere Ende der Röhre. Im Wulst ordneten sich gelb pulsierende Knoten zu einem Kreisorbit an. Unmittelbar vor Atlan entstand eine Öffnung. Kythara und der Arkonide traten in die Nische. Die Umgebung veränderte sich schlagartig. Die beiden Eindringlinge fanden sich in einer völlig dunklen und stillen Umgebung wieder. Der Kardenmogher meldete sich und sprach Kythara und Atlan mit Namen an. Er hatte mit der Aktivierungsprozedur begonnen. Schwach pulsierende Energiefelder positionierten sich kugelförmig um Atlan und Kythara. Der Kardenmogher begann, Fragen zu stellen. Bei jeder richtigen Antwort reduzierte sich die Anzahl der Energiefelder. Als sich bei der letzten Frage Ratlosigkeit breit machte, fiel Atlan eine ominöse Äußerung Emions ein. Ins Blaue hinein bot Atlan das Wort »Dapsorgam« der Positronik als Lösung an und siehe da, die Masterfrage war beantwortet. Mit dieser Antwort erkannte der Kardenmogher die Berechtigung an. Ein Tunnel führte in das Innere des Kardenmoghers. Traktorstrahlen erfassten Kythara und Atlan und brachten sie in eine zwölf Meter durchmessende, goldene Blase aus Formenergie im Mittelpunkt des Kardenmoghers. Kythara erteilte den Befehl, die Inbetriebnahme zu starten und Bedienungselemente zu erstellen. Holoprojektionen von Steuer- und Kontrollanlagen manifestierten sich. Der Kardenmogher leitete die Startsequenzen ein. Kythara versuchte verzweifelt, dies zu unterbinden. Auch die Steuerung gehorchte ihr nicht. Kythara gelang es, einen Traktorstrahl zu aktivieren und Gorgh-12 und Emion an Bord zu holen. Die Varganin verlor das Bewusstsein. Der Kardenmogher verließ Parkasthon und trat in den Hyperraum ein. (Lordrichter 9)

Der Kardenmogher fiel in einer Entfernung von etwa einer Lichtwoche in den Normalraum zurück. Kythara war noch immer ohne Bewusstsein. Endlich erwachte Kythara. Sie wurde bald darauf von einem rosafarbenen Licht eingehüllt und etwa einen Meter über den Boden hochgehoben. Das Licht drang in den Körper der Varganin ein. Als es erlosch, meldete der Kardenmogher, dass Kythara als Varganin und als Kommandantin akzeptiert war. Auf Kytharas Wunsch wurden ihre drei Begleiter als Freunde eingestuft. Kythara programmierte die nächste Hyperraumetappe, die den Kardenmogher drei Lichtjahre Richtung Westside der Galaxis bringen würde. (Lordrichter 10)

Kythara stellte fest, dass der Kardenmogher im Lauf der Jahrtausende einige Ausfälle zu verzeichnen hatte. Auch war der Kardenmogher nicht ganz vollständig. Es fehlte ihm der Hegnudger. Dieses wichtige Zusatzgerät konnte sich nur auf Vassantor oder in VARXODON befinden. Da die Entfernung zur Sternenstadt nur etwa die Hälfte jener zu Vassantor ausmachte, war die Entscheidung schnell gefallen – es ging zur Sternenstadt! Um die Speicher aufzuladen, ging der Kardenmogher zunächst in den  Wikipedia-logo.pngOrbit um einen Blauen Riesen. Hier war die Gefahr der Entdeckung durch fremde Raumschiffe gering. Auf Kytharas Anweisung hin begann der Kardenmogher die zwölf Meter durchmessende goldfarbene Blase, in der sich die Gefährten aufhielten, in vier Decks mit sechs bis sieben Räumen pro Deck umzugestalten – das zweite Deck von unten sollte als Steuerebene dienen, die restlichen drei wurden untereinander aufgeteilt. (Lordrichter 10)

Kosmische Gefahren

Als der Zapfvorgang beendet war, startete der Kardenmogher. Während der vierten Hyperraumetappe gab das Schiff wegen Schwankungen in der Energiedichte der Gleitschicht Alarm. Auf Atlans Befehl leitete die Positronik den Abbruch der Flugetappe ein. Doch der Kardenmogher blieb hängen und stürzte nicht in den Normalraum zurück. Gewaltige Gravitationswellen trafen das Schiff und zerfetzten Metall. Der Kardenmogher wurde von einem gigantischen Gravitationswirbel angezogen. Risse im Kontinuum bildeten sich und drohten, das Schiff in den Hyperraum zu reißen. Der Kardenmogher beschleunigte und führte bei einer Geschwindigkeit von 50% der Lichtgeschwindigkeit ein Hyperraummanöver durch. Nach vier Lichttagen befand er sich in der Randzone des gravitationalen Einflusses. Der Kardenmogher flog zur Varxodon-Dunkelwolke. Kythara ordnete eine umfangreiche und genaue Abtastung der Wolke gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften an. In dieser Zeit berieten sich Kythara und Atlan über den Hintergrund der Aktionen der Lordrichter von Garb. Die Produktion von Androiden, die Besetzung von Versunkenen Welten – all das deutete auf eine bevorstehende Unterjochung der gesamten Milchstraße hin. Als die Positronik meldete, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten waren, begann der langwierige Einflug in die Dunkelwolke. Für die sechs Lichtminuten bis zur ersten Schwelle benötigte der Kardenmogher mehr als vier Stunden. Eine Hyperraumetappe brachte das Schiff 1,2 Lichtjahre weiter. Dann flog es im Normalraum zwei Lichtminuten in einer Stunde bis zur zweiten Schwelle. Es folgten weitere 1,649 Lichtjahre. Da die Staubwolken in ungewöhnlich starker Bewegung waren, steuerte Kythara Voltan-Vier an. Nach dem Durchflug des Globuli verzögerte Kythara den Kardenmoger stark. Wie in Zeitlupe schob sich das Schiff in die zwei Milliarden Kilometer durchmessende Hohlblase. Kythara kehrte den Schub der Düsen um und ließ den Kardenmogher zurück in den Staub der Dunkelwolke fliegen. Sie hatte 8000 Raumschiffe entdeckt, die die Sternenstadt VARXODON abschirmten. Es schien nur der Flug nach Vassantor zu bleiben, um in den Besitz eines Hegnudgers zu gelangen. (Lordrichter 10)

Kaperfahrt

40 Lichtjahre von VARXODON entfernt, stoppte der Kardenmogher ein Laborschiff der Insektoiden mit Traktortrahlen und Greifklauen. Die Besatzung wurde mit Paralysatoren gelähmt, was aber nicht vollständig gelang. Die Bordgeschütze des Tropfens wurden ausgeschaltet. Gorgh-12 nahm unter dem Namen »Gaorghan« Funkkontakt mit der Positronik der CHLACHLAN auf. Mit einem Funkkode schaltete Gorgh-12 die Automatik der Schleuse ab. Beim Eindringen von Gorgh-12, Atlan und Kythara in das Tropfenschiff schlug ihnen Sperrfeuer der Daorghor aus Blastern entgegen. Mit Paralysatoren wurden die Insektoiden ausgeschaltet. Um die Facettenaugen der Daorghor vor Austrocknung und Netzhautschäden durch zu grelles Licht zu schützen, bedeckte Gorgh-12 die Köpfe der Insektoiden mit Tüchern. Auf dem Weg zur Zentrale wurde er von Kythara und Atlan bei dieser Arbeit unterstützt. Gorgh-12 übernahm das Kommando, ließ die Schäden von Robotern reparieren und die Bewusstlosen in Kabinen bringen. Er sorgte auch dafür, dass sich der Automat an die Kaperung nicht mehr erinnern konnte. Der Kardenmogher teilte sich in 28 Segmente auf, die zwischen den Beibooten im Bughangar der CHLACHLAN landeten. Gorgh-12 präparierte die Überlichttriebwerke des Laborschiffes derart, dass nur noch zwei Hyperraumetappen möglich waren. (Lordrichter 10)

Die Sternenstadt

Nach der zweiten Etappe stürzte das Schiff in den Normalraum zurück und begann heftig zu schlingern. Wichtige Maschinen und Umformerblöcke waren zerstört. Roboter löschten die entstandenen Brände. Gorgh-12 nahm mithilfe einer Schablone die Identität Deodors bei erwarteten Bildfunkanrufen an. Drei Tropfenschiffe und ein Schlachtschiff der Shiruh nahmen die CHLACHLAN in Schlepp zur Sternenstadt. 200 Soldaten gingen an Bord des Schiffes. Gorgh-12 informierte Atlan und Kythara, die sich durch Tarnschirme verbargen, über Hologramme über die Bewegungen der Truppen. Dabei stellte sich heraus, dass die Soldaten jede Ortsveränderung der Varganin und des Arkoniden, der Emion auf den Schultern trug, erkannten und sich ihnen unaufhaltsam näherten. Ur'ogh nahmen sie bald fest und brachten sie in die Zentrale. In der Zwischenzeit hatte die CHLACHLAN die Hohlblase in der Dunkelwolke erreicht. (Lordrichter 10)

In der Stadt VAR III wurden Atlan, Emion, Kythara und Gorgh-12 zum Verhör gebracht. Der Arkonide konnte einen der Zaqoor mit einem Dagorgriff ausschalten. Dieser, mit einem schweren Impulsstrahler bewaffnete Zaqoor, wurde vom dritten getötet, indem er dem Opfer eine glühende Folterschere in die Sehschlitze seiner Rüstung stieß. Der verbliebene Zaqoor holte Kythara und Gorgh-12 aus deren benachbarten Verhörräumen. Mit einem Gleiter flog er die drei Gefährten durch die Stadt. Das Saqsurmaa wurde von einem Roboter aus dem Gefängnis abgeholt. Während des Fluges zeigte sich, dass der Zaqoor von einem Pedotransferer übernommen war. Es war der Ganjase Sorgaron. Emion, der noch immer schlief, stieß zu ihnen. Sorgaron brachte sie in die öffentlichen Bereiche einer der Speichen. Jetzt übernahm Kythara die Führung. Über Treppen ging es zu einem hermetisch abgeriegelten Bereich. Sie bewaffneten sich mit Handstrahlern, Antigravgürteln und Energiemagazinen. Über Antigravschächte, Korridore, Lüftungsschächte und ähnliches versuchten sie sich der CHLACHLAN zu nähern. Im Schutz von neun Gleitern, die von Sorgaron programmiert wurden, rasten sie mit dem zehnten Gleiter auf das Tropfenschiff zu. Kampfgleiter eröffneten das Feuer auf die anfliegenden Maschinen. Ein Treffer brachte den Gleiter der Gefährten zum Absturz. Unter dem Feuerschutz Sorgarons erreichten sie die Boden-Seitenschleuse des Tropfens. Gorgh-12 leitete den Alarmstart ein. Sorgaron war durch einen Schuss getötet worden. Gorgh-12 steuerte die CHLACHLAN auf den Mond zu, verfolgt von zwei Schiffen. Weil die Flucht zu glatt verlief, hegten Atlan und Kythara den Verdacht, dass die CHLACHLAN präpariert worden war. In einem Gebiet der Hohlblase voller Eruptionen und Staubwällen wurden die Einzelteile des Kardenmoghers ausgeschleust und vereinigten sich wieder. Die Kameraden gingen an Bord. Ein Volltreffer erschütterte den Kardenmogher, der eine unkontrollierte Notetappe durchführte. Im Ortungsschutz einer gelben Sonne in 500 Lichtjahren Entfernung meldete der Kardenmogher Ausfälle in den Antriebs- und Steuersystemen. Obwohl Kythara sofort wieder nach VARXODON aufbrechen wollte, ließ sie sich von Atlan überzeugen, zunächst Vassantor anzufliegen. (Lordrichter 10)

Der Seher

Auf dem Flug nach Vassantor erinnerte sich Atlan an die Erlebnisse in seiner Jugendzeit auf Vassantor. Damals war Atlan von Visionen eines verbannten varganischen Sehers namens Vrentizianex heimgesucht worden, die später auf Vassantor Realität wurden. Während Atlan und Kythara die längst vergangenen Ereignisse erörterten, fanden im Kardenmogher rätselhafte automatische Umbauten statt. Das Gerät glich jetzt einem 24-zackigen Kegelstumpf. Nach Aussagen der Bordpositronik war eine umfassende Reparatur auf Vassantor unumgänglich. (Lordrichter 11)

Der Kardenmogher steuerte den riesigen, schüsselförmigen Krater auf dem Mond an. Im größten Hügel des Ringgebirges öffnete sich ein Portal und das varganische Wunderwerk schwebte ins Innere der Anlage. Kythara und Atlan wurden von der uralten Stationspositronik als Berechtigte anerkannt. Die Varganin verließ den Kardenmogher, um die anstehenden Reparaturarbeiten zu beaufsichtigen. Gorgh-12 unterstützte sie dabei von der Zentrale aus. Atlan wollte sich in der unterirdischen Station nach dem dringend benötigten Hegnudger umsehen. Er wurde von einer Scheinwelt aus Vergangenheit und lebensechten Visionen geplagt, in denen immer wieder der Seher Vrentizianex auftauchte. Sieben Roboter in roten Kapuzengewändern stellten sich vor Atlan auf, der sich nicht sicher war, ob dies alles wirklich geschah. Auf einem Tablett lag der Hegnudger, der dem Arkoniden überreicht wurde. Ein Transmitter transportierte den durch die Visionen und hypnotisierenden Eindrücke geschwächten Rhatgit Kherop nicht zum Hangar mit dem Kardenmogher, sondern in eine Halle. Dort formulierte Atlan einen Hilferuf an Kythara, den er über Hyper- und Normalfunk absetzte. Doch die Varganin antwortete nicht. Vrentizianex kam mit einem Samurai-Schwert bewaffnet auf Atlan zu. Mit einem Desintegratorstrahl vernichtete Atlan den »Hüter des Transmitters«. (Lordrichter 11)

