Vulnurer

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit dem Generationenschiff MORGEN. Für weitere Bedeutungen, siehe: MORGEN.

Die Vulnurer sind ein Volk, das ausschließlich auf drei Generationsschiffen im All lebt. Der Name des Volkes bedeutet soviel wie Bekehrer, da die Vulnurer planetengebundenes Leben für schlecht halten und versuchen, solche Völker zum Exodus mit Generationsschiffen zu bekehren. (Atlan 576)

Ursprünglich wurde der Name von Vulnur-Ferr-Vulnur abgeleitet, dem Emulator der Vulnurer. (Atlan 655)

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Atlan 576
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Die Vulnurer sind ameisenähnliche, Sauerstoff atmende Intelligenzen mit einer Lebenserwartung von nur 10 terranischen Jahren. Sie werden durchschnittlich 1,90 m groß. Am Kopf sitzen zwei 30 cm lange Fühler, die wie bei Ameisen zur Kommunikation und zum Tasten verwendet werden. Die Chitinpanzer sind mahagonifarben. Die Vulnurer gehen auf zwei Beinen, die beiden vorderen Gliedmaßenpaare sind mit kleinen Greifzangen ausgestattet und dienen als Arme. Sie tragen keine Kleidung. Ausrüstungsgegenstände werden in Schlaufen getragen, die am Körper befestigt werden.

Die Vulnurer sind eine Eier legende Spezies. Im Gegensatz zu anderen insektoiden Völkern leben sie aber nicht in einem Staatenverbund mit einem einzigen fruchtbaren Weibchen an der Spitze. Soweit bekannt, können alle weiblichen Vulnurerinnen Eier legen. Männer und Frauen leben monogam zusammen. Aus einem Ei schlüpft nach 14 Tagen eine Made, die sich vier Wochen lang mit Unmengen von Nahrung vollstopft. Dann verpuppt sie sich, bis drei Wochen später ein voll ausgewachsener Vulnurer schlüpft, dessen anfangs weicher Chitinkörper schnell aushärtet. Das Neugeborene besitzt durch Vererbung schon das meiste Wissen, das ein Erwachsener braucht. Es kann nach dem Schlüpfen sofort sprechen und hat die intellektuelle Leistungsfähigkeit eines Erwachsenen. Angehörige höherer Kasten erhalten zehn Tage nach der Geburt einen Eigennamen. Dieser wird als Statussymbol in den Brustpanzer gebrannt.

Aufzuchtstationen oder ähnliches sind nicht vorhanden. Die Eltern kümmern sich allein um ihren Nachwuchs, allerdings wird immer nur ein einziges Ei gelegt.

Charakterisierung

Das Hauptziel aller Vulnurer besteht darin, die Wiedergeborene Lichtquelle zu finden. Allerdings weiß kein Vulnurer, was die Lichtquelle eigentlich ist.

Zum religiösen Glauben der Vulnurer gehört die Überzeugung, dass das planetengebundene Leben von bösen Mächten gelenkt wird. Die Vulnurer glauben, dass die Hinwendung zum Guten nur im freien Weltraum möglich ist. Aus diesem Grund werden freiwillige Missionare ausgesandt, sobald die Generationenschiffe sich einem Planeten mit intelligenter Bevölkerung nähern. Die Missionare sollen diese Völker dazu bewegen, sich den Vulnurern anzuschließen.

Bekannte Vulnurer

Gesellschaftssystem

Es gibt circa 65.000 Vulnurer. Sie leben in einem Kastensystem, das wie folgt aufgeteilt ist (die Reihenfolge entspricht der Rangfolge):

  • Mono: Staatsoberhaupt und gleichzeitig Kommandant der drei Generationsraumschiffe ist stets ein männlicher Vulnurer. Er wird für zweieinhalb Jahre von der Priesterschaft gewählt. Tatsächlich ist er nur eine Marionette der Priesterinnen, dies ist den meisten Vulnurern aber nicht bekannt.
  • Piloten und Techniker
  • Techniker und Versorger
  • Mediziner und Forscher
  • Einfaches Volk: Im Gegensatz zu den höher gestellten Kasten haben einfache Vulnurer keinen Eigennamen.
  • Priester: Die aus sieben Vulnurerinnen bestehende Priesterschaft nimmt eine Sonderstellung im Kastensystem ein. Man weiß kaum etwas über sie, sie treten nur selten öffentlich in Erscheinung. Sie residieren im stillgelegten und umfunktionierten Großkessel einer Lebensmittelfabrik der HEUTE. An ihrer Spitze steht eine Oberpriesterin, die den Beinamen »Lichtquelle« trägt. Die Priesterinnen sind fanatische Verfechterinnen des vulnurischen Glaubens.

