Das Erwachen

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Überblick
Serie: Atlan-Taschenbuchserien (Band 18)
Höllenwelt02.jpg
© FanPro
Grünband 17.jpg
Grünband 17
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Zyklus: Höllenwelt
Titel: Das Erwachen
Autor: Achim Mehnert
Titelbildzeichner: Arndt Drechsler
Erstmals erschienen: Dezember 2009
Hauptpersonen: Atlan, Daniel Pherson, Eins-unter-Vielen, Elion Tolsom, Faros, Fellmer Lloyd, Golan Intz, Goletta Marl, Jiut Fochter, Jöris, Klanthor a Tiggre, Lubdang, Maria Vajai, Osmooth Alerin, Padersen Korsh, Perry Rhodan, Professor Haberlyl, Rhaen Tolsom, Svante Pekkinen, Taha Kanli, Terian Sadlik, Thibold Froud, Tira Midarka, Tonkor, Varen Thorik, Vario-0C
Handlungszeitraum: 19. Februar - 3. Mai 3113
Handlungsort: Terra, Reddeye, Alcara-241, Shasker
Seiten: 320
ISBN: ISBN 978-3-89064-198-0
Zusätzliche Formate: E-Book, Grünband (Edition Perry Rhodan)

Handlung

An Bord der QUESTRON kämpft Leutnant Maria Vajai um das Leben von Rhaen Tolsom. Die Reddeyerin ist die einzige Überlebende der INANNA-Katastrophe. Sie leidet unter schweren Identitätsstörungen. Ihre Hirnaktivität steigt sprunghaft an. Dr. Vajai versucht, durch induzierte Hypnosuggestion, die in einer Art Endlosschleife ablaufenden Erinnerungen der letzten Stunden zu unterdrücken. Dabei gelingt es der Medizinerin, Rhaens Persönlichkeit zurückzudrängen und ihr einen neuen Charakter aufzuprägen.

In einem Funkanruf äußert Enerich Tolsom die Bitte, seine Tochter aus dem Reddeye-System auszufliegen und nach Terra zu bringen, um sie vor der drohenden Verhaftung zu schützen. Rhaen wird beschuldigt, für den Tod von 2000 Kolonisten an Bord der INANNA verantwortlich zu sein. Sie wird angeklagt, ein Mitglied der Freiheitsbewegung Libra zu sein, die den Terroranschlag auf die INANNA unternommen hat. Atlan nimmt mit Perry Rhodan per Hyperfunk Kontakt auf, um die weitere Vorgehensweise zu beraten.

Der Großadministrator ist über Atlans Absicht, Rhaen Tolsom auf der Erde vor Gericht zu stellen, nicht gerade begeistert. Er fürchtet, den verschiedenen Machtblöcken in der Milchstraße neuen Zündstoff gegen das Solare Imperium in die Hand zu geben. Trotzdem will er seinen alten Freund nicht im Stich lassen.

Rhaen Tolsom wird nach der Ankunft auf Terra in eine Klinik gebracht. Dr. Vajai wird dem behandelnden Ärzteteam zugeteilt. Während der kurzen wachen Momente erzählt Rhaen von der in ihr heranreifenden zweiten Persönlichkeit, der sie den Namen Terian Sadlik gibt. Sadlik ist eine Figur aus einem auf Reddeye weit verbreiteten Abenteuerroman.

Die Spezialisten planen, diese Sub-Persönlichkeit zu verstärken, um damit eine Grundlage zu schaffen, die es Rhaen ermöglichen soll, die Kontrolle über ihren Körper wieder auszuüben, wenn ihr Bewusstsein stabil genug sein wird. Bis dahin wird Rhaen Tolsom die Identität von Terian Sadlik annehmen.

Sadlik wird auf die Welt Shasker geschickt. Ihr zur Seite stehen die Reste des Denar-Quintetts in Gestalt von Daniel Pherson, Osmooth Alerin und Varen Thorik. Auch zwei Agenten der SolAb sind zum Schutz Rhaens abgestellt worden.

