Herreach

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit dem Riesen Schimbaa. Für weitere Bedeutungen, siehe: Schimbaa.

Die Herreach sind ein humanoides Volk, das sich auf Trokan entwickelt hat. Sie besitzen Psi-Fähigkeiten und sind gegen suggestive Beeinflussung immun.

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Heft: PR 1801
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Die Herreach sind etwa 1,70 m groß und hager. Ihre Haut ist leicht durchsichtig und wirkt schleimig, auch wenn sie es nicht ist. Die Schlitzaugen der Herreach sind gelb, und ihre Nase ist ein kleiner Rüssel von circa sieben Zentimetern Länge und zwei Zentimetern Dicke. Bei ihren Schädeln wirkt die Gehirnpartie aufgedunsen, und ihre Stirnen sind vorspringend. Anstelle von Zähnen besitzen die Herreach durchgehende Kauleisten.

Ihre Körper sind hager, aber sehnig-kräftig. An ihren Händen besitzen sie je zwei Finger und zwei Daumen. Ihre Kniegelenke können nach vorne und hinten gebeugt werden. Ihre Augen sind nur Dämmerlicht gewöhnt. Deshalb ist es bald Sitte geworden, eine Sonnenbrille zu tragen.

Paragaben

Beim Kampf gegen Goedda zeigte sich, dass die Herreach weitreichende parapschische Kräfte haben. So sind sie immun gegen suggestive Beeinflussung. Sie können in Gebetstrancen Hyperraumblasen finden und gewaltsam öffnen. Außerdem können sie unter bestimmten Bedingungen Hyperstrahlungs-Leuchtfeuer erzeugen (die Kaskadierenden Feuer von Dengejaa Uveso).

Wenn sich mindestens zwölf Herreach unter Körperkontakt zusammen in Gebetstrance versetzen, treten ihre Psi-Kräfte zu Tage. Dann lassen sie leuchtende Irrwische entstehen, oder frei gestaltete Kreaturen, oder einige traditionelle Kreaturen, deren Aussehen durch Überlieferungen festgelegt ist. Manchmal lassen sie diese Monster gegen einen Feind kämpfen und manchmal wandern diese einfach während des Gebets ziellos umher. Einige Herreach haben beispielsweise mit einer derartigen Kreatur ein Reporterteam von Trokan vertrieben. Nur ganz selten besitzen einzelne Herreach die Fähigkeit, alleine eine Vision herbeizurufen – nicht einmal einer pro Generation.

Charakterisierung

Die gesamte evolutionäre Entwicklung der Herreach fand unter dem Zeitrafferfeld statt. Durch die beschleunigte Planetendrehung waren Tag und Nacht zu einer immerwährenden Dämmerung verschmolzen. Außerdem gab es auf Trokan keine fliegenden Tiere, so dass es auch keine Denkanstöße zum Fliegen gab, obwohl Versuche mit Heißluftballons unternommen worden waren. Dieses eintönige Umfeld formte dann auch die Mentalität der Herreach und ließ sie asketisch und einsiedlerisch werden. Durch das Fehlen von Tag und Nacht gab es auch keine längere Zeitrechnung. Das gesamte Volk der Herreach befand sich bis zum Zusammenbrechen des Zeitrafferfeldes in einer permanenten »Traumzeit«.

In Fatalismus standen sie auch dem Tod gegenüber: Der Staub der Welt hatte sie geboren, zu Staub würden sie wieder werden. Dieser Kreislauf war seit Äonen so festgelegt, und niemand machte sich deswegen Gedanken. Daher war Trauer unbekannt.

Bekannte Herreach

Gesellschaft

Die Kultur der Herreach ist vom Glauben an den Gott Kummerog und von der Eintönigkeit Trokans geprägt.

Mit viel gutem Willen kann man die Herrschaftsform der Herreach als Theokratie bezeichnen, da die Hohepriesterin auch gleichzeitig die höchste weltliche Herrscherin ist. Jedoch ist niemand verpflichtet, sich ihr zu beugen. Trotzdem wird sie wegen ihrer Erfahrung hoch geachtet.

