Die dritte Waffe

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 285)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Die Meister der Insel
Titel: Die dritte Waffe
Untertitel: Die Herrscher der Welten versammeln sich – sie sollen über das Schicksal der Menschheit entscheiden
Autor: William Voltz
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck / 4. Auflage: Themistokles Kanellakis (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 17. Februar 1967
Hauptpersonen: Perry Rhodan Atlan, Emilio Alberto Aboyer, Matten-Willy, Sintra Mahute-Rontoff, Miras-Etrin, Broysen
Handlungszeitraum: März 2405
Handlungsort: Terra
Lexikon: Meteorite / Meteor / Kometen
Zusätzl. Formate: E-Book,
enthalten in Silberband 30

Handlung

Am 3. April 2405 ist die Galaktische Gipfelkonferenz in der Solar Hall von Terrania geplant. 1039 regierende Administratoren von terranischen Kolonien und 228 amtierende Staatschefs anderer Sternenvölker sind geladen. Doch die Konferenz steht unter keinem guten Stern. Miras-Etrin, Faktor IV der Meister der Insel, hat einen Anschlag vorbereitet.

Am 2. April 2405 wird die zweite sichergestellte, aus 32 geschmuggelten Einzelteilen zusammengebaute Fragmentwaffe im Weltraum gesprengt. Sie entfaltet dabei die Wirkung einer sehr starken Atombombe. Perry Rhodan scheint jetzt beruhigt und glaubt, dass für die Konferenz keine Gefahr mehr droht – Atlan bleibt skeptisch. Gibt es doch eine dritte Fragmentwaffe, die bisher noch nicht entdeckt worden ist?

In Terrania hat Emilio Alberto Aboyer, ehemaliges Mitglied der Solaren Abwehr, weitere Ermittlungen aufgenommen. Aboyer hatte schon beim Aufspüren der ersten beiden Waffen einen guten Riecher – und jetzt ist er überzeugt, dass noch eine dritte Waffe existiert. Er hat sich diesen schwerwiegenden Verdacht von der Mathelogikerin Sintra Mahute-Rontoff bestätigen lassen, die Zugang zum Großrechner NATHAN hat. Aboyer möchte aber Beweise, bevor er den Abwehrchef, Allan D. Mercant, informiert und sucht sich einen Verbündeten unter den Konferenzteilnehmern: einen Matten-Willy, Delegierter der Hundertsonnenwelt. Mit ihm zusammen möchte er die neu eingetroffenen Konferenzteilnehmer auf eingeschmuggelte Waffenteile untersuchen. Aboyer und Willy begeben sich deshalb ins Bennerton-Hotel.

Sintra Mahute-Rontoff ergreift ebenfalls die Initiative. Es gelingt ihr, mit Atlan ein Gespräch unter vier Augen im Hauptquartier der Abwehr zu vereinbaren. Atlan, der sich bei ihrem Anruf gerade in Gesellschaft von Perry Rhodan und Allan D. Mercant an Bord der MUTRAS aufhält, sichert ihr das zu. Sowohl Perry Rhodan als auch Allan D. Mercant bezweifeln, dass Mahute-Rontoff große Neuigkeiten liefern kann. Am 2. April gegen 4 Uhr früh trifft Mahute-Rontoff bei Atlan ein und schildert ihm die Situation sowie die Absicht ihres ehemaligen Freundes, Emilio Alberto Aboyer, nach einem Beweis für diese dritte Waffe zu suchen. Atlan hält ihre Bedenken für berechtigt, aber Perry Rhodan, den er nach dem Gespräch kontaktiert, möchte die Konferenz auf jeden Fall durchziehen. Atlans Bitte nach einem Mutanteneinsatz lehnt er ab. Atlan entschließt sich deshalb, selbst nach der Waffe zu suchen.

Der MdI Miras-Etrin bereitet währenddessen den vernichtenden Schlag gegen Terra vor. Er ist mit einem Raumschiff Terra auf 250 Lichtjahre nahe gekommen, um folgenden Plan umzusetzen: mit einem winzigen Raumschiff soll ein Duplo einen terranischen TV-Satelliten entern und von dort die dritte Fragmentwaffe zünden. Das Selbstmordkommando übernimmt aber nicht ein Duplo, sondern der tefrodische Raumschiffkapitän Broysen, der dem MdI durch zu selbstbewusstes Auftreten unangenehm aufgefallen ist. Nach einigen Vorbereitungen macht sich Broysen 24 Stunden vor Konferenzbeginn auf den Weg.

