Die Harmonie des Todes

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1328)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Zyklus: Die Gänger des Netzes
Titel: Die Harmonie des Todes
Untertitel: In den Singschulen von Mardakaan – Intrigen um das Spiel des Lebens
Autor: Robert Feldhoff
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 30. Januar 1987
Hauptpersonen: Salaam Siin, Kaleng Proo, Alaska Saedelaere, Graucum, Ondech
Handlungszeitraum: 374 NGZ - 446 NGZ
Handlungsort: Siom Som
Report:

Ausgabe 144: Lebensforschung von der Dritten Macht bis zum Galaktikum

Computer: Auf der Spur der Wissenden
Besonderes:

Autorenporträt von Robert Feldhoff
erstes Heft von Robert Feldhoff

Zusätzliche Formate: E-Book, Perry Rhodan-Gold-Edition, in PR-Kompakt 4 enthalten

Handlung

Für den jungen Ophaler Salaam Siin steht die Aufnahmeprüfung an einer Singschule kurz bevor. Obwohl er von seinem Können überzeugt ist, ist der erst 16jährige aufgeregt. Grund dafür ist der Maßstab, den er sich selbst gesetzt hat. Er möchte den »Gesang der Heraldischen Tore von Siom Som« vortragen, ein Stück, das selbst ausgebildeten Sängern alles abverlangt. Obwohl ihm sein Vater und sein guter Freund Ondech von diesem Wahnsinn abraten, lässt er sich nicht von seinem Ziel abbringen.

Sein Mut schrumpft ein wenig, als Ondech, der vor ihm die Prüfung ablegt, bedrückt aus dem Prüfungsraum kommt - durchgefallen. Der missgestaltete Ondech ist ein sehr guter Sänger und hat es dennoch nicht geschafft. Da es für einen Rückzieher zu spät ist, betritt Salaam Siin den Prüfungsraum und singt. Obwohl sein Gesang am Ende etwas unsicher wird, wird er aufgenommen. Noch nie hat jemand in seinem Alter den Choral so gut gesungen.

Seine weitere Karriere verläuft erwartungsgemäß mehr als gut. In relativ jungen Jahren verlässt er seinen Heimatplaneten Zaatur, um auf Mardakaan, dem Zentrum des ophalischen Lebens, an der Gesangsschule Belku namtal aufgenommen zu werden. In der Schule, deren Name »Ode an den Kampf« bedeutet, wird ihm sehr schnell klar, dass hier andere Ansprüche gestellt werden als auf seinem Heimatplaneten. Auf Mardakaan steht nicht die Kunstfertigkeit des Gesanges im Vordergrund, sondern die Wirkung, welche hauptsächlich durch die psionische Komponente erzielt wird. Ziel der Gesänge ist es, die Lehre vom ewigen Konflikt, welche von ESTARTU proklamiert wird, zu verherrlichen.

Sein Zimmergenosse Kaleng Proo ist ein glühender Verehrer dieser Lehre, während Salaam Siin Bedenken hat, was er natürlich nicht offen sagen darf. Zwischen Salaam und seinem Zimmergenossen, der ihm stimmlich zwar nachsteht, ihm dafür aber in psionischer Gewalt, die er in seinen Gesang legt, überlegen ist, entwickelt sich eine Feindschaft.

Beide gehen ihren Weg an der Belku namtal und entwickeln sich weiter. Salaam gelingt es sogar, neue Chromatiken zu entwickeln, welche auf die Zuhörer eine verheerende Wirkung haben. Salaam ist fest davon überzeugt, einen der verbotenen Gesänge entdeckt zu haben. Er nimmt sich vor, diesen Gesang niemals öffentlich vorzutragen, und gibt ihm den Namen Nambaq siwa - »Der Gesang des Todes«.

Eines Tages verstirbt plötzlich und unerwartet Salaams Siins und Kaleng Proos Gesangslehrer. Die Nachfolge soll zwischen ihnen beiden ausgemacht werden. Beide werden zum Vorsingen geladen. Nachdem Kaleng Proo – die Lehre vom ewigen Konflikt proklamierend – gesungen hat, erkennt Salaam, dass er an diesem Ort seine Bestimmung nicht finden wird. Er entscheidet, nicht gegen Kaleng Proo anzutreten und die Belku namtal zu verlassen. Von nun an will er als fahrender Sänger auf Reisen gehen und junge Talente aufspüren.

