Zeitreise
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Als Zeitreise wird eine gezielte oder unfreiwillige Bewegung in der Zeit bezeichnet, die vom normalen »Vergehen« der Zeit abweicht.
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Die Dimension der Zeit unterscheidet sich von den Raumdimensionen dadurch, dass sie nur in eine Richtung von der Vergangenheit in die Zukunft fließt. Durch den normalen Verlauf der Zeit bewegen sich alle Objekt ständig in die Zukunft. Gemäß der Relativitätstheorie vergeht aus der Sicht eines externen Beobachters die Zeit natürlicherweise in einem bewegten Bezugsystem (siehe Zeitdilatation) oder in einem Gravitationsfeld langsamer.
Von einer (nicht trivialen) Zeitreise im engeren Sinne spricht man, wenn im Verlauf der Reise der Zeitpfeil umgekehrt wird. Gemeint sind also nur Reisen in eine Zeit, die, vom Standpunkt des Zeitreisenden (Relativgegenwart) aus gesehen, in der Vergangenheit (Relativvergangenheit) liegt, oder Reisen außerhalb des normalen Zeitablaufes in der Zukunft (Relativzukunft) mit anschließender Rückkehr. Der Reisende gelangt somit in eine andere Zeitebene.
Bei beschleunigtem oder verlangsamtem Zeitablauf unter dem Einfluss eines Movators oder eines Ablaufhemmers, in einem Zeitrafferfeld, den Zeitfeldern von Curayo oder in dem Kabinett eines Chaotenders handelt es sich in diesem Sinne also um keine Zeitreise.
Relativität von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Begriffe wie Relativvergangenheit, Relativgegenwart und Relativzukunft haben natürlich keine absolute Bedeutung. Jedes Objekt befindet sich während der Dauer seiner Existenz an jedem Punkt des Zeitstrahls in seiner momentanen Relativgegenwart.
Ein Zeitreisender kann, ausgehend von seiner Relativgegenwart, sein jüngeres Ich in seiner Relativvergangenheit besuchen. Aus der Sicht dieses jüngeren Ichs handelt es sich aber um einen Besuch aus seiner Relativzukunft in seiner eignen Relativgegenwart.
Im Falle der Zeitreise selbst, kann man - vernachlässigt man Komplikationen durch die Relativitätstheorie - den in der Vergangenheit und den in der Zukunft liegenden Endpunkt der Zeitreise absolut, das heißt unabhängig vom Standpunkt des Betrachters, definieren.
Technische Zeitreisen
Im Perryversum werden für Zeitreisen in der Regel technische Einrichtungen wie Zeittransmitter, Zeitumformer, Epotrone, Nullzeitdeformatoren oder Kontext-Wandler verwendet. Zeitreisen erfolgten ebenfalls mithilfe der Schwarzen Sternstraßen und der Megadome der Brücke in die Unendlichkeit.
Vorrichtungen gegen Zeitreisen
- Da die Uleb befürchteten, dass ihre Entstehung mithilfe einer Zeitreise verhindert werden könnte, schufen sie die Zeitpolizei, die es sich zur Aufgabe machte, die Entstehung von Zeitparadoxa durch Zeitreisen zu verhindern.
- Auch der Zeitläufer der Ganjasen war eine Einrichtung, um Zeitreisen zu verhindern. Der terranische Nullzeitdeformator strandete durch ihn im Jahr 52.288 v. Chr.. Es gelang den Terranern, ihn in dieser Relativvergangenheit zu vernichten. Durch den Zeitläufer wurden auch Vorstöße der Meister der Insel in die fernere Vergangenheit jenseits dieses Zeitpunkts, z.B. durch die Zeitstation auf Traversan, verhindert. Erst mit dem auf takerischen Plänen beruhenden Dakkar-Tastresonator gelang es dem Nullzeitdeformator, diese Schranke zu überwinden.
Zeitreisende Lebewesen
Der Oproner Merkosh besaß einst die Fähigkeit, mittels seiner psionischen Gabe der Traummeditation durch die Zeit zu reisen. Auch die auf Tronko Y Artefo im Lokalen Schwarm beheimaten Artefoker konnten die Zeit manipulieren. Die Zeitgänger sind eine intelligente Lebensform, die sich durch die Zeit, aber nicht durch den Raum bewegen kann.
Der terranische Mutant Ernst Ellert verfügte zunächst über die Fähigkeit, mittels seiner parapsychischen Kräfte die Vergangenheit und die Zukunft zu beobachten und später als körperloses Bewusstsein durch sie zu reisen. Über ähnliche Fähigkeiten verfügte Harno.
Zeitparadoxa
Jede Zeitreise in die Relativvergangenheit bzw. die Rückkehr aus einer Relativzukunft birgt die Gefahr eines Zeitparadoxons in sich. In beiden Fällen kann der Zeitreisende am in der Vergangenheit liegenden Endpunkt der Zeitreise die an dem in der Zukunft liegenden Endpunkt der Zeitreise bekannte »bisherige« Geschichte verändern.
