Raptus Terrae

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Ereignis. Für den Heftroman, siehe: Raptus Terrae (Roman).

Als Raptus Terrae (lateinisch für »Entführung der Erde«), Raptus-Ereignis oder kurz Raptus wird das Phänomen im Januar 1614 NGZ bezeichnet, bei dem Erde und Mond innerhalb von vier Tagen aus dem Solsystem verschwanden und kurze Zeit später durch den Planeten Iya und dessen Trabanten Vira ersetzt wurden.

Allgemeines

Am 5. Januar 1614 NGZ um 15:55 Uhr Terrania-Ortszeit, noch bevor eine Evakuierung Terras abschlossen werden konnte, verschwanden Erde und Mond aus dem Solsystem. Am 19. April erschien an deren Position dann ein fremder Planet mitsamt einem Mond: Iya und Vira. Nur ein Jahr später spürten alle intelligenten Lebensformen der Milchstraße eine unerklärliche »Fremdheit« der eigenen Erinnerungen an Terra, verbunden mit einer Aversion gegen solche Gedankeninhalte, so dass der Raptus zur Entstehung des Mythos Erde beitrug.

Geschichte

Während der Prä-Raptischen Phase kam es zu psychoplastischen Veränderungen. Meldungen über Thesanit, die sich in die Milchstraße verirrt hätten und angeblich alle gleich aussahen, wurden von vielen Psychomedikern auf eine durch besagte Veränderungen ausgelöste Massenhysterie zurückgeführt, zumal nie ein Thesan gefasst werden konnte. Möglicherweise hatten alle Augenzeugen dieselbe Thesan gesehen: Zemina Paath. Es wurde daher angenommen, dass die Thesanit beim Raptus eine Rolle gespielt hatten. (PR 3014)

Ab dem Jahre 1554 NGZ kam es zu beunruhigenden Vorgängen im Solsystem. So erschien am 23. März eine defekte automatische DREYER-Sonde mit defekten Datenspeichern im Kuipergürtel bei Tiscareno, welche das Baujahr 1556 NGZ hatte. Erst zwei Jahre später wurde klar, wie sie eine Zeitreise hatte vollführen können, als nämlich ab dem 20. Mai 1556 NGZ so genannte Singularitätsstreifen im Sonnensystem entstanden. Diese konzentrierten sich vor allem auf den Bereich um Terra und Luna und waren zweidimensionale Abschnitte im Raum, die keine erfassbare Masse, aber eine Gravitation von bis zu 100 g hatten. Die Chronotheoretikerin Aichatou Zakara betitelte das Phänomen als retrochrones Raumzeitexzerpt. Es wurde vermutet, dass es sich um eine Wechselwirkung zwischen der konvertierten Eiris und der Sphragis von Sol handelte. In den folgenden Monaten wuchsen diese Streifen stetig an, bis sie sich schließlich zu gigantischen Hyperlokationswürfeln aufwölbten, durch deren Wirkung die Raumfahrt und der Transmitterverkehr im Solsystem erheblich gestört wurden. Einfliegende Untersuchungssonden wurden hunderte Lichtjahre weit versetzt und es kam zu Zeitverschiebungen. So wurde der Dolan JASON mit Opiter Quint als Kommandant und Zakara an Bord beim Ansteuern eines Würfels ins Jahr 2002  NGZ geschleudert.

Da die hyperphysikalischen Irritationen im Solsystem weiter zunahmen, wurde die Solare Residenz im Jahre 1566 NGZ nach Rudyn verlegt.

Am 5. Januar 1557 NGZ kam es in der grönländischen Kleinstadt Nuuk zu einer Prozession fremdartiger, immaterieller Tiere, die aus dem Nichts auftauchten und nach drei Tagen wieder spurlos verschwanden. Reginald Bulls Tochter Shinae Bull-Zindher war durch diese Tiere zutiefst beunruhigt, da ihr »trauriger Freund« Opeth Ezenzer, den außer ihr niemand zu Gesicht bekam, der aber Beschreibung nach ein Thesan war, sie davor gewarnt und zu einer Rückkehr in die Stadt Allerorten geraten hatte, falls es schlimmer würde. Nachforschungen ergaben, dass viele Personen im Solsystem ähnliche Gestalten gesehen hatten. Am 2. März erscholl auf ganz Terra und Luna exakt zwei Minuten und neun Sekunden lang – also für die Dauer einer Schmerzensteleportation – ein durch Mark und Bein gehender, unmenschlicher Schrei. Shinae und ihre Mutter Toio Zindher flüchteten danach nach Allerorten. Der Kontakt von dort zum Solsystem brach ab.

