Mardakaan

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Mardakaan, der Planet der Spiele, ist der einzige Planet des roten Riesen D'haan in der Eastside von Siom Som. Er ist die Hauptwelt der Ophaler und ihres Sternenreichs. (PR 1303, PR 1328, PR 1332)

Anmerkungen:
In PR 1298, Kap. 3 heißt es einmalig Madakaan; wohl ein Druckfehler.
Laut PR 1303, Kap. 3 ist Mardakaan sogar die Ursprungswelt, laut PR 1332, Kap. 8 die Heimatwelt der Ophaler. Das klingt unglaubwürdig, denn in PR 1278, Kap. 3 stellt es Kuursen Ton in einem Gespräch mit Volcayr so dar, als hätten sie sich nur hier angesiedelt, weil der Planet ideal als Austragungsort für die Spiele des Lebens geeignet war.
Astrophysikalische Daten: Mardakaan
Andere Namen: Planet der Spiele (PR 1303)
Sonnensystem: D'haan
Galaxie: Siom Som
Entfernung zur Milchstraße: ≈40 Mio. Lichtjahre
Entfernung zum Zentrum von Siom Som: 14.534 Lichtjahre
Typ: Wüstenplanet (PR 1328)
Jahreslänge: ≈11 Terra-Jahre (siehe hier)
Bekannte Völker
Ophaler
Hauptstadt: Mardakka

Übersicht

Mardakaan ist eine heiße, trockene unwirtliche Welt, die ihre Eigenschaften ihrer Sonne verdankt. Leben ist nur in der Nähe der Pole möglich.

Mardakaan ist der Hauptplanet des Ophaler-Reichs mit der Verwaltung und dem Archiv, die sich in der Hauptstadt Mardakka befinden. (PR 1575)

Mardakka liegt nahe dem Südpol – sie ist auch die einzige Stadt auf dem ansonsten von Wüsten bedeckten Planeten. (PR 1328, ...)

In der Nordpolregion befindet sich die Upanishad des Planeten, die Hohe Schule von Mardakaan. (PR 1278, Kap. 1, 5)

Singschulen

In den Singschulen von Mardakaan wird die Crème de la Crème der ophalischen Sänger ausgebildet. Weithin bekannt sind die Singschulen Belku namtal und die Nambicu ara wada. (PR 1328)

Im Vorfeld vor jedem Spiel des Lebens fand ein Wettstreit der Singschulen statt, dessen Sieger dann bei der Ausrichtung des Spiels die tonangebende Rolle erhielt. (PR 1328)

Spiele des Lebens

Tausende Jahre fand auf Mardakaan das Spiel des Lebens statt, bei dem die Teilnehmer in simulierten Szenarien gegeneinander antraten. Die Kulissen für die Wettkämpfe wurden von den Planformarchitekten in die Wüstenlandschaften projiziert. Zahlreiche Chöre ophalischer Sänger sorgten mit ihrem psionischen Gesang dafür, dass die Teilnehmer sich mit ihren jeweiligen Rollen und Umgebungen völlig identifizierten. (PR 1328)

Die Belohnung für den oder die Sieger bestand aus einer Upanishad-Ausbildung oder sogar in der direkten Aufnahme in den Tross des Kriegers. (PR 1332)

Die Sonne D'haan spendete die für die Spiele benötigten enormen Mengen an Hyperenergie und ersparte es den Ophalern so, ein fremdes Kontinuum anzuzapfen. (PR 1278, Kap. 3)

Mardakaan-Jahr

Ein Mardakaan-Jahr entspricht etwa 11 Terra-Jahren.

Anmerkungen:
PR 1328, Kap. 1: Salaam Siins Alter von exakt 1,5 Mardakaan-Jahren entspricht 16–17 Standardjahren »in der Galaxis Siom Som«.
PR 1328, Kap. 2: Salaam Siins ungefähres Alter von 38 Standardjahren entspricht ziemlich genau dreieinhalb Mardakaan-Jahren. Auf welche Zeitrechnung sich das Standardjahr stützt, ist nicht angegeben.
PR 1328, Kap. 5–6: Es vergehen 16–17 Standardjahre von dem Beitritt einiger Vironauten in die Organisation der Gänger des Netzes (Anfang 430 NGZ) bis zu der Konferenz der Krieger (April 446 NGZ). Somit entspricht das Standardjahr in diesem Roman ziemlich sicher dem Terra-Jahr, trotz der unklaren Formulierung in Kap. 1.
Indirekt bestätigt wird das durch PR 1339, Kap. 2, demgemäß ein Mardakaan-Jahr knapp neun Som-Standardjahre (zu je etwa 1,25 Terra-Jahren) dauert.

