Im Camp der Gesetzlosen

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 236)
PR0236.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustrationen
Zyklus: Die Meister der Insel
Titel: Im Camp der Gesetzlosen
Untertitel: Um ihre Freiheit zu erlangen, entfesseln sie den Krieg der Kasten …
Autor: William Voltz
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (4 x) / 4. Auflage: Themistokles Kanellakis (2 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 11. März 1966
Hauptpersonen: Brodger Kapitanski, Icho Tolot, Perry Rhodan, John Marshall, Tronar und Rakal Woolver, Pohiik, Larkaat, Garko der Starke
Handlungszeitraum: August 2402
Handlungsort: Andro-Beta, Moby-Tolot
Risszeichnung: In der 5. Auflage Geheimsatellit Troja
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 25

Handlung

Nach der gelungenen Flucht aus dem Gefängnis der Weißrüssel erreichen Perry Rhodan und etwa 50 Männer das Camp der Haushaltsverbrecher, die sich selbst als »Klassenlose« bezeichnen. Das Lager beherbergt 150 Twonoser, die bis auf 20 Blaurüssel alle der A-Kaste angehören. Das anfängliche Misstrauen der Rüsselwesen kann von Perry Rhodan schnell abgebaut werden, und er erfährt, worin genau die Macht der Rotrüssel über die A- und B-Kaste begründet liegt. Die C-Kaste kontrolliert in Form von vier in der Rückenetage des Moby stehenden Atomkraftwerken die gesamte Energieversorgung der Twonoser. Bei einer offenen Rebellion der Weißrüssel würden die Rotrüssel sofort die Energieversorgung der gesamten Bauchetage einstellen.

Perry Rhodan wird klar, dass das Versteck der Haushaltsverbrecher auf Dauer kein sicherer Ort sein kann. Und tatsächlich entdecken kurze Zeit später von den Rotrüsseln ausgesandte Blaurüssel das Ausgestoßenenlager. Pohiik, der Anführer der Weißrüssel, befiehlt, mehrere Zugänge zum Camp zu sprengen, um Zeit für die Fluchtvorbereitungen zu gewinnen. Während die Haushaltsverbrecher das Lager räumen, materialisiert der Parasprinter Rakal Woolver in einer kleinen Energiestation des Camps. Dem Imarter ist es gelungen, sich durch Energieleiter bis in die Rückenetage des Mobys zur CREST II durchzuschmuggeln. Er hat beobachtet, wie die Rotrüssel begonnen haben, das Superschlachtschiff zu demontieren. Zum Glück für die Terraner wurden bislang zwar noch keine wichtigen Bauteile zerstört, aber die Männer ahnen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis dies geschehen wird. Um die einzige Fluchtmöglichkeit nicht zu verlieren, beabsichtigt Perry Rhodan, einen Interkastenzug zu überfallen, um so schnell wie möglich in die Rückenetage vordringen zu können. Er bittet Pohiik, ihn bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Doch der Anführer der Weißrüssel lehnt den Vorschlag ab, da es ihm angesichts der überlegenen militärischen Stärke der Blaurüssel unmöglich erscheint, unbeschadet durch die Mitteletage zu gelangen.

Pohiik schlägt Rhodan einen anderen Plan vor. Mithilfe der Woolver-Zwillinge will er in der Mittelebene eine Hauptempfangsstation für die von den Rotrüsseln gelieferte Energie überfallen und zerstören. Pohiik glaubt, dass die Blaurüssel die Rotrüssel für den Sabotageakt verantwortlichen machen werden. In dem Chaos der daraufhin vermutlich beginnenden militärischen Auseinandersetzung will der Anführer der Weißrüssel unbemerkt in die Rückenetage vordringen. Da ein Fußmarsch nicht in Frage kommt und auch keine Fluggeräte vorhanden sind, soll ein Versorgungszug überfallen werden, dessen ursprüngliche Aufgabe es ist, die verschiedenen Etagen des Mobys mit Bioparasiten zu versorgen.

