Panither-Aufstand

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Der Panither-Aufstand war einer der ersten traurigen Höhepunkte während des langsamen Zerfalls des Solaren Imperiums.

Die Vorwehen

Nach der Beendigung des Konfliktes mit den Zeitpolizisten und der Vernichtung der Dolan-Flotte kam es in dem unter anderem durch die Verwüstung Terras politisch angeschlagenen Solaren Imperium erneut zu Separationsbestrebungen. Wieder wurde das von Atlan häufig zitierte Sprichwort, dass der Mensch der Wolf des Menschen sei, aktuell. (PR 179)

Kolonien spalteten sich ab und bildeten eigene Sternenreiche. Carsualscher Bund, Zentralgalaktische Union, Imperium Dabrifa, Ross-Koalition, Fracowitz-Systemstaaten und weitere autonome Reiche entstanden. In der Folge kam es immer wieder zu Unruhen und Auseinandersetzungen mit den aus Menschheitskolonien entstandenen und massiv expandierenden Sternenreichen. Perry Rhodan sah sich gezwungen, dem Solaren Imperium entweder mittels der neuentwickelten Paratrontechnik gewaltsam die Vorherrschaft zu sichern oder einen anderen Weg zu beschreiten.

Diesen anderen Weg fand er. Im Jahre 2907, als mit Ausbruch der First-Genesis-Krise wichtige Mutanten ausfielen und dies zu einem erheblichen Machtverlust des Solaren Imperiums führte, entwarf er einen Fünfhundertjahresplan. An dessen Ende sollte die Versetzung des Solsystems mittels des neuentwickelten Antitemporalen Gezeitenfeldes um zunächst 5 Minuten in die Zukunft stehen. Dieses Projekt wurde bekannt unter der Codebezeichnung »Fall Laurin«, war aber zu diesem Zeitpunkt noch im Planungsstadium.

Verschärft wurde die Lage am 30. April 2930 durch das Inkrafttreten einer Verfassungsänderung des Solaren Imperiums. Hiernach sollten, aufgrund der Vielzahl der abfallenden Kolonien und autarken Systeme, nur noch die Menschen des Solsystems zur Wahl des Großadministrators berechtigt sein. Ferner wurde der Amtsträger nicht mehr vom Solaren Parlament, sondern direkt von den Menschen Terras gewählt.

Zwar kam es wie erwartet zu Aufständen und Unruhen, aber bis auf den beschleunigten Abfall weiterer Kolonien blieb es zumindest an der Oberfläche ruhig.

Dass es zu Komplikationen auf Plophos kommen würde, war allerdings absehbar. Dessen Regierungsoberhaupt Mory Rhodan-Abro konnte nach dem Verlust der Berechtigung zur Wahl des Großadministrators nicht mehr rechtfertigen, warum Plophos dem Solaren Imperium gegenüber loyal blieb und nicht auf die eigene Autarkie hinarbeitete.

In der Folge erhielt die bereits seit 500 Jahren aktive Gruppe der plophosischen Kolonisten des Planeten Panith, die mit der Splitterpartei Eugauls Stern zusammenarbeitete, rasanten Zulauf. In der Partei Eugauls Stern befanden sich unter anderem Mitglieder des Geheimbundes Schwarzer Stern, deren Wurzeln bis zur Zeit von Iratio Hondro zurückreichten. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass der langzeitig geplante Umsturz nicht eben friedlich vor sich gehen würde.

Der Aufstand

Letztendlich wurden Morys Charisma, ihre rein persönliche enge Bindung an Terra und Perry Rhodan und ihre politische Brillanz, mit der sie die Plophoser regierte und von einem Abfall von Terra abhielt, zu ihrem Verhängnis. Auf Terra verließ man sich auf sie und rechnete nicht mit Unruhen von dieser Seite. Es darf auch unterstellt werden, dass die forcierte Arbeit an dem Fünfhundertjahresplan zum Verkennen der politischen Lage beitrug. Aufgrund des Blickes auf langfristige Maßnahmen wurden die naheliegenden Probleme unterschätzt.

Hinzu kam der endgültige Verlust eines Großteils der Mutanten im Jahre 2909 mit der Second-Genesis-Krise. Nachdem man die Planungen der Panither in früheren Zeiten eher aufgedeckt hätte, standen nun nicht mehr dieselben Möglichkeiten zur Verfügung. Die USO und die SolAb versagten hier fürchterlich. Lediglich Gucky befand sich zum persönlichen Schutz von Rhodans Frau und seiner Tochter auf Plophos.

Ende Februar 2931 kam es dann zur Katastrophe. Der lang vorbereitete und im Geheimen geplante Putsch fand statt. In New Taylor geriet das Geschehen außer Kontrolle. Gewaltsam beseitigten die Panither und ihre Anhänger die Regierung, und die aufgebrachte Bevölkerung lief Amok. Im Laufe der Ereignisse wurden Mory Rhodan-Abro und ihre Tochter Suzan Betty Rhodan-Waringer erschossen. Gucky konnte dies nicht verhindern, es war ihm lediglich möglich, den Zellaktivator Morys zu bergen.

Die Nachwehen

Nach dem Erreichen des Umsturzes zerbrach die Allianz der Gruppierungen, die die Panither unterstützt hatten, und es kam zu internen Machtkämpfen. Zudem verlor sie an Unterstützung in der Bevölkerung, als dieser gewahr wurde, dass man die Regierungschefin nicht abgesetzt, sondern ermordet hatte. In der Folge löste sich der plophosische Bund auf, und die einzelnen Planeten blieben locker mit Terra verbunden. Plophos und Panith verharrten in ihrer unglücklichen Verbindung und bildeten eine einflusslose Zweiplanetenkoalition.

Weitere Ereignisse

Das Solare Imperium ging zweifellos geschwächt aus dieser Krise hervor. Im Jahr 3430 kam es zu einem weiteren Rückschlag, als die Antiterranische Koalition, bestehend aus dem Imperium Dabrifa, dem Carsualschen Bund und der Zentralgalaktischen Union, das Solsystem angriff. Nur durch den Rückzug hinter das lange vorbereitete ATG-Feld glaubte Rhodan, unnötiges Blutvergießen und Kriege zu verhindern. Tatsächlich wäre ein Militärschlag gegen die ausrüstungsmäßig unterlegene Antiterranische Koalition gelungen, auch die Niederhaltung der Kolonialterraner wäre geglückt. Auf lange Sicht hätten sich die Terraner damit allerdings sehr unbeliebt gemacht, und Rhodan hätte als Unterdrücker über sein Kolonialreich kein Vertrauen mehr genossen.

Erst 3434, als die Toleranzrevolution den Imperator Dabrifa stürzte, wurde das Solare Imperium wieder zu einem Garant von Ordnung und Frieden in der Milchstraße, bis die Laren 3459 die Macht ergriffen und das Imperium endgültig unterging.

Quellen