Gegen 6 Uhr morgens am 25. Mai 1225 NGZ versuchte Kythara Atlan telepathisch zu erreichen. Doch der Kontakt kam nicht zustande. Statt Atlan entdeckte sie das Gedankenmuster des schlafenden Kalarthras, mit dem sie am Projekt Kyrlan zusammengearbeitet hatte, bei dem die Varganen mittels fünf Psi-Stationen die kosmische Energie anzapfen wollten. Die Varganin gab das Kommando über die letzten Reparaturarbeiten an Gorgh-12 ab. Sie selbst wollte sich in der Kontrollstation einen umfassenden Überblick verschaffen. Dort fand sie Säulen, Stufen und Statuen vor, in die die Elemente des Rechners integriert waren. Die Anlage glich einem Tempel, der in einem virtuellen sternenübersäten Weltraum schwebte. Der Zentralrechner bestätigte erneut Kytharas Status als Rhatgit Kherop, als weisungsberechtigte Varganin. Gleichzeitig informierte er sie über einen Übergriffversuch, in dessen Verlauf der Hegnudger in einer Zeremonie übergeben worden war. Wo der angeblich Berechtigte sich derzeit aufhielt, wusste der Rechner aber nicht. Er berichtete jedoch, die mentalen Emanationen des Sehers Vrentizianex aufgefangen zu haben. Diesem musste es gelungen sein, einst einen Seelentransfer – auch unter Bewusstseinsteleportation bekannt – in Atlans Körper durchzuführen. Eine Visionsmaschine war aktiviert worden, die auf paranormaler Basis arbeitete und Traumsequenzen erzeugte, die für den verurteilten Seher tödlich sein würden. Da Atlan laut dem Zentralrechner identische Emissionen ausstrahlte, wollte Kythara die Arbeit der Maschine unterstützen und zu dem Verurteilten gebracht werden. Ein Transmitter strahlte sie zu Atlans Aufenthaltsort ab. (Lordrichter 11)

Todesgefahr

Kythara materialisierte in ihrem einstigen Quartier, aus dem die Atemluft schnell abgesogen wurde. Durch eine geöffnete Glastür betrat sie die Oberfläche Vassantors und erkannte eine zusammengekrümmte Gestalt. Die 70 Meter legte sie in Höchstgeschwindigkeit zurück. Sie hob Atlan hoch. Der Vragon-Schutzschirm legte sich um den Körper der Varganin und des Arkoniden. Per Funk nahm sie mit Gorgh-12 Kontakt auf und ließ einen Notstart vorbereiten. Dann öffnete sie ihren Helm und die sauerstoffreiche Luft umströmte Atlans Gesicht. Schnell schloss sie den Helm des Arkoniden. Mit Höchstgeschwindigkeit ging es zurück zum Hangar mit dem Kardenmogher. Während des Fluges kommunizierte Kythara mit dem Zentralrechner der Station und informierte diesen über ihre Absicht, den toten Verurteilten mit dem Kardenmogher von Vassantor wegzubringen. Der Rechner bestätigte das Erlöschen der mentalen Emissionen und würde die Varganin nicht an ihrer Absicht hindern. Atlan gab Lebenszeichen von sich. Kythara bemerkte in einer Gürteltasche des Arkoniden den Hegnudger. Gorgh-12 sendete einen Leitstrahl. In der Schleuse des Kardenmoghers nahm Kythara den Kristall an sich. Der Daorghor kümmerte sich um Atlan, während die Varganin von außen in einen kleinen, mit Technik vollgestopften Raum des Kardenmoghers eindrang. Sie setzte den Hegnudger in eine dafür vorgesehene Öffnung ein und begab sich danach auf schnellstem Weg in die Zentrale. Schnell steuerte sie den Kardenmoghers aus dem Hangar hinaus. Als Ziel war der Murloth-Nebel programmiert worden, den der Autopilot nun anflog. (Lordrichter 11)

Die Psi-Quelle

Der Arkonide setzte sich auf seiner Antigravliege auf, schien aber nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte zu sein. Kythara brachte ihn in seine Kabine, wo er sofort einschlief. Emion war spurlos verschwunden. (Lordrichter 11)

Der Befehl des Lordrichters

Beim Anflug auf den Murloth-Nebel stellte Kythara fest, dass sich die UHF-Strahlung der Psi-Quelle verstärkt hatte und nur noch von einer einzigen Quelle ausging. Die Ableger der Murloth-Quelle waren verschwunden. Sie hatten sich zu einer einzigen, zehnfach stärker strahlenden Quelle vereinigt. Atlan schlug vor, vorerst Narukku anzufliegen. Dort suchte der Kardenmogher den Standort der AMENSOON im Targan-Binnenmeer auf. Kythara fand das Schiff unversehrt vor. Die Varganin wollte den Hegnudger mit den Mitteln der AMENSOON überprüfen. Die Positronik des durch die Reparaturen stark veränderten Kardenmoghers meldete das Wiederauftauchen des Saqsurmaas. Ein Funkspruch wurde aufgefangen, in dem Yagul Mahuur forderte, in spätestens 60 Settens die Psi-Energie für den Dunkelstern bereitzustellen. Da der Funkspruch schon älter war, blieben nur noch zwei Tage Zeit, um das zu verhindern. Um die Psi-Quelle im Murloth-Nebel hatte sich eine riesige Flotte aus Einheiten der Daorghor, Torghan, Shiruh, Zaqoor, Ur'ogh und anderer Völker versammelt. (Lordrichter 12)

Atlan erhoffte sich Unterstützung von der Vergessenen Positronik, die, angezogen von der ultrahochfrequenten Strahlung der Psi-Quelle, im Murloth-Nebel hin und her sprang. (Lordrichter 12)

Abstecher nach Narukku

Die Positronik der AMENSOON hatte ein Wahrscheinlichkeitsmuster für das Erscheinen der Vergessenen Plattform errechnet. Atlan wollte versuchen, sie zu erreichen und von dort aus den Kampf gegen die Lordrichter führen. Tatsächlich gelangten Atlan und Co. mit dem Kardenmogher zur Plattform, nicht ohne jedoch kurz zuvor von den Hilfstruppen der Lordrichter geortet zu werden. Dies gehörte, wie sich zeigte, zu Atlans Plan. Ihm war nämlich klar, dass er die Plattform kaum kontrollieren, geschweige denn sie in die Nähe der Psi-Quelle manövrieren konnte. Deshalb hoffte er darauf, dass die Lordrichter alles tun würden, um seiner und Kytharas habhaft zu werden und die Plattform selbst wie eine Art trojanisches Pferd in die Nähe der Quelle bringen. (Lordrichter 12)

Auf der Vergessenen Plattform

Die varganische Sektionspositronik der Plattform erlaubte die Annäherung durch die Aussendung der Kennung »Stein der Weisen«. Ein Traktorstrahl zog den Kardenmogher auf die Vergessene Plattform zu. Ein Golfballschiff der Zaqoor feuerte auf den Kardenmogher, der sich aber schon innerhalb des Schutzschirmes des Kosmischen Holländers befand. Während der Kardenmogher landete, materialisierten mehr als 130 Kampfschiffe der Daorghor und nahmen die Vergessene Positronik unter Feuer, die eine Transition durchführte. Der Kardenmogher wurde von einem bläulichen Fesselfeld fixiert, den die varganische Positronik erzeugt hatte. Da der Rechner äußerst unzuverlässig war, wie Kythara und Atlan von ihrem Besuch der Plattform vor drei Wochen erleben mussten, ließ Kythara das Fesselfeld abschalten. Es kam zu mehreren Transitionen. Die Plattform war der Psi-Quelle nahegekommen. Die UHF-Strahlung hatte weiter zugenommen. In 20 Stunden sollte die von Lordrichter Yagul Mahuur geforderte Abstrahlung zum Dunkelstern erfolgen. Mehr als 600 Schiffe der Hilfsvölker der Lordrichter versuchten, den bläulichen Schutzschirm zu knacken, der tatsächlich Strukturrisse aufzuweisen begann. Eine Transition brachte die Vergessene Positronik in eine Entfernung von 0,6 Lichtjahren zur Psi-Quelle. Bei dem Transportvorgang wurden etwa 150 der angreifenden Raumschiffe zerstört. 411 Schiffe begannen nun eine Hohlkugel um die Plattform zu bilden. (Lordrichter 12)

Die Drohung des Erzherzogs

Kythara bereitete den Hegnudger für den Einsatz vor. Erzherzog Achunt nahm Funkkontakt auf und forderte die Kapitulation und die Übergabe der Plattform an seine Truppen. Atlan war nicht bereit, mit niedrigen Rängen zu sprechen und verlangte, mit Lordrichter Yagul Mahuur zu verhandeln. Der Daorghor lehnte ab. Mit einem äußerst arroganten Auftreten und der Äußerung, dass es Achunt auf keinen Fall möglich wäre, die Psi-Quelle gegen den Arkoniden einzusetzen, schaltete Atlan schnell die Verbindung ab. Kythara war mit dem ihrer Meinung nach irrsinnigen Vorgehen ihres Begleiters überhaupt nicht einverstanden und bereitete die Defensiv-Bewaffnung auf einen Einsatz vor. Die Psi-Quelle zeigte erhöhte Abstrahl-Tätigkeit. Der Beschuss der Plattform stand unmittelbar bevor. Die Vernichtung schien gewiss. Doch wieder offenbarte sich alles als ein weiterer Baustein im waghalsigen Plan Atlans. Er spekulierte darauf, dass die Plattform im Augenblick des Angriffes durch die Psi-Quelle erneut einen Sprung durchführen würde. (Lordrichter 12)

Psychedelische Visionen

Der Schuss aus der Psi-Quelle riss die Verlorene Plattform und damit den Kardenmogher mit seiner Besatzung in einen nicht fassbaren Zwischenraum. Der Kosmische Holländer vollführte einen weiteren Sprung auf die Psi-Quelle zu. Kythara feuerte die Gravo-Zyklonen auf die Psi-Quelle ab. Es ließ sich jedoch keine Wirkung feststellen und die Varganin stellte das Feuer ein. Der Zentralrechner der Vergessenen Positronik aktivierte einen Fesselschirm, der den Kardenmogher untrennbar mit dem Kosmischen Holländer verband. Die Plattform wurde von der Psi-Quelle immer mehr angezogen. Atlan, Kythara und Gorgh-12 hatten mit psychedelischen Umgebungen und halbstofflichen Daseinszuständen zu kämpfen, die sie langsam zum Überschnappen brachten. (Lordrichter 12)

Bewusstseistransfer

Kythara fand einen Anker in den Begriffen »Kyrlan«, »Vassantor« und »Kalarthras«, um sie aus der mehrdimensionalen Zwischenwelt in die Wirklichkeit zurückzuführen. Sie bemerkte zudem, dass sie eine Bewusstseinsverbindung zu einem anderen Varganen herstellen konnte. Es ähnelte der energetischen Nabelschnur, die die Psi-Quelle zur Vergessenen Plattform und somit zum Kardenmogher erschaffen hatte. Kythara spürte die Hülle eines toten Varganen. Der Bewusstseinstransfer gelang. Kythara erwachte in Vernons Körper. Nach einigen Bewegungsübungen lenkte sie den männlichen Körper aus dem Erwachungsraum. Jetzt erfasste sie das Psi-Potenzial der Psi-Quelle mit voller Wucht. Der Körper blieb bewegungsunfähig am Boden liegen. (Lordrichter 12)

Hüter

In der Zentrale des Kardenmoghers war Emion wieder materialisiert. Er hatte sich neben Kythara zusammengerollt und schlief. Aus dem Körper der in einem Sessel sitzenden Varganin schien jedes Leben verschwunden zu sein. Als Atlan die Stirn Kytharas berühren wollte, erhielt er von Emion eine Art elektrischen Schlag. Das Saqsurmaa sah sich anscheinend als Hüter der Varganin. (Lordrichter 12)

Kampf um die Psi-Quelle

Kythara arrangierte sich mit Vernon, den einstigen Besitzer des nun gemeinsamen Körpers. Das Restbewusstsein des Varganen war bereit, den Körper zum positronischen Hauptrechner der Arsenalstation zu bringen. In der vor den geistigen Manifestationen der Psi-Quelle verschonten Bereichen der Station übernahm Kythara wieder die Kontrolle und drängte Vernons Restbewusstsein in den Niedrigschwellenbereich, in dem sie es entdeckt hatte. In einer Schaltzentrale konnte sie von den Instrumenten ablesen, dass die Abstrahlung der Psi-Energie in etwa zehn Minuten beginnen würde. Kythara machte sich wieder auf den Weg zum Hauptrechner. Dort wartete ein großer Daorghor und zwei Zaqoor und feuerten sofort Strahlschüsse ab. Vernon wurde getroffen und lebensgefährlich verletzt. Mit stockender, kurzatmiger Stimme befahl Kythara der Positronik die Abstrahlung der Psi-Masse nicht durchzuführen. Doch obwohl der Rechner die Autorisierung anerkannte, war es für den Abbruch zu spät. Kythara kehrte in ihren eigenen Körper zurück. Die Verbindung zwischen der Psi-Quelle und der Vergessenen Plattform war verschwunden. Die Varganin startete den Kardenmogher. Sie aktivierte den Hegnudger und die acht Gravo-Zyklon-Projektoren. Durch diesen Beschuss wurde die Arsenalstation der Psi-Quelle zerstört. Die Überreste verschwanden in einem rot leuchtenden Aufriss. Die Schiffe der Daorghor, Ur'ogh, Shiruh und Zaqoor wurden samt ihren Besatzungen ebenfalls verschluckt. Da Kythara das Bewusstsein verlor, befahl Atlan die Abschaltung der Gravo-Zyklon-Projektoren und die sofortige Flucht aus der Gefahrenzone. Trotz der enormen Beschleunigung war der Kardenmogher zu langsam. Zum Glück für Atlan, Kythara und Gorgh-12 nahm Emion jegliche Hyperenergie in sich auf. Als die Gefahr begannt war, entmaterialisierte das drommetenrot schimmernde Saqsurmaa. (Lordrichter 12)

