Kik

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Kik war ein Vlahreser.

A617 1.JPG
Atlan 617
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Das nicht humanoide Wesen sah aus wie ein dunkelbrauner Seestern mit fünf kräftigen Beinen, auf denen es aufrecht ging. Die Beine konnten auch als Arme eingesetzt werden. In der Mitte der Körperoberfläche saß ein Kopf, der fast nur aus roten Haaren und einem großen hellblauen Augenpaar zu bestehen schien. Kik war weniger als einen Meter groß. Er trug keine Kleidung.

Anmerkung: In Atlan 632 ist von braunen Haaren die Rede.

Charakterisierung

Atlan hielt Kik für kauzig und etwas einfältig. Das Wesen sprach holprig Interkosmo. Diese Sprache hatte es von Born gelernt. Angeblich hatte Atlan ihm beigebracht, jeden Satz mit »Atlan« zu beginnen und mit »nicht wahr?« zu beenden.

Kik unterlag dem Effekt der Mnemo-Löschung nur unvollständig. Er konnte sich an zurückliegende Wachphasen erinnern (allerdings blieb unklar, ob er überhaupt jemals schlief), seine Erinnerung erwies sich jedoch als lückenhaft.

Atlan vertraute Kik nicht vollständig. (Atlan 600)

Paragaben

Kik verfügte über die Fähigkeit, sich wie ein Teleporter von Ort zu Ort zu bewegen. Er behauptete, diese Gabe nicht unter Kontrolle zu haben. (Atlan 616)

Außerdem besaß Kik verschiedene nicht näher bezeichnete Parafähigkeiten. So konnte er zukünftige Ereignisse vorhersehen und alterte nicht. (Atlan 617, S. 42) Er konnte andere Lebewesen mental beeinflussen, etwa in der Art eines Telepathen oder Hypnos. (Atlan 617, S. 35) Außerdem hatte Kik telekinetische Kräfte – möglicherweise aber nur im Zusammenspiel mit der Quelle der Jenseitsmaterie. (Atlan 617, S. 3)

Anmerkung: Die Formulierungen in der Quelle sind in Bezug auf Kiks mögliche Telekinetenkräfte nicht eindeutig.

Kik behauptete im Januar 3808, er habe drei Leben. Eines habe er auf der Basis des Ersten Zählers »verbraucht«. (Atlan 632)

Geschichte

Kik wurde ca. 1000 Jahre vor 3807 als Nachkomme des Vlahresers Annymon auf dem Planeten Vlahbheynin der Galaxie Bars-2-Bars geboren. Er wurde von der Prezzarleserin Djerbsch Lyttker genannt, was soviel bedeutete wie »Neue Hoffnung«. Annymon hatte jedoch einen anderen Namen für seinen Nachkommen im Sinn. Der Name sollte nur aus drei Buchstaben bestehen – für Vlahreser eine Besonderheit, denn traditionsgemäß mussten ihre Namen vier Buchstaben enthalten. Personen, deren Namen mit einem »K« begann, hatten bei den Vlahresern schon immer besondere Bedeutung.

Als Kik ein Jahr alt war, empfing Djerbsch die Botschaft einer unbekannten positiven Macht, die verkündete, Annymons Nachkomme habe eine besondere Mission zu erfüllen. Zu diesem Zweck sollte das Junge an einen anderen Ort gebracht werden und drei Leben erhalten. Nachdem er seinen wahren Namen erfahren hatte, verschwand Kik. (Atlan 626)

Irgendwann vor November 3587 gelangte Kik in die Namenlose Zone und lebte als Gefangener im Inneren des Grenzwächters Eppletonn. Es ist nicht bekannt, wie und warum er in die Namenlose Zone gelangt ist. Ihm wurde irgendwann gestattet, den Grenzwächter zu verlassen. Er wurde von Unbekannten abgeholt und zur Basis des Ersten Zählers gebracht. (Atlan 605, Atlan 606)