In der Zwischenzeit nimmt ein Robotdouble Rhaens Platz auf Terra ein. Ein Vario-0C, ausgestattet mit einer PVK-Maske, die größtmögliche Ähnlichkeit mit Rhaen Tolsom hat, wird anstelle der angeklagten Reddeyerin vor Gericht gestellt.

Am 18. März 3113 beginnt die Anhörung vor der 2. Kammer des Gerichts für interstellare Straftaten in Terrania City. Als Ankläger fungiert Jiut Fochter, Verteidiger ist Thibold Froud. Die Verhandlung steht unter der Leitung von Elbikor Shaiken.

Lordadmiral Atlan, der der Anhörung beiwohnt, verlässt frühzeitig Terra und geht an Bord der QUESTRON. Decaree Farou, die sich über Hyperfunk meldet, ist wegen der überstürzten Abreise des Chefs der USO nicht gerade gut auf Atlan zu sprechen. Sie sieht politische Verwicklungen, da man dem Lordadmiral ankreiden wird, sich aus der Verantwortung stehlen zu wollen. Doch Atlan lässt sich nicht umstimmen, und so erreicht die QUESTRON am 21. März 3113 Alcara-241. Auf dem Asteroiden soll sich angeblich Rhaen Tolsom aufhalten. Die USO hat dieses Gerücht sowohl auf Alcara als auch auf Souruk ausgestreut, um von den unbekannten Attentätern eine Reaktion herauszufordern.

Die Meldung über Souruk ist ins Parthan-Netz eingeschleust worden, jene von Alcara-241 wurde den Freiheitskämpfern der Organisation Libra bekannt gemacht. Nun wartet die USO auf eine Reaktion. Sollte ein Angriff bzw. die Tätigkeit von Agenten auf Souruk festgestellt werden, so ständen die Parthan-Träger im Verdacht, für den Tod der Kolonisten an Bord der INANNA verantwortlich zu sein. Bei Aktivitäten auf Alcara-241 müssten die Drahtzieher auf der Seite der Libra zu finden sein.

Die QUESTRON kreuzt im Gebiet von Alcara-241. Die einzigen nennenswerten Ereignisse an diesem 28. März sind die Entdeckung der Geistersegler und ein Hyperfunkspruch von Terra. Perry Rhodan informiert Atlan über die Untersuchungsergebnisse der Gewebeproben aus Rhaen Tolsoms Körper. Die Zellstrukturen sind einer permanenten Mutation unterworfen. Diese Nervenzellen infiltrieren die körpereigene DNS und veranlassen das Zellgewebe, Ableger zu bilden, die über einen rudimentären Verstand verfügen und gezielt vorgehen. Die Impulse eines übergeordneten Verstandes könnten diese Zellen beeinflussen. So würde eine biologische Waffe entstehen, die in ganze Völker eingeschleust werden könnte, um diese dann zu beeinflussen und zu kontrollieren. Durch die induzierte Hypnosuggestion ist die Ausbreitung der Zellen in Rhaen Tolsoms Körper gestoppt worden. Die Aufsplitterung des Geistes der Reddeyerin war aber nicht mehr zu verhindern.

Am 16. April 3113 erhält Atlan die Nachricht, dass eine Probe der Zellkulturen in Terrania derart zu mutieren begonnen hat, dass sie fähig ist, Metallplastik anzugreifen. Es ist den Wissenschaftlern zum Glück rechtzeitig gelungen, die Biomasse zu vernichten. Das beweist die Gefährlichkeit der Proben. Atlan beauftragt Tira Midarka, das Denar-Quintett auf Shasker zu informieren.