Rakal Woolver gelingt es, über die vielen in der Rohrbahn verlegten Energieleitungen unbemerkt bis zum nächsten Bahnhof und damit in den Versorgungszug selbst zu gelangen. Seine Aufgabe ist es, den Zug an einer ganz bestimmten Stelle zum Stehen bringen. Da der Mutant, vom Zug aus gesehen, nicht erkennen kann, wo sich diese Haltestelle befindet, greift Perry Rhodan zu einem eigenwilligen Hilfsmittel. Weit vor dem voraussichtlichen Halteplatz des Versorgungszugs werden in verschiedenen Abständen zum einen Sergeant Brodger Kapitanski sowie zum anderen Icho Tolot und Tronar Woolver in der Rohrbahn postiert. Kapitanski soll Tolot und Tronar mit einer Fackel ein Zeichen geben, sobald er den Zug hört. Wenn dies geschehen ist, soll Tolot Tronar einen »leichten« Schlag auf die Schulter versetzen, der dem Mutanten gerade so viel Schmerzen zufügt, dass sein im Zug herannahender Bruder aufgrund der unter den Zwillingen vorherrschenden überdimensionalen gefühlsmäßigen Verbindung, den Schmerz ebenfalls wahrnimmt und das Bremsmanöver einleitet. Das Vorhaben gelingt, der Versorgungszug kommt an der geplanten Stelle zum Stehen. Die Wächter des Zuges, zehn Blaurüssel, werden nach einem kurzen Kampf von Icho Tolot und den Woolver-Zwillingen zur Aufgabe gezwungen. Nachdem der Zug in der gemeinsamen Gewalt von Terranern und Haushaltsverbrechern ist, macht sich Rakal Woolver erneut auf den Weg. Er fädelt sich in einen Energieleiter der Rohrbahn ein und erreicht in 1000 Meilen Entfernung eine Verteilerstation in der Mitteletage. Nachdem ihn seine nächsten Sprünge u. a. in einen Tempel und auf einen Raumschiffschrottplatz bringen, wo er sich gegen einen twonosischen Kranführer wehren muss, erreicht Rakal schließlich sein Ziel. Tronar Woolver, der zeitgleich mit seinem Bruder aufgebrochen war, hat die Energiestation ebenfalls erreicht. Die beiden Parasprinter machen sich sofort daran, die wichtigsten Speicherelemente und Hauptleitungen mit ihren Strahlwaffen zu zerstören. Als die Blaurüssel die Sabotageaktion bemerken, haben die Woolver-Zwillinge bereits einen Großteil der wichtigsten Schaltungen vernichtet und können unerkannt fliehen.

An Bord des Versorgungszugs kommt es währenddessen zu unerwarteten Schwierigkeiten. Das ungewöhnliche Verhalten, das Pohiik an den Tag legt, lässt Perry Rhodan vermuten, dass der Weißrüssel langsam den Verstand verliert. Der Anführer der Haushaltsverbrecher beginnt, einen der im Zug deponierten Bioparasiten mit einem geheimnisvollen Pulver zu bestäuben. Kaum ist dies geschehen, beginnt der Parasit, seine Form zu verändern, und wird nahezu flüssig. Pohiik steigt in die Masse und wird von dem amöbenartigen Lebewesen fast vollständig eingehüllt. Kurz darauf beginnt der verwandelte Twonoser, mit einer veränderten Stimme zu sprechen, und erklärt, dass er nicht mehr Pohiik sondern der Bioparasit ist. Die weiteren Informationen, die Perry Rhodan daraufhin vom dem Parasiten erhält, sind nahezu unglaublich. Mithilfe des von Pohiik benutzten Pulvers, Tongkt-Substanz genannt, sind die Bioparasiten in der Lage, ihre Form zu verändern und trotz geringer Größe die Intelligenz eines beliebigen Wirtes zu nutzen. Rhodan wird nun endgültig klar, dass Pohiik tatsächlich verrückt geworden war, da er sich freiwillig in diese Situation gebracht hatte. Der Bioparasit erklärt weiter, dass er anhand des Gedankeninhalts des echten Pohiik von den Problemen der Terraner Kenntnis hat. Er bietet seine Hilfe an, verlangt aber, dass Perry Rhodan alle im Zug gelagerten Bioparasiten so lange beschützt, bis diese einen Intelligenzgrad erreicht haben, der es ihnen ermöglicht, den Twonosern Widerstand zu leisten. Rhodan verspricht, über das Angebot nachzudenken.

In der Mitteletage spitzt sich die Lage inzwischen dramatisch zu. Das von Rakal Woolver und seinem Bruder verursachte Zerstörungswerk hat enorme Auswirkungen hinterlassen. So sind sämtliche Kunstsonnen ausgefallen, die für die Licht- und Wärmeversorgung verantwortlich sind. Wie von Pohiik vorausgesagt, beginnen die Blaurüssel mit der Mobilmachung ihrer Armee und starten ihren Feldzug gegen die C-Kaste. Während Rakal zunächst in der Mitteletage zurückbleibt und das weitere Vorhaben der Blaurüssel beobachtet, kehrt Tronar in den nahenden Versorgungszug zurück, um Perry Rhodan über die neue Situation zu informieren. Der Großadministrator ist gerade dabei, zu verhindern, dass die Haushaltsverbrecher erfahren, was mit Pohiik passiert ist. Er vermutet, dass die Weißrüssel sich nicht mehr an die Abmachung halten könnten, die Pohiik und er ausgehandelt hatten. In der Hoffnung auf Hilfe, schickt Rhodan Tronar Woolver zu John Marshall in die Bauchetage. Der Telepath informiert Garko den Starken über die Vorgänge in der Mitteletage. Doch der Anführer der Weißrüssel hält sich bedeckt und ist noch nicht bereit, gegen die B-Kaste loszuschlagen.