Atlan begegnete Kik schon kurz nach seiner Ankunft auf der Basis des Ersten Zählers Ende 3587 oder 3588. Kik behauptete, schon immer auf der Basis des Ersten Zählers gelebt zu haben. Er behauptete, er habe einen Bruder namens Verynth gehabt, der von Janvrin getötet worden sei. Möglicherweise waren diese Angaben auf die Mnemo-Löschung zurückzuführen. Kik versorgte den Arkoniden mit Nahrungskonzentraten, die er von seinen eigenen Rationen abzweigte, sowie mit Notizblöcken und Informationen. Allerdings verriet er nicht, an welchem Ort er die Konzentrate und Blöcke erhielt, da ihm dies verboten worden war. Kurz nach ihrem ersten Zusammentreffen ließ Kik Atlan einen Beutel mit sechs giftigen Rieseninsekten zukommen, mit denen Atlan den Wächter der Basis, der ihn vertreiben wollte, außer Gefecht setzen konnte. Kik konnte sich zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr an seine Gefangenschaft bei Eppletonn erinnern. (Atlan 606)

Im Jahre 3600 wurde Kik von einem Roboter der Basis um Hilfe gebeten, weil ANTI-ES den Ersten Zähler Janv-Zount eingekerkert hatte. Kik sollte den Haluter Beyl Transot, der ebenfalls auf die Basis entführt worden war, als Helfer anheuern. Dazu scheint es jedoch nicht gekommen zu sein. Kik begleitete Atlan und Beyl Transot zur Quelle der Jenseitsmaterie. Als Beyl Transot unterwegs von Janvrin angegriffen und getötet wurde, blieb Kik bei Atlan. Aus Angst vor Janvrin folgte er dem Arkoniden aber nicht ins Innere der Basis.

Er suchte Atlan erst wieder auf, als dieser nach der Befreiung des Ersten Zählers und nach der Bewusstlosigkeit erwachte, die auf die Trennung von seinem Extrasinn folgte. Erneut führte er ihn zur Quelle der Jenseitsmaterie. (Atlan 600)

Atlan wurde im Jahre 3600 kurz nach der Erschaffung Chybrains in einer kleinen Zelle im Inneren der Basis eingekerkert. Daraus konnte er sich erst im März 3601 mit Borns Hilfe befreien. Kik wartete bereits auf den Arkoniden (ebenfalls im Inneren der Basis – es ist unklar, wie er trotz des für Oberflächenbewohner geltenden Verbots dorthin gekommen war), um ihn mit Wasser und Nahrung zu versorgen. Nach der Vernichtung Janvrins mit Hilfe einer kleinen Kugel aus Jenseitsmaterie litt Atlan unter starken Verwirrungszuständen. Er kam erst wieder ganz zu sich, als Kik ANTI-ES erwähnte. Kik stand Atlan beim Kampf gegen die Zepp-Zounter bei. Von den Robotern der Basis erhielt er vier leichte Desintegratoren, mit denen er viele Zepp-Zounter vernichtete. (Atlan 613)

Die Basis des Ersten Zählers verfolgte ANTI-ES bis zum Spinar und machte beim Grenzwächter Ahratonn Zwischenstation. Atlan wollte dem Grenzwächter gegen einen Dryll beistehen und begab sich ins Innere des gigantischen Wesens. Dort begegnete er Kik, den er nicht mitgenommen hatte. Auf Atlans Bitten gab Ahratonn seine Gefangenen frei. Aus unbekannten Gründen wurde auch Kik dazugezählt, obwohl dieser längst frei gewesen war. Später begleitete Kik Atlan ins Spinar. Kik verschwand, als Atlan von Neutralschwebern gefangen genommen wurde. Er tauchte plötzlich mit Nahrungskonzentraten wieder auf, nachdem Atlan von anderen Neutralschwebern befreit worden war. Nachdem sich Atlans Extrasinn vom Arkoniden getrennt hatte, nistete er sich vorübergehend in Kik ein. Dieser versetzte sich zur Basis des Ersten Zählers und wurde zur Lichtquelle geführt. Dort löste sich der Extrasinn wieder von Kik und kehrte wenig später zu Atlan zurück.

Kik machte einige merkwürdige Andeutungen und deutete mehrmals an, dass Atlan sich nicht an Kik erinnern dürfe:

Zitat: [...] »Ich handle jetzt aus eigenem Willen. Ich weiß, dass ich schon bald sterben muss, aber das macht nichts. Einen Tod kann ich leicht verkraften. Du musst nur alles vergessen, sonst sterbe ich doch noch ganz.« [...]

