Planet in Angst

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 685)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Das Konzil
Titel: Planet in Angst
Untertitel: Sie leben unter dem Eis – und fürchten die Bewohner des dritten Planeten
Autor: H. G. Francis
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: Dienstag, 8. Oktober 1974
Hauptpersonen: Reelahg Layzot, Seem Allag, Roi Danton, Ras Tschubai, Fellmer Lloyd, Gucky, Der Hohe Achmil, Cschmohrt
Handlungszeitraum: April 3460 (siehe hier)
Handlungsort: Stiemond, Mahlstrom der Sterne
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 77

Handlung

Der Biologe Reelahg Layzot bereitet mit seinem Mitarbeitern den Bahntransport dreier Semmler vor. Er ist sehr besorgt wegen der Ausrüstung und beschwört Emper Had, als der Phäbäer Aynet mit einem Trupp auftaucht und den Transport unterbinden will. Nachdem er Layzot bedroht und seine Männer die Zerstörung der Semmler angekündigt haben, kommen Polizeikräfte hinzu, die mit Trommeldums bewaffnet sind. Aynet beleidigt einen Polizisten als Paffe, nimmt Layzot als Geisel und hält ihm eine Pick an den Kopf. Dann wiederholt er die Forderungen seiner Gruppe nach einem Raumfahrtprogramm, um die Bewohner des dritten Planeten anzugreifen. Es kommt zum Kampf, bei dem Aynet und seine Männer getötet werden. Den Semmlern und Layzots Team ist nichts passiert, und so setzen sie die Arbeit fort. Die Fahrt geht nach Hammak, wo die Fahrzeuge abgeladen werden. Seem Allag, Layzots Assistent, bereitet die Abfahrt zur Station Extrem I vor, indem er einen Tunnel durch die massive Eisschicht schmilzt, die den Ausgang versperrt. Dann brechen die drei Fahrzeuge auf. Während der Fahrt in der schneebedeckten Eiswüste stoßen sie auf einen Eisriesen. Das Tier wird erlegt und dient zur Bereicherung der Speisekarte.

Als sie Extrem I erreichen, sehen sie von der Station nur den Stahlmast, der aus dem Eis ragt. Per Fernsteuerung lässt Layzot das Eingangstor freischmelzen, dann fahren die Semmler in die Station. Der militärische Stationskommandant Keek Arkark empfängt die Gruppe und zeigt sich zunächst recht unfreundlich. Layzot erklärt ihm die Mission. Seit 126 Jahren führt er die erste Expedition in den entfernten Norden an, wo es eisfreie, grüne Täler geben soll. Die letzte Expedition wurde völlig vernichtet, Aufklärungsflugzeuge abgeschossen und sogar Satelliten zerstört, die Informationen über dieses Gebiet liefern sollten. Anstatt auf militärische Gewalt will Layzot mit seiner Expedition auf Kommunikation setzen. Arkark soll sein Begleitoffizier werden, und Layzot macht dem Soldaten klar, dass er selbst das alleinige Kommando über diese Expedition hat. Das Wetter verschlechtert sich, und erst nach zwei weiteren Tagen in der Station bricht die Expedition auf. Während der Fahrt erzählt Allag über umfangreiche Fischzuchtprogramme in der submarinen Forschungsstadt Anarik, und Arkark von der Notwendigkeit, die Städte im Eis besser gegen Angriffe vom dritten Planeten zu schützen. Nach sieben Tagen gefahrvoller Fahrt durch Eisbarrieren und Gletscherspalten erreichen sie höhere Bergrücken, die ohne die Druckkabinen in den Semmlern nicht zu überqueren sind. Als der vordere Semmler mit Layzot und Allag einen Hang überwinden will, wird das zweite Fahrzeug beschossen und vernichtet. Dann wird auch das letzte Fahrzeug der Kolonne vernichtet. Nur mit Glück kann Layzot seinen Semmler in eine Höhle manövrieren, die etwas Schutz bietet. Sie steigen alle aus und setzen zu Fuß und bewaffnet den Weg fort. Dann werden auch sie beschossen, und fliegende Roboter töten mit langen Lanzen die Ingenieure der Gruppe.

