Die Heilerin

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 522)
A522 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustrationen
Zyklus: Die Abenteuer der SOL
Unterzyklus: Die Solaner (Band 23/50)
Titel: Die Heilerin
Untertitel: Eine Rebellin an Bord der SOL
Autor: H. G. Francis
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Dirk Geiling (2 x)
Erstmals erschienen: 1981
Hauptpersonen: Berylla, Cortman Stull, Kannar Gash, Ösfhar, Atlan
Handlungszeitraum: 3791
Handlungsort: SOL
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Der Halbbuhrlo Kannar Gash ist im Mittelteil der SOL unterwegs zu dem Arzt Ösfhar, um seine schmerzenden Entzündungen an den Händen behandeln zu lassen. Doch er wird schon im Vorzimmer abgewiesen. Auf dem Rückweg in die SZ-2 trifft er Cor Colk, der ihm rät, die Heilerin Berylla aufzusuchen. Allerdings soll er sich zuvor in den Lagerräumen der SOL ein ausgefallenes Geschenk besorgen.

Doch zunächst bringt Gash nicht den Mut auf, die Lagerräume aufzusuchen. Er begibt sich zu den Räumen, in denen Berylla sich den Kranken widmet. Mehr als 100 Patienten haben sich dort eingefunden. Auch einer der Roboter von Mausefalle VII ist unter ihnen. Als Berylla durch die sich öffnende Tür tritt, ist Kannar Gash sofort von ihrer Persönlichkeit und Ausstrahlung fasziniert. Berylla bittet den Roboter, der sich als Antrean 4089 vorstellt, in ihren Raum.

Kannar Gash wird sich bewusst, dass er mit leeren Händen zu der Heilerin gekommen ist. Er verlässt die lange Schlange an wartenden Kranken und macht sich nun doch auf den Weg zu den Lagerräumen. Doch zuvor sucht er seinen Vater, Astran Gash, auf, der vielleicht weiß, wie man in diese Lagerräume eindringen kann. Der Buhrlo erklärt sich widerwillig bereit, seinem Sohn den Weg in dieses Depot zu erklären und auch wie er an den Pyloren vorbeikommt.

In dem Depot findet Kannar Gash Regalreihen vor, auf denen die Schätze aus allen Teilen der Galaxis gelagert werden. Skulpturen, Waffen, keramische Gefäße, exotische Maschinen, konservierte Pflanzen, Masken, Kleidungsstücke und zahllose andere Dinge werden hier gelagert. Für seinen Vater nimmt er einen Flammendolch mit. Er selbst eignet sich ein kleines, silbern glänzendes, schweres Metallgefäß an. Beide Stücke haben ein gleich aussehendes Muster. Eine Kette von Käfern zieht sich um den Fuß des Gefäßes und um den Griff der Waffe. Ebenso sind beide mit einem roten Siegel versehen.

Der Arzt Ösfhar erhält Besuch von der Magnidin Lyta Kunduran, die mit ihm eine Hormonkur durchmacht. Lyta ist zu Ohren gekommen, dass es in der SZ-2 eine sehr erfolgreiche Heilerin namens Berylla gibt, die großen Einfluss auf die Solaner hat. Die Magnidin buhlt um die Gunst Chart Deccons und versucht nun etwas in der Hinterhand zu haben, mit dem sie bei dem High Sideryt Eindruck schinden kann. Dazu kommt ihr die steigende Popularität Beryllas gerade recht. Sie will so viele Informationen wie möglich über diese Frau zusammentragen, um sie bei Gelegenheit Deccon vor allen anderen präsentieren zu können.

Ösfhar interpretiert Lyta Kundurans Aussagen falsch und ist der Meinung, dass er für die Magnidin die Heilerin aus dem Weg räumen soll. Er beschließt, Kaylin zu Berylla bringen zu lassen. Der Mediziner lässt die an einer geheimnisvollen Krankheit leidende Frau in einen Transportbehälter legen, der von zwei Ferraten zu den Behandlungsräumen der Heilerin in der SZ-2 gebracht wird. Zu diesem Zeitpunkt zeigen sich bei Ösfhar bereits erste Schwächeanfälle und Gleichgewichtsstörungen.

