Vorboten des Chaos

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2300)
PR2300.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: TERRANOVA
Titel: Vorboten des Chaos
Untertitel: Sie sind Traitors Bestien – und sie bringen den Untergang
Autor: Robert Feldhoff
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenillustrator: Dirk Schulz (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 16. September 2005
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Bostich I., Gucky, Zon Facter, Demetrius Luke
Handlungszeitraum: 1344 NGZ
Handlungsort: Terra
Kommentar: In eigener Sache
Glossar: Arkon I / Arkoniden / NGZ / Siganesen / Solare Residenz / Terrania City / Transmitter
NATHAN: Wichtige Ereignisse des 16. September
Besonderes:

»Die Milchstraße anno 1344 NGZ« von Rainer Castor; Posterbeilage: »Perry Rhodan Kalender 2006« mit umlaufendem Covermotiv;
Gewinnspiel Teil 1

Zusätzl. Formate: E-Book,
Hörbuch

Kurzzusammenfassung

Im Jahre 1344 NGZ ruft Perry Rhodan die führenden Vertreter der Milchstraßenvölker zur »Aufbaukonferenz der Völker« zusammen. Das Treffen beginnt am 4. Februar 1344 NGZ. Der Duale Kapitän entsendet auf Befehl der Progress-Wahrer das Kolonnen-Fort TRAICOON 0098, um die Vertreter der Konferenz zu töten. Im Vorfeld erhält Perry Rhodan eine rätselhafte Warnung, deren Herkunft er auf den Nukleus zurückführen kann.

Die Konferenz beginnt, und 300 Delegationen aus der gesamten Westside sind anwesend. Es fehlen vor allem die Blues und die Akonen, aber auch die Haluter und die Posbis. Rhodan gibt bekannt, dass Käfigtransmitter in großem Stil geplant werden und mit Sonnenzapfung funktionieren sollen. So soll ein galaxisweites Transmitternetz aufgebaut werden. In einer Pause erscheint erneut der Nukleus und gibt Rhodan weitere Informationen bezüglich Hangay, ES und der Negasphäre.

Derweil dringen drei Dunkelkapseln mit Assassinen des Chaos im Schutze ihrer Dunkelfelder in die Residenz ein, und es kommt zu einem Massaker. Zwei Drittel der Konferenzteilnehmer sterben, doch die wichtigsten Köpfe überleben. Am 5. Februar ruft Rhodan den Fall Mandelbrot aus und gibt Systemalarm für die Flotte.

Die Delegation von Siga um Demetrius Luke hat es geschafft, heimlich in eine der geflohenen Dunkelkapseln zu gelangen.

Auf Terra herrscht derweil Ernüchterung, aber Terra darf nicht fallen, wie der Nukleus mitgeteilt hat.

Handlung

Anfang 1344 NGZ (4931 n. Chr.), gut 12 Jahre nach dem Hyperschock, hat sich die Lage in der Milchstraße weitgehend stabilisiert – jedenfalls in der galaktischen Westside. In der Eastside dagegen toben schreckliche Bruderkriege unter den Blues-Völkern. Auf Terra und den anderen bewohnten Welten der Westside ist Ruhe und Normalität eingekehrt, es findet sogar wieder interstellare Raumfahrt statt. Dennoch gibt es viel zu tun, denn von einer galaktischen Gemeinschaft sind die einzelnen Völker noch weit entfernt. Perry Rhodan hat erkannt, dass die galaktischen Völker wieder enger zusammenrücken und einen gemeinsamen Weg verfolgen müssen, insbesondere wegen der noch immer nicht einschätzbaren Bedrohung, die der Milchstraße durch die in Hangay entstehende Negasphäre erwachsen könnte. Deshalb lädt Perry Rhodan Abgeordnete aller Machtgruppierungen der Milchstraße, zu denen er auch die Neue USO zählt, zur Aufbaukonferenz der Völker ein, die am 4. Februar 1344 NGZ in der Solaren Residenz auf Terra stattfinden soll.