Erholung auf Narukku

Der Kardenmogher war schwer beschädigt. Atlan wollte auf Narukku eine Ruhepause einlegen. Am 29. Mai 1225 NGZ verstaute Kythara den in 52 Einzelteile zergliederten Kardenmogher an Bord der AMENSOON. Kythara wollte zurück nach Vassantor, wo Kalarthras auf seine Befreiung wartete. Nach kurzem Zögern stimmte Atlan zu. Die Lordrichter waren informiert und planten die endgültige Vernichtung Atlans durch ihre Hilfstruppen. (Lordrichter 12)

Rückkehr auf den Mond der Illusionen

Die AMENSOON befand sich im Anflug auf den Mond Vassantor. Vorsichtig näherte sich das Doppelpyramidenschiff dem Himmelskörper. Es konnten jedoch keine Raumschiffe der Truppen der Lordrichter von Garb geortet werden. Während Gorgh-12 auf dem Varganenraumer blieb, begaben sich Atlan und Kythara auf den Mond. Ihnen zur Seite standen fünf Roboter vom Typ der beiden zerstörten Maschinen Varg 1 und Varg 2. Kythara suchte nach einem versteckten Eingang, der einstmals in einem See gelegen hatte. Ein Kontakt mit dem Zentralrechner kam nicht zustande. Das könnte mit der Anwesenheit von Truppen der Lordrichter zu tun haben, mutmaßte Atlan. Auch die Varganin rechnete mit heftiger Gegenwehr. Ein Eingang in die Unterwelt Vassantors öffnete sich. Kalarthras, der tief unter der Oberfläche in Stasis lag, sollte geweckt und geborgen werden. Gorgh-12 meldete die Ankunft von 25 Goldballraumschiffen der Zaqoor, die in den Ortungsschutz der Sonne des Mondes gingen. (Dunkelstern 1)

Auf ihrem Weg wurden Kythara, Atlan und die Varg-Roboter angegriffen. Daorghor-Soldaten verwickelten sie in heftige Gefechte. Über Rampen und Treppen ging es in die Tiefe Richtung der Gruft von Kalarthras. In der KRYPTA fanden sie in einem der dort aufgestellten wannenförmigen Behälter einen nackten Mann. Kythara leitete den Weckvorgang ein. Langsam begann sich Kalarthras zu bewegen. Noch bevor der Vargane vollständig erwacht war, drangen Truppen der Zaqoor in die Halle ein. Varg-3 wurde zerstört. Atlan und Kythara flohen durch Korridore und Gänge. Ihr Ziel war ein Transmitterraum. Merkwürdig erschien, dass sie nicht verfolgt wurden. Als sie den Transmitter erreichten, wussten sie warum. Gardisten der Lordrichter erwarteten sie und eröffneten sofort das Feuer. Atlan und Kythara flogen in einen Querstollen ein. Die folgenden Stollen lagen in Dunkelheit und waren nur grob behauen. Die Varganin führte ihren Begleiter und die Roboter in eine hervorragend getarnte Notzentrale. Ihre Schaltungen erzeugten ein Hologramm der gesamten varganischen Station. Kythara schickte alte Kampfroboter gegen die Gardisten. Aus Düsen ließ sie zähen Schaum versprühen, der die Bewegungen der Gardisten deutlich verlangsamte. Als der Schaum erhärtete, konnten die Soldaten nicht einmal mehr Strahlschüsse abfeuern. Gegen die Zaqoor setzte sie künstlichen Nebel, angereichert mit aufgeladenen Metall- und Mineralpartikeln ein, der die Nahortungssysteme hemmte. Jetzt war Kythara bereit, Kalarthras zu holen. Es ging zurück zur KRYPTA, in der sich die Kämpfer der Lordrichter versammelt hatten. Kythara schickte die vier Roboter vor. Drei der Roboter eröffneten aus allen verfügbaren Waffen das Feuer auf die Gardisten. Der vierte Roboter schwebte mit Atlan und Kythara zum Stasisbehälter Kalarthras'. Mit vier Tentakelarmen riss der Varg-Roboter den Behälter in die Höhe. Der Arkonide und die Varganin folgten ihm über eine lange, steile Treppe. Den Zaqoor gelang es, einen der Kugelroboter zu vernichten. Atlan nahm Funkkontakt mit Gorgh-12 auf und informierte den Wissenschaftler über ihre bevorstehende Ankunft auf der Oberfläche des Mondes. Der Daorghor vermeldete, dass die weißen Superschlachtschiffe der Zaqoor die Sonnenkorona verließen. Zwei Schiffe näherten sich der AMENSOON. (Dunkelstern 1)

Verbündete

Atlan, der mit dem letzten verbliebenen Roboter die Rückendeckung übernommen hatte, wurde von den Gardisten schwer bedrängt. Unter den anbrandenden Energiefluten brach der Schutzschirm zusammen und der Roboter explodierte. Kythara, Atlan und der Stasisbehälter flogen mit Höchstgeschwindigkeit in einen Hangar der AMENSOON ein. Über dem Doppelpyramidenraumer waren 14 Kugelschiffe in Stellung gegangen. Varg-6 transportierte den Stasisbehälter in die Medostation. Der Start der AMENSOON wurde von einem Fesselfeld verhindert. In der Zentrale stellte Atlan fest, dass sich die Zahl der Golfballschiffe auf 25 erhöht hatte. Der Arkonide aktivierte den reparierten Kardenmogher. Die ultimate Waffe der Varganen konnte das Fesselfeld überlasten. Die AMENSOON wurde immer schneller. Die Deflektorschirmfelder verhinderten, dass die Zaqoor-Schiffe das Feuer eröffneten. Der Kardenmogher raste plötzlich auf das am nächsten stehende Golfballschiff zu. Die Geschwindigkeit der AMENSOON war noch zu gering, um das Kyri-Triebwerk einzusetzen. Der Kardenmogher und auch die AMENSOON griffen die feindlichen Einheiten an. Kythara leitete die Energie auf die Triebwerke und die Abwehrschirme um. Die von den Golfballschiffen ausgehende Störstrahlung, die die Beschleunigung der AMENSOON störte, war hyperenergetischer Natur. Der Kardenmogher schleuste wieder ein. Plötzlich tauchte ein seltsames Raumschiff auf. Es bestand aus zwei Kugeln von je 2000 Metern Durchmesser. An jeder der Kugeln waren zwei eiförmige Objekte von jeweils 800 Metern Länge angedockt. Atlan glaubte, einen modifizierten Pedopeiler der Cappins zu erkennen. Das Riesenschiff eröffnete das Feuer auf die Einheiten der Zaqoor. Als eines der Golfballschiffe explodierte, erlosch die Störstrahlung und die AMENSOON konnte ungehindert beschleunigen. Das Fundstück, das Atlan aus der Vergessenen Positronik mitgenommen hatte, und einem Cappin-Miniaturmodell glich, begann zu glühen und blinken. Eine Holoprojektion entstand und zeigte den Kopf eines Cappins. Kommandant Heroshan Offshanor begrüßte Atlan. Er gab dem Arkoniden die Koordinaten eines Treffpunktes bekannt. Nur fünf Schiffen der Zaqoor gelang es, dem Inferno zu entkommen, dass die Cappins entfesselt hatten. (Dunkelstern 1)

Flugziel Gantrain

Die AMENSOON war unterdessen auf dem Weg zu dem mit den Cappins vereinbarten Treffpunkt. Berechnungen ergaben, dass sowohl die Truppen der Lordrichter, die von der Psi-Quelle Murloth geflohen waren, als auch eines der Schiffe, die bei Vassantor in die Flucht geschlagen wurden, die Milchstraße in Richtung Dwingeloo 1 verlassen hatten. Atlan schloss daraus, dass sich dort die Zentrale der Lordrichter befinden könnte, und fasste den Entschluss, sich in die Höhle des Löwen zu begeben und den Feind dort zu bekämpfen. Laut Kythara lebten viele der Varganenrebellen, die im Standarduniversum zurückblieben, in Dwingeloo 1. Am Treffpunkt mit dem Pedopeiler SYVERON angekommen, erfuhr Atlan vom Cappin-Kommandanten Heroshan Offshanor, dass ein Hilferuf der ERYSGAN aus Dwingeloo 1 empfangen worden war. Offshanor eröffnete Atlan, dass in seiner Heimatgalaxie Gruelfin ein verheerender Bruderkrieg tobte, der von den Lordrichtern ausgelöst worden war, und bat den Arkoniden und die Varganin um Unterstützung bei der Hilfsaktion für die ERYSGAN. (Dunkelstern 2)

Die beiden Kugelteile der SYVERON entkoppelten sich und konnten so das Transportfeld eines Pedotransmitters aufbauen, der die MORYR und die AMENSOON in Nullzeit in die mehr als 16 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie Gantrain abstrahlte. Dort bildete die ERYSGAN die Empfangsstation des Transmitters. 93 Schiffe der Lordrichter-Truppen feuerten ununterbrochen auf die ERYSGAN. Eine Gruppe von 1350 Meter durchmessenden Kugelraumern startete augenblicklich einen Angriff auf die MORYR. Obwohl auch die AMENSOON in den Kampf eingriff, war abzusehen, dass die ERYSGAN verloren war und auch den beiden Ankömmlingen große Gefahr drohte. Als der Pedopeiler durch Selbstzerstörung explodierte, rasten die AMENSOON und die MORYR mit Höchstgeschwindigkeit aus der Gefahrenzone. Ein Versuch der MORYR, eine Rettungskapsel der ERYSGAN mit Zokelag als Passagier an Bord zu nehmen, scheiterte. Die Kapsel wurde bei der Explosion der ERYSGAN zerstört. Die MORYR und die AMENSOON steuerten einen vereinbarten Treffpunkt an. (Dunkelstern 2)

Schwarze Materie

Bei der Flucht vor den Truppen der Lordrichter entdeckten Atlan und seine Gefährten in der Galaxie Dwingeloo merkwürdige kosmische Phänomene. Doch bevor der Arkonide weitere Informationen sammeln konnte, wurde die AMENSOON wieder von den Garbyor aufgespürt und geriet einmal mehr in arge Bedrängnis. Die AMENSOON entkam mit knapper Not ihren Verfolgern. Laut Positronik der AMENSOON materialisierten in den planetaren Nebeln Dwingeloos beachtliche Mengen nicht näher definierbarer »unnormaler« Materie. Atlan beschloss, sich eine dieser Sonnen näher anzusehen, als plötzlich Kalarthras, Kytharas Gefährte aus längst vergangener Zeit, aus seinem unnatürlichen Schlaf erwachte. Der Vargane berichtete Atlan und Kythara von der Zeit, als er Leiter des Projekts Kyrlan war, sowie auch von dem Exodus nach Gantatryn. In der Zwischenzeit hatte die AMENSOON den Dunkelstern erreicht. Atlan wurde gerade noch Zeuge der Eruptionen schwarzer Materie, als die Garbyor wieder die Spur der AMENSOON aufnahmen und diese in den Hyperraum fliehen musste. (Dunkelstern 3)

Manipuliertes Leben

Im Normalraum Dwingeloos wurde die AMENSOON von den Auswirkungen eines Raumbebens erschüttert. Als Gorgh-12 eine Aufzeichnung der Materialisationen Schwarzer Substanz abspielte, traf ein harter Schlag die AMENSOON. Immer wieder trafen Schockfronten das Schiff, bis die Substanz von der nahen Sonne verschluckt worden war. (Dunkelstern 4)

Beim Anflug auf den Planeten Alarna wurde die AMENSOON an den Rand des Systems rückversetzt. Seit der Ankunft in diesem Sonnensystem war keine Zeit vergangen. Trotzdem konnten sich Atlan, Kythara und Gorgh-12 ganz genau an den Anflug erinnern. (Dunkelstern 4)

Kythara startete einen zweiten Versuch. Diesmal stieg die Temperatur in der Zentrale auf 62 Grad Celsius an. Funken sprühten aus den Instrumentenpulten. Die Varganin wurde aus ihrem Sitz gerissen und schlug auf dem Boden auf. Auch Atlan und der Daorghor fanden sich dort bald wieder. Alle Systeme der AMENSOON hatten verrückt gespielt. Wieder war das Schiff an den Rand des Sonnensystems zurückgeschickt worden. (Dunkelstern 4)

Obwohl die Bewohner des Planeten anscheinend keinen Besuch haben wollten, war Atlan nicht bereit aufzugeben. Nur zwei Minuten nach dem Beginn des dritten Versuchs, erzitterte die AMENSOON wie unter dem Beschuss von schweren Geschützen. Der vorher programmierte Autopilot hielt aber den eingeschlagenen Kurs. Der Arkonide hoffte, dass die Fremden nicht auf den Tod der Besatzung der AMENSOON aus waren und die Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingestellt werden würden. Die Andruckabsorber setzten zunächst aus, um kurz darauf wieder die gewohnte Schwerkraft wiederherzustellen. Gorgh-12 gelang es, die in der Luft schwebende Kythara und auch Kalarthras, der aus der Medostation in die Zentrale gekommen war, zu packen und dadurch zu verhindern, dass die Varganen mit dem Kopf aufschlugen. Die Schwerkraft stieg nur auf mehr als vier Gravos und raubte allen das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kamen, kreiste die AMENSOON in einem Orbit um den Planeten. In der Nähe einer Siedlung landete das Schiff. (Dunkelstern 4)

