Gefangen im Hypersturm

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Überblick
Serie: Atlan-Miniserien (Band 3)
(eigenständige Nummerierung)
AO03.jpg
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Centauri
Titel: Gefangen im Hypersturm
Autor: Michael Marcus Thurner
Titelbildzeichner: Ertugrul Edirne
Erstmals erschienen: Dienstag, 11. Februar 2003
Hauptpersonen: Atlan
Handlungszeitraum: 19. und 20. Februar 1225 NGZ
Handlungsort: Othmura
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Centauri Hardcover-Ausgabe 1

Handlung

Auf der Flucht vor den zehn Walzenraumern der Mograks materialisiert die AT-TOSOMA in einem Bereich, der abseits der sicheren Eintrittspunkte liegt. So entkommt sie zwar vorerst den Verfolgern, wird aber von den Hyperschwallfronten stark beeinträchtigt. Akanara, der in der Medostation entkeimt und aufgepäppelt wird, beweist bald darauf die Nützlichkeit seiner Paragabe. Er wird intensiv behandelt, denn durch sein Leben als Obdachloser ist er nicht nur völlig verwahrlost, er hat auch schwere Organschäden davongetragen, die jetzt nach und nach behoben werden. Akanara erwacht, während er noch im Regenerationstank liegt, und warnt Atlan vor einer Gefahr, die er in einer Vision gesehen hat. Mit seinen kognitiven Fähigkeiten sieht er vierarmige Wesen, die sich in fliegenden Walzen nähern. Noch ehe Atlan die Kommandozentrale erreicht, wird Alarm ausgelöst. Drei Mograk-Walzen sind in Schussweite materialisiert. Die Walzenraumer feuern aus allen Rohren. Auch Torpedos und Selbstlenk-Marschflugkörper mit Mikro-Transitionstriebwerken kommen zum Einsatz. Als die AT-TOSOMA die erforderliche Mindest-Fluchtgeschwindigkeit erreicht hat, führt January Khemo-Massai eine Transition durch.

Der Schwere Jagdkreuzer materialisiert mitten in einem Hypersturm. Die Energien der sich überlappenden Hyperschwallfronten führen zu schweren Zerstörungen. Im Auge des Sturmes werden Medoroboter angefordert, Schadensmeldungen treffen in der Zentrale ein. Die Syntronik kann nur noch die lebenserhaltenden Funktionen aufrechterhalten. Agir-Ibeth Nir-Adar-Nalo Nilmalladah III. berechnet in Windeseile die Sprungdaten in eine ruhige Enklave, die sich in einer Entfernung von etwa vier Lichttagen befindet. Altra Atlan da Orbanaschol leitet das Transitionsmanöver mittels der so genannten »Handarbeit« ein.

Die TOSOMA tritt in einem Sonnensystem mit acht Planeten wieder in den Normalraum ein, allerdings schwer angeschlagen, denn die wichtigsten Anlagen wie Paratronkonverter, Hyperantrieb usw. fallen aus und selbst kleinere syntronisch betriebene Geräte zeigen mehr oder weniger schwere Funktionsstörungen. Der innerste Planet ist das Ziel der AT-TOSOMA. Selbst knapp über der Oberfläche der Othmura genannten Welt wird das Schiff von den Ausläufern des Hypersturms hin und her gerissen. Altra Atlan da Orbanaschol kann die AT-TOSOMA relativ sicher auf der Oberfläche der Sumpfwelt landen. Das Schiff sinkt etwa 80 Meter in den endlosen Morast ein, ruht auf Prallfeldern und wird durch den Wabenschirm geschützt. Atlan fordert die Mannschaft auf, die notwendigen Reparaturen sofort zu beginnen. Das Schiff soll in 24 Stunden wieder startbereit sein. Zanargun weist darauf hin, dass eine Erkundung der unmittelbaren Umgebung sinnvoll wäre. Saurierähnliche Tiere müssten bei der Landung eigentlich von der AT-TOSOMA zerquetscht worden sein. Außerdem hat der Luccianer das Gefühl, dass draußen nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Kein einziger Kadaver treibt auf der Oberfläche des allgegenwärtigen Sumpfes. Die an Bord befindlichen Bekkar versammeln sich an der oberen Polschleuse und wollen das Schiff verlassen.