Während der Vorbereitungen für die Konferenz hat Rhodan eine seltsame Begegnung: Der aus den miteinander verschmolzenen Bewusstseinen der Monochrom-Mutanten entstandene Nukleus nimmt Kontakt mit Rhodan auf. Der Nukleus tritt in Gestalt der Körperprojektion eines Mädchens namens Fawn Suzuke auf. Rhodan wird vor dem Erscheinen der Terminalen Kolonne TRAITOR gewarnt, doch der Kontakt bricht nach wenigen Minuten wieder ab. Wenig später beginnt die Konferenz und nimmt zunächst den geplanten Verlauf. Die wichtigsten Völker der galaktischen Westside sind vertreten, Imperator Bostich I. von Arkon ist sogar persönlich erschienen – mitsamt seiner neuen Thronflotte. Die Blues nehmen natürlich nicht teil (es gibt praktisch keinen Kontakt zur Eastside), die Haluter und die Akonen sind ebenfalls nicht erschienen – Erstere aufgrund ihrer bekannten Zurückhaltung, Letztere vermutlich deshalb, weil das Energiekommando die Macht im Blauen System an sich gerissen hat.

Perry Rhodan hält die Eröffnungsrede. Er will den galaktischen Völkern eine gemeinsame Vision geben und gleichzeitig eine Möglichkeit, die seit dem Hyperschock viel zu lang gewordenen Wege zwischen den einzelnen Sonnensystemen drastisch abzukürzen. Zu diesem Zweck soll ein Transmitternetz aufgebaut werden, das eines Tages alle bewohnten Welten miteinander verbinden soll. Dieses unter den Bedingungen der erhöhten Hyperimpedanz eigentlich an Wahnsinn grenzende Vorhaben wäre durchaus zu verwirklichen – aber nur mit Techniken, über die zurzeit nur die Terraner verfügen. Denn nur die auf Ferrol gefundenen alten Käfigtransmitter funktionieren auch nach dem Hyperschock noch völlig fehlerfrei und ihr enormer Energiebedarf kann nur durch die von Malcolm S. Daellian neu entwickelten Methoden der Sonnenzapfung auf vernünftige Weise gedeckt werden. Rhodan ist bereit, diese Technologie allen galaktischen Völkern zur Verfügung zu stellen, aber nur unter zwei Bedingungen: Alle beteiligten Parteien sollen Friedensverträge miteinander abschließen, außerdem soll die Verteilung der ehemals in Hyperkokons versteckt gewesenen Sternhaufen, die von ihren bisherigen Bewohnern verlassen worden sind, einvernehmlich geregelt werden.

Rhodans Vorschlag stößt auf Interesse, aber auch auf Ablehnung. Die Springer sind zum Beispiel alles andere als begeistert, denn sie sehen ihre seit dem Hyperschock enorm angewachsene wirtschaftliche Macht bedroht. Bostich allerdings ist hellhörig geworden, denn eine Transmitterverbindung würde es ihm ermöglichen, die Kontrolle über sein zerfallendes Imperium zurückzugewinnen. Hunderte Systeme haben sich bereits vom Imperium losgesagt und souveräne Machtblöcke gebildet – und die arkonidische Flotte kann wegen der erhöhten Hyperimpedanz nicht überall rechtzeitig zur Stelle sein, um derartige Rebellionen zu ersticken. Die Konferenz wird für die Nacht unterbrochen. Da erscheint die Projektion Fawn Suzukes zum zweiten Mal. Diesmal ist Mondra Diamond bei Rhodan, und sie zeichnet alles auf. Der Nukleus verkündet, der Krieg um die Negasphäre von Hangay habe bereits begonnen. Die Kosmokraten seien durch massive Attacken der Chaosmächte anderweitig gebunden, Hilfe für die Milchstraße sei dennoch unterwegs. Bis diese eintreffe, müsse das Solsystem um jeden Preis gehalten werden, denn es werde noch »gebraucht«. Die Terminale Kolonne TRAITOR, eine riesige Flotte, die am ehesten mit der Endlosen Armada verglichen werden könne, habe sich bereits in Marsch gesetzt, um die Negasphäre für die Chaotarchen zu erobern. Ein Vorposten TRAITORS befinde sich bereits ganz in der Nähe des Solsystems. Bevor Fawn Suzuke endgültig verschwindet, verrät der Nukleus noch, er habe die Menschheit im Auftrag von ES gewarnt. Er selbst sei in großen Schwierigkeiten und könne den Terranern nicht helfen, auch ES könne im Umkreis von Hangay nicht eingreifen.