Technologie

Das Niveau der von den Vulnurern verwendeten Technik ist mit dem Entwicklungsstand der Solaner im Jahre 3804 vergleichbar.

Raumschiffe

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Atlan 578
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Die drei Generationsschiffe (auch als Heimatschiffe bezeichnet) GESTERN, HEUTE und MORGEN haben jeweils einen Durchmesser von 800 Metern und eine Höhe von 1200 Metern. Jedes dieser Schiffe ist wie ein Trichter geformt, auf dessen Stiel eine Schüssel mit der Wölbung nach oben gesetzt wurde.

Jedes Schiff ist neben anderen Beibooten wie den 16 mal 11 Meter großen linsenförmigen Kleinerkundern (je 80 pro Heimatschiff) mit einem Blitzaufklärer ausgerüstet, der einen Durchmesser von 150 Metern bei einer Höhe von 100 Metern hat und auf der Oberseite des Schüsselkörpers angedockt ist.

Roboter

Die vulnurischen Roboter sind dem Körper eines Vulnurers nachempfunden, die Körperoberfläche ist mattschwarz. Allerdings fehlen der Hinterleib und die Beine. Der Körper der Roboter läuft in einem kegelstumpfförmigen Sockel aus. Sie bewegen sich schwebend fort. Am unteren Armpaar befinden sich anstelle der Greifzangen verschiedene Waffensysteme. Neben Paralysatoren sind Abschussvorrichtungen für winzige Bolzen vorhanden, die das Opfer hypnotisch beeinflussen. Für den Nahkampf sind die Kieferzangen der Roboter mit einem tödlichen Gift präpariert. Energieschutzschirme sind nicht vorhanden.

Geschichte

...

Der Ursprung der Vulnurer ist nicht bekannt. Sie selbst waren davon überzeugt, nie auf einem Planeten gelebt zu haben. Fortschrittlicher denkende Vulnurer wie Jacta Tars hielten dies jedoch für einen Irrglauben. (Atlan 576)

Die Vulnurer müssen zumindest zeitweise auf der Basis des Ersten Zählers in der Namenlosen Zone gelebt haben. Im Jahre 3600 lebten dort nur noch zwei Vulnurerinnen. Einer bruchstückhaften Äußerung Kiks kann entnommen werden, dass es früher weit mehr Vulnurer auf der Basis gegeben hat. (Atlan 600) Die Lichtquelle bestätigte dies in einem Gespräch mit Atlans Extrasinn. (Atlan 616)

Im Jahre 3601 entdeckte Atlan das durch die Namenlose Zone treibende Wrack eines vulnurischen Blitzaufklärers. Ein toter Vulnurer war noch an Bord. Atlan ging davon aus, dass das kleine Raumschiff auf der Suche nach der Quelle der Jenseitsmaterie aus dem Standarduniversum kommend in die Namenlose Zone eingedrungen war. Atlan nahm einen vulnurischen Raumanzug mit auf die Basis und präsentierte ihn der Quelle. Diese reagierte jedoch nicht. (Atlan 622)

Während ihrer endlosen Reise durch das All waren die Vulnurer schon vielen Zivilisationen begegnet, alle waren jedoch auf Planeten beheimatet, und keine davon hat sich von den Missionaren »bekehren« lassen. Sie kannten HIDDEN-X nicht, wurden aber insgeheim durch Hapeldan im Sinne dieser Superintelligenz beeinflusst.

...

Die SOL traf Anfang September 3804 auf die Vulnurer. Zu diesem Zeitpunkt war Jacta Tars zur Nachfolgerin einer jüngst verstorbenen Priesterin bestimmt worden. Diese fortschrittlicher denkende Vulnurerin war die erste ihres Volkes, der Atlan begegnete. Obwohl Hapeldan alias Lichtquelle-Mara die SOL und die Solaner als von bösen Mächten besessene Feinde der Vulnurer bezeichnet hatte, rettete Jacta Tars Atlan und dessen Begleiter aus der DORANIA, die von der teilweise organischen Materie einer Dunkelwolke zerquetscht wurde. Da ihr Beiboot, mit dem sie die Dunkelwolke erkunden sollte, ebenfalls zerstört zu werden drohte, versetzte Jacta Tars die Solaner und sich selbst mit einem Fluchttransmitter in die HEUTE.

