Komplex Astrovent (Roman)

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Perry Rhodan-Heftromane
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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Heftroman. Für das Kodewort, siehe: Komplex Astrovent.

Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2459)
PR2459.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Negasphäre
Titel: Komplex Astrovent
Untertitel: Auf der Hundertsonnenwelt – das Zentrum der kybernetischen Konspiration
Autor: Wim Vandemaan
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenillustrator: Michael Wittmann
Erstmals erschienen: Donnerstag, 2. Oktober 2008
Hauptpersonen: Roi Danton, Goran Frownie, Ero Ustinoth, Ecktim, Gessounin, Zaubilski, Kirmizz
Handlungszeitraum: Ende Mai bis 3. Juni 1347 NGZ
Handlungsort: Hundertsonnenwelt
Risszeichnung: Trimaran der Kartanin von Daniel Schwarz
(Abbildung)
Kommentar: Welt im Leerraum
Glossar: Fragmentraumer; Plasmakommandant / LFT-BOX; Plasmakommandant / Posbis; Einzahl: Posbi / Traitank 1.199.188; Zusatzausrüstung
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Handlung

Als sich Traitank 1.199.188 – von Roi Danton auf den Namen DARK GHOUL getauft – der Hundertsonnenwelt bis auf 300 Lichtjahre genähert hat und zu orten beginnt, erleben die Terraner eine Überraschung: Die Zentralwelt der Posbis ist verschwunden. Man ortet lediglich schwere Störungen des Raum-Zeit-Gefüges in diesem Bereich. Der Traitank fliegt weiter und durchstößt in circa zehn Lichtminuten Entfernung zur Hundertsonnenwelt offenbar eine Art Barriere, denn plötzlich sind sowohl der von Kunstsonnen beleuchtete Planet als auch 300.000 deaktivierte Fragmentraumer, 536 Chaos-Geschwader, 38 Kolonnen-Forts und ein vollständiges Fabrik-Ensemble zu sehen. Auch Aarus-Zorm ist noch zugegen. Dann wird ein 24.000 Kilometer durchmessender Ring aus 2121 im ultrahohen Frequenzbereich strahlenden Energiefeldern gefunden. Roi Danton begreift sofort, dass es sich um Kabinette handelt – die Hundertsonnenwelt ist also der Bauplatz für VULTAPHER! Damit ist klar, wofür die Kodebezeichnung Komplex Astrovent steht. Tatsächlich trifft wenig später ein weiteres Kabinett ein.

Am liebsten würden die Terraner gleich wieder verschwinden und diese Nachricht zum Solsystem bringen, um einen Angriff auf den entstehenden Chaotender mit Strukturbrenner-Torpedos in die Wege zu leiten. Dummerweise wurde aber schon Funkkontakt mit den Kolonnen-Kräften aufgenommen, so dass eine Umkehr von diesen sofort als Fluchtversuch erkannt werden würde. Danton ist daher gezwungen, sich mit seinem Gefolge zur Kolonnen-Fabrik TRAIGOT-1105 zu begeben und den überheblichen Dualen Kapitän Dantyren zu spielen. Er wird von Kalbaron Ecktim mit dem Kolonnen-Geometer Noryn Chapan bekannt gemacht. Dieser hat die Hundertsonnenwelt wegen ihrer Abgelegenheit und aufgrund einer in diesem Sektor herrschenden außergewöhnlichen hyperphysikalischen Stabilität als idealen Bauplatz für VULTAPHER identifiziert. Wie aufs Stichwort erscheint ein gewaltiges UHF-Potenzial, das vor kurzem auch in der Nähe des Solsystems geortet worden ist. Es handelt sich um MINATERG, das Herz des Chaotenders. Mit ihm trifft auch Kirmizz bei der Hundertsonnenwelt ein. Dieser beordert Roi Danton alias Dantyren zu einem persönlichen Treffen unter vier (bzw. sechs) Augen. Danton hat keine Wahl, er muss dieser Aufforderung folgen, obwohl die von seiner Kokonhülle verursachten Schmerzen ihn schon fast überwältigen. Er durchschreitet ein Transmitterfeld und findet sich auf der Hundertsonnenwelt wieder, aber von Kirmizz ist keine Spur zu sehen.