Nach Hekéner Sharouns Ermordung im Jahre 1572 NGZ wurde Reginald Bull zum neuen Residenten der LFG gewählt. Kurz darauf setzte die Hyperkorrosion ein, welche die Lebensdauer aller auf hyperphysikalischer Basis arbeitenden Geräte dramatisch verminderte. (PR 3015)

Zum Raptus kam es in der sogenannten Quadratur der Tage. (PR 3014, S. 26) Die entscheidende Wende trat ein, als im Januar 1614 NGZ mehrere Hyperlokationswürfel begannen, Terra und Luna einzuschließen. Der Funkverkehr zur Erde wurde zunehmend gestört; Anflüge oder Landungen waren irgendwann unmöglich. Das Mondgehirn NATHAN fühlte sich bedroht und trennte die Funkverbindungen zur Außenwelt. (PR 3015, S. 51) Obwohl ein Evakuierungsversuch sofort einsetzte, blieb etwa die Hälfte der Erdevölkerung zurück, darunter auch Homer G. Adams, als Erde und Mond erst verblassten und durchscheinend wurden und vier Tage später, am 5. Januar um 15:55  Uhr Terrania-Ortszeit verschwanden. Die Raptus-Zone blieb im Anschluss unzugänglich. Am 19. April erschienen schleßlich ein fremder Planet mitsamt einem Mond an der ehemaligen Position Terras und Lunas: Iya und Vira. Das Solsystem wurde vollständig geräumt und eine fremdartige, unüberwindliche Barriere – das Clausum – errichtet, bei der es sich möglicherweise um eine Art modifizierten TERRANOVA-Schirm gehandelt haben könnte.

Ein Jahr nach dem Raptus begannen alle intelligenten Lebensformen der Milchstraße eine unerklärliche »Fremdheit« ihrer Erinnerungen an Terra zu verspüren, welche mit einer Abneigung gegen diese Gedanken einherging. Die Sextadim-Psychomedikerin Laila Tennester entdeckte in diesem Zusammenhang ein sensitiv-reaktives Frequenzmuster in den ÜBSEF-Konstanten der Betroffenen, welches sie als Terranisches Odium oder T-Odium bezeichnete und das dazu führte, dass Gedanken an Terra und Luna Unbehagen auslösten. Diese Gedankeninhalte wurden daher verdrängt. Der mentale Schutzmechanismus löste aus, dass man Terra und Luna für Legenden hielt und nichts mehr davon wissen wollte (psychoplastischen Deformation). Es wurde vermutet, dass sich die sechsdimensionale Prägung des Universums im Bereich der Milchstraße minimal, aber doch entscheidend verändert hatte. Ausgangspunkt hierfür war das Solsystem. Das T-Odium war die Reaktion auf die Veränderung und führte zum Mythos Erde.

Die Cairaner traten erst 78 Jahre nach dem Raptus, nämlich im Jahr 1692 NGZ, innerhalb der Milchstraße in Erscheinung. (PR 3012 – Glossar) Sie streuten Gerüchte über den Verbleib beziehungsweise die Existenz Terras. So sollten die Aarus für den Posizid verantwortlich sein, den sie ausgelöst hätten, indem sie ein Virus in den interstellaren Datennetzen freisetzten. (PR 3005, S. 15-16) Die Cairaner sperrten das komplette — von ihnen als Oijorunsystem bezeichnete — Solsystem mit einem Aufgebot von 50.000 Raumschiffen ab, errichten jedoch selbst einen Raumhafen und Missionen auf Iya. Diese Barrikade hatte einen Durchmesser von 17 Lichtjahren und umfasste somit auch Proxima Centauri und Alpha Centauri A und B und diente vorgeblich dem Schutz der auf Iya lebenden Ayees. Lediglich die Cairaner waren in der Lage, das Clausum zu durchdringen. (PR 3017)

Quellen

PR 3005, PR 3014, PR 3015, PR 3017