OLD MAN

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OLD MAN war ein gigantisches, robotgesteuertes Trägerraumschiff, dessen Bau rund 50.000 Jahre v. Chr. von in der Vergangenheit gestrandeten terranischen Spezialisten des Technisch-Wissenschaftlichen Korps des Flottentenders DINO-III und lemurischen Wissenschaftlern initiiert wurde.

Er sollte den Terranern des Jahres 2406 Unterstützung im Endkampf gegen die Meister der Insel leisten und ihnen als ultimatives Kampfinstrument dienen.

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Heft: PR 305
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Lexikon I
OLD MAN im Aufriss
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Aufbau/Technik

OLD MAN ist bis zum aktuellen Datum das größte Raumfahrzeug der Menschheit. Er hatte die Form einer Halbkugel mit dem Grundflächendurchmesser von 200 km und 100 km Höhe. An diesem Hauptkörper waren 12 Sektionen – Sektion I bis Sektion XII – mit den Abmessungen 50 × 50 × 10 km befestigt. Die Station wurde als Trägerplattform für Ultraschlachtschiffe der GALAXIS-Klasse konzipiert. In jeder Sektion hatten 840 dieser Kugelraumer in zwei Hauptdecks Platz. Die Ultraschlachtschiffe wurden nach ihrer Sektionszugehörigkeit benannt und durchnummeriert, zum Beispiel VIII-696. Zusammen mit den 5000 im Inneren der Halbkugel untergebrachten Raumern beförderte OLD MAN insgesamt 15.080 Ultraschlachtschiffe.

In der Zentralhalbkugel befanden sich neben größeren Verbänden von Ultraschlachtschiffen zahlreiche Werften, Lager- und Maschinenräume, Großlabors und andere technische und technisch-wissenschaftliche Einrichtungen, sowie die zentrale Hauptpositronik und darin eingebettet in einem Lebenserhaltungs-Behälter das Gehirn von Captain Rog Fanther, welches das gesamte Gebilde von OLD MAN als so genannter Koordinator leitete.

In der Nähe des Zentrums von OLD MAN befand sich die Schaltanlage Schwarzer Mond, die im Fall Schwarzer Mond die Sonderbedarfsschaltung Verteidigung auslöste.

Die einzelnen Sektionen konnten sich von der Basishalbkugel trennen, als eigenständige Einheiten operieren, und sich wieder mit der Halbkugel verbinden. Sie waren jedoch nicht mit Reparaturhallen ausgestattet. (PR 370, S. 30)

Alle Sektionen wurden, wie die Hauptkuppel, jeweils von einer Positronik und einem menschlichen Gehirn - einem Mitglied der GOOD HOPE - gesteuert.

Die Zentralhalbkugel verfügte wie auch die zwölf Sektionen über Impuls- und Lineartriebwerke und OLD MAN unternahm Langstreckenflüge bis in die Große Magellansche Wolke. (PR 322)

Die 15.080 Ultraschlachtschiffe hatten keinerlei Beiboote. Weder Korvetten noch Space-Jets oder Moskito-Jets waren vorhanden. (PR 302 PR 335, PR 350)

Hätten die Ultraschlachtschiffe mit Beibooten bestückt werden sollen, so hätte man 750.000 Korvetten und siebeneinhalb Million Jäger herstellen müssen. (PR 350)

Um die Flotte von OLD MAN mit Terranern zu besetzen, wären 75 Millionen erstklassige Raumfahrer benötigt worden. (PR 350)

Geschichte

Die Besatzungsmitglieder des Flottentenders DINO-III strandeten - vom Jahr 2404 ausgehend - im Jahr 49.988 v. Chr., als sie im Rahmen der Rettungsaktion »Unternehmen HILFE FÜR DIE CREST« der während des Krieges gegen die Meister der Insel durch den Zeittransmitter Vario in der Vergangenheit schiffbrüchigen CREST III zur Hilfe kommen wollten.

Eine kleine Gruppe von 31 Mann um Major Gus Barnard und den 1. Offizier der DINO-III, Captain Rog Fanther, versuchte mit der Korvette GOOD HOPE, per Dilatationsflug die Zeit bis zur Ankunft der CREST III zu überbrücken. Ein direkter Kontakt mit der CREST III war nicht möglich, da diese mittlerweile einen Zeitsprung von 500 Jahren ins Jahr 49.488 v. Chr. ausgeführt hatte.

Für das Schicksal der restlichen Besatzungsmitglieder, siehe: DINO III.

Scimor

Aufgrund defekter Triebwerke konnte die Zeitebene der CREST III nicht erreicht werden, und die GOOD HOPE unter dem Kommando Fanthers strandete auf dem Planeten Satyat. Dort wurden sie von lemurischen Wissenschaftlern entdeckt, die sie zum Planeten Scimor im Scorch-System mitnahmen. Hier fanden die Terraner einen Geheimstützpunkt lemurischer Wissenschaftler unter der Führung des Tamrates Scimor vor, die an einem Zeittransmitter bauten.

Diese Arbeit fand im Verborgenen statt, da in die Vergangenheit geschickte und als Tamräte agierende Zeitagenten der Meister der Insel (MdI) Experimente mit der Zeit verboten hatten, um das Monopol ihrer Herren über Zeitreisen zu erhalten. Ferner sollten die Tätigkeiten der MdI in der Vergangenheit um 50.000 v. Chr. unerkannt bleiben.

In der Folgezeit entwickelte man auf Scimor gegen die halutische Bedrohung den Kontrafeld-Strahler und später den Psychogen-Regenerator, auch bekannt als Formungs-Strahler. Ausgestattet mit den Kenntnissen über die Zukunft des Jahres 2404 und die verbrecherischen Tätigkeiten der MdI konnten die gestrandeten Terraner die Lemurer für sich gewinnen.

