Operation Eastside

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Perry Rhodan - Operation Eastside erschien 1998 als rundenbasiertes Computer-Strategiespiel für Personal Computer (PC) mit Microsoft Windows 95. Mit Einschränkungen läuft das Spiel auch auf Microsoft Windows XP.

Cover.jpg
Perry Rhodan - Operation Eastside
(Vorderseite A5-Karton)
© Spellbound / Black Forest Games GmbH

Bezug zur Perry Rhodan-Heftserie

Eine Vorkenntnis der Perry Rhodan-Heftserie ist weder nötig noch hilfreich, um Perry Rhodan - Operation Eastside zu spielen. Einige wenige Äußerlichkeiten sind dem Perryversum entnommen: zur Durchführung seiner Mission wählt der menschliche Spieler ein Volk aus, nachdem sich jeweils ein Vertreter der Terraner, Arkoniden, Springer, Akonen, Aras und Topsider mit den spezifischen Vorzügen seines Volks vorgestellt hat. Die Blues werden immer vom Computer gespielt, da sie durch ihre Molkex-Panzerung eine Sonderstellung einnehmen. Die Erwähnung von Schreckwürmern und Hornschrecken ist rein dekorativ.

Mission und Ziel des Spiels

Der Spieler wird von seinem Volk beauftragt, die bisher völlig unbekannte Eastside der Milchstraße zu erkunden und zu kolonisieren. Dazu ist er als Kommandant eines Raumschiffs zu einem vorher als bewohnbare Welt erkundeten Ziel unterwegs. Die ersten Kolonisten sind als Passagiere an Bord und ihre Aufgabe nach der Landung ist die Zerlegung des Raumschiffs, um aus den Einzelteilen eine Kolonialbasis zu errichten.

Damit ist das einzige Raumschiff zerstört, jede Art von Kommunikation und Transport mit dem Ursprungsvolk ist unmöglich und der größte Teil des Wissens ist verlorengegangen. Durch Produktion der benötigten Güter, Bevölkerungswachstum, Forschungsanstrengungen, Wiederaufnahme der Raumfahrt und Verteidigungsmaßnahmen kann die kleine Schar von Kolonisten zu einer respektablen Macht wachsen.

Das endgültige Ziel des Spiels ist, eine bestimmte Anzahl von Sonnensystemen zu besiedeln.

Bei Wahl der höchsten Schwierigkeitsstufen zu Beginn des Spiels gibt es 120 Sonnensysteme, von denen für den Sieg in allen 120 Sonnensystemen mindestens eine Kolonie gegründet oder erobert werden muss. Sieger ist ein Volk auch, wenn es keine gegnerischen Kolonien und Raumschiffe mehr gibt.

Völker

Zu Beginn eines Spiels erhält jeder Spieler einen Namen zugewiesen, der von dem Volk abhängig ist, welches er spielt. Insgesamt stehen jedem Volk fünf Namen zur Verfügung:

  • den Terranern jeweils ein Kommandant: Berger, Jackson, Kurihara, Legrand oder Tarpow.
  • den Arkoniden jeweils ein Kristallregent: Kenos, Orical, Tremesor, Zoltral V oder Zorgh III.
  • den Springern jeweils ein Patriarch: Gutztol, Naphtal, Olgams, Rutzak oder Tetzke.
  • den Akonen jeweils ein Sternenfürst: Adanil, Auris, Con-Ki, Doradan oder Dor-Par.
  • den Aras jeweils Koordinator: Hefner-Seton, Jassi-Petan, Tarbes, Trotal oder Uwasar.
  • den Topsidern jeweils ein Tuphtor: Brasht_Hon, Chrakt-Sor, Kandr-Tol, Mekht-Duk oder Vlaht-Om.

Aufgrund der Unterschiede verfügt jedes Volk über bestimmte Vor- und Nachteile. Die folgende Tabelle gibt genauere Angaben zu den Eigenschaften der Völker, die Terraner sind als Vergleichsgröße auf 100% beziehungsweise "normal" gesetzt.

Gebiet Terraner Arkoniden Springer Akonen Aras Topsider
Wohnraum 100% 300% 100% 150% 200% 250%
Konsumgüter 100% 120% 120% 150% 100% 150%
Leichte Industrie 100% 80% 80% 100% 80% 100%
Schwere Industrie 100% 80% 80% 80% 60% 100%
Forschung 100% 125% 75% 100% 200% 50%
Bevölkerungswachstum *) 26,5 22,5 27 26,5 24 19
Handel normal normal gr. Vorteil normal normal normal
Militär normal normal normal normal kl. Nachteil normal
Raumschiffbau normal normal gr. Vorteil kl. Nachteil kl. Nachteil kl. Nachteil
*)Bevölkerungswachstum erfolgt ab einer bestimmten Anzahl von Individuen in einer Kolonie, sofern eine Überversorgung mit Konsumgütern erfolgt. Die hier angegebene Zahl beschreibt die Wachstumsgrenzen auf einem optimalen Planeten.