  • Cleros:
Vor dem Zusammenbruch des Zeitrafferfeldes gab es als einzige politische Gruppe nur den Cleros. Er war außerdem die größte religiöse Institution. Das Oberhaupt des Cleros, und damit zwangsläufig der ranghöchste Repräsentant des Volkes der Herreach, ist die Oberste Künderin des Kummerog. Sie trägt eine gelbe Kutte mit einem großen, blauen Oval auf dem Rücken. In den Jahren 1288 NGZ bis 1312 NGZ hatte Presto Go dieses Amt inne. Ihr zur Seite stehen die Mahner. Diese dienen zur gewaltsamen Durchsetzung der Doktrin des Cleros von einer institutionalisierten Religion. Ihre Hauptaufgabe ist aber die Leitung der Gebete und die Ausbildung. Sie tragen violette Kutten. Die große Masse machen schließlich die Clerea aus. Sie sind einfache Herreach, die sich entschlossen haben, für den Rest ihres Lebens am Tempel für die Befreiung Kummerogs zu beten. Sie tragen weiße Kutten.
  • Herrachische Freiatmer:
Wenige Relativ-Jahrhunderte vor dem Zusammenbruch des Zeitrafferfeldes bildete sich eine neue religiöse Gemeinschaft heraus. Es hatte schon immer Herreach gegeben, die Kummerog befreien, sich aber nicht den strengen Regeln des Cleros beugen wollten. Sie formten die Herrachischen Freiatmer. Dadurch bildete sich eine Spielart der Kummerog-Religion aus, die stark von Mystizismus und Aberglauben geprägt war. Es zeigte aber auch, dass der Cleros viele Querdenker und Ausnahmetalente von sich gewiesen hatte.
Die Mitglieder der Herrachischen Freiatmer besaßen schon immer besonders große Psi-Kräfte. Ihr prominentestes Mitglied, Gen Triokod, war in der Lage, in einer Gebetstrance alleine die dreiachsige Gretra zu erschaffen. Seine Mutter konnte allein den vielgestaltigen Brodik rufen. Die Freiatmer sind in der Lage, mit wenigen Jüngern besonders starke Kreaturen zu erschaffen. Allerdings haben sie diese Kreaturen dann nicht so genau unter Kontrolle.
Die Freiatmer sind anarchisch und homogen organisiert. Es gibt bei ihnen keine Anführer im eigentlichen Sinn.
  • Neue Realisten:
Diese Gruppe hat sich in den Monaten nach dem Zusammenbruch des Zeitrafferfeldes gebildet, als die Terraner versuchten, die Stürme und Erdbeben einzudämmen. Die Neuen Realisten glauben, dass ihr Volk nur überleben kann, wenn es den Terranern vertraut und soviel wie möglich von ihnen lernt. In diesem Sinn haben die Realisten gelernt, wie man einen Shift fliegt, Baumaschinen bedient, Roboter befehligt, Funkgeräte handhabt usw.
Von allen drei Gruppen sind die Neuen Realisten am strengsten hierarchisch organisiert. Ihre Anführer sind Vej Ikorad und Tandar Sel.

Religion

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Der Riese Schimbaa
Heft: PR 1803
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Der augengekrönte Goll
Heft: PR 1833
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Das Ziel der Herreach-Zivilisation war es, ihren Gott Kummerog aus dem Tempel zu befreien. Dies ist nur möglich, wenn sie genug beten. Es ist deshalb Tradition geworden, dass sich täglich hunderte Jünger in ihren Roben auf dem Bet-Feld neben dem Tempel versammeln, um zu beten. Bei diesen Gebeten handelt es sich um eine geführte Meditation.

Bekannte Kreaturen

  • der Zwerg Palomin – etwa 1,50 m groß, humanoid, lange Arme und kurze Beine
  • der augengekrönte Goll – besteht nur aus Augen (?)
  • der dorngiftige Seelebrae – hüpft auf einem federnden Stachel (?)
  • die allumwachsende Mura
  • der weise Ekrir – sieht aus wie ein vier Meter großer Herreach in einer braunen Kutte; dient als Führer durch fremde Dimensionen und Realitäten
  • der vielgestaltige Brodik – seine Form wechselt permanent, er hat aber immer eine schwarz glänzende Haut und zwei mächtige Säulenbeine
  • die dreiachsige Gretra – drei Wesen, die eigentlich eines sind; sieht aus wie drei krallenbewehrte Beinpaare, die normalerweise an den Hüften verbunden sind
  • der Riese Schimbaa – sieht aus Traditionsgründen immer aus wie ein zwölf Meter großer, nackter Herreach (PR 1803)
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Auf Trokan - Gloom Bechner in den
Nebelschwaden (und der Zwerg Palomin)
Heft: PR 1802 – Innenillustration 2
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Eine genauere Beschreibung der Monster ist nicht möglich, da ihr Aussehen in Abhängigkeit von den betenden Herreach geringfügig variiert.