Zwischenzeitlich verliert der Versorgungszug an Geschwindigkeit und kommt, ohne dass die Terraner es verhindern können, zum Stehen. Da durch die Zerstörung der Verteilerstation sämtliche Kunstsonnen ausgefallen sind, herrscht undurchdringliche Finsternis in der Mitteletage. Perry Rhodan bittet Pohiik, die Kontrolle über die Energiestation des Zuges zu übernehmen. Unglücklicherweise befindet sich diese am anderen Ende des Zuges, und an ein unbemerktes Vorbeikommen an den Haushaltsverbrechern ist nicht zu denken. Um einer Entdeckung zu entgehen, verlässt Rhodan mit Pohiik den Zug, um in der Dunkelheit die Kontrollstation zu erreichen. Doch es kommt anders, als der Terraner denkt. Der von dem Bioparasiten übernommene Twonoser greift Rhodan an, und es kommt zu einem Zweikampf, der erst durch das Eingreifen des Ertrusers Melbar Kasom entschieden wird. Pohiik wird in das Kontrollabteil gebracht und startet den Zug.

Die Rotrüssel ändern inzwischen ihre Taktik. Um die B-Kaste wieder zu besänftigen, leiten sie einen Teil der für die Kunstsonnen in der Bauchetage vorgesehenen Energie in die Mitteletage um. Da die Weißrüssel nun direkt von der Auseinandersetzung zwischen B- und C-Kaste betroffen sind, entschließt sich Garko der Starke zum Handeln und befiehlt den Angriff. Die gefangenen Terraner werden freigelassen.

Der Versorgungszug erreicht endlich die Rückenetage und wird von Rotrüsseln gestoppt. Um kein Misstrauen zu wecken, färben die Haushaltsverbrecher ihre Rüssel rot. Larkaat, der Sohn von Garko dem Starken, schafft es, den Anführer der Rotrüssel zu täuschen, und erreicht die Weiterfahrt des Zuges. Die vorausgeeilten Woolver-Zwillinge besetzen unterdessen eine große Energiestation, die in der Nähe der Rohrbahn liegt. Rund um die Station sind bereits zahlreiche Kämpfe zwischen Blau- und Rotrüssel entbrannt. Einige Rotrüssel dringen in die Energiestation ein und entdecken die Mutanten. Rakal und Tronar drohen mit der Vernichtung der Anlage und klären die Rotrüssel auf, wer für die Sabotage der Energieempfangsstation in der Mitteletage verantwortlich ist.

Perry Rhodan und die Haushaltsverbrecher haben den Zug inzwischen erneut angehalten und machen sich auf den Weg zur von den Woolver-Zwillingen überfallenen Energiestation. Doch diesmal werden sie von Rotrüsseln entlarvt, und es kommt zum Kampf. Tronar Woolver kommt den Männern der CREST II zu Hilfe und zerstört wichtiges Kriegsgerät der C-Kaste-Soldaten. Nachdem die Twonoser jetzt wissen, wer für die Zerstörung der Verteilerstation in der Blauetage verantwortlich ist, entschließen sich B- und C-Kaste zu einem Waffenstillstand. Perry Rhodan gelingt es, die Anführer der Rot- und Blaurüssel zu einem gemeinsamen Gespräch zu bewegen. Unter Androhung der Vernichtung der überfallenen Energiestation erreicht Rhodan freien Abzug für die Terraner sowie die Freigabe der CREST II. Die 50 Männer erreichen unbehelligt das Superschlachtschiff. Tronar Woolver, der bereits vor den Männern das Flaggschiff erreicht hat, stellt fest, dass die Twonoser keine wesentlichen Beschädigungen verursacht haben. Rhodan beauftragt die Woolver-Zwillinge mit der Suche und der Zerstörung der Anlage, die für die Energieversorgung des Laderstrahls verantwortlich ist. Zeitgleich lässt er eine Kaulquappe ausschleusen, die die inzwischen in der Rückenetage angekommenen 2000 Besatzungsmitglieder der CREST II an Bord des Superschlachtschiffes bringt. Die Parasprinter erfüllen wenig später ihren Auftrag, und das Flaggschiff schießt sich seinen Weg in den Weltraum frei. Der Moby-Tolot bleibt in den Tiefen des Alls zurück.

Innenillustrationen