Erst am 20. April beginnt sich im Sektor Alcara-241 etwas zu tun. Ein Walzenschiff der Springer, die TONKOR IV, fliegt auf Alcara zu. Von der FREEBIRD, die Souruk beobachtet, wird ebenfalls der Anflug einer Springerwalze gemeldet. Lordadmiral Atlan ordnet eine Überprüfung der TONKOR IV an. Er selbst übernimmt den Befehl über das Prisenkommando. Das USO-Kommando kann nichts Verdächtiges erkennen und muss die TONKOR IV ziehen lassen. Auch von der FREEBIRD wurde Gleiches gemeldet.

In einer heftigen Diskussion mit seinem Extrasinn kommt in Atlan der Verdacht hoch, dass er selbst es war, der die Söldner auf die Spur Terian Sadliks geführt hat. Der Lordadmiral hat ja Funksprüche an das Denar-Quintett auf Shasker abgestrahlt, um die USO-Spezialisten auf dem Laufenden zu halten, betreffend den Gewebeuntersuchungen auf Terra und der Überprüfung der beiden Springerschiffe auf Alcara-241 und Souruk. Diese Richtfunksprüche sind exakt durch die Position des Schwarms der Geistersegler gegangen, die anscheinend von einem übermächtigen Wesen kontrolliert worden sind. Auch die Erwähnung des Namens Terian Sadlik in den Funkbotschaften kann die Söldner auf den wahren Aufenthaltsort Rhaen Tolsoms hingewiesen haben.

Ein zylinderförmiges kleines Raumschiff wird geortet, das auf den Planetoiden zusteuert und die Oberfläche in der Nähe der geheimen USO-Station unter Feuer nimmt. Als die QUESTRON ultimativ eine Feuereinstellung fordert, kommt das unbekannte Schiff der Aufforderung umgehend nach. Ein Enterkommando kann jedoch nicht mehr in Marsch gesetzt werden. Das etwa 30 Meter lange Raumschiff vergeht in einer Explosion. Atlan lässt die Trümmer untersuchen. Die Spezialisten finden die Überreste von Parthan-Trägern. Die DESTINY wird nach Alcara-241 beordert, um für den Schutz des Planetoiden zu sorgen. Dann fliegt die QUESTRON nach Shasker ab.

Die Terraforming-Spezialistin Terian Sadlik flaniert am 24. April 3113 auf der Uferpromenade des Korfainen in Alcerry entlang. Die Wissenschaftlerin hat noch zwei Wochen Zeit, bevor ihr Dienst beginnt. Sie glaubt, in ihrem Kopf Stimmen wahrzunehmen. Plötzlich wird sie von einem Desintegrator unter Feuer genommen. Obwohl sie über keine derartige Ausbildung verfügt, reagiert sie wie ein Agent der Solaren Abwehr. Instinktiv sucht sie hinter einer kleinen Mauer aus Thermopon Schutz. In einer Feuerpause springt sie auf eines der vor Anker liegenden Ausflugsboote, die auf dem Korfainen-River verkehren. Sie startet die Motoren und rast aus der Gefahrenzone. In ihrem Kopf taucht das Bild einer jungen Frau auf – Rhaen Tolsom. Die Terraforming-Spezialistin flüchtet mit dem kleinen Ausflugsboot. Unter dem Einfluss von Rhaen Tolsom steuert sie das Boot zu einer Lagerhalle, in der sie Schutz sucht. In ihrem Körper scheint eine zweite Person zu wohnen. Ein Name dringt immer wieder in ihr Bewusstsein – Rhaen Tolsom.

In der Halle macht sie die Bekanntschaft von Dieben, die Medikamentenkisten entwenden. Gekonnt entwaffnet sie die beiden Männer und eine Frau. Dann verschwindet sie mit ihnen in der Kanalisation. Terian ist ebenso wie die Medikamentendiebe nicht daran interessiert, der Shasker-Police in die Hände zu fallen. Während sich Terian Sadlik bei den Siedlern in den Randzonen der Stadt Alcerry aufhält, bricht immer wieder Rhaen Tolsoms Persönlichkeit durch.