Schließlich besitzen die Völker unterschiedliche Raumschiffstypen: Terraner haben rötliche Kugelraumer, Arkoniden bläuliche. Die Topsider verfügen über raketenförmige Schiffe mit einem Kugelwulst in der Mitte, die Springer über die typischen Springer-Walzen. Die Akonen benutzen Kugelraumer mit abgeplattetem Pol. Abweichend von der Heftserie, haben die Aras keine Walzenraumer, sondern Kugelraumer mit diversen Instrumenten als Außenaufbauten.

Forschung

Forschung ist ein zentraler Bestandteil des Spiels. Es gibt die Forschungsstufen E - A, wobei A das höchste erreichbare Level darstellt. Am Anfang sind alle Völker auf der Stufe E. Es gibt neun Forschungsrichtungen, davon vier für planetare Einrichtungen, vier für Raumschiffsausrüstung und schließlich noch die Molkexforschung, die aber nur verfügbar ist, sobald man auf das erste feindliche Bluesschiff gestoßen ist.

Die planetaren Einrichtungen tragen mitunter sehr phantasievolle Namen - sie sind aber für alle Völker gleich benannt, so dass auch Terraner das "Wohngebäude Arkon" bauen und Topsider das "Wohngebäude Terrania". Anlagen einer höheren Stufe haben einen wesentlich höheren Output als Anlagen niedriger Stufen, was zumeist auch mit einer höheren Effizienz einhergeht.

Stufe Wohnhäuser Konsumgüter Leichte Industrie Schwere Industrie
E -Wohngebäude Typ Arkon -Gewächshaus -Fabrikationseinheit -Energiewandler
D -Wohngebäude Typ Goshun -Hydroponische Anlage -Produktionsanlage -Strukturerzeuger
C -Wohngebäude Typ Kosar
-Kolonialzentrum
-Hydroponische Fabrik
-Planetarer Versorger
-Produktionsanlage Typ Essex
-Systemgenerator Typ A
-Integrator
-Schwerer Integrator
B -Wohngebäude Typ Zalit
-Planetares Megazentrum
-Hydroponische Doppelanlage
-Planetarer Versorger Typ Kosmos
-Produktionsanlage Typ Lisko 5
-Lunagenerator Typ B
-Planetarer Fusionsreaktor
-Phasenbasierter Energiewandler
A -Wohngebäude Typ Terrania
-Kolonialzentrum Typ Motrax
-Arkologischer Komplex
-Versorgungszentrum
-Systemversorger Terraform-Klasse
-Hydroponisches Zentrum
-Produktionsanlage Typ Terrania
-Überschwerer Sonnengenerator
-Produktionskomplex Typ 100 Sonnen
-Isolinearer Strukturwandler
-Überschwerer Integrator
-Solarkraftstation Planetenentwickler

Sobald Leichtindustrie und Schwerindustrie gleichermaßen entwickelt sind, werden zusätzlich Raumhäfen, Werften, Planetare Waffen und neue Forschungseinrichtungen freigeschaltet, die ebenfalls auf den Planeten errichtet werden können.

Stufe Forschung Raumhäfen Werften Waffen
E -Forschungslabor -Typ Venus -Schiffswerft Typ Kaulquappe -Raketenbasis
D -Analysezentrum -Typ Terra -Schiffswerft M-Klasse -Schirmfeld
C -Großrechner
-Positronikzentrum
-Typ Milchstraße -Werftanlage M-Klasse
-Schiffswerft Typ Luna
-Impulsstrahler
-Gravitationsbombenkatapult
B -Neoanalytikentwicklung
-Zentrallabor
-Typ Andromeda -Schiffswerft Typ Terra
-Werftanlage Typ Arkon
-Desintegrator
-Schweres Nadelstrahlgeschütz
A -Forschungszentrum
-Zentrale Systemforschung
-Forschungskomplex
-Typ Universum -Werftkomplex Sol-Klasse
-Werftanlage Typ Andromeda
-Werftkomplex Galaxis-Klasse
-Prallfeldgenerator
-Planetares Desintegratorgeschütz
-Transformgeschütz
Stufe Material Schutzschirm Antrieb Waffen
E -Panzerstahl -Prallschirm -Impulsantrieb -Impulsstrahler
D -Arkonit -Energieschirm -Überschwerer Impulsantrieb -Leichter Desintegrator
C -Arkon-P-Stahl -Hochenergieschirm -Transitionsantrieb -Nadelstrahlgeschütz
B -Arkon-T-Stahl -Gestaffelter Hochenergieschirm -Linearantrieb -Überschwere Desintegratorkanone
A -Terkonit -Wabenschirm -Kalup-Konverter -Transformgeschütz

Die Forschung für Raumschiffe führt dazu, dass bessere Ausrüstung für die eigenen Schiffe verfügbar werden, was im Kampf eine entscheidende Rolle spielt. Ein besserer Antrieb beschleunigt nicht die Reisezeit zwischen Systemen, sondern führt nur zur besseren Manövrierfähigkeit im Raumkampf. Mit besserer Ausrüstung werden die anfänglich 60 m durchmessenden Schiffe auch größer, bis die IMPERIUMS-Klasse mit 1500 m gebaut werden kann.