Dort wurden die Solaner sofort verhaftet, Jacta Tars befreite sie aber wieder. Derweil griffen die Generationsraumschiffe die SOL an, konnten von dieser aber in Schach gehalten werden. Bjo Breiskoll entdeckte den Zentralkegel, der sich bei den Generationsraumschiffen versteckte. Nach einem heftigen Schusswechsel konnte die SZ-1 ihn vernichten. Der maskierte Hapeldan trat Atlan und dessen Begleitern mit einer robotischen Eskorte entgegen. Sanny durchschaute ihn, Blödel riss die Maske herunter. Daraufhin verweigerten die Roboter Hapeldan den Gehorsam, so dass er mit einem Blitzaufklärer der HEUTE fliehen musste. Jacta Tars wurde durch Losentscheid zur neuen Oberpriesterin bestimmt und beendete alle Kämpfe. Atlans Gruppe wurde auf die SOL zurückgebracht. (Atlan 576)

Eine der ersten Aktionen der neuen Oberpriesterin bestand darin, die Anonymität der Priesterschaft zu brechen und persönlich in der Zentrale der HEUTE tätig zu werden. Lichtquelle-Jacta erkannte am Beispiel der SOL, dass ein Kastensystem mit starrer Aufgabenverteilung ein Hindernis in der Entwicklung eines Volkes ist.

Durch ihre revolutionären Ideen zog sie sich die Feindschaft der anderen Priesterinnen zu. Insbesondere Shema, die älteste Priesterin, begann, gegen sie zu intrigieren. Dass die Heimatschiffe der SOL in die Zone-X gefolgt waren und dort festsaßen, trug nicht zur Entspannung der Situation bei. Als Lichtquelle-Jacta eine Wiederaufbereitungsanlage durchquerte, verübte Shema einen Giftgasanschlag auf sie. Sie entging dem Tod nur durch das Eingreifen Ferrunger-Monos, der Lichtquelle-Jacta liebte und mit ihr zusammenleben wollte, aber auch versuchte, sie in ihrem Übereifer zu bremsen. Kurz nach dem Anschlag erhielt Jacta eine anonyme Warnung.

Als OGGARS HORT einige Zeit später bei der Dunkelwolke erschien, konnte Lichtquelle-Jacta Oggar nur kurz über Funk vor einer Falle warnen, bevor die Verbindung zusammenbrach. Danach löste sie eine Versammlung von 100 Vulnurern auf, die in Shemas Auftrag die Sauerstoffversorgung der HEUTE sabotiert hatten. Sie ließ die Aufrührer verhaften und wurde nun erstmals gewahr, dass Shema ihre eigentliche Feindin war. Diese drohte, Jactas Eltern zu entführen. Jacta begab sich sofort zur GESTERN, doch ihre Eltern waren schon verschwunden. Weitere Aufrührer paralysierten Jacta, die jedoch von ihrer Robotgarde zurück in die HEUTE und in Sicherheit gebracht wurde.

Jacta plante nun, ihre Eltern zu befreien. Zu diesem Zweck begann sie mit einer Jagd auf die anderen Priesterinnen. Sie konfrontierte Shema persönlich, doch die Priesterin hatte einen von Jactas Robotern in ihre Gewalt gebracht und umprogrammiert. Als dieser auf Jacta schoss, warf sich Ferrunger-Mono, der Jacta gefolgt war, in die Schussbahn und wurde tödlich getroffen. Jacta entwaffnete Shema. Bevor Ferrunger-Mono starb, rief er die Vulnurer auf, alles zu tun, um die Wiedergeborene Lichtquelle zu finden. Jacta erkannte, dass dieses Ziel wichtiger war, als andere Völker zu missionieren oder ihr eigenes Volk nach dem Vorbild der Solaner umzuformen. Sie erklärte sich deshalb zum neuen Mono und übernahm somit auch die Führung der Heimatschiffe.

Als die SOL und OGGARS HORT in die Zentrumsregion von Zone-X eindrangen, folgten die Heimatschiffe nicht. Sie drehten ab, um die Wiedergeborene Lichtquelle zu suchen. (Atlan 578)

Laut einer Vision, die Wonat-Zount Atlans Extrasinn bereits im Jahre 3601 vermittelte, handelte es sich hierbei um die »Zeit der ersten Wende«. Als »Zeit der zweiten Wende« wurde ein späterer Zeitpunkt bezeichnet, zu dem die Vulnurer erneut der SOL begegneten und zur Lichtquelle zurückkehrten. (Atlan 616)

Quellen

Atlan 576, Atlan 577, Atlan 578, Atlan 600, Atlan 616, Atlan 622, Atlan 655