Sadlik bittet Svante Pekkinen, Nachforschungen über sie selbst anzustellen. »Stick« findet schnell heraus, dass Terian am 29. März 3113 mit einem Linienkreuzer der Punczik-Tours auf Shasker angekommen ist. Er entdeckt auch Bildberichte über ein Feuergefecht an den Ufern des Korfainen. Die beiden Angreifer sind jedoch auch auf dem Filmmaterial nur schemenhaft erkennbar. Es deckt sich auch mit Terians Erinnerung, dass die Attentäter von zwei Männern und einer Gruppe Unsichtbarer bekämpft worden sind, um Sadlik die Flucht zu ermöglichen. Während des Betrachtens der Aufnahmen steigen in Terian vergangene Ereignisse an die Oberfläche ihres Bewusstseins. Sie glaubt, Menschen in Todesangst schreien zu hören. Feuer scheint die Bedauernswerten zu verschlingen. Sadliks Geist kehrt wieder in die Realität zurück. Sie glaubt, am Tod dieser Menschen beteiligt gewesen zu sein – als Rhaen Tolsom. Erneut soll »Stick« das Datennetz durchforsten. Er stößt tatsächlich auf eine Frau dieses Namens, der auf Terra der Prozess gemacht werden soll – wegen des Massenmordes an 2000 Terranern, die als Kolonisten nach Reddeye gekommen und in der Sonne verglüht waren. Pekkinen löscht alle Protokolle, die zu ihm führen könnten. Sicherheitshalber soll er seine Wohnung verlassen, damit ihn die Monster nicht finden können.

Am Morgen des 26. April fahren Terian Sadlik und Jöris mit einem Robottaxi zum planetaren Amt für Terraforming-Angelegenheiten. Dort nähert sich ein Parthan-Träger und warnt Terian vor bald eintreffenden Söldnern. Das seltsame Wesen spricht von einem überragenden Geist, der die geheimnisvollen Söldner lenkt. Die Attentäter werden ihren Auftrag verfolgen, bis er erledigt ist.

Terian und Jöris stürmen aus dem Gebäude und halten erst einige Seitenstraßen weiter an. Niemand scheint sie zu verfolgen. Die USO-Spezialisten kümmern sich unterdessen um den Parthan-Träger Pandekt. Sie sind erstaunt darüber, dass sich einer dieser seltsamen Roboter auf Shasker befindet. Bisher ist man davon ausgegangen, dass alle Parthan-Träger sich auf Reddeye aufhalten und ihre Welt niemals verlassen. Pandekt gibt nur widerwillig unzureichende Informationen. Um die Befragung zu beenden, zündet Parthan-3-19 eine vorbereitete Sprengladung. Im entstehenden Tumult verschwindet Pandekt in einer gitterähnlichen Konstruktion, in der sich ein Energiefeld aufbaut. Nach dem Transmittertransport schmilzt die Gitterkonstruktion zusammen. Die USO-Spezialisten des ehemaligen Denar-Quintetts wagen nicht, auf den Roboter zu feuern, um keine diplomatischen Verwicklungen heraufzubeschwören. Von den Söldnern, vor denen der Parthan-Träger Terian Sadlik gewarnt hat, ist keine Spur zu entdecken. Die Spezialisten machen sich auf, um den in Alcerry eingetroffenen Fellmer Lloyd abzuholen.

Terian und Jöris besorgen sich einen gebrauchten Gleiter vom Typ Delta-4 bei Mike's Mechanic. Von Mike, dem Besitzer, erwirbt Terian einen kleinen Energiestrahler. Jöris fällt die Sicherheit der Terraforming-Spezialistin bei der Überprüfung der Waffe auf. Die beiden verlassen Alcerry und steuern auf ein zerklüftetes Gebirge zu. Auf einem Felsplateau verbringen sie die Nacht. Im Traum erlebt Terian, wie Rhaen Tolsom versucht, ein Raumschiff in eine Sonne zu lenken, um ein unbestimmbares Grauen vom Bestimmungsort des Schiffes fernzuhalten. Dabei ist es unerheblich, welche Opfer dieser Schachzug fordern wird.

