Die Raum-Zeit-Ingenieure

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1250)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Chronofossilien
Titel: Die Raum-Zeit-Ingenieure
Untertitel: Begegnung am Rand der Welt – es geht um die Zukunft der Tiefe
Autor: Thomas Ziegler
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Alfred Kelsner (2 x)
Erstmals erschienen: 1985
Hauptpersonen: Atlan, Jen Salik, Lethos-Terakdschan, Das Tabernakel von Holt, Myzelhinn, Krart
Handlungszeitraum: 429 NGZ
Handlungsort: Tiefenland
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Myzelhinn ist einer der letzten Raum-Zeit-Ingenieure (RZI). Er beobachtet von der letzten Bastion aus, wie die drei Ritter der Tiefe und das Tabernakel von Holt über den Platinpass zur Lichtebene vordringen.

An der letzten Bastion angekommen ist bereits Suu Oon Hoo, der letzte Lla Ssann. Der Tiefenschwimmer beschimpft auf telepathischem Wege die RZI, er macht sie für das Grauwerden des Tiefenlandes verantwortlich. Myzelhinn macht dem Wesen keinen Vorwurf, doch seine Anschuldigungen schmerzen den RZI. Keiner weiß von dem Plan, den die letzten fünf RZI geschmiedet haben, um das Tiefenland doch noch zu retten. Im Saal der Zeitportraits spricht Myzelhinn mit seinem eigenen Bildnis, im Zwiegespräch wird klar, dass die Kosmokraten keine Armeen entsenden werden, und es wird deutlich, dass die RZI versagt haben und TRIICLE-9 kurz davor steht zurückzukehren. Ordoban hatte nach all den Äonen doch noch Erfolg.

Während sich die drei Ritter der Tiefe mit dem Tabernakel von Holt der letzten Bastion nähern und dabei von den letzten RZI beobachtet werden, erfahren sie von dem „Schuhkarton“ mehr über das Tiefenland.

Exkurs Tiefenland

Die Tiefe ist eine n-dimensionale Trennschicht, welche die Universen voneinander trennt. In dieser Grenzschicht »unter dem Raum« ist der Moralische Kode mit seinen Kosmonukleotiden eingebettet. Von hier ist das Kosmonukleotid TRIICLE-9 verschwunden, und die Kosmokraten haben den RZI den Auftrag erteilt, eine Rekonstruktion zu versuchen. Natürlich wissen auch die RZI, dass sie alleine mit dieser Aufgabe überfordert sind. Sie konstruieren die Tiefenbahnhöfe und erschaffen die Grube. Die Überwachung der Tiefenbahnhöfe übertragen sie nicht humanoiden Telepathen aus der Frühzeit des Universums. Erster Tiefenzöllner wird Narl Narlenhort.

Als nächstes Hilfsvolk geht der Ruf der RZI an die Jaschemen, ein Volk begnadeter Techniker. Sie bekommen Zugriff auf das Hightecharsenal der Raum-Zeit-Ingenieure und beginnen mit der Konstruktion des Tiefenlandes, einer gigantischen Scheibenwelt von einem Lichtjahr Durchmesser. Die Jaschemen erforschen die Tiefenkonstante und errichten ihre Fabriken zur Steuerung des Tiefenlandes. In einem ersten Kraftakt erbauen sie das Neutrum, welches über der Tiefenkonstante liegt.

Danach errichten die Jaschemen das tiefenlandweite Transmittersystem. Und während die Jaschemen noch mit dem Bau der Transmitter beschäftigt sind, ergeht erneut ein Ruf der RZI, sie rufen die Alai, ein Volk von Spezialisten.

Die Aufgabe der Alai ist der Bau von Starsen, einer kontinentgroßen Stadt am Fuße des Tiefenfahrstuhls, der die Grube mit der Tiefenschule im Zentrum Starsens verbindet. Hier sollen die unzähligen Hilfsvölker auf ihre Aufgabe vorbereitet werden, bevor sie endgültig in das Tiefenland abgestrahlt werden.

Außerdem sollen die Alai einem problematischen Phänomen auf die Spur kommen, dem Graueinfluss. Mit der Zeit erkennen die PSI-Spezialisten der Alai, dass die Graukraft keine Kraft ist, sondern die Abwesenheit einer Kraft, nämlich der Vitalkraft. Diese Vitalenergie ist in der Tiefe nicht vorhanden.

Aus der Erkenntnis heraus, dass ohne Vitalenergie keine Weiterarbeit möglich ist, erschaffen die RZI im Zentrum des Tiefenlands das Vagenda, die erste und einzig gesteuerte Quelle, die Vitalenergie aus den Normalraum zapfen und durch die Kavernen über das Tiefenland verteilten kann.

Immer mehr Hilfsvölker oder Einzelwesen treffen in Starsen ein: die Chrass, Ufun Holt und auch die Tiziden, geniale Gentechniker, die die Aufgabe erhalten, die PSI-Werte der Hilfsvölker zu vermessen und daraus einen Plan zu erstellen, wie die große Rekonstruktion verlaufen soll.