Als Atlan und Kythara die Siedlung zu Fuß erreichten, war das Dorf plötzlich verschwunden. Von den Spuren des Marsches durch die Landschaft war an der Kleidung und besonders an den Stiefeln nichts mehr zu sehen. Der Arkonide und die Varganin standen auf der Rampe, die aus dem geöffneten Schott der Bodenschleuse der AMENSOON ragte. Während des neuerlichen Marsches von der Landestelle zur Siedlung wurden Atlan und Kythara bei einem Bach von handtellergroßen krebsähnlichen Tieren angegriffen. Die aktivierten Schutzschirme hielten die Krebse fern. Dummerweise schalteten sie die Energiefelder wieder aus. Ein sechsbeiniges rattenköpfiges Tier stürzte sich auf sie. Es krallte sich im Nacken Kytharas fest. Mit bloßen Händen riss Atlan das Tier von Kythara und schleuderte es über den Bach hinweg. Sofort machte es sich wieder auf, um anzugreifen. Der wieder aktivierte Energieschirm hielt das Tier auf. Mit Wundspray versorgte Atlan die blutende Wunde der Varganin. Ein dunkler Teppich aus unzähligen Insekten verschiedener Arten wälzte sich auf sie zu. Atlan und Kythara aktivierte ihre Antigravaggregate und schwebten über der Mitte des Baches weiter auf das Dorf zu. Ein riesiger Vogelschwarm machte es unmöglich, den Weg einzuhalten. Hilferufe von Kalarthras aus einem unterirdischen Gang hielten sie zusätzlich noch auf. Atlan war sich sicher, dass es sich dabei um eine Illusion handelte. (Dunkelstern 4)

Am Rand des Dorfes trafen Atlan und Kythara auf Saelin. Nicht gerade freundlich fragte dieser, was die beiden Fremden bei den Vargiden wollten. Seine Meinung von den Varganen ließ stark zu wünschen übrig. Er hielt seine Vorfahren für das selbstherrlichste Volk des Universums. Er bezeichnete die Ausstreuung von Aktivierungskapseln als größenwahnsinnige Tat, statt der Evolution freien Lauf gelassen zu haben. Er forderte Atlan und Kythara auf, zur AMENSOON zurückzukehren und Alarna zu verlassen. Saelin ließ sich überreden, dass Atlan den Dorfbewohnern eine Warnung übermitteln durfte. Auf dem Dorfplatz erfuhren Atlan und Kythara von der Ablehnung eines Kontaktes zwischen Varganen und Vargiden. (Dunkelstern 4)

Nun kam auch der Arkonide dazu, die Vargiden vor den Raumbeben und der Schwarzen Substanz zu warnen. Doch Saelin und seinem Volk waren Hellin, die Substanz und der Umstand, dass zahlreiche Sterne Gantatryns von der Schwarzen Substanz befallen werden, wohl bekannt. Die Vargiden glaubten, dass ihnen von der Schwarzen Substanz keine Gefahr drohte. Eine Zusammenarbeit mit den beiden Ankömmlingen lehnten sie strikt ab. Kythara entschuldigte sich für die Taten ihres Volkes. Die Varganin und der Arkonide aktivierten ihre Flugaggregate und flogen zur AMENSOON zurück. (Dunkelstern 4)

Zu ihrer Überraschung warteten in der Zentrale des Schiffes Gorgh-12 und Saelin auf sie. Der Vargide bot einen Teil seines Wissens an. Atlan wollte die über Gantatryn gewonnenen Erkenntnisse zur Verfügung stellen. Im Gegenzug würde Saelin erklären, warum die Sonne der Vargiden wie eine Kugel von Sternen umschlossen war, die von der Schwarzen Substanz befallen wurden. Atlan sollte einen digitalen Datenträger bereitstellen. Saelin führte Kythara und Atlan zur Traumsphäre. (Dunkelstern 4)

Nach einem kurzen Ausflug in diese Sphäre forderte Saelin den Arkoniden und die Varganin auf, Alarna zu verlassen. Die von den Vargiden erhaltenen Informationen zeigten, dass es in Gantatryn etliche Raumsektoren gab, die ein instabiles Raum-Zeit-Gefüge aufwiesen. Es kristallisierte sich heraus, dass es in diesen Sektoren eine auffällige Massierung von Raumschiffen der Garbyor gab. Als nächstes Ziel wurde der Dunkelstern ausgewählt, in dessen Akkretionsscheibe Kalarthras mentale Impulse von Varganen bemerkt hatte. (Dunkelstern 4)

Kampf beim Dunkelstern

Nach dem Verlassen Alarnas wendete sich die AMENSOON zum Dunkelstern. Nach dem Verlassen der Raumkugel um Alarna wurden 30 Raumer der Garbyor geortet. Beim Wiedereintritt in den Hyperraum konnte nur ein einziger Korridor gefunden werden, der den Überlichtflug ermöglichte. Es schien, als ob es den Lordrichtern möglich wäre, der AMENSOON einen bestimmten Fluchtweg aufzuzwingen. Nach jedem Verlassen des Hyperraums warteten die 30 Raumschiffe auf das Varganenschiff. Die AMENSOON wurde auf den Planeten Sothin zugetrieben. Neben den verfolgenden Schiffen rasten aus dem Ortungsschatten der Sonne des Planeten fünf Golfballschiffe der Zaqoor auf die AMENSOON zu. Drei der Kugelraumer konnten zerstört werden, ehe die Schutzschirme der AMENSOON durchschlagen wurden. Zusätzlich wurde die Struktur des Schiffes durch ein plötzlich auftretendes Raumbeben erschüttert. In der Nähe der Sonne waren gewaltige Mengen Schwarzer Substanz materialisiert. Hilferufe der Garbyor-Einheiten wurden aufgefangen. Die AMENSOON war gezwungen, auf Sothin notzulanden. (Dunkelstern 4)

Miniaturisierung

Die Garbyor-Schiffe, die der AMENSOON folgten, wurden von Hyperstürmen stark dezimiert. Beim Anflug auf den Planeten Sothin hatte aber auch die AMENSOON mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das ging soweit, dass die gesamte Steuerung ausfiel und Kythara die Herrschaft über ihr Doppelpyramidenschiff vollends verlor. Die hyperenergetischen Schwingungen, die von der materialisierenden Schwarzen Substanz stammten, erschütterten das Varganenschiff. Die AMENSOON schien von einem bestimmten Punkt auf Sothin magisch angezogen zu werden. Das Schiff landete sanft, ohne dass Kythara etwas dazu getan hätte. Dort gelandet erkannten Atlan und seine Mitstreiter zu allem Überfluss, dass sich die Größenverhältnisse auf unerklärliche Weise verschoben hatten. Wo die Instrumente der AMENSOON zuvor noch normale Vegetation anzeigten, fand man sich nun inmitten einer ins Riesenhafte vergrößerten Flora und Fauna wieder. Noch während Atlan über dieses Phänomen nachdachte, wurde das Schiff zum Spielball eines gewaltigen Sturms und der Arkonide verlor die Besinnung. Wieder erwacht, wurde Atlan Zeuge einer scheinbar sehr vertraulichen Unterhaltung Kytharas mit Kalarthras, deren Inhalt er zwar nicht verstehen konnte, die aber dennoch starke Eifersuchtsgefühle in ihm weckte. (Dunkelstern 5)

Gorgh-12 stellte an diesem 7. Juni 1225 NGZ einen unerklärlichen Energieabfluss aus der AMENOON fest Die fremde Kraft, die die Auswirkungen des Hypersturms von dem Schiff abgehalten hatte, erlosch. Die Gewalten schüttelten die AMENSOON nun kräftig durch. Die Mehrzahl der Aggregate und Geräte war daraufhin ausgefallen. Die Energieversorgung war zusammengebrochen. Atlan und Gorgh-12 gelang es, den Energieabfluss einzudämmen. Endlich fuhr auch der Bordrechner wieder hoch. Die Panoramagalerie zeigte eine Schneise in einem Wald von Bäumen, die kilometerweit aufragten. Spinnenartige Wesen, so groß wie die AMENSOON selbst, bewegten sich auf das Schiff zu. Mit den wieder funktionierenden Thermostrahlern und Desintegratoren rückte Kythara den Spinnen zu leibe. Drei der insgesamt fünf Exemplare zerplatzten, das vierte nahm Reißaus. Die fünfte Spinne, die sich auf der oberen Hälfte des Doppelpyramidenraumers niedergelassen hatte, verhielt sich ruhig. Ausgerüstet mit einem varganischen Kampfanzug verließ Atlan das Schiff. Fünf Kugelroboter begleiteten ihn. Mit Spinnfäden brachte sie drei der Varg-Roboter zum Absturz, wobei die Maschinen explodierten. Trotz seiner Wunden spann der Arachnoide die AMENSOON in ein riesiges Netz ein. Nachdem es gelungen war, die Spinndrüsen zu vernichten, floh der Arachnoide in den Wald. (Dunkelstern 5)

Zurück an Bord sah sich Atlan mit Vorwürfen konfrontiert, dass er bei seiner Selbstmordaktion viel von der wenigen zur Verfügung stehenden Energie verpulvert hatte. Kythara und Kalarthras war es gelungen, den Ausstoß der Fusionsreaktoren und der Masse-Energie-Konverter auf einem noch immer zu niedrigen Wert einzupendeln. Der größte Teil der erzeugten Energie versickerte weiterhin. Der Extrasinn empfahl Atlan, von seiner Eifersucht auf Kalarthras abzulassen. Die Frage, ob sie einem Verkleinerungsprozess unterlegen waren, beantwortete Kythara nur ausweichend. (Dunkelstern 5)

Dschungelbestien

Kythara ortete einen weiteren Angreifer. Ein einem Marschiere-Viel ähnelndes Rochenwesen (nur viel größer) stapfte auf die AMENSOON zu. Das Wesen war 200 Meter groß, mit einer Seitenlänge von 1000 Metern. Der dreieckige Kopf saß am vorderen Körperende. Getragen wurde der Riese von mehr als vier Dutzend Beinen. Mit Kytharas Einverständnis feuerte Atlan die Thermostrahler mit der gesamten zur Verfügung stehenden wenigen Energie ab. Das titanenhafte Wesen änderte nur geringfügig seinen Kurs. Es folgte nun der Schneise, die die Strahlwaffen in den Urwald gebrannt hatten – und diese führte knapp an der AMENSOON vorbei. (Dunkelstern 5)

Atlan und Kythara machten sich auf, um die Energiequelle zu finden, die für die erzwungene Landung der AMENSOON verantwortlich war. Bei einer Tagesleistung von 50 bis 60 Kilometer würden sie 14 Tage lang unterwegs sein, um den Mittelpunkt der von Kythara angemessenen Energiequelle zu erreichen, da auch die varganischen Kampfanzüge von dem rätselhaften Energieabfluss betroffen waren. Der Weg führte sie durch immer dichter werdendes Unterholz. Erst als sie einen schmalen Pfad entdeckten, der allerdings eine dünne Schleimspur aufwies, wurde es leichter. Am Ende des Pfades trafen die Varganin und der Arkonide auf ein entfernt schneckenähnliches Wesen, das den Weg mit seinen Scheren durch das Unterholz geschnitten hatte. Eine von oben durch das Geäst brechende Zungenspitze beförderte das Schneckenwesen nach oben. Nun mussten sich Kythara und Atlan ihren weiteren Weg wieder selbst mit ihren Macheten bahnen. Die Varganin ortete einen schwachen elektronische Impuls, der sie zu einem der beiden Kugelroboter führte, die die Spinne verfolgt hatten. Kythara konnte den Roboter soweit instandsetzen, dass er sich auf den Tentakelarmen fortbewegen konnte. Der Kugelrobot schnitt sich mit dem Varganstahl durch das Holz. (Dunkelstern 5)

Am 11. Juni wurde ihnen beinahe ein Schacht zum Verhängnis, dessen kreisrunde Öffnung von Schlingpflanzen überwuchert war. In regelmäßigen Abständen fanden sie weitere dunkle Löcher. Auch ein geringfügiger Richtungswechsel änderte daran nichts. Das ganze Gebiet schien durchlöchert zu sein. Am nächsten Morgen gab es keine Schächte mehr. Dafür standen Kythara und Atlan vor einem beinahe senkrecht aufragenden Berg. Während die Varganin und der Arkonide den Berg besteigen wollten, um von oben die Energiequelle erneut anzumessen und eventuell einen Kontakt mit der AMENSOON herzustellen, schickten sie den Roboter den Berg herum, um dessen Energiereserven zu schonen. (Dunkelstern 5)

Während des Aufstiegs fiel ihnen auf, dass zahllose Löcher die Wand durchsetzten. Ein fünf Meter langes Insekt mit zweigeteiltem, orangefarbenem Leib und sechs Beinen versuchte sie anzugreifen. Der beinahe quadratische Kopf war mit Fühlern und langen, kräftigen Beißwerkzeugen ausgestattet. Auf der Vorderseite des Kopfes war eine Drüse zu erkennen, mit der eine extrem ätzende Säure verspritzt werden konnte. Atlan erschoss diese Riesentermite mit dem Thermostrahler. Der Weg nach unten war dem Arkoniden und Kythara versperrt. Ein ganzes Heer von Insekten kam auf sie zu geklettert. Auch von oben näherten sich einige Riesentermiten. Die Schächte, die sie auf dem Weg zum Berg gefunden hatten, waren Notausgänge und dienten auch zur Belüftung des Termitenhügels. Kythara war notgedrungen damit einverstanden, mit ihren Anzügen den Berg hinaufzufliegen. Über der Spitze erhielten sie Kontakt mit Gorgh-12. Der Energieverlust war auch an diesem 13. Juni noch nicht behoben. Dem Wunsch Atlans nach einem Beiboot, ausgerüstet mit Bomben und einem Fiktivtransmitter, konnte der Daorghor natürlich nicht entsprechen. Er bot dafür die Entsendung einiger Kugelroboter an. Atlan und Kythara landeten wieder und setzten mit dem Kugelroboter den Weg fort. (Dunkelstern 5)