Das Auftreten von Zeitparadoxa wird durch zwei Faktoren dargestellt: Einerseits existieren parallele Gegenwarten, andererseits gilt das Egweg-Prinzip.
- In einer Vieleweltentheorie existieren mehrere parachrone Paralleluniversen, die man sich als parallele Zeitlinien vorstellen kann. Durch Handlungen in der Vergangenheit erreicht man nicht mehr die originale Gegenwart, sondern eine parachrone Gegenwart, die durch die Taten in der Vergangenheit definiert ist. Diese Theorie wurde von Kurt Mahr vertreten. Beispiel: Solarmarschall Julian Tifflor durchwanderte nach einem Parachron-Attentat mehrere Paralleluniversen. (PR-TB 134)
- Falls man jedoch in der Vergangenheit keinen Einfluss auf Geschehnisse nimmt, bleibt man während der Zeitreisen innerhalb einer einzigen Zeitlinie. Man erreicht bei einer Rückkehr wieder die Originalgegenwart. (PR 2400 S. 26)
Beispiele für Zeitreisen im Perryversum
Die Anzahl der Zeitreisen im Perryversum ist Legion.
Reisen in die Relativvergangenheit
Hierbei handelt es sich allerdings fast immer um Reisen in die Vergangenheit. Die bekanntesten Beispiele:
- Auf der Suche nach Wanderer reiste Perry Rhodan 1975 mit dem Zeitumformer auf Ferrol ins Jahr 8010 v. Chr. (PR 15)
- Im Jahre 2404 wurde die CREST III durch den Zeittransmitter der MdI auf Vario ins 50. Jahrtausend v. Chr. versetzt.
- Sinclair Marout Kennon wurde im Jahre 2844 durch die Ischtar-Traummaschine physisch nicht nur ins Jahr 10.498 da Ark versetzt, sondern auch in seinen ursprünglichen Körper. Er agierte unter dem Decknamen Lebo Axton gegen Orbanaschol III. (Atlan 173)
- Im Jahre 3444 wurden Gucky, Icho Tolot und die Altmutanten durch einen missglückten Transmittersprung im Paramag-Alpha-System auf eine Zeitreise geschickt. Dort erlebten sie über 110.000 Jahre in der Vergangenheit die Zerstörung Pordypors im Metapsychischen Krieg und 50.000 Jahre später eine versuchte Invasion der Paramags ins Solsystem, die Gucky durch eine Fehlschaltung des Meteoritenraumschiffes verhindern konnte, das daraufhin auf Asporc abstürzte. (PR 593)
- Im Jahre 427 NGZ reiste Sato Ambush mit Umweg über eine Pararealität in das Jahr 1948 und rettete dort dem zwölfjährigen Perry Rhodan und dessen Onkel das Leben. (PR 1178)
- Am 15. April 1346 NGZ erreichte die JULES VERNE im Rahmen von Operation Tempus das Jahr 20.059.813 v. Chr. (PR 2400)
Todo: akonischer Zeitumformer, Epetran da Ragnaari, auf Impos, auf Scorcher, Nullzeitdeformator (der Versuch Ribald Corello im Brennpunkt Mimas zu verhindern, Im Zeitstrom verschollen, Im Jahr der Cappins, Zwischen Mars und Jupiter, Das Kommandogehirn, im Schwarm-Zyklus, Zeitkorrektur der PAD-Seuche), Zeitreise der SOL nach Segafrendo, Levian Paronn, Projekt Finsternis der Eltanen in Tradom usw.
Reisen in die Relativzukunft
Reisen in die Relativzukunft sind dem gegenüber vergleichsweise selten. Als Beispiel sei Perry Rhodans unfreiwillige Reise in eine 1 Milliarde Jahre entfernte (potenzielle) Zukunft genannt, die ihn 1329 NGZ ins Reich der Nodronen führte. Aus der Sicht der Wissenschaftler von Cor'morian holten sie allerdings Perry Rhodan, Reginald Bull und ihre Begleiter aus einer fernen Relativvergangenheit in ihre eigene Relativgegenwart. (Odyssee-Taschenbuchzyklus)
Der Begriff Relativzukunft ist natürlich relativ zur Perspektive des Zeitreisenden. So reisten Ovaron, Merceile, Takvorian, Roi Danton und vermutlich auch Merkosh mit dem Nullzeitdeformator in das Jahr 3434 aus ihrer Sicht in die Relativzukunft. (PR 440, PR 447)
Allerdings wurde wohl bei fast jeder Zeitreise Materie - die z.B. durch Atmen, Trinken, Essen aufgenommen wurde oder einfach in Form von Schmutz oder Souvenirs mitgenommen wurde - aus der Vergangenheit in deren relative Zukunft transportiert.