Kaum noch bei Bewusstsein versteckt Danton sich in einer Art Hütte. Er begegnet den Posbis Gessounin und Zaubilski, die ihm helfen. Gessounin ist der vermutlich erste positronisch-biologische Roboter, der Paragaben entwickelt hat. Er ist Relevanzdetektor (er kann spüren, wo und wann sich etwas Wichtiges ereignen wird) und Temporalremovator (er kann die Zeit anhalten und quasi »zurückdrehen«). Als Danton wieder bei Kräften ist, kann er Kirmizz gegenübertreten. Allerdings verläuft das Gespräch mehr als ungünstig. Der Chaotenderpilot durchschaut Dantons Maskerade und bricht ihm das Genick. Kurz vor Dantons Tod greift Gessounin ein, der die Zeit zurückdreht. Danton darf weiterleben und das Gespräch mit Kirmizz erneut führen, um Fehler zu vermeiden. Er spielt diesmal die halb wahnsinnige Missgeburt, die der echte Dantyren-2 ja tatsächlich war. Seine Schmerzen, die ihn am Ende die Besinnung verlieren lassen, helfen ihm diesmal ausnahmsweise. Kirmizz wendet sich mit einer verächtlichen Bemerkung ab und lässt Dantyren liegen - er gönnt dem verhassten Progress-Wahrer einen solch minderwertigen Diener. Er veranlasst deshalb sogar, dass »Dantyren« auf die DARK GHOUL zurückgeschafft wird, die am 3. Juni 1347 NGZ endlich zur Milchstraße zurückfliegen kann. Danton muss operiert werden, denn die durch die Kokonmaske aufgezwungene Fehlhaltung hat zum Absterben größerer Gewebemengen im Unterleibsbereich geführt.

Von allen unbemerkt spielt sich gleichzeitig etwas ab, das die Posbis als Kybernetische Konspiration bezeichnen. Die Hyperinpotronik der Hundertsonnenwelt hat Kontakt zur Supratronik eines Traitanks erhalten und es fertig gebracht, diese zu einer Art Wettkampf herauszufordern, mit dem festgestellt werden soll, welche der beiden künstlichen Intelligenzen der anderen überlegen ist. Die Hyperinpotronik verliert zwar, behauptet aber, nur einen Teil von sich selbst für das Spiel eingesetzt zu haben. Die offenbar durch den somit zu leicht errungenen Sieg in ihrer Ehre gekränkte Supratronik verlangt daraufhin, die Hyperinpotronik solle all ihre Kräfte zusammenziehen. Darauf hat die Hyperinpotronik nur gewartet, denn zu den Fragmenten, die sie nun zur Hilfe ruft, gehört auch der mit Zaubilski verschmolzene Gessounin. Dieser manipuliert einige Speicherinhalte und Programmbestandteile mit seiner Paragabe der Temporalremovation derart, dass die Supratronik nicht mehr zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft unterscheiden kann. Sie wird somit durch totale Verwirrung komplett lahm gelegt. Die Hyperinpotronik hofft, dass diese Lähmung auf alle miteinander vernetzten Supratroniken TRAITORS übergreifen wird, aber so weit kommt es nicht. Eine andere Supratronik hat Verdacht geschöpft und den »infizierten« Traitank rechtzeitig vernichtet. Da die Hundertsonnenwelt ebenfalls zu einem Kabinett VULTAPHERS umgewandelt werden soll, bleibt TRAITORS Strafe milde. Nur Gessounin und Zaubilski werden vernichtet. Tatsächlich fallen aber nur ihre Robotkörper den Feuerschlägen eines Traitanks zum Opfer. Ihr künstliches Bewusstsein wurde Millisekunden zuvor insgeheim per Datentransfer an eine Drohne übertragen und somit gerettet. Wenig später erhalten sie neue Körper.

Innenillustration