Guvalasch

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Guvalasch war im Jahre 3438 der Sextolotse der Pedolotsen.

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Heft: PR 488
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Der Ganjase war ein alter, hagerer und gebeugter Mann mit weißen, schulterlangen Haaren. Sein Gesicht war faltig und wirkte pergamentartig, seine Augen waren glanzlos und die eingefallenen Lippen rissig. Über dem fast waagerechten Kinn hatte er scharfe Falten.

Charakterisierung

Der Sextolotse war ein gerissener, ehrgeiziger und skrupelloser Mann, der trotz seines fortgeschrittenen Alters und eines durch Krankheiten geschwächten Körpers nicht willens war, seine Macht aufzugeben und stets bis zum Letzten kämpfte. Er war trotz seines Alters nicht gewillt, die speziell für ihn zubereitete Schonkost zu essen. Er war vielmehr der Meinung, dass sein Körper nicht mehr zum Leben taugte, wenn er keine vernünftigen, opulenten Mahlzeiten mehr vertrug.

Geschichte

Der Priester

Der Sextolotse überprüfte, wie schon seine Vorgänger, regelmäßig die vorbereitete Pedofalle, in der die verbrecherischen Pedolotsen den wiederkehrenden Ganjo fangen wollten.

Im Jahre 3438 wurde Guvalasch von den Anlagen des ARRIVANUMS über die baldige Ankunft des Ganjos informiert. Er war der älteste der Pedolotsen und musste immer häufiger mit dem Widerstand umgehen, den ihm die anderen Pedolotsen entgegensetzten, die selbst Sextolotse sein wollten. Guvalasch hatte, trotz schlimmer Anfälle aufgrund einer Krankheit, nach den Prognosen seiner Ärzte noch fünfzehn Jahre zu leben und wollte vermeiden, dass ihm jemand in die Quere kam. Er hatte sich darum abgesichert und Bomben in den Körpern seiner zehn unwissenden Untergebenen platziert.

Der machtgierige Renegat Bertjagg griff ihn kurz vor der Ankunft des Ganjos bei einem Treffen der Pedolotsen an und wurde darum von Guvalasch getötet. Sein Nachfolger wurde der hochrangige Ganjoprester Kroschen, der noch vor der Ankunft des Ganjos geweiht wurde.

Als statt des erwarteten Ganjos Perry Rhodan und Atlan in der vorbereiteten Nebenstation aus dem Transmitter traten, brach Guvalaschs Plan völlig zusammen. Die erhobenen Waffen der Ganjasen konnte Rhodan richtig deuten und berichtete von mächtigen Großreichen, die er und Atlan regierten. Er ergänzte, dass man sie zwar beide töten könne, doch dass Ovaron und Merceile in diesem Fall in ihre Tzlaafs an Bord der MARCO POLO zurückkehren würden und die geballte Macht beider Imperien die Ganjasen hinwegfegen werde.

Anhand dieser Drohung konnte Guvalasch einen neuen Plan schmieden, denn gerade die Rückkehr Ovarons und Merceiles konnte er mit seiner Pedofalle verhindern. Er beschloss, Rhodan und Atlan gefangen zu nehmen, nachdem Florymonth ebenfalls in der Station erschienen war. Die ungewohnte Situation verschaffte ihm die völlige Kontrolle über die restlichen Pedolotsen, die nicht mit dem Fehlschlagen ihres Plans gerechnet hatten. Während die Pedolotsen in einem Nachbarraum berieten, griffen die beiden Fremden unvermittelt die Robotwachen an. In dem Raum mit der Pedofalle konnte Guvalasch die Fremden stellen und ihre Kapitulation entgegennehmen, wurde dann aber von Florymonth angegriffen und im Gesicht verletzt. Von dieser Verletzung erholte er sich aber wieder.

Vier Tage nach der erneuten Gefangennahme von Rhodan und Atlan hatte Guvalasch immer noch keine Nachfolger für die inzwischen fünf verstorbenen Pedolotsen vereidigen lassen, so dass außer ihm noch fünf Pedolotsen verblieben waren. Stattdessen ließ er die beiden Gefangenen zu einer Identifizierungsanlage in Pedoar bringen, wo er sie mit dem falschen Ganjo konfrontierte, den die Pedolotsen aus der Gewalt von Imanschol befreit hatten. Die Identifizierung verlief positiv und eine Schaltung wurde ausgelöst, die allen Ganjasen auf dem ARRIVANUM die Ankunft des Ganjos bewusst machte. Rhodan und Atlan gelang es, in dem energetischen Chaos zu fliehen.