Zum Erschaffen des Riesen Schimbaa braucht es mindestens 5000 Herreach. Jedoch gelang es den Herrachischen Freiatmern mit nur 2000 Jüngern, Schimbaa zu rufen und ihn den Tempel öffnen zu lassen. Da sie ihn nicht so gut unter Kontrolle hatten, wurde der Tempel aber von ihm verwüstet. Schimbaa galt lange Zeit als die stärkste Kreatur. Als die Herreach beschlossen, Trokan zu verlassen, zeigte sich jedoch, dass mit mindestens hunderttausend Herreach eine noch stärkere Kreatur erschaffen werden kann: ein Herreach-Riese von 20 m Größe, halb schwarz, halb weiß.

Falls eine Gebetstrance außer Kontrolle gerät und die Herreach die negativen Emotionen ihres Unterbewusstseins nicht unter Kontrolle haben, können Kreaturen entstehen, die kaum zu beherrschen sind und alles Umstehende angreifen. Da wären:

  • die schwirrenden Enacho, deren Berührung verbrennt
  • der angstgeborene Axamit, dessen Anblick wahnsinnig macht
  • die schreckschreiende Gumbudha, deren Schrei tötet
  • der Tote Gott, geboren aus Hass; sieht aus wie ein grauer Humanoide mit rundem, reißzahnbewertem Mund und herreachischen Gliedern (PR 2818)

Geschichte

Vivo ex machina

Im Jahre 1222 NGZ gelang es Kummerog, das Arsenal der Baolin-Nda zu betreten. Er war dabei, einige Gerätschaften zu stehlen, als er unbeabsichtigt einen Atombrand auslöste. Die zerstörerische Wirkung fraß sich an den Wänden entlang und schnitt ihn von seinem Raumschiff ab. Als letzten Fluchtweg betrat er mit dem Passantum die Brücke in die Unendlichkeit.

Das andere Ende war auf den Pilzdom auf Trokan geschaltet, der sich jedoch noch unter der Erde befand. Als dies klar wurde, verkündete das Passantum, es betrachte ihn als Träger für ungeeignet, und bat ihn darum, es abzulegen. Kummerog erwiderte, es sei von nun an sein Eigentum, worauf das Passantum glühend heiß wurde und seine Hand abtrennte.

Kummerog saß nun auf der Brücke in die Unendlichkeit fest, doch er besaß noch die Artefakte aus dem Arsenal. Eines davon war eine Zeitmaschine von variabler Größe. Kummerog fasste nun einen Plan: Die Zeitmaschine und seine abgetrennte Hand würde er auf den Planeten befördern. Dann sollte die Zeitmaschine den Zeitverlauf des Planeten beschleunigen, so dass sich aus den Zellen Leben entwickeln würde. Dieses Leben sollte Kummerog als seinen Gott betrachten. Wenn die Zeitmaschine den Ausbruch von Hyperenergie feststellen würde, sollte es das Zeitrafferfeld zusammenbrechen lassen, da dann die Befreiung Kummerogs technisch durchführbar wäre.

Kummerog legte seine Hand also in die Zeitmaschine, programmierte sie entsprechend den Vorgaben seines gefassten Plans und warf diese durch das Nebelfeld nach Trokan. Er selbst blieb in dieser Übergangszone in der Zeit eingefroren. Die Zeitmaschine landete auf Trokan und vergrößerte sich auf einen ellipsoiden Kegelstumpf von 1189 m Höhe. Dann wurde das Zeitrafferfeld aufgebaut.

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Auf Trokan - Herreach und Gnostes
Heft: PR 1801 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Entwicklung der Herreach

Die Herreach entwickelten sich aus landlebenden Pflanzenfressern, den Kherrah, die sich wiederum evolutionär aus den Zellen von Kummerogs Hand entwickelt hatten. Die Errach hatten viele Raubtiere wie die Gnostes zu fürchten, bis sie den Tempel fanden. Hierher trauten sich ihre Feinde nicht, und sie konnten sich ungestört vermehren und entwickeln. So entstanden aus den Errach die Herreach. Durch das Zeitrafferfeld herrschte auf Trokan immer nur Dämmerlicht, weswegen die Herreach sich daran anpassten.

Im Jahre 1288 NGZ explodierte das Ayindi-Archiv auf Trokan aus unerfindlichen Gründen. Diese Hyperexplosion interpretierte der Bohrkopf als Signal, das Zeitrafferfeld abzuschalten.