Terian wird von Strahlschüssen geweckt, die in ihrer Nähe einschlagen. Zwei Gleiter bekämpfen sich. Sadlik rast mit Jöris in ihrem Gleiter im Alarmstart davon. Terian erkennt, dass die Attentäter nur gegen sie vorgehen, wenn sie allein ist. Wenn jemand in Terians Nähe ist, stellen die Söldner ihre Angriffe ein und ziehen sich zurück. Terian Sadlik zieht die Schlussfolgerung, dass sie in Alcerry sicherer ist als in der menschenleeren Wildnis.

Fellmer Lloyd vernimmt in seinem Gehirn eine seltsame Melodie. Auch spürt er die Anwesenheit der geheimnisvollen Söldner im gegnerischen Gleiter, die von einem überlegenen Verstand, der langsam zu erwachen und sich zu entwickeln beginnt, gelenkt werden. Mit waghalsigen Flugmanövern kann Varen Thorik den Strahlschüssen ausweichen, nicht jedoch einem Zusammenstoß der beiden Maschinen. Die Arkonidin kann ihr Fahrzeug noch rechtzeitig abfangen, jedoch ist eine genaue Überprüfung des Gleiters mehr als notwendig.

Der Mutant hat einen ersten kurzen Eindruck vom Aussehen der Söldner erhalten. Es scheint sich um bullige, humanoide Wesen zu handeln, deren eckiger Schädel von Muskelbündeln gehalten wird, die in breite Schultern übergehen. Das Gesicht ist eine verzerrt wirkende Grimasse aus Knorpelansammlungen, wulstigen Lippen und großen, tiefschwarzen Augen.

Bei einem Spaziergang in Alcerry treffen Terian Sadlik und Jöris am 28. April wie zufällig erneut mit Parthan-3-19 zusammen. Pandekt fordert Sadlik auf, den Planeten Shasker zu verlassen. Da der Parthan-Träger es ablehnt, dass die Passage auf eine andere Welt mit der Kreditkarte bezahlt wird, um den Söldnern keine Spur zu hinterlassen, will er dafür sorgen, dass für Terian an Bord eines Raumschiffes eine Kabine bereitstehen wird. Er bittet die Frau, sich die nächsten beiden Tage in der Nähe des Raumhafens aufzuhalten.

Am 29. April trifft Atlan mit der QUESTRON im Sonnensystem des Planeten Shasker ein. Fellmer Lloyd gelingt es, Sadliks Spur in der Nähe des Raumhafens wieder aufzunehmen. In einem Lokal finden sie Terian Sadlik und Jöris. Die USO-Spezialisten und der Mutant setzen sich an einem Nachbartisch und beobachten die beiden heimlich. Lloyd liest in den Gedanken der Terraformerin, dass sie auf eine Nachricht eines Parthan-Trägers wartet. Plötzlich vernimmt Lloyd wieder die rätselhafte Musik in seinem Kopf. Er weiß, dass die Söldner in unmittelbarer Nähe sind. Die Hallendecke stürzt ein. Im Schutz von Deflektorfeldern schießen zwei Söldner auf Terian Sadlik, ihren Begleiter und deren Beschützer. Die USO-Spezialisten werden in ein schweres Gefecht verwickelt. Mühevoll gelingt es ihnen, die Söldner zu vertreiben. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte unter den Besuchern des Lokals. Daniel Pherson entdeckt Jöris, der verstört hinter einer Spielkonsole kauert. Jöris macht den Spezialisten darauf aufmerksam, dass Terian Sadlik durch ein Loch in fünfzig Metern Höhe entkommen ist. Ein Parthan-Träger hat ihr mit einem Schweber dabei geholfen. Das Denar-Quintett versucht nun, während es in größtmöglicher Eile zum Raumhafen unterwegs ist, ein allgemeines Start- und Landeverbot bei den Behörden zu erwirken. Dabei scheuen sie sich nicht, sich als USO-Spezialisten erkennen zu geben.