Am 14. Juni stoppte ein tiefschwarzer, riesiger See die beiden Gefährten. Sie schlugen ihr Nachtlager am Ufer auf. Mitten in der Nacht schreckte Atlan auf. Im Wasser des Sees erblickte er Lichter, die Kreise zogen und sich dabei der Oberfläche näherten. Die Lichter lockten Atlan in den See. Er sank immer tiefer. Während der Reise begegnete er Doppelgängern seiner selbst, die immer jünger wurden, je tiefer er sank. Eine Warnung des Extrasinnes, Schütteln und heftige Schläge auf den Rücken holten Atlan in die Realität zurück. Der Kugelroboter hatte ihn aus dem Wasser gefischt. (Dunkelstern 5)

Auf ihrem weitern Weg hatte Atlan am 17. Juni das Gefühl, verfolgt zu werden. Auch Kythara hatte die Verfolger schon bemerkt. Der Kugelroboter blieb ohne Energie stehen. Als Atlan die Machete zog, sprangen fellbedeckte Gestalten auf sie zu und verschwanden wieder im Dschungel. Sie flohen vor einem gewaltigen, schlangenähnlichen Wesen. (Dunkelstern 5)

Experimentierstation

Am 20. Juni erreichten Kythara und Atlan einen riesigen Kuppelbau. Zwei Kugelroboter, die Gorgh-12 geschickt hatte, erreichten sie. Die Maschinen waren voll mit aufgetankter Energie. Die Varganin und der Arkonide zapften diese Energie ab. Mit den nun wieder funktionierenden Instrumenten konnten sie die Ausmaße der Kuppel bestimmen. Der Scheitelpunkt befand sich in 25 Kilometern Höhe. Am Boden erreichte die Kuppel einen Durchmesser von fünf Kilometern. Energieausstöße in Form von Schockwellen hatten ihren Ursprung in der Kuppel. Im Schutz der Deflektoren flogen Atlan und Kythara einen gewaltigen, offenen Torbogen von drei Kilometern Breite und mehr als sechs Kilometern Höhe an. Das Innere der Kuppel wurde von gewaltigen Lampen erhellt. Vor den zwei Eindringlingen erstreckte sich eine flache Metallebene. Im Mittelpunkt erhoben sich zwölf zuckerhutartige Gebilde, die kreisförmige angeordnet waren. Der Kreis hatte einen Durchmesser von 30 Kilometern. Jedes der Gebilde war 15 Kilometer hoch und hatte einen Basisdurchmesser von mehr als fünf Kilometern. In diesen durchsichtigen Gebilden wogten tiefschwarze, etwa einen Meter große Flocken aus Schwarzer Substanz. Die Kuppel wurde von einer gewaltigen Schockwelle erschüttert. Eine der Säulen zerbrach und entließ die Schwarze Substanz. Atlan und Kythara wurden weggeschleudert. Der Arkonide verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Kythara vermutete, dass die Kuppel eine Experimentierstation der Lordrichter war. Hier versuchten sie offenbar, mit der Schwarzen Substanz Objekte des Standarduniversums der Natur des Mikrokosmos anzupassen. Die AMENSOON und ihre Besatzung waren somit tatsächlich verkleinert worden. (Dunkelstern 5)

Kythara versuchte, die Substanz mental zu beeinflussen. Eine weitere gewaltige Schockwelle schleuderte die Varganin und Atlan in die Luft. Nun zerplatzten auch die restlichen zuckerhutartigen Gebilde. Die Kugelroboter wurden unter der Schwarzen Substanz begraben. Der Boden brach auf, Metall verbog sich und schmolz. Atlan verlor unter den anbrandenden Schockwellen neuerlich das Bewusstsein. Als er wieder erwachte, lag er neben Kythara im Freien. Beide schalteten die Antriebe ihrer Anzüge auf Höchstleistung. Nach einer neuerlichen Schockwelle war alles vorüber. Die Kuppel war verschwunden. Die Umwelt veränderte sich dramatisch, die Bäume und die Lebewesen schrumpften rapide. Alles erlangte seine normale Größe wieder. (Dunkelstern 5)

Sternentod

Die Schwarze Substanz war anscheinend wieder vollständig in die Sonne transitiert worden. Zurück an Bord der AMENSOON verließen sie Sothin. Eine riesige Flotte von Golfball-Raumern der Zaqoor versuchte die AMENSOON einzukesseln. Kytharas Pilotenkünste bewahrten das Oktaederschiff vor Schäden durch die angreifenden Zaqoor. Atlan feuerte eine Salve nach der anderen ab. Eines der Golfballschiffe explodierte. Ein zweites befand sich auf Kollisionskurs, drehte aber plötzlich ab. Die Sonne Sothins begann zu pulsieren und verwandelte sich in eine Supernova. Schwarze Substanz materialisierte, versank in der Sonne und beschleunigte so den Prozess. Die AMENSOON rettete sich in den Hyperraum. (Dunkelstern 5)

Riskantes Manöver

Wieder einmal gellte der Alarm durch die AMENSOON. Die Positronik hatte die Schutzschirme auf höchste Leistung gefahren. Fünf knapp nebeneinander stehende Sterne waren übergangslos im Normalraum aufgetaucht. Strukturerschütterungen breiteten sich mit Überlichtgeschwindigkeit aus. Eine Schockwelle raste auf die AMENSOON zu. Für ein Ausweichmanöver war es bereits zu spät. Kythara steuerte ihr Schiff mit voller Beschleunigung auf die Strukturerschütterung zu. Der Hypersturm hatte einen Wert von weit mehr als 180 Meg erreicht. Die AMENSOON durchstieß die Schockwelle frontal und wechselte in den Hyperraum. Lediglich geringfügige Schäden belegten die Richtigkeit des Handels der Varganin. (Dunkelstern 6)

Im Ortungsschatten einer namenlosen Sonne, 2400 Lichtjahre von Sothin entfernt, analysierten Atlan, Kythara, Kalarthras und Gorgh-12 das abrupte Auftauchen der fünf Sonnen, die den Varganen als Venad bekannt waren. (Dunkelstern 6)

Haitogallakins Forschungen

Atlan und seine Mitstreiter überlegten, wie sie verhindern konnten, dass die Lordrichter die Schwarze Materie als Waffe nutzen konnten. In diesem Zusammenhang erinnerte sich Kalarthras an Haitogallakin, einen varganischen Forscher, der vor ewigen Zeiten versucht hatte, von Dwingeloo aus ein Tor zur Rückkehr in den Mikrokosmos zu öffnen. Obwohl Kalarthras über den Fortgang von Haitogallakins Forschungen nichts wusste, glaubte Atlan, dass die Varganenstation am Dunkelstern und die dort entstehende schwarze Materie ein Ergebnis der Experimente des Varganenforschers sein könnte. Die Lordrichter versuchten nun offensichtlich, Haitogallakins Werk zu Ende zu führen und Zugang zum Mikrokosmos zu erlangen und außerdem die schwarze Materie zu kontrollieren und als Waffe zu nutzen. Kalarthras bestand darauf, nach Cramar zu fliegen, wo er einst unter den genetisch konditionierten, friedliebenden Varganenabkömmlingen seine glücklichste Zeit verbracht hatte und sogar eigene Nachkommen gezeugt hatte. Dort hoffte er, seinem merkwürdigen Leiden auf die Spur zu kommen, durch das er mittlerweile fast schwarz geworden war. (Dunkelstern 6)

Welt der Bürokratie

Die AMENSOON näherte sich dem Dagg'tzo-System. Kalarthras gab einige Details über den Planeten Cramar und dessen Bewohner, die Kalaro'on preis. Gorgh-12 entdeckte auf den Planetoiden Artefakte der seit über 1,1 Millionen Jahren untergegangenen Rhoarxi-Kultur. (Dunkelstern 6)

Beim Anflug auf Camar wurde der AMENSOON lakonisch Landegenehmigung erteilt. Das Raumschiff sollte landen, wo der Kommandant es wollte. Kythara war erstaunt und äußerte die Vermutung, dass in dem angeblichen Paradies so einiges nicht stimmen konnte. Kalarthras schloss sich der Meinung der Varganin an. Die AMENSOON landete auf dem Raumhafen Adlorm. Kythara blieb an Bord zurück, während Atlan, Kalarthras und Gorgh-12 die AMENSOON verließen. (Dunkelstern 6)

Nach bewaffneten Auseinandersetzungen mit den im Hinterhalt auf der Insel Coraak lauernden Zaqoor und einem Transmittersprung in die Tiefschlafkammer auf Syvir, informierte Kalarthras Kythara per Gedankenübertragung und forderte die Varganin auf, die Gruppe abzuholen. (Dunkelstern 6)

Während sich Kythara mit kleineren Einheiten der Zaqoor, die nur für den Atmosphärenflug geeignet waren, und einigen bodengebundenen Verteidigungsstellungen herumschlug, meldeten die Beobachtungssonden im Orbit die Ankunft von 17 Kampfraumschiffen. Atlan, Kalarthras und Gorgh-12 sprangen per Transmitter an Bord der AMENSOON. (Dunkelstern 6)

Kosmische Phänomene

Mit ständigen Kurswechseln, Linearetappen, Transitionen oder Hyperraumflügen versuchte die AMENSOON den Golfballraumern der Zaqoor zu entkommen. Doch die 17 Schiffe ließen sich nicht abschütteln. Immer wieder schafften es die Einheiten der Lordrichter, Atlan und seine Freunde aufzuspüren. Kalarthras glaubte, dass er selbst die Ursache dafür war, dass es den Gegnern immer wieder gelang, den Varganen-Raumer zu orten. Kythara lehnte seinen Vorschlag, von Bord zu gehen jedoch kategorisch ab. (Dunkelstern 7)

Die Zaqoor gaben nicht auf. Auch das Ausschleusen der vier Oktaederbeiboote am 1. Juli 1225 NGZ, die virtuell auf die Größe der AMENSOON aufgebläht wurden, und gemeinsam einen Raumer der Zaqoor mit Schockimpulsstrahlern angriffen, schuf keine Erleichterung, ebenso wenig der Einsatz der Gravo-Zyk-Werfer. Im Bereich eines Raum-Zeit-Bebens zündete Kythara eine Fusionsbombe, die nach der Detonation Partikel von Varganstahl hinterließ. Eine gleichzeitige Transition brachte die AMENSOON aus dem Bebengebiet. Für die Zaqoor erweckte dies den Anschein, als wäre die AMENSOON vom Beben zerrissen worden und explodiert. (Dunkelstern 7)

Auseinandersetzungen

Im System Criil wurden Kythara, Kalarthras, Gorgh-12 und Atlan Zeugen eines Angriffs von Hornschiffen auf den ersten Planeten. Millionen Bewohner dieser Welt wurden getötet. Atlan entschloss sich einzugreifen und nahm Kontakt mit den Angreifern auf. Diese stellten sich als Togronen vor, ließen jedoch nicht mit sich verhandeln. Atlan erkannte, dass er eines dieser fremdartigen Wesen bereits in der Station der Lordrichter gesehen hatte. Plötzlich materialisierten acht Golfballraumer und eröffneten das Feuer auf die AMENSOON. Etwa eine Million Marschflugkörper mit Impuls- und Mini-Transitionstriebwerken rasten auf den Varganenraumer zu. Die drei Togronenraumer wurden von vier Golfballschiffen angegriffen. Eines der Hornschiffe explodierte. Die Marschflugkörper explodierten in den Schutzschirmen der AMENSOON. Just in dem Moment, in dem Kythara versuchte, den freien Raum zu erreichen, rematerialisierten sechs Hornraumer und eröffneten sofort das Feuer. Zum Glück für die AMENSOON galt der Angriff der Togronen den Zaqoor. Notwendige Ausweichmanöver und Treffer, die von den Schirmen aufgefangen wurden, verhinderten immer wieder den Eintritt der AMENSOON in den Hyper- oder Linearraum. Der intensive Beschuss forderte seinen Tribut. Drei Masse-Energie-Konverter fielen aus, wodurch auch die Gravo-Zyks ihren Dienst einstellten. Die Schutzschirmkapazität fiel auf 75 Prozent. Noch dazu schlug die Ortung an und meldete die Ankunft eines Raumschiffes unmittelbar neben der AMENSOON – ein varganischer Großraumer. Ein Togronenschiff und vier Golfballraumer explodierten. Die beiden verbliebenen Garbyor-Schiffe suchten ihr Heil in der Flucht. Doch die von dem Großraumer abgefeuerten Schockimpulsbündel holten sie ein und brachten die paratronähnlichen Schutzschirme zum Kollabieren. Die Gravo-Zyklon-Projektoren beendeten die Existenz der Schiffe. Kalarthras versuchte Funkverbindung aufzunehmen, was ihm aber nicht gelang. Der Unbekannte wendete sich nun der Auseinandersetzung zwischen den Hornschiffen und den beiden Golfballraumern zu. Skrupellos wurden alle Raumschiffe zerstört. Die AMENSOON fing lediglich Koordinaten auf, dann nahm der Großoktaeder Fahrt auf und ging in den Hyperraum. (Dunkelstern 7)

Ein alter Bekannter?