Erst als Kaylin schon unterwegs ist, überkommt den Mediziner Reue über sein Tun. Er wird sich klar, dass die Erreger, gegen die er bisher kein Gegenmittel gefunden hat, sich nach der Öffnung des Behälters in der SOL ausbreiten und viele Solaner infizieren werden. Das bedeutet aber auch, dass er selbst in große Gefahr geraten wird. Seine Lebensgefährtin Esther überbringt ihm die Nachricht, dass Alf, ihr gemeinsamer Sohn, erkrankt ist. Es zeigen sich die gleiche marmorierte Haut und die zurückgezogenen Lippen wie bei Kaylin. Nun beginnt sich Ösfhar Vorwürfe zu machen, nicht schon viel früher etwas gegen die Krankheit unternommen zu haben. Aus Arroganz und Gleichgültigkeit hat er es verabsäumt, den Erreger ausfindig zu machen. Als eine Ahlnatin mit den gleichen Symptomen zu dem Mediziner kommt und dort zusammenbricht, fordert Esther ihren Lebensgefährten auf, Seuchenalarm zu geben. Doch Ösfhar ist im Moment dazu nicht imstande.

Berylla bittet Antrean 4089 dafür zu sorgen, dass für die Buhrlos und Halbbuhrlos unter ihren Patienten, Schleusen und Direktausgänge in den Weltraum und auch Vakuumkammern installiert werden, um deren meist psychische Probleme lindern zu können. Während sich der Roboter entfernt, um mit anderen seiner Art von Mausefalle VII zu beraten, widmet sich Berylla wieder den Kranken.

Tatsächlich beginnen die Roboter von Osath bald mit der Installierung der von der Heilerin beauftragten Einrichtungen. In der Zwischenzeit sind die beiden Ferraten mit dem Transportbehälter bei Berylla eingetroffen. Cortman Stull warnt die Heilerin davor, den Kasten zu öffnen. Berylla legt ihre Hände auf den Behälter und spürt augenblicklich ein Prickeln in ihren Fingerspitzen. Sie weiß, dass die Patientin stirbt. Cortman Stull bringt Projektoren an dem Transportbehälter an, die ein Energiefeld erzeugen. Mit einem Traktorstrahl öffnet er den Behälter. Die darin liegende Frau ist tot. Stull fordert die Heilerin auf, die Leiche verschwinden zu lassen, was diese jedoch ablehnt. Auch ist sie nicht bereit, eine Botschaft an den High Sideryt zu schicken. Berylla ist klar, dass sie sich auf der Verliererstraße befindet. Wirft sie den Behälter in den Desintegratorschacht, könnte man ihr diese widerrechtliche Beseitigung einer Toten vorwerfen. Unterlässt sie es, gefährdet sie die Sicherheit und Gesundheit der gesamten Besatzung. Informiert sie übergeordnete Stellen, könnte man ihr vorhalten, sich mit infektiösen Krankheiten zu beschäftigen und damit gegen die Prinzipien von CARE verstoßen.

Cortman Stull beharrt darauf, Kaylin zu beseitigen. Bevor einige Halbbuhrlos den Behälter wegbringen, entnimmt sie der Toten mit Unterstützung eines Medoroboters noch Blut- und Gewebeproben, um in den nächsten Tagen den Erreger zu lokalisieren.

Während die Heilerin sich auch weiterhin um ihre Patienten kümmert, vollenden die Roboter von Mausefalle VII die Arbeit an den Schleusen und Wohnräumen für Buhrlos und Halbbuhrlos. Schlagartig vermindert sich die Zahl der Heilung suchenden Solaner. Cortman Stull berichtet von einer Algenfarm, die ihren Betrieb wieder aufgenommen hat.

Stull trifft auf Ösfhar, der Berylla aufsucht, um mit ihr zu sprechen. Um seine Forderung zu unterstreichen, zeigt der Arzt ein Bild seines kranken Sohnes vor. Stull vermutet Ösfhar als Drahtzieher hinter der Überstellung des Transportbehälters mit der inzwischen verstorbenen Solanerin. Ösfhar weist jeden Zusammenhang von sich. Ein Buhrlo verkündet lautstark, dass die Messe wieder ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Stull lässt den Arzt einfach stehen und eilt dorthin. Nur widerwillig folgt ihm Ösfhar, der sich in diesem für seine Begriffe verwahrlost aussehenden Bereich der SOL nicht wohl fühlt. Mehr als 50 Personen haben sich um einen Automaten versammelt, der Nahrungsmittel auswirft. Als Berylla die Messe betritt, wird es still. Auch Ösfhar wird von der Persönlichkeit der Heilerin eingenommen. Bevor die Nahrungsrationen verzehrt werden, überprüft sie Cortman Stull mit einem positronischen Analysegerät. Ösfhar ist sich klar darüber, dass Berylla die Menschen nach ihrem Willen lenken kann. Er kommt sich ziemlich unbedeutend ihr gegenüber vor.