Die Herreach hatten inzwischen um den »Tempel« die Stadt Moond errichtet. Ihr technologisches Niveau lag bei Dampfmaschinen, Wechselstromgeneratoren und Glühbirnen.

Anpassungsprobleme

Das Volk der Herreach hatte einen schweren Schock zu verkraften: Es gab noch viel mehr als nur die »Welt«. Der Himmel verlor sein beruhigendes Grau und spaltete sich in eine blendend-helle und eine tiefschwarze Seite, die umeinander rotierten. Viele Herreach erblindeten in den ersten Minuten der neuen Zeit, als sie in diesen Momenten zum Himmel sahen.

Der Planet Trokan war nun vielen Unbilden ausgesetzt. Die zusätzliche Sonnenstrahlung führte erstmals zum Entstehen von Hoch- und Tiefdruckgebieten. Gewaltige Unwetter und Wirbelstürme entstanden. Außerdem wirkte nun die Gravitation der anderen Planeten auf Trokan und regte die Vulkan- und Erdbebentätigkeit an.

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Auf Trokan - Terraner und Herreach
Heft: PR 1803 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Fremde Wesen, die sich Menschen oder Terraner nannten, kamen vom Himmel geflogen! Die Evolution hatte auf Trokan keine fliegenden Lebewesen hervorgebracht. Sie erzählten von vielen anderen Orten, die so wie »Welt« seien, und ihre Heimat liege praktisch gleich nebenan.

Die Herreach waren in ihrem Glauben schwer getroffen. Außerdem waren sie durch die veränderte Umwelt großem psychischem und körperlichem Stress ausgesetzt. Für mehrere Monate setzten die Monatszyklen der weiblichen Herreach einfach aus. Neue Erkrankungen traten auf: Sonnenbrand und Erblindung durch erhöhte UV-Strahlung.

Zwar gelang es den Herreach kurz darauf, mit Shimbaa den Schutzschirm um den Tempel zu durchbrechen, doch als ein Wesen namens Perry Rhodan den Tempel betrat, stürzte das Gebäude zusammen und gab den Pilzdom frei. Ein kleines Wesen namens Kummerog fiel schwer verletzt aus dem Pilzdom und wurde von den Terranern zur medizinischen Betreuung weggebracht. Die Herreach scherten sich nicht um ihn: Dieses hässliche, kleine Wesen konnte einfach nicht ihr Gott sein!

Eine Abordnung des Forums Raglund versuchte vergeblich, die Herreach zu einem Beitritt in ihr Völkerbündnis zu überreden. Dies wäre ein schwerer Schlag für die LFT gewesen. Zum Glück erfuhr die LFT jedoch rechtzeitig von einem Giftanschlag des Forums (Operation Dänen) und konnte die Diplomaten ausweisen.

Die Goedda-Krise

Das Leben normalisierte sich nur sehr langsam für die Herreach. Durch die Wirbelstürme wurden ganze Ernten ruiniert, und die Terraner brachten neues Getreide. Außerdem errichteten sie um den Pilzdom mehrere Gebäude und führten Artikel ein, wie z. B. Sonnenbrillen für die geplagten Augen der Herreach.

Die Herreach gewöhnten sich an die neuen Umstände und begannen, ihre Städte neu aufzubauen. Doch dann geschah etwas Merkwürdiges: Die Terraner begannen damit, auf alle möglichen Flächen zu kritzeln. Später zeichneten sie nur noch Kreise und vernachlässigten sogar ihre Arbeit. In dieser Zeit kamen sehr schlimme Alpträume über die Herreach. Manche starben vor Angst im Schlaf, andere prügelten sich schlafwandelnd.

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Heft: PR 2156
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Die Herreach versuchten, im gemeinsamen Gebet die Ängste zu überwinden, doch die Gebete gerieten außer Kontrolle und schreckliche Kreaturen töteten einige von ihnen. Doch es gelang ihnen auch zu erahnen, was der Grund für die Alpträume war. Etwas war angekommen, etwas das »neben« ihrer Welt existierte.

Für eine Expedition, bestehend aus Atlan, Dao-Lin-H'ay und Myles Kantor, öffneten sie mit Hilfe Shimbaas ein Tor in diesen Brutkosmos. Tagelang tat sich nichts, und schließlich kam ein schrecklicher mentaler Impuls über alle. Die Herreach fassten sich schnell, ihnen war nichts passiert. Doch die Terraner hörten auf mit dem Kreisezeichnen und benahmen sich wieder normal – abgesehen davon, dass sie ziemlich oft über den Tod philosophierten.