Terian Sadlik wird von Pandekt zu einer startbereiten Kaulquappe gebracht, die sie nach Reddeye bringen soll. Sechs Schnelle Kreuzer der USO patrouillieren im Raum um Shasker und beobachten den Start von insgesamt vier verschiedenen Schiffen. Um Rhaen Tolsom zu lokalisieren, aktiviert Lordadmiral Atlan einen kleinen Hypersender, der in Tolsoms linke Schulter implantiert worden ist und von dem die ehemalige SolAb-Agentin keine Ahnung hat. So stellt sich schnell heraus, dass sich die Reddeyerin auf der alten Kaulquappe aufhält. Drei der Schnellen Kreuzer schneiden der Kaulquappe den Weg ab. Die QUESTRON geht auf Parallelkurs zu dem kleinen Schiff. Kapitän Faros stoppt die Kaulquappe und ist mit dem Übersetzen eines Enterkommandos einverstanden. Atlan lässt in der Zwischenzeit das Denar-Quintett und Fellmer Lloyd mit einer Space-Jet von Shasker abholen. Der Lordadmiral will den Mutanten bei der bevorstehenden Aktion unbedingt dabei haben. Der Telepath kann dem Chef der USO jedoch auch keine Informationen darüber geben, wer und warum Attentate auf Terian Sadlik verübt werden. Die einzige Neuigkeit ist die Bezeichnung »Darakh-Parthan«, hinter der Lloyd den erwachenden Verstand vermutet, der von Angst, Schuld und Hoffnung beherrscht wird. Atlan erinnert sich, dass er den Begriff »Darakh« schon einmal gehört hat. Der Parthan-Träger Oida hat von »Darakh, der überall ist«, gesprochen. Doch diese Erkenntnis hilft ihm zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter.

Atlan lässt die Besatzung der Kaulquappe in der Zentrale des kleinen Schiffes antreten. Bei den sechs Terranern stellt er kirschgroße Dellen am Hals fest, die er bereits auf Reddeye auf Mitgliedern der Organisation Libra gesehen hat. Terian Sadlik wird an Bord der QUESTRON gebracht, wo Dr. Maria Vajai die induzierte Hypnosuggestion aufhebt. Den Springern wird ein paramechanischer Hypnoblock verpasst, der sie die Begegnung mit Lordadmiral Atlan und der USO vergessen lässt. Dann treten die Maskenbildner in Aktion. Während Rhaen Tolsom ihr früheres Aussehen zurückerhält, wird jenes von Atlan, Fellmer Lloyd und den drei USO-Spezialisten des Denar-Quintetts verändert.

Die Kaulquappe landet am 1. Mai 3113 auf einem wenig frequentierten Raumhafen auf Reddeye. Atlan hat sich den Namen Tarol Marsdon, Fellmer Lloyd jenen von Linnox Gran zugelegt. Die drei USO-Spezialisten agieren unter ihren eigenen Namen. Golan Intz und Padersen Korsh holen die Gruppe mit einem Zwei-Mann-Gleiter ab. Sie sind zwar Angehörige der Libra, gehören jedoch einer Splittergruppe an, die darauf hofft, dass Rhaen Tolsom ihre Verbindungen dazu nutzen wird, um das Solare Imperium um Hilfe zu bitten, damit die Ereignisse auf Reddeye nicht aus dem Ruder laufen. Die Parthan-Träger sind sich über die Lage und die Bewältigung der Probleme auf dem Planeten nicht mehr einig. Dies ist in der Geschichte Reddeyes noch nie passiert. Die Berater der Clansherren geben widersprüchliche Ratschläge. Das Parthan-Netz ist faktisch nicht mehr existent.

