Der letzte Mensch

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2854)
PR2854.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Die Jenzeitigen Lande
Titel: Der letzte Mensch
Untertitel: Atlan auf Geistreise – durch das Leben eines Atopen
Autor: Oliver Fröhlich
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenillustrator: Swen Papenbrock
Erstmals erschienen: Freitag, 29. April 2016
Hauptpersonen: Atlan, Matan Addaru, YLA, Maay'char-raygonar
Handlungsort: Veste Tau
Stellaris (Serie):

Folge 52: »Erinnerungen« von Ulf Fildebrandt

Glossar: Atopischer Hof / Haus Addaru / Inseln der Hiesigkeit / Jenzeitige Lande / Suen / THERMIOC
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Handlung

Atlans Geistreise, durch die ihm die Lebensgeschichte des Atopen Matan Addaru vermittelt werden soll, geht in die zweite Phase. Zu diesem Zweck wird Atlans Bewusstsein ohne Extrasinn durch einen Hetero-mnemotischen Import (HMI) in ein sechsdimensionales Bezugsfeld versetzt, welches zum Bewusstsein NATHANS gehört. Die Intotronik verfügt über die Mnemo-Essenz von Billionen Lebewesen, und diese spielen ihre Erinnerungen in dem 6D-Bezugsfeld immer und immer wieder durch. Beim HMI wird ein Avatar für Atlan in das Bezugsfeld eingeblendet. Der Arkonide kann den Avatar in engen Grenzen steuern. Er kann nur unbedeutende Teilaspekte des Erinnerungsszenarios durch seine Handlungen abwandeln, dieses aber nicht in seiner Gesamtheit verfälschen, denn die Beharrungskräfte des Szenarios sind zu stark. Atlan muss also mitspielen, kann dem »Wirtskörper« aber auch die volle Kontrolle überlassen, was jedoch die Gefahr in sich birgt, dass er sich selbst verliert. YLA kann das Szenario anhalten und mit Atlan kommunizieren. Während für die Mnemo-Essenzen Tage oder gar Jahre vergehen, verstreichen in der Veste Tau nur Sekunden.

Die Mnemo-Essenz eines Atopen kann nicht per HMI übernommen werden. Dies kann nur der Atope selbst erlauben. Deshalb wählt YLA den Jeadhal Maay'char-raygonar, Besatzungsmitglied des Pionierschiffes FRAGDANK, welches mit zwei Begleitschiffen im Auftrag der Wissgemeinschaft Jeadhal eine Expedition nach GA-yomaad unternimmt. Die Jeadhali sind Insektoide, bei denen die Wissensvermehrung fast religiöse Bedeutung hat. Atlan erfährt später, dass Maay'char zu einem Korrespondenten des Atopischen Tribunals geworden ist oder – in Bezug auf die Zeit des Erinnerungsszenarios – werden wird. Maay'char kann ihm Zugang zu Matan Addaru verschaffen. Atlans neuer Körper, an den er sich erst einmal gewöhnen muss, ist knapp einen Meter lang und ähnelt einer Libelle ohne Flügel. Atlan stellt schnell fest, dass er tief in das Bewusstsein Maay'chars eintauchen muss, denn wenn seine Kontrolle zu stark wird, so dass sein Verhalten vom vorgegebenen Muster des Szenarios abweicht, wird er von den Jeadhali mit brutaler Gewalt attackiert. Atlan schätzt, dass das Szenario vier Milliarden Jahre nach dem 16. Jahrhundert NGZ spielt, denn GA-yomaad besteht aus zwei Teilgalaxien. Die Milchstraße und Andromeda haben einander durchdrungen. Den Informationen der Jeadhali zufolge war GA-yomaad 280 Millionen Jahre lang aus unbekannten Gründen von einer unüberwindbaren Barriere umgeben. Diese hat sich jetzt aufgelöst.

Durch ein Plebiszit der Schiffsbesatzungen wird entschieden, dass nur die FRAGDANK die riskante Erkundung GA-yomaads wagen soll. Die Kreuzgalaxis ist hyperenergetisch tot. Es gibt keine Hinweise auf höher entwickeltes Leben. Atlan/Maay'char nimmt an der Erkundung zahlreicher Planeten teil. Auf tausenden Welten in der Kreuzgalaxis kann nur niederes Leben festgestellt werden: Flechten, Moose, Pilze und Bakterien. Die Evolution scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Alle Lebensformen sind genetisch identisch, darüber hinaus finden sich in ihrem Erbgut unzählige, eingekapselt wirkende stillgelegte Gene. Atlan erfährt plötzlich Erinnerungen aus Maay'chars Zukunft. Das Bewusstsein des Arkoniden droht mit Maay'chars Mnemo-Essenz zu verschmelzen und muss deshalb kurzfristig von YLA in einen Zwischenspeicher ausgelagert werden. Zu solchen Vorfällen kommt es während der Bewusstseinsreise mehrmals – immer dann, wenn Atlan Informationen erhält, die ihn zu sehr aufwühlen. Von YLA erfärt er, dass sich das Atopische Tribunal nach der Krise der dys-chronen Scherung zurückgezogen hat, »jetzt« – also in der Zeit des Erinnerungsszenarios – wieder aktiv ist.