Emilio Alberto Aboyer ist einen Tag vor Konferenzbeginn mit seinen Ermittlungen immer noch nicht weitergekommen. Zwar wurden durch die Suche einige Turbulenzen in den Quartieren der Konferenzteilnehmer ausgelöst, aber es wurden keine konkreten Ergebnisse erzielt. Auch ein Trick Atlans, Matten-Willy zu Perry Rhodan zu schicken und diesem eine Phantasiegeschichte über ein verdächtiges Bauteil in Matten-Willys leider verlorengegangenem Translator aufzutischen, schlägt fehl: Perry Rhodan hat Willys Aussage telepathisch überprüfen lassen. Aboyer hat dann zwar noch den Geistesblitz, die Fernsehübertragung könnte etwas mit der Waffe zu tun haben, aber natürlich hat er keine Beweise. Deshalb lässt am Abend vor dem Konferenztag auch Atlan die Ermittlungen einstellen. Nur Aboyer gibt nicht auf, er bittet Sintra Mahute-Rontoff weitere Berechnungen für ihn anzustellen.

Am 3. April, morgens um sechs Uhr, melden Überwachungsstationen das Eindringen eines kleinen Meteors mit hohem Nickelgehalt in die Erdatmosphäre – das Kleinstraumsschiff des MdI mit dem Tefroder Broysen an Bord. Broysen nähert sich mit dem Schiff dem TV-Satelliten TV-4-Sol und geht an Bord dieser kleinen Raumstation. Beim Betreten muss er einen Roboter ausschalten, der ihm im Wege steht. Sein Desintegratorschuss zerstört einen Teil der Verkabelung. Der Schaden wird von zwei weiteren anwesenden Reparaturrobotern behoben, allerdings ergeht eine Meldung über die Kabelunterbrechung an die TV-Zentrale. Dann bereitet der Tefroder den Zünder für die dritte Fragmentwaffe vor und verfolgt die TV-Übertragung von der Konferenz auf einem Kontrollmonitor.

Eine halbe Stunde vor Konferenzbeginn meldet sich Sintra Mahute-Rontoff bei Emilio Alberto Aboyer. Sie sagt ihm, dass die Auswertung die zehn Fernsehsatelliten erwähnt, dass sie aber nicht weiß, warum. Aboyer, der etwas betrunken ist, wird von einem Augenblick zum nächsten nüchtern. Er nimmt Kontakt mit der Reparaturabteilung des Fernsehens auf und erfährt, dass TV-4-Sol einen Kabelbruch gemeldet hat, der aber von den Wartungsrobotern behoben worden ist. Aboyer verliert jetzt keine Sekunde mehr, kapert einen Gleiter und fliegt direkt ins Hauptquartier der Solaren Abwehr. Er informiert Atlan, der sich von Ras Tschubai sofort zum Raumhafen teleportieren lässt, um mit einer Moskito-Jet zum Fernsehsatelliten TV-4-Sol zu fliegen.

Inzwischen ist es neun Uhr, und die Konferenz beginnt. Doch die Teilnehmer werden Zeugen eines merkwürdigen Schauspiels: Aus den Körpern von 32 Konferenzteilnehmern lösen sich plötzlich Teile der dritten Fragmentwaffe, schweben in die Mitte der Halle und gruppieren sich zu einem ovalen Körper. Perry Rhodan und seine Mutanten sind machtlos: Was soll die Katastrophe jetzt noch aufhalten?

Doch Atlan und Ras Tschubai haben inzwischen mit einer Moskito-Jet TV-4-Sol erreicht, Ras Tschubai teleportiert mit Atlan in das Innere des Satelliten. Atlan erkennt sofort die gefährliche Situation: Ein unbekannter Mann sitzt auf dem Boden und starrt auf einen Kontrollbildschirm. Er hat ein kleines Kästchen in der Hand. Atlan schießt in dem Moment, als der Tefroder Broysen den Zünder betätigen möchte. Broysen stirbt, und der Zünder fällt zu Boden. Ein Blick auf den Bildschirm überzeugt Atlan, dass er gerade noch rechtzeitig gekommen ist. Die Waffe ist nicht explodiert. Er schickt Ras Tschubai zu Perry Rhodan, um ihn über den glücklichen Ausgang der Operation zu informieren.

Die Konferenz kann jetzt beginnen – und Perry Rhodan hat plötzlich wieder alle Trümpfe in der Hand, um die Administratoren von der Richtigkeit seiner Vorgehensweise im Kampf gegen die Meister der Insel zu überzeugen.

Innenillustration