Retroversion

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Prozess der Rückverwandlung einer Negasphäre. Für den Heftroman, siehe: Retroversion (Roman).

Durch eine Retroversion kann eine im Entstehen begriffene Negasphäre zurückgebildet werden. Dieser Vorgang ist aus den »Urzeiten des Universums« überliefert.

Allgemeine Informationen

Um eine Retroversion durchzuführen muss in der in Entstehung befindlichen Negasphäre die Möglichkeit geschaffen werden, dass Kosmische Messenger in die betroffene Galaxie vordringen und die normale Physik, sowie das Psionische Netz wiederherstellen können. Dies muss jedoch vor der sogenannten Spontanen Gesamtvernetzung erfolgen. Nach dieser ist eine Retroversion nicht mehr möglich.

Ablauf der Retroversion in Tare-Scharm

Allgemeines

Die Negasphäre, die vor 20 Millionen Jahre v. Chr. in einer Galaxie namens Tare-Scharm im Entstehen begriffen war, wurde von der Superintelligenz ARCHETIM zusammen mit weiteren Superintelligenzen durch eine Retroversion erfolgreich zurückgebildet. Durch diesen Prozess erlitt ARCHETIM eine Schwächung, die schließlich zum »Tod« der Superintelligenz führte. Ein wesentliches Instrument für die Einleitung der Retroversion waren die GESETZ-Geber, die die PFORTE nach Tare-Scharm offen hielten.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung der Retroversion hatte die Superintelligenz ELEDAIN bereits vor der Entstehung des Grenzwalls um Tare-Scharm den Hyperkokon INTAZO geschaffen, der ein kleines Stück in den Bereich der Proto-Negasphäre hineinreichte, und somit die Schließung des Grenzwalls in diesem Bereich verhinderte. Kurz vor seinem Tod hatte ELEDAIN noch aus 8000 vorsorglich bereitgelegten Matrizen die Lanterns geschaffen, welche im Inneren des INTAZO als Gewissenswächter fungierten, während die ebenfalls aus ELEDAINS Substanz geschaffenen Sekundim die Kleingalaxie Tare-Minor von Traitanks freihielten, und somit den Zugang des INTAZO bewachten.

Nach ELEDAINS Tod nahm ARCHETIM das INTAZO in Besitz, um dort riesige Flotten für den Kampf gegen TRAITOR zusammenzuziehen, sowie den Treck des GESETZES zu versammeln. Vier GESETZ-Geber öffneten einen direkten Zugang vom INTAZO zur Negasphäre von Tare-Scharm, den so genannten KORRIDOR DER ORDNUNG.

Durchführung der Retroversion

Im Jahre 20.059.813 v. Chr. drangen immer wieder Flotten vom INTAZO in die Proto-Negasphäre vor, um Proto-Chaotische Zellen, sowie deren nächste Entwicklungsstufe, die Chaotischen Zellen zu zerstören, bevor diese sich zu Chaotischen Geflechten verbanden. Damit sollte ein Fortschreiten der Negasphären-Umwandlung Tare-Scharms zumindest verzögert werden. Im Falle von bereits entstandenen Chaotischen Geflechten wurde deren Auflösung durch den Einsatz von GESETZ-Gebern versucht. Die GESETZ-Geber wurden dabei stets durch größere Flottenkontingente beschützt. Da die Terminale Kolonne naturgemäß die Zerstörung der (proto-)chaotischen Zellen verhindern wollte, kam es immer wieder zu verlustreichen Raumschlachten.