Wieder vergeht die Zeit, bis es in Starsen zu einem Zwischenfall kommt: Kerzl, der Älteste der Chrass entdeckt, dass der Graueinfluss noch immer latent vorhanden ist. Die Gefahr, die ein Versiegen des Vagenda mit sich bringen würde, veranlasst die RZI zu einer weiteren Sicherheitsmaßnahme. Sie beginnen mit der Konstruktion großer Vitalenergiespeicher, was sich allerdings als schwierig erweist. Zur Lösung ziehen sie zwei ihrer ältesten Hilfsvölker heran, zum einen die Chylinen, Wesen aus der Retorte, gezüchtet von den Tiziden, die in der Lage sind, aus ihrem Körper alles zu erschaffen, was man als Konstruktionsplan in ihre DNS einprogrammiert, und zweitens die Lla Ssann, die Hüter des Vagenda, die Tiefenschwimmer.

Während die Jaschemen die Chylinen programmieren, geben die Lla Ssann genau dosierte Mengen Vitalenergie an die Chylinen ab, und so entstehen die Vitalenergiespeicher, die über das gesamte Tiefenland verteilt werden.

Lange Zeit später sind die Reihen der Hilfvölker fast geschlossen, aus dem Land Mhuthan ergeht der Ruf der Tiziden an die RZI, das Vermessen der PSI-Werte sei abgeschlossen, die große Rekonstruktion könne beginnen.

Als eine der ersten weihen die RZI die Chylinen in die Pläne ein. Die Milliarden von Hilfsvölkern sollen mit den Transmittern so verteilt werden, dass ihre PSI-Werte sich mit denen von TRIICLE-9 decken. Dazu versehen die Jaschemen jeden Transmitterdom mit einem schüsselförmigen Aufsatz, der den Transmitter zu einer Art Fiktivtransmitter werden lässt. Die Chylinen sollen dafür sorgen, dass es den versetzten Völkern in ihrer neuen Heimat an nichts mangelt.

Jahrzehnte vergehen, ohne dass die richtige Verteilung gefunden wird. Um das Prozedere zu beschleunigen, nehmen die RZI andere psionische Felder als Vorbild, sie zapfen die wilden Quellen der Kraft an und lassen die Völker zufällig wandern. Dieses „Psionische Roulette“ geht nicht spurlos an den Tiefenvölkern vorbei, immer häufiger werden Einzelwesen von ihren Völkern getrennt. Ein Niedergang der Zivilisationen deutet sich an, doch die RZI missachten alle Zeichen und führen ihr Roulette fort, bis es zur Katastrophe kommt. Das Fundament des Bergs der Schöpfung wird instabil, und es kommt zu einer gewaltigen PSI-Eruption, die die Lichtebene großflächig verwüstet. Das sechs Lichtmonate entfernte Vagenda ist betroffen, sogar im fernen Starsen ist die Eruption zu spüren und die Tiefenkonstante wird kurzzeitig außer Kraft gesetzt.

Zehntausend RZI werden von der Tiefe eingeatmet, ein gigantischer Schock für das Volk der quasi Unsterblichen. Sie brechen daraufhin das Psionische Roulette ab und erlassen die drei Tiefengesetze. Hüter der Gesetze werden die Exterminatoren, die jedes Vergehen rigoros bestrafen.

Mit dem Auftauchen der ersten zehntausend Grauen Lords beginnt das letzte Kapitel des Tiefenlands. Die von der Tiefe eingeatmeten RZI sind zu Grauleben mutiert und zurückgekehrt. Sie, das einzig wahre Leben, treten an, um das Tiefenland grau zu machen. Und sie haben Erfolg, immer mehr Regionen fallen dem Graueinfluss zum Opfer, auch die Grube ist betroffen. Die mutierten Tiefenwächter halten den Tiefenfahrstuhl in der Grube fest, damit ist das Tiefenland abgeriegelt. Die RZI stehen vor der wichtigsten Entscheidung, seit sie das Projekt begonnen haben. Sollen sie gegenüber den Kosmokraten ihr Versagen eingestehen oder sollen sie einen letzten verzweifelten Versuch starten, noch gewagter als eine Rekonstruktion: eine Neukonstruktion des Kosmonukleotids? Die Informationen dazu sind als eine Art Echo in der Tiefe erhalten. So treffen die RZI die Entscheidung zur Neukonstruktion und informieren ihre engsten Mitarbeiter auf der Lichtebene, vor allem die Jaschemen. Diese sind entsetzt, halten das Vorhaben für reinste Blasphemie, auch die meisten anderen wichtigen Helfer sind gegen den Plan der Raum-Zeit-Ingenieure. Doch die RZI sind starrsinnig, es kommt zum Bruch zwischen ihnen und vor allem den Jaschemen. Als die Techniker der Tiefe drohen, die Tiefe zu verlassen und den »Hohen Mächten« Bericht abzulegen, drehen die RZI durch, sie verriegeln die Aufgänge zum Standarduniversum endgültig. Daraufhin verlassen die Jaschemen die Lichtebene und gehen ins Kyberland. Sie errichten die WAND und brechen damit jeglichen Kontakt nach außen ab.