Als Atlan in das Szenario zurückkehrt, sind dort zehn Jahre vergangen. Maay'char ist inzwischen Stellvertreter Saa'yo-sochphals, des Fürsprechers (Kommandanten) der FRAGDANK. Sein Einfluss wächst in der folgenden Zeit noch mehr. Erstmals seit Beginn der Expedition fangen die Jeadhali ein Signal auf, das auf die Existenz einer hoch entwickelten Zivilisation hindeutet. Am Ursprungsort finden die Jeadhali drei würfelförmige Objekte vor. Die wie mit einer Technoglasur überzogen wirkenden Schiffe haben eine Kantenlänge von neun Kilometern. Atlan/Maay'char stellt den Kontakt mit einem Fremden namens Esdratan hetyr Oehech banar Ecpouryol her, der sich mit der traditionellen Grußformel »Seid ihr wahres Leben« meldet. Die Würfelschiffe sind ein Posten der Kaiserlichen TioBiom, einer tiotronisch-biomorphen Zivilisation, die seit sehr langer Zeit das Erbe der untergegangenen Hundertsonnenwelt verwaltet. Die Jeadhali erhalten den Hinweis, dass nur die Tarania zur Verkapselung der Kreuzgalaxis in der Lage gewesen wäre. Diese Gemeinschaftszivilisation, die einst ganz GA-yomaad beherrscht hat, ist aber lange vor der Verkapselung verschwunden. Den Jeadhali wird der Weg zu einem Sonnensystem gewiesen, in dem es noch eine Spur der Tarania geben soll. Dort lebt der letzte Mensch – was ein Mensch ist, weiß allerdings niemand.

Atlan erkennt das fragliche System wieder – es ist das Solsystem. Es hat sich sehr verändert. Sol strahlt heller als vor vier Milliarden Jahren, Terra ist der innerste Planet, denn Merkur und Venus sind verschwunden. Auch Neptun existiert nicht mehr. Luna, immer noch vom Technogeflecht eingeschlossen, umkreist die Sonne auf Terras Bahn, allerdings auf der entgegengesetzten Seite. Auf Terra bietet sich das gewohnte Bild. Außer Flechten, Moosen und so weiter lebt dort nichts. Die Landung auf Luna wird von NATHAN untersagt. Nur ein leibidentischer Bürger der Tarania darf den ehemaligen Erdmond betreten. Daraufhin erschaffen die Jeadhali aus den stillgelegten DNS-Sequenzen der niederen Lebensformen einen humanoiden Kristallkörper. Den Jeadhali ist ein nicht ganz ungefährliches Verfahren zum vorübergehenden Transfer eines Bewusstseins in einen Ersatzkörper bekannt. Atlan/Maay'char nutzt das Verfahren, um in den Kristallkörper überzuwechseln. Jetzt erhält er von NATHAN die Erlaubnis, sich im Petavius-Krater mit NATHANS Sohn zu treffen, dem letzten der Matane der Tarania. Dessen Name lautet Matan Addaru Nathan. Er ist der letzte Mensch in GA-yomaad.

Atlan hat sich mit seinem Namen vorgestellt und wird in einem Thronsaal, in dem der aus Zeno Kortins Statue gebildete Mannthron steht, vom Matan als alter Bekannter begrüßt. Atlan begreift, dass der Matan ihn mit seinem späteren Ich verwechselt, welches dem Matan irgendwann begegnet sein muss, beziehungsweise – aus Atlans Sicht – noch begegnen wird. Der Matan erinnert sich an Atlans Stippvisite in der »Falschen Welt« des Jahres 2577 NGZ. Der Matan ist anders als alle anderen Mnemo-Essenzen, deshalb kann Atlan jetzt die volle Kontrolle übernehmen und muss sich nicht mehr an die Vorgaben des Szenarios halten. Atlan möchte wissen, wie sich das aus Terranern und Tefrodern bestehende Neue Tamanium weiterentwickelt hat. Der Matan überträgt Erinnerungen auf Atlan, dessen Kristallkörper sich schon bald aufzulösen beginnt. Er ist jedoch begierig, alles zu erfahren, was der Matan zu sagen hat, und erlebt eine sich über Jahrmillionen erstreckende Geschichte nach:

Das Neue Tamanium breitet sich über die Milchstraße und Andromeda aus. Zur Entstehung der Tarania kommt es aber erst infolge eines Evolutionssprunges des lunaren Großrechners NATHAN. Die Neuen Lemurer versuchen NATHAN mit menschlichen Bewusstseinen zu infiltrieren, doch NATHAN nimmt diese in sich auf. Forscher der Tarania erhalten Kontakt mit THERMIOC, der aus BARDIOC und der Kaiserin von Therm hervorgegangenen Superintelligenz. THERMIOC hat vergeblich nach dem lange verschollenen Wanderer gesucht. Die Kunstwelt wird jetzt mit Hilfe der Tarania gefunden. ES bleibt verschollen, aber es werden Baupläne für eine Intotronik entdeckt. Die Konstruktion einer Intotronik wäre selbst der Tarania nicht möglich, aber THERMIOC zeigt sich hilfsbereit. Die Superintelligenz wandelt NATHAN um (zu diesem Zweck wird Luna in eine der Galaxien ihrer Mächtigkeitsballung versetzt, danach kehrt der Mond nicht ins Arkonsystem zurück, sondern ins Solsystem) und verlangt im Gegenzug die Hilfe der Explorerflotte bei der Suche nach ES. Nach dem Umbau NATHANS bekommt YLA »Brüder« und »Schwestern« – Avatare NATHANS, die als vollwertige Menschen gelten und auf den Welten der Tarania als Berater eingesetzt werden. Die Taraner haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von über 1000 Jahren. Es gibt kaum noch Krankheiten. Doch nach 20.000 Jahren versagt der Zellaktivator des Matan. Hier kann oder will THERMIOC nicht helfen. Die Sganshan, mit denen die Explorer in einer fernen Galaxie zusammengetroffen sind, können eine Biokopie für den Matan anfertigen. NATHAN sorgt für den Bewusstseinstransfer. Seine Bedingung lautet: Jedem neuen Matan (jedem Sukzessor) muss ein Bewusstseinsfragment NATHANS eingesetzt werden. Da der Matan keine andere Wahl hat und unter Zeitdruck steht, stimmt er zu. Der Sukzessionsprozess muss alle 10.000 Jahre wiederholt werden. Der Matan wird dabei von den Sganshan buchstäblich gehäutet.

Nach zahlreichen »Häutungen« kann sich der Matan nicht mehr an alle Sukzessionen erinnern. Sein Gehirn ist einfach nicht in der Lage, alle Erinnerungen eines so langen Lebens zu fassen. So gehen die Erinnerungen Matan Addaru Livandars verloren. Damit es nicht noch einmal zu einem derartigen Verlust kommt, werden Bewusstseins-Fraktale des Matans in den Glivtor-Stab ausgelagert. Zeno Kortin geht ebenfalls im Glivtor auf. Der Stab ermöglicht es dem Matan darüber hinaus, sich mit Parafähigkeiten auszurüsten. Die Tarania hat Millionen von Jahren Bestand, aber irgendwann nimmt die Zahl der Taraner ab. Es gibt immer noch viele Explorer, die das Universum durchstreifen, aber viele Taraner ziehen sich in die Welten der Kreuzgalaxis zurück. Die Tarania zerfällt allmählich. NATHAN wendet sich von der Außenwelt ab und eröffnet die Vergangenheitsspiele. Nach Jahrmilliarden existieren nur noch der Matan und die NATHAN-Avatare, doch auch die Kinder der Intotronik sterben langsam aus. Der vereinsamte Matan wartet auf ein Ereignis, durch das ihm die wahre Bedeutung seiner Existenz aufgezeigt wird. Eines Tages meldet YLA, dass eine Barriere entsteht, die die Kreuzgalaxis in nur 50.000 Jahren vollständig umschlossen haben wird. Danach geht das höhere Leben auf allen Welten GA-yomaads zurück. Nur Luna ist nicht betroffen. Robotschiffe verbreiten Gensequenzen aus NATHANS Archiven in einfachen Lebensformen, die den Verkapselungsprozess überleben können. Nach weiteren Äonen löst sich die Barriere auf und die FRAGDANK erscheint.

Atlan wird erneut in den Zwischenspeicher geholt, denn der Kristallkörper ist nun vollständig zerfallen. Maay'chars Bewusstsein wurde zurücktransferiert und Atlans Geist hätte das nicht überstanden. Der Matan hat noch eine letzte Erinnerung auf Atlan übertragen. Es handelt sich um Ereignisse, die sich einige Jahre nach der Ankunft der FRAGDANK ereignet haben. Seinerzeit ist Veirdandi mit der ZEITWEIDE erschienen, um den Matan vor dem Atopischen Tribunal zu warnen. Erst weitere Jahre später wurde der Matan für das Tribunal angeworben.

Nach Abschluss der Geistreise teilt YLA mit, der Atopische Hof befinde sich jetzt in der Veste Tau, allerdings in einer anderen Vesikel. NATHAN erhält vom Atopischen Hof die Erlaubnis, Atlan und dessen Begleiter mit dem Raumzeitexpander dorthin zu versetzen. YLA kündigt an, Atlan werde jetzt dem größten Atopen begegnen – jenem, der vor Ewigkeiten den letzten Menschen angeworben habe ...

Innenillustration