Wieder geschah nichts und die Herreach wurden ungeduldig. Immer noch hatten sie jede Nacht Alpträume! Sie kontaktierten schließlich die GILGAMESCH und baten um ein Schiff, das 5000 von ihnen zur Erde bringen würde. Dort, in der Nähe des Philosophen, wollten sie erneut ein Tor in den Brutkosmos öffnen und ihn mental ausspähen. Homer G. Adams, der auf der GILGAMESCH das Kommando hatte, schickte ein 3000-Meter-Posbi-Würfelschiff. Gleichzeitig erhielt NATHAN den Befehl, 10.000 Kampfroboter am Standort des Philosophen zusammenzuziehen.

Die Herreach hatten gar keine Zeit, über ihre Situation nachzudenken, so schnell hatte man sie auf Trokan eingeschifft, nach Terra geflogen und am Fuß des Kilimandscharo wieder ausgeschifft. Sie öffneten ein neues Tor, durch das die drei Zellaktivatorträger wieder auf die Erde kamen, Sekunden bevor der Brutkosmos Goeddas explodierte.

Goedda starb, doch die Philosophen überlebten. Sie transformierten sich in neue Kleine Mütter, und nur die Herreach waren in der Lage, ihre Hyperraumblasen zu knacken, damit die Galaktiker sie töten konnten. Den Herreach war schließlich auch die endgültige Vernichtung der wiedergeborenen Goedda zu verdanken, als sie mit ihren Kräften die Kaskadierenden Feuer von Dengejaa Uveso erzeugten.

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Trokan - Siorel Hani
Heft: PR 2156 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Eine neue Heimat

In den folgenden Jahren spielten die Herreach historisch keine wichtige Rolle. Während der SEELENQUELL-Krise zeigte sich jedoch erneut, dass sie unempfindlich gegen suggestive Übernahmeversuche sind.

Im Jahre 1312 NGZ, also während der Ereignisse um das Reich Tradom, kam es plötzlich vermehrt zu merkwürdigen Phänomenen: Die Herreach hatten furchtbare Alpträume von blauen Lichtfunken, die vom Pilzdom ausgingen, oder von schwarzen Flecken, die auf den Pilzdom zuflogen. Hinzu kam das Gefühl, all diese Phänomene würden die Herreach eines Tages ausrotten. Es kam zu zehntausenden Toten, als manche Herreach einfach nicht mehr aus dem Schlaf oder der Gebetstrance aufwachten.

Ein Herreach namens Viorel Zagi hatte eine Touristenbroschüre gefunden, in der der Planet Cauto erwähnt wurde. Cauto bot ideale Lebensbedingungen für die Herreach. Viorel wusste auch, dass sein Volk hier auf Trokan langfristig sterben würde. Also behauptete er einfach, er habe diese Welt in einer Vision gesehen. Die Oberste Künderin, Presto Go, ließ sich schließlich überzeugen und befahl der Mahnerin Caljono Yai, mit den Terranern Verhandlungen darüber aufzunehmen, ihr Volk nach Cauto zu evakuieren. Die Terraner waren bereit, einige Großfrachter bereitzustellen.

Kurz vor Beginn der Evakuierung kam es doch noch zu einer Massenpanik unter den Herreach. Jeder spürte, dass vom Pilzdom die Bedrohung ausging. Also kamen sie zu Zehntausenden in die Stadt Moond. Dort versammelten sie sich auf dem Bet-Feld und ließen tausende Kreaturen gegen den Pilzdom ankämpfen, jedoch ohne Erfolg. Irgendwann mussten die Herreach entkräftet aufgeben, und die Kreaturen lösten sich auf.

Wenige Tage später, während die letzten Herreach noch über Transmitter auf die Schiffe gebracht wurden, zeigte sich, dass es sich bei den schwarzen Löchern um Zeitbrunnen gehandelt hatte.

Nach der Umsiedlung nach Cauto verschwanden die Herreach weitgehend von der galaktischen Bühne. Sie lebten zurückgezogen und verließen ihren Planeten nur sehr selten. Vereinzelt wurden besonders begabte Individuen in den Dienst der LFT entsandt, um die Dankbarkeit der Herreach gegenüber den Terranern zu verdeutlichen. (PR 2818)

Quellen

PR 1801, PR 1802, PR 1803, ..., PR 2156, PR 2818