In letzter Sekunde werden Layzot und sein Assistent Allag durch den Teleporter Ras Tschubai gerettet. In einer Höhle kommt es zum ersten Kontakt mit den Terranern. Tschubai und Fellmer Lloyd sind zuvor mit einer Space-Jet heimlich auf Stiemond gelandet, um Informationen über die Bewohner zu sammeln. Da die unbekannten Angreifer aus dem Tal auch den letzten Semmler zerstört haben, müssen die Überlebenden zu Fuß zur Station zurückkehren. Tschubai bietet zuvor den beiden Forschern die Besichtigung der Space-Jet an. Dort treffen sie den Piloten Mentro Kosum, den sie aufgrund seiner rötlichen Haare als den Ältesten der Fremden ansehen. Die an extreme Kälte gewöhnten Wesen ertragen jedoch die normale Innentemperatur des Raumschiffes nicht. Im folgenden Gespräch berichten Lloyd und Tschubai, dass die Bewohner des dritten Planeten, die Itrinks, von Insektenwesen unterwandert sind. Es besteht die Möglichkeit, dass die Insektenwesen auch auf Stiemond aktiv sind.

Mit einem Shift fliegt die Fünfergruppe das Tal an, die beiden Phäbäer sind dabei außen auf dem Shift untergebracht worden und durch einen Energieschirm geschützt. Der Boden des Tals selbst liegt unter Nebelbänken verborgen, was auf hohe Temperaturen aufgrund vulkanischer Aktivitäten schließen lässt. Dann wird der Shift mit einfachen Raketen beschossen und setzt den Phäbäer Allag ab. Dieser greift sich im Schnee liegende Waffen und stürmt auf die Position des Gegners zu. Kosum hat alle Mühe, die anfliegenden Lanzenroboter zu vernichten, bevor der leichtsinnige Phäbäer von ihnen angegriffen werden kann. Schließlich kommt ihm Ras Tschubai zu Hilfe und teleportiert mit ihm in das Tal. Der Shift folgt, durchstößt eine transparente Schutzfolie und landet in der Nähe von Pflanzenbeeten, die überall angelegt sind. Dann wird die Gruppe von etwa 20 Ploohns angegriffen, und Fellmer Lloyd ordnet den Rückzug an. Auf dem Flug aus dem Tal stellt Seem Allag den Tod von Layzot fest. Die Hitze im Tal ist zu viel für ihn gewesen.

Tschubai und Lloyd diskutieren das weitere Vorgehen. Mit Seem Allag als Zeugen wollen sie versuchen, die Regierungskreise auf Stiemond von der Gefahr durch die Ploohns zu überzeugen. Gleichzeitig wollen sie die Unschuld und Harmlosigkeit der Bewohner von Papillo, dem dritten Planeten, beweisen und den uralten Hass gegen die Itrinks beenden. Nachdem Allag seinen Vorgesetzten und Freund begraben hat, fliegen sie nach Hammak. Während der Shift versteckt bleibt, meldet sich Allag als letzter Überlebender der Expedition zurück. Er berichtet von dem Kampf gegen die Ploohns und der überragenden Unterstützung durch die Terraner. Mittlerweile wurde das vergleichsweise hohe Energiepotential des Shifts angemessen, was Allags Geschichte erhärtet. Trotzdem glaubt man Allag nicht, und der Hohe Achmil, ein Minister, der auch bei dem Verhör anwesend war, fordert den Einsatz einer todbringenden Wahrheitsdroge.