Im Februar 20.059.812 v. Chr. erschien die Negane Stadt, was auch das baldige Kommen des Chaotarchen Xrayn ankündigte. Laut ARCHETIM war dadurch der Zeitpunkt gekommen, die Finale Schlacht zu beginnen. Die Zeit drängte, weil bereits fast die Hälfte Tare-Scharms von Chaotischen Zellen oder Geflechten durchsetzt war. Die Retroversion musste eingeleitet werden, bevor es zur Spontanen Gesamtvernetzung all dieser Gebilde kam. Alle Flotten ARCHETIMS und der letzten freien Völker Tare-Scharms versammelten sich im KORRIDOR DER ORDNUNG. Auch ein Aktionskörper ARCHETIMS erschien dort. Die Superintelligenz wollte einen direkten Angriff gegen GLOIN TRAITOR durchführen, das am hyperphysikalische Zentrum der entstehenden Negasphäre, dem Black Hole Margin-Chrilox, stationiert war und die Genese der Negasphäre schaltete. Die Flotten erhielten den Befehl zum Angriff und konnten schließlich GLOIN TRAITOR zerstören. Damit entfiel die Manipulation des Psionischen Netzes durch TRAITOR. Direkt nach dem Auseinanderbrechen GLOIN TRAITORS entlud ARCHETIM mit Hilfe von CHEOS-TAI einen Großteil seiner psionischen Energie kontrolliert in das Psionische Netz, wodurch Teile des Psionischen Netzes von Tare-Scharm zum Normalzustand zurückkehrten. In einem weiteren Schritt wurden die von ARCHETIM rekonstruierten Teile des Psionischen Netzes an das unveränderte Psionische Netz außerhalb Tare-Scharms "angeschlossen". Dadurch verband sich das Psionische Netz der bislang abgeschotteten Galaxie wieder mit dem übrigen Netz des Universum. Die zehn Kosmischen Messenger, die aufgrund des veränderten Psionischen Netzes Tare-Scharms keinen Einflug nach Tare-Scharm bekamen und sich vor dem Grenzwall seit dessen Bildung angesammelt hatten, konnten nun nach Tare-Scharm vorstoßen und die Negasphäre auflösen. Die Retroversion wurde damit vollzogen.

ARCHETIM musste während der Retroversion vorzeitig abbrechen, um gegen einen Teil des Elements der Finsternis zu kämpfen. In einem panikartigen Schlag vernichtete er ihn, allerdings zerstörte er durch die unachtsame Entladung einen Teil seiner mentalen Strukturen und verwundete sich so selbst tödlich. In Tare-Scharm entstand ein hyperphysikalisches Chaos, Hyperstürme tobten fast überall.

Jahrmillionen später, nachdem die Verhältnisse sich normalisiert hatten, wurde Tare-Scharm zu einer Bastion der Ordnungsmächte.

Ablauf der Retroversion in Hangay

14. Jahrhundert NGZ

Die Terraner erfuhren von der Retroversion in Tare-Scharm im Jahre 1333 NGZ durch die Expedition der INTRALUX. Weitere Erkenntnisse über die Retroversion konnten bis 1345 NGZ nicht gewonnen werden. Auch der Nukleus, der die Pangalaktischen Statistiker dazu befragte, konnte nichts Nützliches in Erfahrung bringen. Er verkündete jedoch im Januar 1346 NGZ, im Solsystem werde ein wichtiger Beitrag zur Retroversion der in Hangay entstehenden Negasphäre geleistet.

Perry Rhodan beabsichtigte, den Prozess der Retroversion im Rahmen der Operation Tempus persönlich zu beobachten, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die Retroversion der Negasphäre von Hangay in der Gegenwart einzusetzen. Er reiste deshalb mit der JULES VERNE in das Jahr 20.059.813 v. Chr. In der Zielzeit kämpften ARCHETIM und die anderen Superintelligenzen bereits seit circa 1500 Jahren in Tare-Scharm.

Vorbereitung

Um das Jahr 1346 NGZ waren in der Milchstraße praktisch keine Informationen über eine Retroversion verfügbar, selbst dem Nukleus und den Pangalaktischen Statistikern standen keine diesbezüglichen Informationen zur Verfügung. Die SOL war bereits im Jahre 1329 NGZ nach Hangay aufgebrochen, um dort Daten zu sammeln, und Kontakte zu potenziellen Verbündeten zu knüpfen.