Am Folgetag geht die Konferenz weiter. Rhodan ahnt nicht, dass der Feind schon in unmittelbarer Nähe ist. Vom Kolonnen-Fort TRAICOON 0098 aus, das an der Schwelle des Solsystems stationiert wurde und im Schutz eines Dunkelfelds für alle Ortungsgeräte der Terraner unsichtbar ist, wurden die Assassinen des Chaos nach Terra entsandt. Ein Trupp dieser Assassinen ist mit nicht ortbaren Dunkelkapseln bei der Solaren Residenz gelandet und unsichtbar in diese eingedrungen. Der Trupp legt mit einem sogenannten »Suprapuls-Imponder« alle aktiven Geräte innerhalb der Residenz lahm, schaltet alle Sicherheitskräfte aus und greift die unbewaffneten Konferenzteilnehmer an. Das erste Opfer ist Maurenzi Curtiz, der Erste Terraner. Bostich und Roi Danton werden schwer verletzt, hunderte von Abgeordneten werden getötet. Erst als es Gucky gelingt, Waffen und Schutzanzüge zu verteilen, kann dem Angriff der unsichtbaren Fremden entgegengetreten werden. Rhodan bringt Bostich in Sicherheit. Gemeinsam locken sie einen der Fremden in eine Falle. Überraschenderweise gleicht das Wesen einem Haluter, aber es ist nur circa 20 Zentimeter groß. Ansonsten hat es alle Eigenschaften, die man von den Halutern (oder von deren Vorfahren, den Bestien) kennt. Es ist ein furchterregend aggressiver Kämpfer und kann seinen Körper bis zur Festigkeit von Stahl verhärten.

Inzwischen haben die Sicherheitskräfte außerhalb der Solaren Residenz reagiert, zu allem Überfluss nähern sich auch die Riesenschiffe der arkonidischen Thronflotte. Die überlebenden Mikro-Bestien müssen fliehen. Sie haben trotz aller Informationen über die Terraner, die sie seit geraumer Zeit durch Spione erhalten haben, nicht mit so heftigem Widerstand und vor allem nicht mit dem Einsatz paranormal begabter Wesen gerechnet. Ihr Anführer, Zon Facter, der in Rhodans und Bostichs Falle gelaufen ist, aber schwer verletzt entkommen konnte, schleppt sich zur letzten Dunkelkapsel. Er bemerkt nicht, dass er von drei Siganesen verfolgt wird. Das Volk dieser kleinwüchsigen Menschen hat sich wieder auf Siga angesiedelt und eine Delegation zur Aufbaukonferenz entsandt. Jetzt schmuggeln Regierungschef Demetrius Luke (ein Ex-USO-Spezialist), Minister Ashlon Fogel und Assistentin Dani Queenz sich in Zon Facters Dunkelkapsel, die prompt abhebt, um zum Kolonnen-Fort zurückzukehren.

Perry Rhodan ruft den Fall Mandelbrot aus – den Angriff der Chaosmächte. Die Pläne für den Aufbau eines galaxisumspannenden Transmitternetzes müssen zunächst einmal auf Eis gelegt werden. Obwohl zwei Drittel der gut 2400 Konferenzteilnehmer getötet worden sind, haben die Mikro-Bestien ihr Ziel, einen »Enthauptungsschlag« gegen die galaktischen Völker zu führen, nicht erreicht. Bostich ist schon wieder auf dem Damm, Roi Danton hat zwar den linken Fuß verloren, wird aber bald wiederhergestellt sein. In einer letzten Versammlung führt Rhodan den Abgeordneten Mondras Aufzeichnungen vor. Jetzt wissen alle, mit welchem Gegner sie es zu tun haben. Rhodan lässt alle verfügbaren Schiffe nach der Basis der Terminalen Kolonne suchen und wünscht sich, die neue TERRANOVA-Flotte wäre schon einsatzbereit, denn eines steht fest: Es wird Krieg geben!

Innenillustration