Ein dreiköpfiges Einsatzteam wird zusammengestellt, bestehend aus Zanargun, Atlan und Ulbagimuun. Der Dryhane bemerkt mit seinem empfindlichen Dryhanensinn eine Hyperstrahlung, die verstärkt in Richtung der AT-TOSOMA abgestrahlt wird. Die Besatzung leidet zunehmend unter Kopfschmerzen und wird immer aggressiver. Ulbagimuun bricht beinahe zusammen, da die Ausstrahlung des unbekannten Kollektors der Hyperenergien immer stärker wird. Das unbekannte Wesen verändert auch ständig seinen Standort. Bevor er das Bewusstsein verliert, kann er Atlan noch warnen, dass es die Hyperenergie speichert, um sie auf einen Schlag abzusetzen. Es will das Schiff und seine Besatzung.

January Khemo-Massai ruft die Besatzung auf, sich in der Bordklinik bei Olylyn Salryn zu melden oder einen Medoroboter aufzusuchen, um die Kopfschmerzen und die aufkeimende Aggressivität untereinander behandeln zu lassen.

Auch das Außenteam hat mit plötzlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Atlan bemerkt, dass alle Tiere ihre Blicke auf ihn richten. Metergroße rochenähnliche Wesen stürzen sich aus dem Wasser auf ihn und versuchen ihn zu beißen. Dornenartige Ranken schlingen sich um seine Beine und ziehen ihn unter Wasser. Der Arkonide aktiviert den Schutzschirm seines Anzuges und feuert seinen Desintegrator ab, um die Pflanzenstrünke zu entfernen. Das Gravo-Pak befördert ihn in eine Höhe von etwa zehn Metern. Noch bevor die drei Männer in die AT-TOSOMA zurückkehren können, beginnen die Tiere anzugreifen. Ein riesiges, annähernd kugelförmiges Wesen schnellt sich aus dem Sumpf. Im letzten Moment kann Ulbagimuun von Zanargun von der Schwebeplattform gezogen werden, bevor Kerke die Plattform durch den Aufprall zertrümmert. Während der Luccianer mit dem bewusstlosen Dryhanen im Schlepp in den Morast eintaucht, zerbricht die Schwebeplattform unter dem Gewicht Kerkes. Die zähe Konsistenz des Schlammes verhindert, dass die beiden Männer wieder auftauchen können. Zudem hat Zanargun die Orientierung verloren. Atlan empfiehlt ihm, einen Teil der Atemluftreserve seines Schutzanzuges zu opfern, um durch aufsteigende Luftblasen erkennen zu können, wo sich der Luccianer aufhält. Doch auch nach zwei Versuchen hat Atlan keinen Hinweis auf den Verbleib der Männer. Seinem Extrasinn ist zu verdanken, dass er den Standort Zanarguns doch noch ausfindig machen kann. Mit seinem Desintegrator bestreicht Atlan die Oberfläche des Sumpfes. Mit einem Zugstrahl holt er Zanargun und Ulbagimuun an die Oberfläche. Röchelnde Geräusche zeugen davon, dass das Monster sich zum Sprung bereit macht. Atlan rast mit seiner Last in Richtung AT-TOSOMA davon. Der schwere Körper Kerkes sinkt in den Sumpf zurück. Doch an Aufgeben denkt das Monster nicht. Es verfolgt die drei Gefährten, die sich durch den Wabenschirm retten können. Kerke kann den Schirm nicht durchdringen.

An Bord der TOSOMA herrscht das Chaos. Manche Besatzungsmitglieder torkeln orientierungslos durch das Schiff, unter starken Kopfschmerzen leidend. Andere schlagen aufeinander ein. Olylyn Salryn hat alle Äste voll zu tun. Überall wird leidenschaftlich geflucht, geschrien und gekämpft. Besonders Phazagrilaath hat gefährliche Absichten. Er will die TOSOMA vernichten. Agir-Ibeth Nir-Adar-Nalo Nilmalladah III. begegnet ihm in einem Korridor. Der nackte Ishkorer wird von dem Hasproner angegriffen. Agir-Ibeth rammt ihm mehrmals den Schädel in die Magengrube. Es gelingt ihm, den Ishkorer zu Fall zu bringen. Phazagrilaath verliert das Bewusstsein. Der Hasproner bringt Phazagrilaath in dessen Kabine.