Als Berylla die Unbedenklichkeit der Nahrungsmittel bestätigt, brandet Jubel und Dankbarkeit auf. Ösfhar verlässt die Messe, ohne mit der Heilerin in Kontakt zu treten. Eifersucht auf ihre Erfolge treibt ihn zurück in seine Ordination. Doch schon kurz nach Verlassen der Messe verliert er die Orientierung, leidet unter Halluzinationen und bricht bewusstlos zusammen. Cortman Stull bringt ihn in den Behandlungsraum der Heilerin, wo er wieder zu sich kommt. Ösfhar will ihr jedoch nicht den Triumph gönnen, ihn gesund zu machen, steht auf und bricht nach einigen Schritten erneut zusammen. Berylla legt ihm nun ihre Hände an die Schläfen. Der Arzt wird sofort ruhig und entspannt sich. Wie in Trance berichtet er sowohl von Alf und den übrigen Kranken mit der marmorierten Haut als auch von Lyta Kunduran und dem vermeintlichen Auftrag, die Heilerin zu beseitigen.

Vierzehn Stunden vergehen, ehe Ösfhar wieder in die Wirklichkeit zurückfindet. Berylla, die sich ausgeruht hat, betritt wieder den Behandlungsraum und sieht sich Anschuldigungen Ösfhars gegenüber, von ihren Patienten Geschenke zu verlangen und diese zu verführen, in die Lagerräume der SOL einzubrechen, um sie dort zu stehlen. Dabei wäre es ein Leichtes, mit Mikroben in Berührung zu kommen, die gefährliche Krankheiten auslösen können.

Berylla ignoriert lächelnd die Vorwürfe des Arztes und fordert ihn auf, endlich mit ihr nach Alf zu sehen. Auf dem Weg läuft ihnen Kannar Gash über den Weg, dessen Narben dank Beryllas Heilmethoden nicht mehr entzündet sind und auch der Juckreiz verschwunden ist. Bevor er sich bei der Heilerin bedanken kann, taucht Antrean 4089 mit der Nachricht auf, dass die SOL in den nächsten Stunden ihren Flug fortsetzen wird. Die Roboter werden das Schiff verlassen. Weicos, der Herr in den Kuppeln, Chart Deccon und Atlan haben diese Entscheidung getroffen. Berylla ist gegen den Weiterflug der SOL, da sie dadurch die erreichten Veränderungen gefährdet sieht. Nur im  Wikipedia-logo.pngOrbit um Osath kann sie auf die Hilfe der Roboter vertrauen, die die Solaner versorgen und ihnen ein Leben unter menschenwürdigen Umständen ermöglichen werden. Sie fasst das Vorhaben ins Auge, mit dem High Sideryt darüber zu sprechen.

Doch zunächst beauftragt sie Kannar Gash sich in der SOL umzuhören und ihr über die Ereignisse zu berichten, sobald er sich einen Überblick verschafft hat.

Kurz nach dem Überwechseln von der SZ-2 in den Mittelteil der SOL werden Ösfhar und Berylla von Zlava und einem Trupp von Haematen aufgehalten. Der Arzt wird schon seit Stunden von der Vystidin gesucht. Als Berylla ihre Worte an Zlava richtet, verflüchtigt sich deren Aggressivität und ein Lächeln erscheint auf ihren Lippen. Die Vystidin ist bereit, die beiden Personen passieren zu lassen, um gegen die Seuche ankämpfen zu können. Bevor Berylla und der Arzt weiterziehen, bittet die Heilerin Zlava, den Halbbuhrlo Kannar Gash ebenfalls passieren zu lassen, der mit wichtigen Informationen zu Berylla unterwegs ist.