Eine Besonderheit stellt die Molkexforschung dar. Sobald ein erster Feuerwechsel mit einem Schiff der Blues überstanden ist, lässt sich die Waffenforschung umstellen.

E: Offenbar verfügen die Blues über eine Panzerung, gegen die unsere Waffen machtlos sind. Sie sollten unsere Wissenschaftler auffordern, nach einem Gegenmittel zu forschen.
D: Offenbar verfügen die Blues über eine undurchdringliche Raumschiffpanzerung. Computerauswertungen lassen auf ein molekularverdichtetes Material schließen. Wir versuchen, mehr darüber herauszufinden.
C: Leider ist noch kein Erfolg bei unseren Forschungen bezüglich der Panzer der Blues zu verzeichnen: Das Material ist uns absolut unbekannt. Unser Augenmerk richtet sich nun auf alle uns bekannten Planeten. Wir müssen dieses geheimnisvolle Material finden.
B: Ein Licht am Horizont. Haben Informationen über Hornschrecken und Schreckwürmer erhalten. Material ist Molkex und wird von Hornschrecken produziert. Planet mit Hornschreckenbefall gefunden und Materialprobe sichergestellt.
A: Mit dem B-Hormon der Schreckwürmer und H2O2 ist es uns gelungen, eine Anti-Molkex-Bombe zu entwickeln. Zu unseren Raumschiffen haben wir die Bomben bereits transmittiert.

Danach lassen sich die Blues-Raumschiffe leicht zerstören, zusätzliche Hintergrundinformationen oder gar Bilder werden nicht gezeigt. Der erste Schuss knackt den Panzer, danach nehmen die Schiffe ganz normal Schaden.

Mehrspieler-Modus

Mit einer einzigen Nutzungslizenz ist die Installation des Spiels auf mehreren Computern für den Mehrspielermodus zulässig. Im Mehrspieler-Modus können zwei Spieler ihre Computer über ein serielles Kabel verbinden, zwei bis sechs Spieler können im LAN (Stichwort: Broadcast-Domäne) - nicht jedoch im Internet - gegeneinander spielen. Alle Spieler müssen unterschiedliche Völker wählen. Die verbleibenden Völker und in jedem Fall die Blues werden vom Computer gespielt. Einer der Computer arbeitet als Server - hier werden für alle Spieler geltende Einstellungen (z. B. Begrenzung der Rundenzeiten) vorgenommen und auch nur hier muss sich die Original-CD während des Spiels im Laufwerk befinden.

Vermarktung und Bezugsquellen

Mit Herstellung und Vertrieb waren mindestens drei verschiedene Firmen befasst. Das Spiel kam 1998 auf den Markt, danach erschienen noch vier Updates zur Fehlerbeseitigung und leichten Funktionserweiterung. VPM erteilte nur die Rechte zur Nutzung der Marke. Unter der offiziellen Site perry-rhodan.net ist keine Information mehr zu Perry Rhodan - Operation Eastside vorhanden.

Es ist keine Vermarktung mehr bekannt, Interessenten sind auf den Second-Hand-Markt angewiesen. Besonders bei Internet-Auktionen ist darauf zu achten, dass das gedruckte Handbuch dabei ist - teilweise werden irreführende Bilder mit Handbuch gezeigt, dann findet sich möglichweise der Hinweis, dass das Handbuch nicht mehr vorhanden sei ...

Interessentenkreis

  • Kenner des Spiels, die eine Ersatz- oder Zweit-CD suchen
  • Sammler, die das Spiel selbst auch einmal erleben wollen
  • Hardcore-Sammler, die Restbestände in Folie eingeschweißt suchen
  • Neugierige, die ein sehr altes Spiel von vorn anfangen wollen

Musik "Pax Terra"

Die CD trägt das GEMA-Zeichen nicht ohne Grund: Die zum Spiel zuschaltbare Musik ist fast identisch mit Pax Terra von Christopher Franke, allerdings erlaubt das verwendete Dateiformat nur das Hören der Musik während des Spiels.

Unterschiede zur vergriffenen Audio-CD:

  • Die Musik zum Intro-Video ist kein Teil von Pax Terra
  • Die gesungenen Titel und Passagen fehlen auf Operation Eastside

Sonstiges Artwork

Videosequenzen: Intro/Aufbruch, Koloniegründung, "Siegerehrung"

Quelle

Bericht in PR 1876