Auf der Lichtebene machen sich 139.000 Raum-Zeit-Ingenieure dafür bereit, aus der PSI-Materie des Bergs der Schöpfung einen neuen Informationspool zu erschaffen, doch auch diese geballte Kraft der RZI reicht nicht aus, um den Berg zu zähmen, erneut kommt es zu einem infernalischen PSI-Ausbruch und zu einem Riss im Kontinuum und 139.000 Raum-Zeit-Ingenieure werden von der Tiefe eingeatmet. Die verbliebenen eintausend RZI sind erschüttert und schockiert. Durch den Ausbruch sind die Siegel an den Ausgängen noch einmal verstärkt worden, das Tiefenland ist isoliert, die RZI am Boden.

Die RZI müssen mit ansehen, wie ihre verschwundenen Brüder als Graue Lords wieder auftauchen und das Tiefenland unterjochen. Das Land Ni wird unter der Führung von Lordrichter Krart zum Zentrum der Grauen Macht. Im Laufe der Zeit verschwinden immer mal wieder einige RZI. Von Verzweiflung geplagt, gehen sie den grauen Weg, bis nur noch 35 von ehemals 150.000 Individuen auf der Lichtebene leben. Diese beschließen, das Siegel zu lösen und die Kosmokraten um Hilfe zu bitten und dadurch auch ihr Versagen einzugestehen. Dreißig RZI lösen das Siegel und strahlen eine Botschaft ab, doch durch eine Falle der Grauen Lords gehen auch diese dreißig Raum-Zeit-Ingenieure den grauen Weg. Nun sind es nur noch fünf RZI, Myzelhinn, Neusenyon, Gurdengan, Joilinn und Boornhaal.

Diese fünf warten nun auf die Antwort der Hohen Mächte und hoffen auf eine Armee, doch sie werden enttäuscht, die Kosmokraten entsenden nur zwei Kundschafter, zwar Ritter der Tiefe, aber keine Armee. Für die letzten RZI steht damit fest, dass das Projekt gescheitert ist, ebenso wird ihnen klar, dass Ordoban Erfolg gehabt haben muss und TRIICLE-9 nach mehr als 100.000.000 Millionen Jahren zurückkehren wird.

Im Bewusstsein des Scheiterns und der Schuld, die sie auf sich geladen haben, haben die letzten Raum-Zeit-Ingenieure nur ein letztes Ziel vor Augen, sie wollen die Milliarden Lebewesen retten, die unweigerlich sterben müssten, wenn das Kosmonukleotid zurückkehrt.

Nur aus diesem Grund saugen sie alle Vitalenergie aus dem Tiefenland ab und lassen es grau werden. Doch davon wissen die Bewohner noch nichts, und die Grauen Lords sehen sich endgültig auf der Siegerstraße.

Die letzte Bastion

Als die drei Ritter und das Tabernakel in der letzten Bastion eintreffen, wird die Zeit langsam knapp, auch Lordrichter Krart ist mit seiner Tiefengondel unterwegs.

Nach einer kurzen Begrüßung kommt es zu einem kleinen Informationsaustausch. Die RZI haben einen Plan, das Tiefenland zu retten. Die fünf RZI sollen von Terak-Terakdschan und dem Tabernakel von Holt begleitet werden, Jen Salik und Atlan sollen »sterben«, sie sollen den grauen Weg gehen und zu Lordrichtern werden, wie es ihnen von Krart angeboten wurde. Doch in ihrem Innern werden sie »leben« und mithelfen, dass der Rettungsplan gelingt.

Zu diesem Zweck öffnet Myzelhinn kraft seines Geistes die Brustkörbe und die TIRUNS der beiden Ritter und pflanzt ihnen ihre Zellaktivatoren direkt ein.

Danach nehmen sich die fünf RZI in einem Kreis an den Händen, in ihrer Mitte das Tabernakel und der Hathor. Kaum haben sie den Kreis geschlossen, strömt die geballte Menge an Vitalenergie über sie herein und reißt sie mit, hinauf in den Himmel und darüber hinaus, dorthin wo der Einsame wartet, jenseits der Tiefenkonstante.

Atlan und Salik werden von Krart an Bord der Tiefengondel geholt, die beiden Ritter sind Grauleben, doch ganz tief in ihrem Innern sind sie noch echtes Leben. Auf ihren Vorschlag hin begeben sich die neuen Lordrichter zurück ins Land Ni, um die Eroberung des Hochlands zu besprechen.

Innenillustrationen