Außerdem ließ er eine Bemerkung fallen, die darauf schließen lässt, dass er ziemlich genau über das Schichsal der Vulnurer informiert war:

Zitat: [...] »Sie können nicht von GESTERN über HEUTE bis MORGEN denken [...]« (Atlan 616)

Ohne Atlans Wissen stand Kik in dieser Zeit in Kontakt mit Born, der sich vor ANTI-ES versteckt hielt. Kik wollte Born beistehen und bei der Suche nach Chybrain helfen. Als die Arltra-Ranger die Basis des Ersten Zählers nach Atlans Rückkehr aus dem Spinar angriffen, um die Quelle der Jenseitsmaterie zu rauben, schüttete Kik den von ihnen rund um die Quelle ausgehobenen Graben immer wieder telekinetisch zu. Die Arltra-Rangerin Sanny hielt Kik für ein halbintelligentes Tier und wollte ihn als Spielzeug oder Diener mitnehmen. Es gelang Kik jedoch, Sannys Konditionierung zu durchbrechen und ihr wahres Ich wieder zum Vorschein bringen. Sanny konnte sich nun wieder an ihre Herkunft erinnern. Sie bat Kik, auch die anderen Molaaten von der Konditionierung zu befreien. Dazu blieb aber nicht genug Zeit. Einige Arltra-Ranger kreisten Kik und Sanny ein.

Kik floh mit Sanny vor den Arltra-Rangern, unterrichtete Born über die aktuellen Geschehnisse und kehrte zu Sanny zurück. Erneut wurden die beiden umzingelt. Kik fing mit seinem Körper einen Schuss ab, der für Sanny bestimmt war. Er stürzte tödlich getroffen von einer Steilkante. Sanny folgte ihm. Er sprach mit ihr über einen geheimnisvollen Auftrag (vermutlich sollte er Atlan helfen), zu dessen Erfüllung er seine besonderen Kräfte erhalten habe. Diese übertrug er auf Sanny. Sie sollte den Auftrag irgendwann vollenden. Nach seinem Tod löste sich Kiks Körper auf. Sanny wurde nach Heimat-11 versetzt und verlor alle Erinnerungen an diese Ereignisse. (Atlan 617)

Als Atlan im November 3807 im Rahmen des Temporären Reinkarnationseffekts von seinen Erlebnissen in der Namenlosen Zone berichtete, sagte Sanny, sie sei Kik möglicherweise schon einmal begegnet. (Atlan 613, S. 63)

Am 1. Dezember 3807 stand Atlan vor der Entscheidung, entweder nach Cpt oder zur Quelle der Kampfzwang-Strahlung in Xiinx-Markant zu fliegen. Tyari und Sanny wollten ihn dazu bewegen, letzteres Ziel zu wählen. Sanny sagte: (Zitat) [...] »Würdest du denn Kik glauben, wenn er es dir bestätigte?« [...] Daraufhin verwandelte sie sich vorübergehend in Kik. Es ist nicht bekannt, ob jemand außer Atlan diese Verwandlung wahrnehmen konnte. (Atlan 615)

Erst danach erinnerte sich Atlan im Rahmen des Temporären Reinkarnationseffektes an den Angriff der Arltra-Ranger auf die Basis des Ersten Zählers und an die Ereignisse im Zusammenhang mit Kiks Tod. (Atlan 617)

Mitte / Ende Dezember 3807 wurde die SOL nach Bars-2-Bars transferiert. Sanny blieb in Xiinx-Markant zurück und trieb hilflos in ihrem Raumanzug im All. Kik erschien mit dem Organischen Raumschiff Asgard und rettete sie. (Atlan 625)

...

Die Superintelligenz KING erhielt kurz nach ihrer Entstehung im April 3808 von Parzelle den Auftrag, in einem weit entfernten Bereich des Universums für die Kosmokraten zu wirken. KING verließ Bars-2-Bars und nahm dabei einige Weggefährten Atlans mit, darunter auch Kik. (Atlan 649)

Quellen

Atlan 600, Atlan 605, Atlan 606, Atlan 613, Atlan 615, Atlan 616, Atlan 617, Atlan 625, Atlan 626, Atlan 632, ..., Atlan 649