Schnell erwirbt er sich einen guten Ruf und kann von den Einnahmen aus seinen Konzerten leben. Immer wieder sichtet er junge Talente, und einigen kann er zur Aufnahme an der Belku namtal verhelfen.

Eines Tages führt ihn sein Weg nach Zaatur zurück. Wieder auf seinem Heimatplaneten, möchte er seine Familie wiedersehen. Jedoch findet er sie nicht in seinem Geburtshaus wieder. Ondech, den er in der Singschule trifft, erzählt ihm, was passiert ist. Ein Kodexwahrer besuchte Zaatur und forderte, den »Gesang der Taten Ijarkors« zu singen. Der schwierige Choral überforderte die ungeübten Sänger des Kolonialplaneten, die psionische Komponente geriet außer Kontrolle. Viele Ophaler starben, darunter die ganze Familie Salaam Siins. Auch Ondech hat viele Verwandte verloren. Er bittet Salaam, ihn begleiten zu dürfen. Dieser freut sich über die Gesellschaft des guten Freundes und nimmt das Angebot an.

Die beiden bereisen überaus erfolgreich die Galaxie Siom Som und begeistern das überwiegend ophalische Publikum. Doch auf einem unbedeutenden Kolonialplaneten kommt es zur Katastrophe. Kodextreue Ophaler locken Salaam Siin in eine Falle. Nur dank seines Gesangs, den er mit einer beruhigenden Wirkung unterlegt, und der Hilfe eines großen humanoiden Fremden kann er sich aus dem inszenierten Tumult befreien. Für Ondech kommt jedoch jede Hilfe zu spät, Salaams Freund kommt im Getümmel ums Leben.

Der Fremde stellt sich Salaam als Alaska Saedelaere vor. Er gehört zu der Organisation der Gänger des Netzes, welche in Opposition zu den Ewigen Kriegern steht. Die Mitglieder dieser Organisation können die Präferenzstränge des Psionischen Netzes nutzen, um große Entfernungen zu überwinden. Saedelaere weiht Salaam Siin in die Ziele der Netzgänger ein und bittet ihn, der Organisation beizutreten. Als Siin erkennt, dass eine Manipulation DORIFERS, wie sie mit der Schaffung von Kalmenzonen geschieht, moralisch höchst verwerflich ist, tritt er der Organisation bei. Auf Sabhal, der Hauptwelt der Netzgänger, wird ihm der psionische Imprint verliehen, welcher ihm das Reisen über die Präferenzstränge des Psionischen Netzes ermöglicht.

Auf Sabhal wird auch sein Raumschiff konstruiert. Die HARMONIE enthält einen Gesangsdom, in dem Salaam Siin die psionische Komponente der Gesänge weiterentwickeln kann. Um genügend Platz für den Gesangsdom zu haben, verzichtet der Ophaler als erster Gänger des Netzes auf die DORIFER-Kapsel an Bord.

Salaam Siin versteckt sein Raumschiff in einer Sonnenkorona und kehrt nach Mardakaan zurück, wo er eine eigene Gesangsschule gründet. Er gibt ihr den Namen Nambicu ara wada (Wir singen für die Ehre) und gibt damit schon im Namen seine oppositionelle Ausrichtung zur Belku namtal preis. Natürlich bleibt Kaleng Proo, der mittlerweile zum Leiter der Belku namtal aufgestiegen ist, Salaams Wirken nicht verborgen. Er droht ihm, er würde große Probleme bekommen, wenn er es wage, in Konkurrenz zu seiner Singschule zu treten.

Salaam Siin lässt sich jedoch nicht einschüchtern. Seine Schule erhält großen Zulauf und kann nicht nur durch die Quantität der Sänger, sondern auch durch deren Qualität überzeugen. Neben seiner Arbeit als Singlehrer erforscht Salaam an Bord seiner HARMONIE die Möglichkeiten, die ihm der Gesang des Todes bietet.

Die Nambicu ara wada prosperiert und gibt bei den nächsten Spielen des Lebens, die einmal im Mardakaan-Jahr stattfinden und das wichtigste kulturelle Ereignis der Ophaler darstellen, den Ton an. Das heißt: Die Singschule von Salaam Siin darf 1,3 Millionen Sänger führen. Die wichtigste Aufgabe der Singschule beim Spiel des Lebens besteht darin, einen suggestiven Hintergrund zu erzeugen, um die Lehre des ewigen Konflikts zu verherrlichen.