Ein großer Gleiter mit Goletta Marl und Elion Tolsom am Steuer, nähert sich. Nach einer kurzen Begrüßung wird die Gruppe um Rhaen und Tarol Marsdon eingeladen, in den Gleiter zu steigen, der sie zu einem Stützpunkt der Libra bringt. Der Stützpunkt liegt in einer der Verbotenen Zonen, in der noch immer die Nergeische Verformung grassiert. Goletta Marl erklärt, dass die Wissenschaftler der Libra festgestellt haben, dass diese Verbotene Zone frei von den gefährlichen Erregern ist. Ein altes Tor aus Stahl stellt den Eingang zu einer Tiefbunkeranlage dar. Nach einem Rundgang durch die weitläufige Anlage führt Elion seine Schwester und ihre Begleiter zu den ihnen zugeteilten Quartieren.

Doch dort bleiben sie nicht lange. Sie machen sich auf, den Stützpunkt auf eigene Faust zu erkunden. Der mechanische Lift, der den einzigen Ausgang aus den Tiefen der Anlage darstellt, wird schwer bewacht. Tarol Marsdon, Linnox Gran und Rhaen Tolsom hören wieder die harmonisch klingende Melodie in ihren Köpfen. Gran führt sie zum Ausgangspunkt der Harmonie. In einem würfelartigen Raum, der auf allen Seiten einen Eingang aufweist, ist ein sich windendes, zuckendes Knäuel von Leibern zu sehen. Körper und Körperteile von Reddeyern, Parthan-Trägern und Söldnern versuchen sich zu vereinigen. Linnox Gran empfängt die Bitte der geplagten Kreaturen, sie zu töten. Tarol Marsdon spricht eine Vermutung aus. Er glaubt, dass die Aufsplitterung des Bewusstseins von Boris Parthan unbemerkt zur Bildung eines Über-Bewusstseins geführt hat. Es scheint sich eine neue Entität zu bilden. Marsdon befürchtet eine Infiltrierung des Parthan-Netzes und damit die völlige Übernahme aller Parthan-Träger. Der Vorgang, der anscheinend eng mit der Nergeischen Verformung in Zusammenhang steht, könnte sich auf die ganze Galaxis ausbreiten. Parthans Bewusstsein, das durch das Netz eine Einheit bildet, könnte den Prozess steuern.

Während alle den Ausführungen von Tarol lauschen, springt ein Zellklumpen Rhaen Tolsom an den Hals und verbindet sich sofort mit ihrem Zellgewebe. Die Blockade der Erinnerungen der Reddeyerin wird aufgehoben. Sie kann sich nun wieder an die Vorgänge auf der INANNA erinnern und weiß, dass sie die Schaltungen vorgenommen hat, die zum Sturz in die Sonne führten. Rhaen bricht unter den Schuldgefühlen weinend zusammen und wird in den verlassenen Medobereich des Stützpunkts gebracht. Elion Tolsom und Dr. Triskolin Junnis betreten den Bereich. Der Arzt will Daniel Pherson dabei unterstützen, den kleinen Zellklumpen aus Rhaens Haut zu entfernen.

Tarol Marsdon streift wieder durch die Anlagen des Stützpunktes. An diesem 2. Mai 3113 aktiviert er einige Anschlüsse der Positronik der Station. Er sucht nach Eintragungen, die Rulan Karkeron als Infiltrationsspezialist des Denar-Quintetts vorgenommen haben könnte. Er gibt den Kode D-Dur op.77 ein und findet tatsächlich eine Nachricht des USO-Spezialisten. Tarol kehrt zu seinen Gefährten zurück.

Daniel Pherson und Triskolin Junnis kommen überein, den Gewebeklumpen von Rhaens Hals zu entfernen. Bevor sie mit der Operation beginnen, entgleitet Junnis die Bemerkung, dass er »Darakh vernommen habe«. Nach gelungener Entfernung vernichtet Pherson den Klumpen mit einem Desintegrator. Auf eine Frage Rhaens nach dem Knäuel von Leibern in dem würfelförmigen Raum, antwortet Junnis, dass sie den Tod gefunden haben.