Noch bevor Atlan und Zanargun den Dryhanen Ulbagimuun in der Bordklinik abliefern können, wird der Arkonide ein Opfer von Bendina Kraft. Mit einem Impulsstrahler zwingt die Friseurin Atlan, sich einem Haarschnitt zu unterziehen. Als die Terranerin ihre Arbeit beendet hat, lässt sie den Arkoniden gehen. Atlan hat fünf Zentimeter seiner Haarpracht eingebüßt, was ihm sichtlich Unbehagen bereitet.

Atlan und die wenigen Mentalstabilsierten sowie jene Personen mit parapsychischen Fähigkeiten machen sich daran, die von der Hyperstrahlung beeinflussten, zunehmend aggressiv werdenden und ihre verborgensten Triebe auslebenden Besatzungsmitglieder zu paralysieren. Der Arkonide macht sich auf den Weg zu seiner Kabine. Dort hofft er, Li da Zoltral vorzufinden. Als er die Tür öffnet, muss er mitansehen, wie sich Li und Altra da Orbanaschol eng umschlungen in einem so genannten Tränensturz vereinen. Immer wieder löst der sichtlich schockierte Atlan seinen Paralysator aus, ehe ihm die Waffe von Zanargun abgenommen werden kann.

Unterdessen wird die AT-TOSOMA ununterbrochen von der Fauna und Flora des Planeten angegriffen. Der Morast hat sich in ein Säurebad verwandelt. Der Wabenschirm reicht jedoch völlig aus, um die TOSOMA zu schützen. Zähe Sumpfmasse türmt sich meterhoch auf und droht das Raumschiff einzuschließen. Cisoph Tonk justiert die automatische Zieleinrichtung des Borddesintegrators so, dass sie das monströse Sumpfwesen stets im Visier hat. Schuss um Schuss löst die Haut und das Fleisch des Monstrums auf. Doch auch als das Wesen vollkommen zu Staub zerfallen ist, ist keine Auswirkung auf die Schlammwelle festzustellen. Noch ehe die 180 Meter hohe Masse über die TOSOMA schwappt, ordnet Atlan eine Untersuchung der während seines Ausfluges gewonnenen Proben aus dem Sumpf an. Rintar da Ragnaari stellt fest, dass der Sumpf und eigentlich die gesamte Oberfläche des Planeten aus einem einzigen Organismus besteht. Die Tsunami-Welle schlägt über der AT-TOSOMA zusammen.

Atlan und seine wenigen einsatzbereiten Getreuen können das Schiff nicht starten. Die schlafenden Besatzungsmitglieder können wegen der Hyperstrahlung nicht geweckt werden. Phazagrilaath ist jedoch aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht und erneut im Schiff unterwegs.

Akanara hat wieder eine Vision. Er sieht eine Explosion im Innern der TOSOMA, die alles auslöschen wird. Ein nackter Mann wird eine Bombe werfen. Der Yarn kann eine zylindrische Maschine erkennen, die auf einem Sockel montiert ist und von schwebenden Kugeln umgeben wird. Blitze zucken von diesen Kugeln zu dem Zylinder. Atlan hat genug gehört, wirbelt herum und rast los. Sein Ziel ist der Paratronkonverter. Dort trifft er auf Phazagrilaath, der eben mit seinem Arm ausholt, um die Bombe zu werfen. Atlan wirft sich auf den Ishkorer, der die Thermitbombe fallen lässt. Die Explosion schleudert Atlan und Phazagrilaath durch die Luft. Der Energieschirm seines Schutzanzuges rettet die beiden vor der freiwerdenden Energie. Der Paratronkonverter bleibt unversehrt. Lediglich seine Peripherie wird völlig zerstört.

Am 21. Februar 1225 NGZ ist es endlich soweit. Die AT-TOSOMA wird von ihren Prallfeldern langsam aus der Sumpfmasse gehoben. Altra da Orbanaschol vollführt einige Flugmanöver, um die Einsatzbereitschaft des Schiffes zu testen. Atlan hält eine Ansprache, in der er sich für seine Fehlentscheidungen während dieser Expedition entschuldigt. Ebenso fordert er die Besatzung auf, Kollegen, Freunden, Vorgesetzten und Untergebenen für deren Handlungsweisen unter dem Einfluss der Hyperstrahlung zu verzeihen. Akanara nimmt an Hypnoschulungen teil, um sich schneller in das Bordleben einfügen zu können. Der Yarn beginnt anscheinend, sich in der für ihn fremden Umgebung zu akklimatisieren: Zu einer Bordkombi trägt er selbstbewusst einen Turban, wie er auf seiner Heimatwelt üblich ist.