Die Besatzung der AMENSOON entschloss sich, trotz großer Bedenken von Gorgh und Atlan, zu einem Rendezvous mit dem mysteriösen Schiff zu fliegen, in dem Kalarthras das ehemalige Flaggschiff der varganischen Expedition nach Dwingeloo erkannt zu haben glaubte, die GANTA. Bei den übermittelten Koordinaten angekommen, wartete der Großraumer im Orbit um eine Sonne, einen schwachen Hyperstrahler, dessen Emissionen dennoch Tastimpulse breitbandig behinderten. Die Besatzung der AMENSOON wurde vom Kommandanten des Schiffes, Veschnaron, begrüßt und an Bord gebeten. Veschnaron war noch immer der Flottenkommandeur der varganischen Gantatryn-Expedition, da er niemals seines Amtes enthoben worden war, und war in jener fernen Zeit der beste Freund Kalarthras'. Nun jedoch erkannte er diesen nur mit einiger Mühe wieder. Er erklärte, dass er mit der GANTA, seinem Schiff, erst vor kurzer Zeit aufgrund dunkler Vorahnungen nach Dwingeloo zurückgekehrt war. Veschnaron berichtete, dass es das Ziel des varganischen Wissenschaftlers Haitogallakin gewesen wäre, jederzeit und beidseitig passierbare Übergänge zum Mikrokosmos zu schaffen. Für die dazu errichteten Forschungsstationen interessierten sich nun die Lordrichter, von denen Veschnaron glaubte, sie wollten in den Mikrokosmos eindringen um von dort aus irgendetwas zu initiieren. Was das war und welche Ziele die Lordrichter damit verfolgten, wusste auch er nicht. Veschnaron weihte Atlan und seine Freunde in seinen Plan ein, zu der Welt Galadat zu fliegen, wo er wichtige Daten Haitogallakins vermutete, von denen er sich Hinweise auf eine Schwachstelle der Lordrichter erhoffte. Nach wie vor quälten Atlan Zweifel über die Vertrauenswürdigkeit Veschnarons, aber er schloss sich ihm dennoch an. Sein Misstrauen wuchs, als der Flottenkommandant auf dem Flug nach Galadat erstaunliche Defizite in der Bedienung der GANTA offenbarte. (Dunkelstern 7)

Station der Varganen

Die GANTA landete mit der AMENSOON im Schlepp nahe dem Ufer des Sees Chingar auf Galadat. Kythara und Atlan kehrten per Transmitter auf die AMENSOON zurück, die abgekoppelt wurde. Während Kythara und Gorgh-12 die im System gesammelten Daten prüften, verließ Atlan die AMENSOON. Er begab sich zum See und betrat dessen Oberfläche, wo er nur bis zu den Waden einsank und durch die hohe Dichte des Quecksilbers von 13,53 Kilogramm pro Liter über den See waten konnte. Zurückgekehrt ans Ufer, flog er mit dem Gravopak zur ausgefahrenen Rampe der GANTA, wo Kalarthras und Veschnaron warteten. Die drei flogen zum etwa 20 Kilometer entfernten Eingang zum Stützpunkt Cabjarl. Sie drangen in die Halle des Willkommens vor. Zurück bei den Schiffen sollte nach einer Ruhepause ein neuer Vorstoß erfolgen. (Dunkelstern 7)

Gegenüber Kythara und Gorgh-12 bestätigte nun auch Kalarthras, dass er große Zweifel an Veschnaron hegt. Mithilfe von Überrang-Befehlen, die Kalarthras noch aus seiner Zeit als Expeditionsleiter kannte, drangen Atlan, Kalarthras und Kythara ähnlich dem Harun-al-Rashid-Verfahren in die GANTA ein. Die Hauptpositronik zeichnete nichts auf und meldete auch nichts weiter, sie teilte im Gegenteil den Eindringlingen den Aufenthaltsort Veschnarons mit. Aus einer Subzentrale im Bereich der Überlichttriebwerke erhielt Kythara Zugriff auf die Logbücher des Schiffes. Die Varganin ließ alle Spuren ihrer Anwesenheit entfernen. Nach der Rückkehr auf die AMENSOON mittels Transmitter, löschte sie auch dessen Transportdaten. (Dunkelstern 7)

Wachsendes Misstrauen

Kythara und Kalarthras nahmen sich die Logbucheinträge vor. Nur zwei Datensätze waren interessant. Der erste beinhaltete Rafferfunksprüche Veschnarons an die Golfballraumer der Zaqoor während des Gefechtes. Der Inhalt war nicht eruierbar, wohl aber, dass die Zaqoor den Erhalt bestätigt hatten. Im zweiten Datensatz wurde festgehalten, dass die Lordrichter von Garb am Projekt Durchbruch arbeiteten. Veschnaron war über Aktivitäten bestens unterrichtet. Auch war ein Bericht über die erfolgreiche Verkleinerung und Rückvergrößerung der Venad-Sternengruppe vorhanden. Atlan warf noch ein, dass es seltsam anmutete, dass sie von den Garbyor in Ruhe gelassen wurden, seit sie mit der GANTA zusammengetroffen waren. (Dunkelstern 7)

Kythara und Veschnaron positionierten sich mit der NATAS über einer der beiden Oberflächensiedlungen. Ein sich ständig wiederholendes Transpondersignal sollte die Positronik des Stützpunktes überzeugen, dass Varganen auf Galadat eingetroffen waren. Tatsächlich reagierte der Rechner und erteilte Einfluggenehmigung. Durch einen 200 Meter durchmessenden Schacht ging es 2000 Meter in die Tiefe. Von dort nahm die NATAS einen der 200 x 200 Meter im Querschnitt messenden und zehn Kilometer langen Gänge in Richtung Zentrum von Cabjarl. In der Station löste Atlan das Rätsel, das Haitogallakin einst zum Schutz vor unbefugtem Zugang installierte. (Dunkelstern 7)

Gefangennahme

Die NATAS kehrte an die Oberfläche zurück. Der Transmitter brachte Atlan, Kythara und Veschnaron in die weiße Halle. Auf Atlans Rat platzierte die Varganin die drei gefundenen Metallteile im exakten Mittelpunkt der Bodenfläche. Dort verflüssigten sich die Teile und erstarrten wieder zu einem Tetraeder. Im nächsten Augenblick verschwand der Boden. Ein dunkelroter Transmitterring strahlte die drei Personen ab. Nach Atlans plausibel erscheinender Theorie wurden sie in dem Schacht von einem umgekehrt gepolten Zellschwingungstaster gescannt, auf den varganische Körperzellen wegen der gleichen Frequenz nicht reagierten. Die Berührung Kytharas interpretierte die Schachtpositronik als »Verbundenheit« und schaltete den Strahl bei Atlan ab. Bei Veschnaron reagierten die varganfremden Zellen und entlarvten den angeblichen Flottenkommandeur als Gestaltwandler. Die Schachtpositronik stufte daraufhin alle drei als feindlich ein und versetzte sie an den Schachtboden, von dem vier Gigantkorridore abzweigten. Veschnaron eröffnete auf Atlan und Kythara das Feuer und ergriff die Flucht. Der Arkonide und die Varganin folgten ihm durch den schnurgeraden Korridor. Eine Funkverbindung mit der AMENSOON konnten sie nicht herstellen. An der Kreuzung mit zwei anderen riesigen Korridoren entdeckten sie den abgelegten Varganenanzug. Atlan und Kythara kehrten um und flogen den Korridor zurück. Plötzlich wurden sie von Fesselfeldern gestoppt. 25 schwerbewaffnete Zaqoor umstellten den Arkoniden und die Varganin. Sie wurden entwaffnet. Mit höhnischem Gelächter erschien der Gestaltwandler. Er ließ unter Spott über die Ritter der Tiefe Atlan und Kythara abführen. (Dunkelstern 7)

Zusammenhänge

Atlan und Kythara sollten per Transmitter abtransportiert werden. Doch einer der Lordrichter-Soldaten war von dem Ganjasen Gevaron übernommen worden und verhalf nun Atlan und Kythara zur Flucht. Alle drei flohen zur AMENSOON, die den Planeten Galadat umgehend verließ. Kalarthras legte noch schnell Haitogallakins Forschungsstation mit den Bordwaffen in Schutt und Asche und zerschoss außerdem die Antriebssektion des varganischen Riesenschiffs GANTA, damit Veschnaron der AMENSOON nicht etwa mit diesem weit überlegenen Schiff folgen konnte. Gevaron gab die Koordinaten eines Treffpunkts bekannt, an dem Offshanor mit der MORYR wartete. Unterwegs dorthin berichtete Gevaron, dass die Garbyor an den Mythos von Trodar und der Großen Horde glaubten und dass das Schwert der Ordnung in der Sprache der Garbyor Garbogthera hieß. Angesichts dieser Begriffe fiel es Atlan wie Schuppen von den Augen: Die Garbyor müssten in irgend einer Beziehung zu den Horden von Garbesch stehen – schon allein wegen der Namensähnlichkeit, aber auch, weil die Garbeschianer ebenfalls an Trodar geglaubt hatten. Auch der Begriff Garbogthera hatte für Atlan eine Bedeutung, denn in der Sprache der Anximen, die seinerzeit von der negativen Superintelligenz Seth-Apophis verwendet worden war, bedeutet die Silbe »Thera« soviel wie »Ordnung«. Der Sitz der Superintelligenz war damals der Planet Aitheran – »Hort der Ordnung«, Seth-Apophis hatte den Beinamen Ipotherape – »Schöpferin der Ordnung« getragen, und sie war es gewesen, die die Horden von Garbesch entfesselt hatte. (Dunkelstern 8)

Rettungsaktion

Es blieb keine Zeit für längere Überlegungen zu der Frage, welche Bedeutung all diese Übereinstimmungen haben könnten, denn wieder einmal tauchten einige Zaqoor-Raumer auf, vor denen die AMENSOON fliehen musste, bevor der Flug zum Treffpunkt weitergehen konnte. Dort angelangt, meldeten Atlan und Kythara sich sogleich freiwillig für die nächste Mission. Heroshan Offshanor hatte nämlich vor einer Woche Kontakt zu drei ganjasischen Agenten aufnehmen können, die hochbrisantes Material aus einer von den Lordrichtern übernommenen ehemaligen Station der Varganen beim Dunkelstern geborgen hatten. Das Material konnte nicht via Pedotransferierung mitgenommen werden, was bedeutete, dass ein Treffpunkt vereinbart werden musste: Die Wüstenwelt Craddyn. Leider kamen die drei Agenten nicht allein – sie wurden von Zaqoor verfolgt, ihr Schiff stürzte auf Craddyn ab. Atlan, Kythara und die Ganjasen setzten mit der CAPPINASCH nach, doch das Treffen wurde nicht nur durch den Kampf mit den Zaqoor erschwert, sondern auch durch die ungewöhnlichen Verhältnisse, die auf dem Planeten herrschten. Durch hyperenergetische Strahlungsschauer wurde höherwertige Technik für jeweils elf Minuten außer Funktion gesetzt. (Dunkelstern 8)

Nach einem kurzen Intermezzo, bei dem Atlan zusammen mit der etwas kratzbürstigen Ganjasin Nareile Scharakan unter Geröll verschüttet wurde und bei dem die beiden herausfanden, dass es im Gestein Craddyns eine Substanz gab, die dem PEW-Metall ähnelte und einer seltsamen Lebensform als Sitz diente, begegnete der Arkonide dem letzten Agenten, der den Kampf mit den Zaqoor überstanden hatte, ohne gezwungen gewesen zu sein, die Pedotransferierung rückgängig zu machen. Von ihm erhielt Atlan die Koordinaten des Verstecks, in dem sich das Material befand, das die Agenten aus der Anaksa-Station mitgebracht hatten. Und dieses Material war nichts anderes als eine Probe der geheimnisvollen Schwarzen Substanz. Zurück im Versteck der MORYR wurden weitere Informationen ausgetauscht und Pläne geschmiedet. Farangon (einer der drei Agenten, dem die Rücktransferierung in seinen eigenen Körper gelungen war) bestätigte Atlans Vermutungen über die Pläne der Lordrichter. Diese wollten tatsächlich eine in beide Richtungen nutzbare Verbindung zum varganischen Mikrokosmos etablieren. Zu diesem Zweck wollten sie die von Haitogallakin konstruierten Umsetzer-Aggregate mit Hilfe der Schwarzen Substanz in Betrieb nehmen. Farangon kannte auch den Standort eines solchen Umsetzers. Das Gerät befand sich auf dem Planeten Kopaar. (Dunkelstern 8)

Der Umsetzer

Im Juli 1225  wurde vermutet, dass sich auf Kopaar ein varganischer Umsetzer befinden sollte. Mit Hilfe der Schwarzen Substanz könnte eine Art »Hintertür« zur Anaksa-Station geöffnet werden, denn alle Umsetzer-Stationen waren über ein hyperdimensionales Netzwerk wie durch Transmitter miteinander verbunden. Außerdem wäre es vielleicht möglich, das Potential der Psi-Materie mit den Waffen des Kardenmoghers freizusetzen und so den gesamten Dunkelstern zu vernichten. (Dunkelstern 9)

Diesen Plan wollten Atlan und seine Freunde in die Tat umsetzen. Als sie Kopaar erreichten, schnappte aber die nächste Falle der Lordrichter zu. Die MORYR blieb zurück, während die AMENSOON sich Kopaar näherte. Das Schiff wurde von ungewöhnlichen Raumbeben erschüttert. Kythara stellte fest, dass dieser Raumsektor jetzt vom Rest des Standarduniversums isoliert und verkleinert worden war – er war dem Mikrokosmos angeglichen worden. Die offenbar künstlich hervorgerufene Miniaturisierung konnte augenscheinlich nur auf Kopaar rückgängig gemacht werden. Es befanden sich aber auch Zaqoor-Schiffe in der Nähe. Wieder einmal musste die AMENSOON fliehen. (Dunkelstern 9)