Fellmer Lloyd, der den Verlauf des Verhörs telepathisch mitverfolgt hat, informiert Tschubai. Ras Tschubai entschließt sich einzugreifen, um den Mord an Allag zu verhindern. Die bewaffneten Phäbäer können überrumpelt werden, und Allag berichtet Tschubai von einer Gruppe so genannter »Aggressiver«, die das Tal angreifen wollen, um einen Krieg zu provozieren. Der Hohe Achmil erkennt, dass ihnen keine Gefahr durch den Fremden droht und bitte um Bedenkzeit. Tschubai kehrt zum Shift zurück. Nach zwei Stunden steht fest, dass der Hohe Achmil und die anderen Phäbäer sich nicht zu einer Handlung entschließen können; zu groß sind die alten Ängste. Tschubai verlässt daraufhin den Shift, um die Aggressiven zu finden. Lloyd und Kosum bleiben mit dem Shift in der Nähe von Hammak und beobachten weiter die Lageentwicklung.

Ras Tschubai landet inmitten eines Gefechts. Zwei Phäbäer sprengen eine Eisspalte, woraufhin die Ploohns mit Raketen antworten. Nachdem er selbst knapp einem Raketentreffer entkommen ist, geht er davon aus, dass alle Aggressiven getötet wurden. Seine Sphäre ist ausgefallen und schützt ihn nicht mehr gegen die Kälte. Als er den Explosionsort der Phäbäer-Bombe untersucht, stößt er auf den im Eis gelegenen Stützpunkt der Ploohns. Er wird erneut mit Raketen beschossen, teleportiert aber in den Stützpunkt. Mit Mühe kann er dort einige Ploohns niederkämpfen. Er verwüstet Teile des Stützpunktes, benötigt dann aber Unterstützung. Vom Shift holt er sich den Master-Sergeant Hon-Tuang als Verstärkung und kehrt in den Ploohn-Stützpunkt zurück. Im Laufe des folgenden Gefechts entdecken die beiden Terraner den Transmitterraum der Ploohns. Als ein Ploohn den Transmitter benutzt und sich in einer Leuchterscheinung auflöst, erkennen die anderen, dass die Gegenstation nicht mehr existiert. Sie war auf Roi Dantons Befehl bereits vorher zerstört worden.

Fellmer Lloyd erfährt zur gleichen Zeit, dass der Hohe Achmil fast überzeugt ist und als letzten Beweis die Plantagen in dem heißen Tal sehen möchte. Lloyd informiert Tschubai, der sofort zurückkehrt und dann mit dem Hohen Achmil in das Tal teleportiert. Dort sieht sich der Hohe Achmil um. In der Ploohn-Station spitzt sich die Lage zu. Hon-Tuang gelingt es, die Funkzentrale der Ploohns zu zerstören, dann gerät er in Bedrängnis. Tschubai kann den Master-Sergeanten gerade rechtzeitig aus dem Stützpunkt retten. Im Shift berichtet Hon-Tuang davon, dass er in der Funkzentrale von einem Bombeneinsatz der Ploohns gehört hat.

Als Lloyd und Tschubai wenig später einer Versammlung der Phäbäer beiwohnen, die durch den Hohen Achmil geführt wird, erreicht sie die Nachricht aus dem Shift über den Anflug von 17 Raumschiffen. Als Lloyd die Nachricht an die Phäbäer weitergibt, kommt es zum Tumult. Beide Mutanten kehren zum Shift zurück und erfahren, dass Roi Danton mit einer weiteren Space-Jet auf Stiemond gelandet ist. Dann wird durch eine abgeworfene Wasserstoffbombe die Space-Jet von Lloyd und Tschubai zerstört. Gucky erscheint und bringt Mentro Kosum mit, der sich vorsichtshalber vor dem Angriff von der Space-Jet entfernt hat. In dem Shift beraten sie über die Situation. Die Ploohns haben noch zwölf weitere Täler bepflanzt und greifen eine Phäbäer-Stadt im Norden an. Ein Raumschiff wird im Anflug auf die Stadt Hammak gemeldet. Tschubai teleportiert zu den Phäbäern, um sie zu warnen, doch diese sind wie verrückt vor Angst. Mit Mühe kann Ras Tschubai den Assistenten Allag zum Shift zurückbringen, bevor er Schaden nimmt. Der Shift verlässt die Stadt in Richtung Süden, während weitere Atomwaffen detonieren. Zwei Ploohn-Schiffe werden geortet, die im Süden zur Landung ansetzen. Die Terraner und der Ilt wollen nun um jeden Preis die Flucht der Ploohns von Stiemond verhindern. Die beiden Teleporter bringen die Terraner in zwei Gruppen in den Ploohn-Stützpunkt, während Seem Allag beim Shift zurückbleibt. Irmina Kotschistowa, die zusammen mit Gucky angekommen ist, gehört zu einer der Gruppen.