Tarol Marsdon bringt seinen Gefährten die von Captain Karkeron gespeicherte Nachricht zur Kenntnis. Es ist dem Spezialisten auch nach seiner Gefangennahme durch die Söldner möglich gewesen, seine menschlichen Wärter zu überlisten und die Informationen in der Positronik zu verstecken. Dabei wurde er von »Darakh-Parthan« unterstützt. Karkeron hat herausgefunden, dass Boris Parthan zur Besatzung der THA-IV gehört hat und nach der Flucht nach Reddeye zurückgekehrt war. Dabei hat er das Heilmittel gegen die Nergeische Verformung, die allem Anschein nach von Ereshkigal stammt, mitgebracht. Ereshkigal hat auch einen anderen Namen – der Planet wird Höllenwelt genannt.

In der Zwischenzeit verlässt Rhaen Tolsom ihr Krankenlager, kleidet sich an und durchstreift den Stützpunkt jener Organisation, der sie sich scheinbar angeschlossen hat. Die Mitglieder der Libra scheinen auf ein bestimmtes Ereignis zu warten, von dem sie aber selbst nicht wissen, worum es sich dabei handelt. Rhaen wird von Tarol über die von Captain Karkeron stammenden Vermutungen über Boris Parthan in Kenntnis gesetzt. Die ehemalige SolAb-Agentin trägt es mit Fassung.

Elion Tolsom kommt in den Gemeinschaftsraum der Gruppe. Er wird von Tarol Marsdon mit dem Begriff Darakh konfrontiert und spricht von einer Wesenheit, nicht von einer Person. Auch Rhaen hätte von Darakh mit einer Erweiterung ihres Bewusstseins profitiert, wenn sie den Gewebeklumpen nicht hätte entfernen lassen. Darakh bildet so wie die Parthan-Träger ein übergeordnetes Bewusstsein. Elion berichtet auch von einer Aufwertung seiner Person. Er ist damit einverstanden gewesen, dass an ihm genetische Veränderungen vorgenommen worden sind, die seinen Körper gestärkt haben. Auch steht ein Raumschiff bereit, das bald zur Höllenwelt fliegen wird, um weitere Söldner nach Reddeye zu holen, und die Machtübernahme durch die Libra zu unterstützen.

Tarol und Rhaen suchen die Funkzentrale des Stützpunkts auf. Der dort postierte Wächter wird mit einem Dagor-Griff ausgeschaltet. Atlan setzt einen Funkspruch mit den wichtigsten Informationen an Perry Rhodan und Decaree Farou ab. Draußen auf dem Korridor ist ein Kampf mit den Männern der Libra entbrannt. Rhaen Tolsom und ihre Gefährten setzen sich über eine nach unten führende Treppe ab. Sie wollen zum Hangar, in dem ein Raumschiff steht, das für den Start nach Ereshkigal vorbereitet wird. Elion Tolsom löst Alarm aus. Nachdem sie an Bord der THA-IV gegangen sind, verschließt Atlan alle Luken der Kaulquappe. Elion Tolsom und etwa fünfzig Libra-Aktivisten, unter ihnen drei Söldner, erreichen den Hangar. Sie müssen tatenlos zusehen, wie die automatischen Startvorbereitungen weiter fortgesetzt werden. Dann endlich ist der Autopilot, der die THA-IV schon oft zwischen Reddeye und Ereshkigal geflogen hat, zum Abheben bereit. Ein kreisrunder Ausflugschacht öffnet sich. Die Impulstriebwerke schieben die Kaulquappe, deren Schutzschirme aktiviert sind, in den Himmel von Reddeye. Vier im Orbit kreisende Abwehrstationen eröffnen das Feuer. Mit viel zu geringer Geschwindigkeit führt der Autopilot die Transition durch. Der Schock raubt den Männern und Frauen an Bord der THA-IV das Bewusstsein.