Am 14. Juli 1225 NGZ versteckte sich die AMENSOON vor fünf Golfballraumern der Zaqoor in der Korona von Kop-2. Der Kardenmogher DENMOGH wurde ausgeschleust. Die AMENSOON unter dem Kommando von Kythara lockte die Golfballschiffe von Kop-2 weg und ermöglichte so dem Kardenmogher den unbeobachteten Flug zu Kop-3. (Dunkelstern 9)

Während DENMOGH von gewaltigen Kräften am Rand der Trennschicht zum Standarduniversum durchgeschüttelt wurde, verbarg Kythara die AMENSOON im Ortungsschutz der Sonne Kop-2. Von ihrem Standort verfolgte die Varganin mit den Ortungsgeräten die Jagd der Golfballraumer auf den Kardenmogher. Der Behälter mit 25,7 Gramm Schwarzer Substanz, der von Farangon den Zaqoor entwendet wurde, befand sich im Labor der AMENSOON. Die Substanz reagierte auf die hyperphysikalischen Phänomene, die bei Atlans Flucht mit dem Kardenmogher vor den Golfballraumern am äußersten Rand des Mikrokosmos auftraten. Mitten im Behälter entstand eine Raum-Zeit-Verzerrung, die Partikel pulsierten, Entladungsblitze zuckten auf. Die Masse der Substanz nahm schlagartig zu. Sie nahm Energie auf. Kythara ließ den Behälter von einem Transportfeld in den Hangar ziehen und dann aus dem Schiff bringen. Nun begann sich auch der Energiehaushalt von Kop-2 zu verändern. Die Schwarze Substanz war aus dem aufgeplatzten Behälter von der Sonne angezogen worden. Die Masse und der Druck im Inneren von Kop-2 nahmen zu. Gewaltige Protuberanzen waren die Folge. Die AMENSOON war nach einigen Stunden gezwungen, die Korona zu verlassen. (Dunkelstern 10)

Am 18. Juli 1225 NGZ verließ DENMOGH die Korona von Kop-5 und flog nach Kop-2. Dort nahm Atlan Funkkontakt auf und der Kardenmogher wurde in die AMENSOON eingeschleust. Der Varganenraumer beschleunigte und setzte Kurs auf Kop-1. Mit Atlan, Kythara, Offshanor, Xarpatosch, Farangon und fünf Cappins des Elitekommandos verließ DENMOGH wieder die AMENSOON. An Bord des Oktaederschiffes verblieben Gorgh-12 und Kalarthras. Zunächst näherte sich der Kardenmogher einer Art Hyperraumtrichter, dessen Spitze 81 Lichtjahre von Kopaar entfernt war. Richtung Rand des Mikrokosmos dehnte er sich über eine Länge von 35 Lichtjahren auf einen Durchmesser von 16 Lichtjahren aus. (Dunkelstern 10)

Am 19. Juli materialisierte an der Spitze des Trichters ein Quader mit zwei Kilometern Kantenlänge. Zwei weitere Objekte materialisierten. Alle drei Objekte flogen auf Kopaar zu. Atlan wollte einen der Piloten dieser Transportschiffe in seine Gewalt bringen. (Dunkelstern 10)

Heroshan Offshanor pedotransferierte seinen Geist in das Bewusstsein von Endaloger Qam, dem Kommandanten der LAQAM GARB. Der Kardenmogher wurde in der Gitterkonstruktion des Transportschiffes versteckt. Offshanor berichtete nach der Rückkehr in seinen eigenen Körper, dass der Umsetzer auf Kopaar ein Nachbau der Garbyor war und mit Varganentechnik langsam fertiggestellt wurde. Die Transportschiffe brachten diese Einzelteile nach Kopaar. Der Hypertrichter verband den Mikrokosmos mit Ephaiston. (Dunkelstern 10)

Das nächste Ziel des Ganjasen war der Befehlshaber von Kopaar, der Marquis Loargant. In dessen Bewusstsein fand er die Informationen, dass der Umsetzer bewusst hochgefahren worden war und Atlan und die AMENSOON erwartet wurden. Ein Infiltrator, dem Marquis namentlich nicht bekannt, sollte den Arkoniden zu einem Flug nach Kopaar bewegen. (Dunkelstern 10)

Atlan berichtete Farangon, der inzwischen als Verräter eingestuft wurde, von seinem Plan, den Mikrokosmos mit dem Umsetzer zu zerstören und in den Normalraum zurückzukehren. Der Ganjase bevorzugte jedoch den Flug zum Dunkelstern. (Dunkelstern 10)

Die Gravo-Zyklon-Projektoren des Kardenmoghers vernichteten den Planeten Kopaar und damit den Umsetzer. Der Kardenmogher wurde von Schockwellen getroffen, die die gesamte Raumzeit im Kopaar-System veränderten. (Dunkelstern 10)

Flucht aus dem Miniaturuniversum

Während Kalarthras, Offshanor und die Cappins mit der AMENSOON nach Ephaiston geschickt wurden, wo anscheinend ebenfalls Versuche mit einem Umsetzer durchgeführt wurden, flogen Kythara, Gorgh-12 und Atlan mit dem Kardenmogher direkt zum Dunkelstern. Sie nahmen Farangon mit, der selbst zugab, als Doppelagent für die Lordrichter von Garb zu arbeiten. Er betrachtete sich als zur Horde von Garbyor gehörig. (Dunkelstern 11)

Bevor der Kardenmogher das Portal, eine blasenförmige Enklave in der Außenhülle des Mikrouniversums, erreichte, erhielt Atlan mentalen Kontakt zu Saelin. Das Kollektiv der Vargiden hatte die Verbindung zu dem Arkoniden und dem Schiff der Varganen aufrechterhalten. Die Vargiden waren sich sicher, dass sie dem heftigen hyperdimensionalen Druck auf Alarna standhalten konnten. Atlan bat Saelin um Hilfe. (Dunkelstern 11)

Als der Kardenmogher in die Blase eindrang, stabilisierten die Vargiden das Schiff und seine Besatzung und verhinderten das Eindringen von Schwarzer Substanz. Der Kardenmogher erreichte tatsächlich den Dunkelstern. Die Vargiden schafften es, ihn für die Ortungseinrichtungen der Garbyor unsichtbar zu machen. Kythara flog den Kardenmogher durch Schwaden Schwarzer Substanz zur Anaksa-Station. Die Varganin ließ das Schiff auf 15 Meter Durchmesser und etwa 30 Meter Höhe schrumpfen. Das Fluggerät verschwand in einem tiefen Spalt der Oberflächenstruktur der Anaksa-Station. In einer Art Tropfsteinhöhle setzte der Kardenmogher auf. (Dunkelstern 11)

Ankunft auf der Anaksa-Station

Kythara berichtete von einem instinktgesteuerten, rudimentären Bewusstsein, das sie spürte. Der Arkonide schlug vor, Verbindung zu Saelin aufzunehmen. Doch die Vargiden wollten ihre Heimat schützen, lehnten Atlans Hilfeersuchen ab und zogen sich zurück. (Dunkelstern 11)

Atlan, Kythara und zwei Roboter verließen den Kardenmogher. Gorgh-12 blieb bei Farangon an Bord. Varg-1 und Varg-2 nahmen den »Gleitermodus«, die so genannte »Pegasus-Form«, ein. Kythara und Atlan saßen auf und flogen los. Schwarze Substanz befand sich überall in den zahlreichen Kavernen und Einbauten des Planetoiden, dessen Inneres irgendwie organisch aussah. Irgendwo in der Tiefe schienen gewaltige Aggregate zu laufen. In einer mehrere Kilometer durchmessenden Höhle, die wie ein Organismus in einem gleichbleibenden Rhythmus pulsierte, vermeinte Kythara die Nähe anderer Varganen zu spüren. Atlan und Kythara litten unter Sinnestäuschungen und verloren allmählich den Kontakt zur Realität. Die varganischen Anzüge, die die beiden trugen, spielten verrückt. Die Schwerkraftwerte wurden hochgefahren, die Heizung begann auf Höchstwerten zu laufen, der Trinkschlauch versuchte, sich in den Mund zu bohren. Schwarze Substanz materialisierte und fraß Strukturen der Umgebung auf. Kythara und Atlan versuchten auf ihren Robotern dem Sog der Substanz zu entkommen. Aus der schwarzen Wand lösten sich zwei dunkle, bedrohliche Gestalten in der Form von Varganen. Atlan feuerte seine Stabwaffe auf eine der Gestalten ab. Mit einem mentalen Schrei verschwanden all die Effekte, die der Varganin und dem Arkoniden zugesetzt hatten. Atlan und Kythara flogen immer weiter in das Innere der Station. (Dunkelstern 11)

Kontakt mit den Verschmolzenen

In einem Hohlraum näherten sich drei Varganen mit entsetzlich verunstalteten Körpern, die von eitrigen Wunden und Blasen bedeckt waren. Schneeflocken aus Schwarzer Substanz tanzten durch das Gewölbe. Der Boden begann zu beben. Aus Rissen und Spalten in der Gewölbedecke drang Schwarze Substanz. Die Schneeflocken verbanden sich mit ihr. Die Substanz stürzte herab und hüllte eine der Varganen-Kreaturen ein. Sie drang in den Körper ein, der sich veränderte und immer mehr zu einem Varganen wurde. Die Haut und die ganzen Augen waren schwarz – wie bei Kalarthras. Einer der beiden noch immer entstellten Varganen fragte, warum sie nicht in das Kyriliane konnten. Sie wollten sich vom Instinktbewusstsein lösen, an das sie schon seit einer Ewigkeit gebunden waren. (Dunkelstern 12)

Kythara versuchte, die Bewusstseine der Varganen zu erreichen. Erst als sie sich mit Atlan mental vereinigte, konnte sie zumindest bruchstückhaft die Gedanken der drei Varganen erfassen und auch an Atlan weitergeben. Die Varganen lebten in Scheinwelten, die sie für sich selbst und für andere real werden lassen konnten. Manche von ihnen litten unter der Verschmelzung und waren in ihren Alpträumen gefangen. Atlan und Kythara wurden in verschiedene unwirkliche Traumwelten versetzt, erfuhren aber auch mehr über die Vergangenheit. Sie erlebten den Ausbau der Anaksa-Station mit. (Dunkelstern 12)

Bald darauf kam es zum Kontakt zwischen den Soldaten der Garbyor und Atlan und Kythara, der in Kampfhandlungen mündete. Der Arkonide und die Varganin wurden von den Anaksa-Varganen gerettet und in die unmittelbare Nähe der Zentrale versetzt. Die Anaksa-Varganen konnten die Zentrale nicht betreten, aber Kytharas Zugangscodes wurden akzeptiert. (Dunkelstern 12)

Atlan und Kythara erhielten endlich Kontakt zu den mit Anaksa verschmolzenen Varganen. Onidro, Tolakin, Tavena und einige andere berichteten von den Garbyor, die sich bereits dem inneren Sektor der Station näherten. Ihnen gehörte ein Vargane an, der sich bei den Garbyor-Truppen aufhielt. Onidro erzählte, dass die Garbyor den Stein der Weisen suchten. Die Varganen versetzten Atlan und Kythara in unmittelbare Nähe der Steuerzentrale der Station. Ihre Varganenanzüge funktionierten wieder einwandfrei. Kytharas Berechtigungskode wurde von der Zentralstation anerkannt. Ein fünf Meter hohes Schott aus Varganstahl öffnete sich. Die eigentliche Zentrale der Arsenalstation war noch 7,5 Kilometer entfernt. Atlan forderte den Zentralrechner auf, ihnen eine Holoprojektion des Sonnenfokus zu zeigen. Plötzlich tauchten mehr als 20 Garbyor auf und eröffneten das Feuer. Veschnaron führte den Trupp an. Überwachungskameras hatten die Eingabe des Zugangskodes aufgezeichnet. Da jedoch nur ein Vargane zutrittsberechtigt war, handelte es sich um den echten Veschnaron, der allerdings von dem Gestaltwandler Heronar übernommen worden war. (Dunkelstern 12)

Begegnung mit dem Lordrichter

Atlan und Kythara wurden von den Garbyor entwaffnet. Veschnaron stellte mit dem kugelförmigen Spezialortungsgerät die Annäherung des Abtrünnigen fest. Der heranrasende Varg-Roboter tötete mit einem Feuerschlag sieben Zaqoor. Atlan schlug seinen Bewacher mit einem Dagor-Hieb bewusstlos und erschoss die beiden anderen mit dem Strahler des Zusammengebrochenen. Auch Kythara konnte sich befreien. Veschnaron tötete Gorgh-12. Garbgursha schlug Kythara nieder. Atlan stand plötzlich vor Veschnaron, der seine Waffe senkte und dabei sein Aussehen veränderte. Er wurde zu Kalarthras. Es kam zum Kampf. Veschnaron verschwand hinter einem Eishaarfeld. Die Ausstrahlung zwang Atlan in die Knie. Kythara stand gebückt neben dem Eishaarfeld, über dem schwarze Schneeflocken materialisierten. Die mit Anaksa verschmolzenen Varganen schleuderten Unmengen von Schwarzer Substanz auf Veschnaron. Thasin'cran blähte sich gleichzeitig auf und wurde instabil. An diesem 23. Juli 1225 NGZ entstand im Zentrum des Dunkelsterns eine gewaltige Aufrisszone. Der Kern der Sonne wurde zu einem Neutronenstern. Die meisten Raumschiffe der Garbyor in diesem Gebiet wurden vernichtet. Das von Schwarzer Substanz bedeckte Eishaarfeld verschwand. Ein riesiger Teil am Nordpol der Anaksa-Station transitierte mitsamt der Arsenalstation. Anaksa materialisierte in unmittelbarer Nähe eines Planeten. Während der Hauptteil der Station in eine  Wikipedia-logo.pngUmlaufbahn als neuer Mond einschwenkte, raste das Bruchstück, in dem sich Atlan und Kythara aufhielten, die Garbgursha getötet hatte, auf die unbekannte Welt zu. (Dunkelstern 12)