Während Gucky die Hyperfunkgeräte und die positronischen Piloten der beiden Raumschiffe neutralisiert, versuchen Fellmer Lloyd und Ras Tschubai vergeblich, Ploohn-Gefangene zu machen. Sobald die Ploohns aus dem Stützpunkt in eine vorbereitete, in einiger Entfernung versteckte Kuppelunterkunft gebracht werden, sterben diese an einem Schock. Dann erfährt Fellmer Lloyd von der Ankunft der MARCO POLO. Bei dem nächsten Versuch, Gefangene zu machen, werden diese sofort nach dem erfolgten Transport in die Kuppel durch Irmina Kotschistowa und Mentro Kosum paralysiert und überleben die Gefangennahme. Damit ist das Ziel der Operation erfüllt. Die Einsatzteams kehren mithilfe der Teleporter in die Kuppel zurück, während der Stützpunkt in einer gigantischen Explosion vergeht. Die MARCO POLO kümmert sich erfolgreich um die restlichen Ploohn-Schiffe.

Eine Korvette übernimmt die beiden Gefangenen und bereitet das Verhör vor. Ras Tschubai bringt Seem Allag nach Hammak zurück und begibt sich auch an Bord der Korvette. Roi Danton bietet den Phäbäern per Funksendung weitere Unterstützung an und versucht sie zu beruhigen. Einer der beiden Ploohns bewegt sich plötzlich und stirbt. Der andere Ploohn kann durch Gucky vom Selbstmord abgehalten werden. Telepathisch belauschen sie seine Gedanken. Der Ploohn, der sich Cschmohrt nennt, setzt alles daran, sich entweder zu töten oder sein Volk über die Lage auf Stiemond zu informieren. Als Roi Danton ihn per Translator anspricht, verrät sich der Ploohn durch seine Reaktion. Die vorher angefertigten Sprachaufzeichnungen sind tatsächlich in der Sprache der Ploohns abgefasst. Demnach ist es sein Volk, das den Energieschlauch zwischen den Galaxien beherrscht und bevölkert. Danton setzt das Verhör fort und fragt den Ploohn nach dem Grund für den Angriff von 32 Ploohnschiffen auf die Erde.

In Hammak blickt Seem Allag in die Mündung einer Waffe. Der Hohe Achmil betrachtet die Terraner und ihre Versprechungen als unglaubwürdig. Dann wird Allag zu den Vorgängen der letzten Tage verhört. Er selbst vertraut den Terranern vorbehaltlos.

Fellmer Lloyd hat inzwischen herausgefunden, dass die Ploohns jede neu entdeckte Welt daraufhin untersuchen, ob sich dort ihre Pflanzen anbauen lassen. Ist die betreffende Welt militärisch gesichert, kommt es zum Kampf. Er findet auch heraus, dass die meisten Ploohns Zeus kennen und ihn töten wollen. Dann entlässt Gucky den Ploohn aus seiner mentalen Umklammerung, und das Insektenwesen begeht Selbstmord. Die Phäbäer haben inzwischen per Funk den Terranern weitere Landungen auf Stiemond untersagt. Seem Allag empfängt eine Dosis der tödlichen Verhörstimulanz und sieht gelassen seinem Ende entgegen. Er hat alles richtig gemacht und den Sieg über die Dummheit und Ignoranz seines Volkes errungen.

Anmerkung

  • Die Handlung dieses Romans findet kurz nach den Geschehnissen von PR 684 statt. Daher ergibt sich als Handlungszeitraum der April 3460.

Innenillustration