In der Krankenstation Ösfhars sind mehrere Ärzte tätig. Sie sind voller Verachtung vor jenem Arzt, der seine Patienten im Stich gelassen und nicht einmal Seuchenalarm ausgelöst hat. Dies hat inzwischen Esther erledigt. Chart Deccon hat die Verfügung erlassen, dass Ösfhar nicht mehr als Arzt praktizieren darf. Die Ärzte erlauben Berylla, sich die Kranken näher anzusehen. Unter den Patienten findet Ösfhar auch Esther, die im Sterben liegt. Ösfhar verweigert Berylla eine Behandlung seiner Gefährtin. Die Heilerin wendet sich nun einem Jungen zu, der reglos auf seinem Lager liegt. Sie legt ihm die Hände auf die Brust und spricht auf ihn ein. Es gelingt ihr, mit ihm in Kontakt zu treten und seine Selbstheilungskräfte u mobilisieren. Auf das Drängen Beryllas hin gestattet Ösfhar der Heilerin, das Zimmer Alfs u durchsuchen. Sie will rausfinden, wo er sich infiziert hat. Ösfhar bricht zusammen. Die Seuche hat ihn wieder fest im Griff. Berylla legt dem Arzt einen Schutzanzug an und lässt ihn von Medorobotern abholen. In Alfs Zimmer entdeckt die Heilerin eine Lanze, deren Spitze einen braunen Überzug aufweist. Unter der Metallspitze findet sie eingeschnitzte Muster, die an Käfer erinnern und einen Ring um den Schaft bilden. Das Metallgefäß, das sie von Kannar Gash erhalten hat, weist die gleichen Verzierungen auf. Alf hat sich an der Speerspitze verletzt und dadurch vergiftet. Berylla beauftragt die Ärzte, das Gift zu untersuchen.

Kannar Gash trifft mit der Botschaft ein, dass die SOLAG die installierten Schleusen geschlossen hat und die Vakuum-Wohnräume umbauen lässt. Das Wartezimmer der Heilerin ist wieder überfüllt. Berylla zucken Gedanken durch den Kopf, ihre einnehmende Persönlichkeit dazu zu verwenden, die Macht in der SOL an sich zu reißen und selbst High Sideryt zu werden, um den Menschen an Bord ein erträgliches Leben bieten zu können. Die Heilerin ist über sich selbst zutiefst erschrocken.

Sie schickt Kannar in ihren Behandlungsraum, um das Gefäß zu holen, das er ihr zum Geschenk gemacht hat. Die Ärzte sind inzwischen mit Feuereifer dabei, das Gift zu analysieren. Berylla erhält Besuch von Lyta Kunduran, die ebenfalls infiziert worden ist. Die Magnidin wird der Obhut der Ärzte übergeben.

Berylla macht sich auf den Weg zu Chart Deccon. Sie trifft hinter einem Schott auf einen weißhaarigen Mann mit rötlich schimmernden Augen, der ihr seine Hilfe anbietet. Die Heilerin versucht, dem Unbekannten ihren Willen aufzuzwingen und verlangt von ihm, sie zu Deccon zu bringen. Auf Nachfrage erklärt sie, dass es unbedingt notwendig ist, dass die SOL im Mausefalle-System bleibt und die von den Robotern vorgenommenen Veränderungen positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Solaner haben. Doch der Weißhaarige erklärt, dass die SOL wie vorgesehen starten wird. Er gibt sich nun als Atlan zu erkennen. Ihr Vorhaben, den Arkoniden zu beherrschen, ist vorbei. Atlan legt ihr unmissverständlich dar, dass sich die SOL niemals in eine Abhängigkeit von fremden Robotern begeben darf. Zudem verfolgt er bestimmte Ziele, für die die SOL und ihre Besatzung äußerst wichtig sind, die sich auf Osath nicht verwirklichen lassen. Einen kleiner Stein, um die Lebensumstände an Bord des Hantelraumers zu verbessern, stellt Berylla dar, die sich weiterhin rührend um ihre Patienten kümmern soll. Die Heilerin wendet sich um und kehrt in die Krankenstation Ösfhars zurück. Atlan muss sich eingestehen, dass nicht viel gefehlt hat, und er wäre der Ausstrahlung dieser Frau erlegen.

Berylla gibt ihre Pläne auf, die Führung der SOL zu übernehmen. Sie will weiterhin als Heilerin tätig sein. Routineangelegenheiten will sie ausgebildeten Helfern übergeben und langsam ihren Einflussbereich auf die gesamte SZ-2 ausdehnen. Sie hofft dadurch zu einem späteren Zeitpunkt Deccon und Atlan zu einer Rückkehr in das Mausefalle-System zwingen zu können.

Die Ärzte haben in der Zwischenzeit aus dem Gefäß ein Präparat entwickelt, das Berylla nun den Kranken verabreichen lässt. Während Alf und die anderen Kranken sich rasch erholen, kommt für Ösfhar jede Hilfe zu spät. Der Arzt stirbt. Kannar Gash wird der erste Helfer der Heilerin.

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