Geschichte

4. Jahrhundert NGZ

Um das Jahr 377 NGZ kam der Ophaler Salaam Siin nach Mardakaan, um in die Singschule Belku namtal aufgenommen zu werden. Nach dem Tod des Singlehrers verließ er die Schule und den Planeten.

Nach einigen Jahren kehrte Salaam Siin nach Mardakaan zurück, wo er eine eigene Singschule gründete. Er gab ihr den Namen Nambicu ara wada. (PR 1328)

429 NGZ

Anfang August 429 NGZ erreichte der Elfahder Volcayr Mardakaan. Volcayr sollte sich im Spiel des Lebens rehabilitieren. Er suchte die Upanishad am Nordpol auf – wo die Gorims, Vironauten, untergebracht waren – und erhielt im Auftrag Ijarkors eine Überdosis Kodexgas, die ihm gewaltige Kräfte für das Spiel des Lebens verlieh, ihn letzten Endes aber umbringen würde.

Am 10. August erschien Reginald Bull mit seinen Virenraumschiffen auf Mardakaan und die Vironauten wurden aufgefordert, Teilnehmer für das Spiel des Lebens zu entsenden. (PR 1278)

Anfang September 429 NGZ konnte die Metabio-Gruppiererin Irmina Kotschistowa heimlich an dem elfahdischen General Kolimar beweisen, dass ihr Anti-Kodexmolekül-Serum auch an Fremdwesen wirkte.

Roi Danton und Ronald Tekener sollten an dem nächsten Spiel des Lebens teilnehmen, mussten sich aber zuerst in drei Tests qualifizieren. Sie bestanden die Tests auf eher unorthodoxe Weise und durften somit teilnehmen. (PR 1284)

Anfang Oktober besiegten sie Volcayr. Die beiden Vironauten beförderten Volcayr zu Irmina Kotschistowa, die ihm durch Anti-Kodexmolekül-Serum das Leben rettete. Als sie wegen dieses Frevels inhaftiert wurde, beseitigte Volcayr alle Spuren, die auf das Serum hinwiesen und wurde anschließend ebenfalls verhaftet.

Reginald Bull betrat unerlaubt die Upanishad, um die dort lebenden 48 Vironauten, die zu Shana ausgebildet wurden, zu treffen. Er wurde verhaftet und des Kodexfrevels bezichtigt.

Mitte Oktober erschien das Flaggschiff Ijarkors im Orbit Mardakaans. Über Funk ließ der Ewige Krieger Reginald Bull und Irmina Kotschistowa zu Toshins erklären. Er verbot ihnen für 99 Jahre, die Mächtigkeitsballung Estartu zu verlassen. Als Zeichen der Entehrung erhielten die beiden das Toshin-Mal, das sie töten würde, falls sie die Grenzen der Mächtigkeitsballung überschritten. Volcayr und die 48 terranischen Shana wechselten auf Ijarkors Raumschiff über, das Mardakaan dann wieder verließ. (PR 1285)

Ende Oktober 429 NGZ, nach einigen Tagen des Abwartens, starteten auch die Virenschiffe von Mardakaan. (PR 1286)

446–447 NGZ

Den Sängerwettstreit um das Spiel des Lebens 446 NGZ gewann Salaam Siin mit seiner Singschule Nambicu ara wada. Überraschenderweise sollte der Austragungsort diesmal allerdings nicht Mardakaan sein. Roi Danton und Ronald Tekener, die aus dem Orphischen Labyrinth von Yaguzzan entkommen waren, wurden zu Freien von Siom Som ernannt und würden das nächste Spiel des Lebens ausrichten – im Siomsystem. (PR 1328)

Im Juli 447 NGZ kam Atlan nach Mardakaan, um Salaam Siin um Hilfe zu bitten. Er litt unter einer psionischen Melodie, die immer wieder in seinem Kopf erklang und die er nicht zu deuten vermochte. Wie sich herausstellte, war der Ophaler von einem Singuva gefangen genommen worden, der die Herrschaft über Mardakaan an sich reißen wollte. Zusammen mit dem Elfahder Paraphyr gelang es Atlan, Salaam Siin zu befreien und den Machenschaften des Singuva ein Ende zu setzen. Mithilfe Salaam Siins fand Atlan nun heraus, dass die Melodie ihm mitteilen sollte, dass es Jen Salik gelungen sei, den Bann der Kosmokraten aufzuheben. (PR 1360)

1173 NGZ

Als Salaam Siin Anfang des Jahres 1173 NGZ wieder Mardakaan aufsuchte, wollte der Panish Panisha von Mardakaan, Qion Lanaa, ihn zwingen, seinen Geist in einen Estartischen Dom zu übertragen. Der bis dahin unbekannte Ophaler Binam Ziivic verhinderte jedoch diesen Schritt. (PR 1575)

Quellen

PR 1278, PR 1284, PR 1285, PR 1286, PR 1303, PR 1328, PR 1332, PR 1360, PR 1575