Nach Beseitigung der Haluter-Gefahr ging man an die Konstruktion von OLD MAN. Mittels vorhandener terranischer Konstruktionsunterlagen der GOOD HOPE-Besatzung wurde er entwickelt und im Laufe der Jahrtausende gebaut. Die Gehirne der 31 Terraner wurden nach dem Tod der Körper biochemisch konserviert und teilweise in OLD MAN eingebaut. Zumindest Gus Barnard verblieb jedoch auf Scimor und später auf Scorcher.

Anmerkung: 13 Gehirne verblieben auf OLD MAN, Barnards auf Scorcher, macht zusammen 14. Das Schicksal der restlichen 17 Gehirne ist nicht 100%ig geklärt.

Sektor Morgenrot

Nach einer Bauzeit von circa 20.000 Jahren und weiteren 20.000 Jahren im Orbit von Scimors Planet wurde OLD MAN in Marsch gesetzt. Er sollte im reinen Dilatationsflug, unterbrochen von mehreren Linearetappen, unterwegs sein, um im Jahr 2406 aufzutauchen. Als Endpunkt der Reise wurde der Sektor Morgenrot bestimmt, da sich nach bekannten Berechnungen der Solaren Abwehr dort auch nach einer möglichen Vernichtung Terras noch Menschen befinden würden. (PR 379)

Anmerkung: Eine abweichende Version findet sich in PR 376. Dort berichtet Rog Fanther, dass OLD MAN mit dem Ziel gebaut wurde, ihn »in etwa fünfzigtausend Jahren automatisch starten zu lassen«. Demnach wäre OLD MAN circa 10.000 Jahre später (nach Ablauf von fast 50.000 Jahren anstelle von 40.000 Jahren) gestartet und hätte eine wesentlich kürzere Zeit per Dilatationsflug überwinden müssen. Aufgrund der Tatsache, dass degenerierte Walkers in den Sektionen III und IV gefunden wurden und das zwei der 13 Steuergehirne über die lange Zeit wahnsinnig geworden waren, ist die in PR 379 geschilderte Version die Wahrscheinlichere. Es ist auch gut möglich, das Rog Fanther selbst - im Gegensatz zu Natrin Koczon - sich nach dieser langen Zeit nicht mehr klar an die Ereignisse erinnern konnte.

Infolge von Fehlberechnungen verspätete sich OLD MAN um 29 Jahre. Als er am 25. August 2435 mit halb wahnsinnig gewordenen Steuergehirnen im Sektor Morgenrot eintraf, wurden die Gehirne Zeuge einer unbedeutenden Auseinandersetzung zwischen Terranern und Freihändlern. Diese deuteten Rog Fanther und mehrere der anderen Steuergehirne als Rebellion gegen Terra und schlugen sie blutig nieder. Den Namen »OLD MAN« erhielt das Trägerschiff von Don Redhorse nach einer ersten, unfreiwilligen Erkundung. Die Bezeichnung wurde danach von Perry Rhodan als offizieller Name für den Giganten übernommen. Bei den folgenden Erkundungseinsätzen stellte sich heraus, dass die menschlichen Gehirne der Kommandanten der Sektionen III und IV wahnsinnig geworden waren und unkontrollierte Aktionen unternahmen. Außerdem wurden diese Öd-Sektionen von degenerierten Walkers bewohnt, die die technischen Einrichtungen für ihre Zwecke nutzten.

Kurz darauf wurden OLD MAN und die Steuergehirne von den Kristallagenten aus den Magellanschen Wolken übernommen und gegen die Terraner eingesetzt. Später besetzten die Zweitkonditionierten OLD MAN für einige Zeit.

Das Geschenk der Zeitreisenden

Durch den Einsatz der Oxtorner Cronot und Perish Mokart sowie des Terraners Ilja Malume konnte OLD MAN schließlich erobert werden. Das Gehirn Rog Fanthers hatte nach einem zeitweisen Dahindämmern die von den Zweitkonditionierten umprogrammierten Roboter über Schaltbildtaster entdeckt und die Sicherheitsschaltung FVS aktiviert, welche die umprogrammierten Roboter zerstörte.

Allerdings war die Schaltung so angelegt, dass sie OLD MAN auch dann zerstörte, falls umweltangepasste Terraner angetroffen werden sollten. Nachdem die Schaltung auf die Oxtorner reagierte, starb Rog Fanther durch den Schock, sein Lebenswerk aufgrund einer Nachlässigkeit vernichtet zu haben. Doch aufgrund der Anwesenheit des Normalterraners Malume stoppte die Sicherheitsschaltung die Selbstzerstörung und OLD MAN ging am 22. Mai 2436 in terranische Hände über. Kommandant war im November des gleichen Jahres General Janos Ferenczy.

OLD MANS Ende

Am 27. August 2437 wurde das Solsystem von 9000 Dolans angegriffen. Nachdem die Solare Flotte und die mit ihnen verbündeten Posbis sie nicht aufhalten konnten, gelang es OLD MAN, in einer 20 Stunden dauernden Raumschlacht auf Höhe der Marsbahn die als unbezwingbar geltenden Dolans so lange aufzuhalten - sogar teilweise zurückzuwerfen - bis die Flotte der Haluter der Menschheit zur Hilfe kam. Im Laufe der Schlacht wurde OLD MAN mit all seinen Plattformen und Schiffen vernichtet.

Es blieb ein 388 Kilometer großer Schrottklumpen zurück, der in den Folgejahren nach und nach ausgeschlachtet und beseitigt wurde. Im Jahre 2441 waren die Arbeiten in vollem Gange. (PR-TB 382)

Darstellungen

OLD MAN im Größenvergleich

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Quellen