Im Jahre 1345 NGZ startete das KombiTrans-Geschwader mit dem Ziel, Hangay zu erreichen. Letztlich stellte sich heraus, dass es das eigentliche Ziel dieser Operation war, die Parapositronik ESCHER zur SOL zu bringen, so dass ESCHER an Bord des Hantelschiffes einen Weg suchen und finden konnte, den Grenzwall Hangay zu deaktivieren oder zumindest zu perforieren. Atlan verhinderte jedoch die Übersiedelung ESCHERS auf die SOL.

Um herauszufinden, wie eine Retroversion funktionierte, reiste die JULES VERNE im Zuge der Operation Tempus im Jahre 1346 NGZ etwa zwanzig Millionen Jahre in die Vergangenheit, um die Retroversion von Tare-Scharm zu beobachten.

Durchführung der Retroversion

Im Dezember 1346 NGZ war noch nicht bekannt, wie die Retroversion durchgeführt werden sollte. Außerdem standen - im Gegensatz zur Retroversion von Tare-Scharm - bislang weder eine riesige Flotte, noch GESETZ-Geber zur Verfügung. Perry Rhodans Gespräch mit dem Weltweisen (PR 2447) ließ vermuten, dass ESCHERS Vorhaben, den Grenzwall zu perforieren, bereits zur Auflösung der Negasphäre führen könnte - wenn es einem Messenger gelang, in Hangay einzudringen.

Im April 1347 NGZ übergab der Weltweise der Galaktiker-Expedition in Hangay Informationen, wie eine Retroversion durchzuführen wäre: Zuerst müsste man verhindern, dass die Chaosmächte weiterhin lokal das Psionische Netz beeinflussten. Zu diesem Zweck müsste beispielsweise GLOIN TRAITOR zerstört werden. Anschließend müssten Teile des abgekoppelten Psionischen Netzes wieder in den Urzustand versetzt und anschließend mit dem restlichen Psionischen Netz verbunden werden. Dies würde zu Lücken im Grenzwall führen, durch welche letztlich ein Messenger eindringen könnte.

ESCHER erklärte sich bereit und willens, sich vom Weltweisen hinter den Kernwall schmuggeln zu lassen, um es dort sowohl mit GLOIN TRAITOR aufzunehmen, als auch das Psionische Netz zu reparieren. Infolge seiner Manipulationen konnten im Oktober drei Kosmische Messenger den äußeren Grenzwall durchdringen. Zwei Messenger verankerten sich ober- und unterhalb der galaktischen Hauptebene und begannen mit der Instandsetzung des Psionischen Netzes. Curcaryen Varantir ging deshalb davon aus, dass die Retroversion bereits begonnen hatte. Allerdings blieb der Kernwall stabil, so dass der dritte Messenger nicht in die Zentrumsregion vordringen konnte. Dies gelang ihm erst am 9. November, als der Kernwall infolge des Eingreifens des WELTWEISEN kollabierte. Der dritte Messenger verankerte sich in der Zentrumsregion und nahm seine Tätigkeit auf. Allerdings blieb GLOIN TRAITOR trotz mehrerer Angriffe der Galaktiker aktiv und war permanent damit beschäftigt, die Arbeit der Messenger zunichte zu machen. (PR 2463, PR 2486, PR 2491)

Nach der Vernichtung GLOIN TRAITORS am 16. November konnten die drei Messenger ihre Aufgabe nach dem Vorbild Tare-Scharms erfüllen, wobei sie vom Nukleus unterstützt wurden, der seine gesamte Energie verströmte, um die »Veranlagung« Hangays zur Bildung einer Negasphäre rückgängig zu machen. Damit war die Retroversion der Proto-Negasphäre vollzogen. Alle Einheiten TRAITORS, auch in der Milchstraße (vermutlich ebenso in allen anderen Galaxien der Lokalen Gruppe) erhielten den Rückzugsbefehl. (PR 2494, PR2496)

Quellen

PR 2279, PR 2344, PR 2379, PR 2400, PR 2404, PR 2422, PR 2423, PR 2424, PR 2432, PR 2435, PR 2444, PR 2445, PR 2448, PR 2449, PR 2450, PR 2463, PR 2486, PR 2491, PR 2494, PR2496