Suche nach der Intrawelt

Die Varganin und der Arkonide landeten auf einem Planeten, um den Schiffe der Garbyor kreisten und wurden von diesen entdeckt. Sie schickten Beiboote aus, die auf die beiden feuerten, doch plötzlich eröffnete ein Schlachtschiff der Garbyor das Feuer auf die anderen Einheiten und zerstörte sie. Atlan und Kythara wurden an Bord geholt und erfuhren dann von seinem Kommandanten Risghor-1, die Geschichte von der Konterkraft und einer ultimativen Waffe, dem Flammenstaub auf der Intrawelt, der die Lordrichter besiegen könnte. Allerdings konnte dieser Flammenstaub nur von jemanden geborgen werden, der schon einmal hinter den Materiequellen war. Atlan war zwar sehr misstrauisch, da er eine Falle der Lordrichter vermutete bzw. der Meinung war, dass die Konterkraft nur mittels Unterstützung eines Lordrichters funktionieren konnte. Er nahm das Angebot aber trotzdem an, mit einem Beiboot die Intrawelt zu suchen. (Intrawelt 1)

Sie begaben sich an Bord der DYS-116 und kreuzten im Sektor SET-3, wo die Intrawelt vermutet wurde. In diesem Sektor gestaltete sich die Ortung und Navigation als sehr schwierig. Schon nach kurzer Zeit stellten sie fest, dass anscheinend riesige Raumschiffe auf der Suche nach verwertbaren Rohstoffen durch diesen Sektor pflügten, und hängten sich an eines dieser Schiffe an, da sie glaubten, so am schnellsten einen Weg zur Intrawelt zu finden. Das Fabrikschiff bemerkte sie und schickte eine Meldung an eine unbekannte Spezies, die gerade dabei war, einen Nachkommen zu gebären, der wiederum der Meinung war, dass es sich um eine unwichtige Nachricht handelte und sie ignorierte. (Intrawelt 1)

Im Sog des Fabrikschiffes erreichten sie den Standort der Intrawelt, die hinter einem Deflektorfeld lag. Atlan und Kythara versuchten die Intrawelt anzufliegen, konnten aber nicht landen, da sie immer wieder abgestoßen wurden. Sie versuchten es mit Funksprüchen, welche wiederum an die unbekannte Spezies weitergeleitet wurden. Diese griff mit ihren geistigen Kräften nach dem Absender der Botschaft und musste erkennen, dass es sich um Lebewesen handelte. Das Wesen erkannte seinen grundsätzlichen Fehler. Schon in der Vergangenheit hatten die Sensoren der Ernteschiffe diverse Verunreinigungen in von ihnen eingesammeltem Material gemeldet und als fehlerhaft beseitigt, nur waren diese Fehler eben Lebewesen gewesen. Diese Erkenntnis ließ es in einen Schock fallen. (Intrawelt 1)

Atlan und Kythara entdeckten in der  Umlaufbahn der Intrawelt einen Mond, auf dem sie landen konnten, um einen Weg zur Intrawelt zu finden. Als sie landeten, entdeckten sie eine große Anzahl von Raumschiffen, die schon seit langer Zeit auf dem Mond geparkt waren, anscheinend von Abenteurern, die ebenfalls vom Mond aus einen Weg zur Intrawelt gesucht hatten. Sie verließen die DYS-116 und begaben sich zu einem Gebäude, aus dessen Oberfläche ein funkensprühender Schlauch wuchs, der eine Verbindung mit der Intrawelt herstellte. Beim Betreten des Hauses versagten alle Geräte und Atlan wurde von einem krakenförmigen Wesen attackiert. (Intrawelt 1)

Abweisung

Der Arkonide und die Varganin wurden von den Fangarmen des Wesens festgehalten. Aus diesen Armen schoben sich fingerdicke Fühler, die sich um den Kopf Atlans und Kytharas schlangen. Feinste Härchen schienen sich durch die Schädeldecke bis in das Gehirn zu bohren. Plötzlich zogen sich die Tentakelfortsätze zurück, die Tentakel selbst gaben die Gefangenen frei, die auf den Boden prallten. Teph, das Krakenwesen, hatte die Prüfung abgeschlossen. Doch nur einer durfte die Reise in die Intrawelt antreten. Teph bestimmte Kythara. Atlan protestierte und verwies auf seine Reise hinter die Materiequellen und seinen Status als Ritter der Tiefe. Er bestand auf einer erneuten Prüfung. Diesmal erlaubte Teph dem Arkoniden den Transferschlauch zu durchqueren. Kythara sollte als Pfand auf die Rückkehr Atlans warten. (Intrawelt 2)

Kythara konnte gar nicht hinsehen, wie Teph Atlan packte und mit seinem Fangarm gegen die Decke der Baracke schleuderte. Doch es gab nur ein schmatzendes, würgendes Geräusch und der Arkonide war verschwunden. Teph verkündete den erfolgreichen Abschluss des Transportvorgangs. Atlan war in die Intrawelt versetzt worden. Kythara besprach noch einen Datenträger, den sie bei Atlans Raumanzug zurückließ, als sie die Baracke verließ. Sie wollte 40 Tage auf seine Rückkehr warten und in der Zwischenzeit den Asteroiden und die auf ihm geparkten Raumschiffe erkunden. Nach Ablauf der Frist wollte sie mit dem Beiboot SET-3 verlassen und Informationen in Dwingeloo nach der Vernichtung des Dunkelsterns einholen. In regelmäßigen Abständen wollte sie dann zum Asteroiden zurückkommen und nach Atlan Ausschau halten. Kythara machtte sich an diesem 27. Juli 1225 NGZ auf den Weg. Mit ihrem Flugaggregat näherte sie sich der DYS-116 und ging an Bord. (Intrawelt 12)

Fremde

Kythara beschäftigte sich mit der Untersuchung einiger der mehr als 10.000 über den Asteroiden verstreuten Schiffswracks. In einem beinahe fünf Kilometer langen, aus fünf hintereinander angeordneten Kugeln, bildete sich eine kreisförmige Öffnung und entließ ein 27 Meter langes, hantelförmiges Beiboot, das neben der DYS-116 aufsetzte. Kythara nahm Funkkontakt mit den Unbekannten auf, die sich Hemeello nannten. Die Varganin wurde zu einem Besuch des Raumbootes aufgefordert. Zwei Tage verbrachte Kythara in dieser fliegenden Müllhalde mit Grdur/Shmeli. (Intrawelt 12)

Kythara wurde von den Hemeello verdächtigt, mit dem fremden Havaristen gemeinsame Sache zu machen, da die DYS-116 direkt neben dessen Schiff gelandet war. Von dieser Einheit, die die Varganin als alles Licht schluckenden Quader in der Landschaft wahrnahm, ging ein psychischer Druck aus, der die Hemeello auf Distanz hielt. Die Hemeello hatten gehofft, dass Kythara von dem selben Volk wäre wie der Fremde, und ihnen das zurückgeben könnte, das der Fremde ihnen genommen hatte. Was das genau sein sollte, wussten die Hemeello selbst nicht. Die Varganin wollte das seltsame Ding untersuchen. (Intrawelt 12)

Das düstere Schiff

Die Varganin, die sich dem dunklen Oktaeder näherte, wurde von sich verstärkendem Brechreiz geplagt. Als sie auf einen rauen, grobporigen Widerstand stieß, ließ der Effekt nach. Das fremde Schiff schien nur aus einem einzigen Raum zu bestehen. Dunkelgraue Flüssigkeit lief die Wand hinab, die innerhalb von Sekundenbruchteilen verdunstete, sobald Kythara sie für Analysezwecke von der Wand entfernte. (Intrawelt 12)

Kythara musste feststellen, dass alle auf hyperenergetischer Basis arbeitenden Anwendungen ihres Anzugs ausgefallen waren. Die Lebenserhaltungssysteme funktionierten aber einwandfrei. Kythara drückte sich an eine Wand. Der Schwerkraftvektor veränderte sich. Zuvor an der Decke befindliche Geräte waren nun bequem zu erreichen. Drei mannsgroße Säulen, aus denen Stäbe mit unregelmäßigen Kristallen an den Enden ragten, wuchsen schräg aus dem Boden. Als Kythara einen der Kristalle berührte, nahm der Ausstoß an Flüssigkeit enorm zu. Aus einer dickflüssigen Masse bildete sich ein Körper – Magantilliken, der Henker der Varganen. Dieser Pseudo-Henker aus Nano-Substanz war von dem Schiff erzeugt worden, das damit die Ängste aus Kytharas Unterbewusstsein zur Realität hatte werden lassen. Magantilliken drohte, dass die Varganin das Schiff nicht mehr lebend verlassen würde. Mit der wachsenden Angst Kytharas wuchs auch die Gestalt Magantillikens. (Intrawelt 12)

Operation

Kythara befand sich in einem Teufelskreis. Je mehr Angst sie vor der kollektiven Erinnerung ihres Volkes vor dem Henker empfand, umso mehr wurde sie in den totalen Zusammenbruch getrieben. Es schien unmöglich, aus dieser Falle zu entkommen. Kythara starb. Ihr Geist verließ den Körper. Doch dieser Zustand durfte nicht allzu lange andauern. So wie der Körper absterben würde, würde auch ihr Geist verwehen, sollte sie keinen geeigneten Trägerkörper finden. Zu ihrem Glück befandt sich ein solcher in nächster Nähe – Grdur/Shmeli. Die Varganin wurde von der »Zweiheit« freundlich aufgenommen. Doch der stetige Dialog der beiden Gehirne bereitete ihr große Probleme. Ihr drohte Schizophrenie, die Aufteilung ihres Bewusstseins. Sie fühlte alles doppelt und erlebte eine Reizüberflutung unvorstellbaren Ausmaßes, die sie in den Wahnsinn treiben würde. (Intrawelt 12)

Aus dem düsteren, fremden Schiff stülpte sich eine schwarze Masse aus und zog sich gleich wieder zurück. Kytharas Körper war in einem Schutzanzug abgelegt worden. Die Varganin nutzte die Gelegenheit und kehrte in ihren eigenen Körper zurück und verlor das Bewusstsein. Wieder erwacht, fand sie sich nackt in einer warmen und stinkenden Jauche wieder. Grdur/Shmeli hatte sie an Bord der Fünfheit gebracht. Ihre Haare waren nur mehr stoppelkurz vorhanden. Eine weiche, biegsame Röhre spannte sich vom höchsten Punkt ihres Kopfes bis zur Decke, wo sie verschwand. Ihr Protest verhallte wirkungslos. Die Hemeello sahen in der Varganin die letzte Möglichkeit, sich von dem Seelenfresser zu lösen. (Intrawelt 12)

Die Kopfschnur wurde mit der von Bölv/Haiciez verbunden. Kythara schottete ihr Bewusstsein ab, worüber Bölv/Haiciez nicht gerade erfreut war. Trotzdem wurde die »Vermählung« als Erfolg angesehen. Doch mit der Rückkehr des Seelenräubers änderte sich alles. Dieser gab den Hemeello seine Beute nicht zurück. Vielmehr forderte er weitere Opfer. (Intrawelt 12)

Dreiheit

Kythara gelang es, die intimsten persönlichen Bereiche ihres Bewusstseins vor den Hemeello zu verbergen. Alles andere, wie schlafen, essen und alle täglichen Verrichtungen erfolgten gemeinsam. Ihre Versuche, Geist und Körper zu trennen, gelangen nicht. Der Zentralrechner der Fünfheit meldete die Rückkehr des lang Ersehnten. Kythara ließ ein Hologramm des soeben Eingetroffenen projizieren. Es handelte sich tatsächlich um den Seelendieb, der von den Hemeello forderte, hantelförmige Beiboote auf dem Asteroiden zu verteilen. Dann verließ der Seelenräuber die Fünfheit. Kythara bat als Dreiheit Entar/Sugorrly sie in den Labortrakt zu begleiten. Der Hemeello führte auf Kytharas Anweisung die Amputation der Kopfschnur unter lokaler Anästhesie durch. Die Varganin hatte ihm eingeredet, dass die Kythara-Komponente erkrankt war und entfernt werden musste. Kythara betäubte Entar/Sugorrly mit einem Narkoplast und verließ die Operationsstätte. Auch Bölv/Haiciez bekam eine solche Behandlung ab. Aus der Kabine von Grdur/&Shmeli holte sie ihre Raumkombination. Mit dem hemeellischen Raumboot näherte sie sich dem Schiff des Seelendiebes, in dem sie Atlan wusste. (Intrawelt 12)

Die Varganin wurde im Inneren der DEKAPINON abgesetzt. Atlan, der in der Zwischenzeit seine Seele wieder komplettieren konnte, schulterte Kytharas Körper und verließ mit ihr das Schiff, das gleich darauf abhob. (Intrawelt 12)

Der letzte Kuss

In der DYS-116 zog Atlan Kythara den Anzug aus. Die Varganin schien stark gealtert zu sein. Der ausgemergelte Körper war von Wunden und Geschwüren bedeckt. Ihre Werte sanken immer mehr ab. Telepathisch bat sie an diesem 2. September 1225 NGZ noch um einen Kuss. Atlan erfüllte ihr gern diesen letzten Wunsch, dann sanken die Anzeigen des Anzugs auf null. (Intrawelt 12)

Ihr Grab war eine schmucklose Erhebung in der trostlosen Sand- und Gesteinswüste des Asteroiden. (Flammenstaub 2)

Quellen