Guvalasch präsentierte danach den falschen Ganjo vor dem Ovarasch und ordnete die Verfolgung und Tötung der Flüchtigen an, die ihm nach der Identifizierung des falschen Ganjos nicht mehr von Nutzen waren. Nachdem die Terraner mit der ODIKON vom ARRIVANUM gestartet waren, entsandte Guvalasch eine Flotte, die das perdaschistische Schiff vernichten sollte, was auch gelang. (PR 483, PR 484)

Der Usurpator

Zugleich brach Guvalasch mit allen Pedolotsen nach Erysgan auf. Der falsche Ganjo Fenarol übernahm auf Erysgan die Regierungsgewalt von den Ganjatoren, die danach in ein Hochsicherheits-Gefängnis verbracht wurden. Gesteuert wurde all dies von Guvalasch, der die Propagandawerkzeuge der staatlichen Medien und der Ganjoprester vortrefflich zu nutzen wusste und gut verbergen konnte, dass er die Ganjatoren unschädlich gemacht hatte. Allerdings griff Perry Rhodan mit einer Armee der Farrogs das Gefängnis der Ganjatoren an und befreite diese. Daraufhin befahl Guvalasch Tetman Tarino den Angriff auf die Unterwelt der Farrogs. (PR 485, PR 486)

Die Urmutter befahl schließlich das Einstellen aller Angriffe auf die terranischen Einheiten, die mittlerweile in der Arrivazone eingetroffen waren. Auch auf Erysgan schwiegen die Waffen: Tarino hatte sich auf die Seite des richtigen Ovaron geschlagen. Die Pedolotsen ließen die TARSON, mit Tarino, Rhodan und Ovaron an Bord, von den Robotforts Erysgans und von Ganjoprestern angreifen, die TARSON entkam jedoch. Guvalasch erlitt einen schweren Anfall, ließ sich aber von den Medizinern Aufputschmittel geben. Guvalasch konnte keinen neuen Tetman ernennen, da die Kommandanten lieber zurücktraten, als Tarinos Amt zu übernehmen. So überließ Guvalasch es einem »Technischen Komitee«, wieder für Ordnung in Cappinoscha zu sorgen. Die TARSON traf unbehelligt am ARRIVANUM ein. Der Schutzschirm um Sikohat erlosch angesichts der Ankunft des Ganjos. Guvalasch befahl den dortigen Ganjoprestern einen Angriff auf das Schiff des Tetmans, Ovaron und Rhodan gelang jedoch der Vorstoß in den Ovarasch.

Angesichts dieser Neuigkeiten ließ Guvalasch Komudak-Gürtel für sich und seine Pedolotsen herbeischaffen. Er plante, mit diesen Allzweckwaffen unterzutauchen und eine Rebellion gegen Ovaron in die Wege zu leiten, noch bevor dieser die Macht vollständig übernommen hatte. Der falsche Ganjo Fenarol ergriff nun erstmals Initiative - er wollte sich nicht länger als Marionette vor den Karren des Sextolotsen spannen lassen, sondern ihn und die Pedolotsen ermorden. In der Transmitterstation im Regierungsgebäude von Erysgan stellte er Guvalasch und dessen Männer und feuerte einen erbeuteten Handstrahler ab. Lediglich Guvalasch konnte dem Attentat entkommen, da sein Personalschutzschirm aktiviert war. Er schoss zurück, verhöhnte den wehrlosen, schwer verletzten Takerer, trat ihn und verriet ihm seine künftigen Pläne, bevor er schließlich den Transmitter in Richtung Arrivazone und Terrosch-Rotwolke benutzte. (PR 487)

Der Verräter

Guvalasch entwendete in der Terrosch-Rotwolke mit seinem Komudak-Gürtel einen Sammler und floh in Richtung Gruelfin. Mit dem Verlassen der Rotwolke versagte seine Kontrolle über den Sammler und so floh er mit einem Vasall weiter, bis er von einem Verband der Takerer aufgegriffen wurde. Da sich das Gerät nicht zu weit von der Terrosch-Rotwolke entfernen durfte, übergab er es an den Takerer Raekolond, während Guvalasch selbst ins Greytonor-System gebracht wurde, um mit dem Taschkar zu sprechen.

Gemeinsam mit dem Taschkar arbeitete er einen Plan aus, um das Ganjasische Reich zu vernichten und dadurch Rache für die erlittene Schmach zu nehmen. Er stellte dem Taschkar Ginkorasch ferner die Bedingung, über das eroberte Morschaztas zu herrschen - der Taschkar akzeptierte. Bei seiner Rückkehr benutzte Guvalasch das Komudak-Gerät, um die 120.000 orientierungslosen Sammler der Terrosch-Rotwolke zu aktivieren und mit ihnen die Trafidim-Stationen anzugreifen. Mit dem Ausfall der Stationen fiel Morschaztas aus dem Hyperraum, worauf sich ein Ganjasisch-Takerischer Krieg deutlich abzeichnete. (PR 488)

Tatsächlich machte sich die 100.000 Schiffe umfassende Flotte des Taschkars auf den Weg nach Morschaztas. Unterwegs wurden die Takerer jedoch von der MARCO POLO überfallen. Einem Einsatzkommando unter Leitung von Gucky gelang der Vorstoß in das Flaggschiff des Taschkars, wo sich auch Guvalasch befand. Er sandte gerade mit dem Komudak-Gürtel Selbstvernichtungsbefehle an die Urmutter, hatte aber wenig Erfolg damit. Angesichts der Eindringlinge griff er sofort zu seinen Waffen und wurde von Gucky erschossen. (PR 489)

Gucky übergab den erbeuteten Komudak-Gürtel nun an Ovaron.

Quellen

PR 481, PR 483, PR 484, PR 485, PR 486, PR 487, PR 488, PR 489