Und auch die Organisation der Netzgänger erhält Zulauf. Als die Vironauten in der Mächtigkeitsballung Estartu auftauchen, treten Perry Rhodan und weitere Zellaktivatorträger der Organisation bei. Diese sind auch bei der nächsten Versammlung anwesend. In dieser Versammlung wird ein Plan gegen die ewigen Krieger ausgearbeitet, der darauf beruht, dass Salaam Siins Singschule bei den nächsten Spielen des Lebens den Ton angibt.

Obwohl seine Singschule ein sehr hohes qualitatives Niveau erreicht hat, ist die Qualifikation für die Nambicu ara wada keine Selbstverständlichkeit. Salaam Siin arbeitet hart und unterlegt viele Gesänge mit der gefährlichen Chromatik des Nambaq siwa. Diese spezielle Chromatik wird schnell zum Wahrzeichen seiner Singschule.

Ein weiteres Ereignis macht die kommenden Spiele des Lebens zu etwas besonderem. Die beiden Terraner Roi Danton und Ronald Tekener dürfen die Spiele ausrichten. Den beiden zu Ehren werden diese auch nicht auf Mardakaan stattfinden, sondern im Siom-System, dem Zentrum der Mächtigskeitsballung von ESTARTU.

Als diese Nachricht von Graucum, dem Regierungschef Mardakaans, bekanntgegeben wird, sorgt dies zuerst für Unmut in der Bevölkerung, die sich fragt, wie man so einfach mit der Tradition brechen kann. Doch mit der Zeit setzt sich die Erkenntnis durch, dass es eine Ehre ist, die Gesänge der Ophaler nun ins Zentrum der Mächtigkeitsballung zu tragen.

Wie vor jeden Spielen des Lebens wird auch dieses Mal ein Wettkampf durchgeführt, in welchem die führende Singschule bestimmt werden soll. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, welche aufgrund der schwachen Gegner ohne Konsequenzen bleiben, steigert sich die Nambicu ara wada und schafft es ins Finale. Der Gegner ist die Belku namtal.

Doch Kaleng Proo kämpft nicht mit fairen Mitteln. Vor dem Finaltag deponiert er auf dem Wettkampfgelände psionische Störsender, welche Salaam Siins Sänger stören sollen. Dank eines Schülers kann Salaam Siin den Betrugsversuch aufdecken. Da sich die Störsender jedoch selbst vernichten, kann man Kaleng Proo nichts nachweisen. Die Tatsache, dass der Schüler, der den Hinweis auf die Sender gab, spurlos verschwindet, macht die Aufklärung unmöglich. In Salaam Siin reift die Erkenntnis, dass die Sender nur ein Ablenkungsmanöver darstellten. Die Tatsache, dass er den wahren Plan Kaleng Proos nicht kennt, ruft starke Unruhe in ihm hervor.

Der Finaltag kommt. Das Stadion, in dem das Finale stattfindet, ist überfüllt, und mit Tekener und Danton befindet sich große Prominenz unter den Zuschauern. Trotz der Unruhe, die Salaam Siin erfüllt, erreicht seine Singschule wieder ihr gewohntes Niveau. Kaleng Proo, von dem Wahnsinn getrieben, gewinnen zu müssen, wendet einen verbotenen Gesang an, dessen psionische Komponente alle Anwesenden in Lebensgefahr bringt, und auch Salaam Siin und seine Schüler sind aufgrund der räumlichen Nähe sehr stark betroffen. Mit letzter Kraft lässt Salaam seine Schüler den Nambaq siwa, den Gesang des Todes, anstimmen. Dieser entfaltet seine verheerende Wirkung, Kaleng Proo und seine Schüler werden von der psionischen Kraft hinweggefegt und zerfallen zu Staub. Der Sieger des Wettkampfes ist die Nambicu ara wada, jedoch bleibt ein fader Beigeschmack.

Roi Danton und Ronald Tekener sind von den Vorgängen schockiert, nehmen aber zufrieden zur Kenntnis, dass die Vorbereitungen für das geplante Attentat wie geplant vorangehen.

Innenillustration