Sammler

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit den Sammlern der Urmutter. Für weitere Bedeutungen, siehe: Sammler (Begriffsklärung).

Die Sammler sind Teile der Urmutter und Träger der Vasallen.

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Flammenstaub 6
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Allgemeines

Sammler sind vollrobotisierte Raumschiffe, die zusammengesetzt einen künstlichen Planeten mit einem Durchmesser von 49.000 Kilometern ergeben.

Aufbau und Technik

Eine einheitliche Form der Sammler existiert nicht, selbst ihre Größe differiert stark. Es gibt mondgroße Einheiten, andere haben die Größe von Beibooten. An Bord jedes Sammlers befinden sich tausende von Vasallen. Auch die Vasallen sind von sehr unterschiedlicher Größe, zwischen der eines Menschen und eines Beibootes.

Sammler besitzen große, gegen den Weltraum abschottbare Hohlräume mit funktionsreichen Konsolen. Damit können sie leicht zu bemannten Raumschiffen umfunktioniert werden. Die nötige Infrastruktur ist in der Regel vorhanden, so gibt es Aufzüge, Hangars, Quartier- und Kontrollräume.

Anmerkung: Ob die Sammler bereits beim Bau als potenziell bemannbare Schiffe konzipiert wurden, oder ob es sich bei den Hohlräumen um eine Erleichterung der automatischen Wartung handelte, ist ungeklärt.

Alle Sammler besitzen Dimesextatriebwerke für intergalaktische Fernflüge, außerdem eine dem terranischen Lineartriebwerk vergleichbare Technik sowie natürlich über Unterlicht-Impulsantriebe. Die stärkste Waffe der Sammler und auch der Vasallen sind die Initial-Dopplerkanonen, außerdem gibt es Initialstrahler. Welche Waffen ansonsten in die Robotschiffe eingebaut sind, ist unbekannt. (PR 492, PR 493)

Geschichte

Die Sammler wurden im Auftrag der Urmutter von den Ganjasen konstruiert und hergestellt.

Um 150.000 v. Chr. entdeckte ein namentlich nicht bekannter Taschkar die Urmutter. Zur Schaffung einer Geheimwaffe programmierte er die Final-Blockschaltung, um einen Teil ihrer Sammler unter seinen Befehl zwingen zu können.

34. Jahrhundert

Der Taschkar stieß 3330 mit seiner Raumyacht auf einen Sammler, der 100×70×40 km durchmaß. Der beschädigte Sammler wurde an seiner Reparatur gehindert, wobei beinahe alle Vasallen fliehen konnten. Nach der Verbringung ins Greytonor-System und in eine Umlaufbahn um Tschukmar wurde das Fundstück zur Fluchtburg des Taschkars und seiner Leibwache ausgebaut. Eine Reparatur wagte der Taschkar jedoch nicht. (PR 475)

35. Jahrhundert

Die Sammler spielten im Jahre 3438 auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen den Ganjasen und Terranern mit den Takerern eine wichtige Rolle. Die Terraner, die bereits den Sammler auf Tschukmar und dessen Vasallen ausgekundschaftet hatten, empfingen einen von Cham ausgehenden Ganjo-Alarm. Dieser Alarm war von einem Sammler ausgestoßen worden, der versehentlich durch einen Chamyro aktiviert worden war.

Der Sammler startete von Cham und nahm Kurs auf die Terrosch-Rotwolke, in die die MARCO POLO eindrang und dabei mehreren zehntausend weiteren Sammlern begegnete, die das terranische Flaggschiff einschlossen. Als die MARCO POLO später nach Morschaztas vordrang, blieben die Sammler zurück.

Während die Terraner es schafften, Ovaron wieder als rechtmäßigen Herrscher über die Ganjasen einzusetzen, gelang dem verräterischen Sextolotsen Guvalasch die Flucht mit einem Komudak-Gerät. Dieses Gerät half ihm, die Kontrolle über 120.000 Sammler zu übernehmen, die er dem Taschkar als Waffe gegen Ovaron anbot. Der Taschkar willigte ein, und Guvalasch ließ die 120.000 Sammler die 86 Trafidim-Stationen angreifen, welche Morschaztas in einer Hyperraumblase stabilisierten. Guvalasch brachte einen Großteil der Sammler außerhalb der Terrosch-Rotwolke in Sicherheit, nur ein kleiner Teil war durch die Abwehreinrichtungen der Trafidim-Stationen ausgefallen. Weil das Komudak-Gerät nur in der Nähe der Terrosch-Rotwolke Einfluss auf die Sammler hatte, nahmen sie nicht am Angriff der Takerer auf Morschaztas teil.

Kurz vor der endgültigen Zerstörung Takeras durch einen gelegten Atombrand gelang es dem Chef des Marsav, Vascalo, in den Hallen des VALOSAR die Finalblockschaltung zu initiieren und so die Kontrolle über die restlichen 146.000 Sammler zu übernehmen, die noch in der Nähe der Terrosch-Rotwolke standen. Diese standen nun voll unter dem Befehl des Taschkars, welcher aber nicht plante, sie im Ganjasisch-Takerischen Krieg einzusetzen. Vielmehr brach Vascalo mit einer ersten Tranche der Sammler in Richtung Milchstraße auf, um die Bedrohung durch die Terraner zu beenden und sich mit der Zerstörung ihres Heimatplaneten zu rächen. Er wurde von 60.000 Sammlern begleitet, die mehrere Millionen Vasallen beherbergten.

Nach einem ereignislosen Flug durch den Dakkarraum erreichten die Sammler die Galaxie nahe Wega. Es entbrannten zahlreiche, immer wieder durch Rückzüge und Kampfpausen unterbrochene Schlachten zwischen den Sammlern und der Solaren Flotte, die sich vom 6. bis zum 15. Juni hinzogen. Die Sammlerflotte verlor zwar bis zum 15. Juni 20.000 Einheiten, erhielt aber aus Gruelfin kleineren Nachschub von etwa 5000 Sammlern. Am 15. Juni erschien die zweite große Welle von Sammlern im Milchstraßenzentrum und machte sich auf den Weg nach Sol. Auf diese Weise vorgewarnt, erbaten die Terraner mittels der DARA GILGAMA Verstärkung durch die verbündeten terranischen Staaten, die Posbis, Akonen, Überschweren und Arkoniden.

Anmerkung: Wie es den Takerern gelungen war, aus weniger als 120.000 Sammlern in PR 488 mehr als 155.000 Sammler in PR 495 zu machen, ist unklar. Möglicherweise hatte die Final-Blockschaltung Sammler in Gruelfin ansprechen können, die auf kein vorheriges Kommando angesprochen hatten, oder es handelt sich um einen Autorenfehler.

Die Urmutter hate in der Zwischenzeit erkannt, welche Macht sie und ihre Sammler darstellten. Ihre Fundamentalprogrammierung zwang sie, dies zu beenden. Sie ließ den Planeten Sikohat evakuieren. Es stellte sich heraus, dass sie und die verbliebenden Sammler einen Großteil des Planeten ausmachten. Vor den Augen der Ganjasen löste sich der Planet in seine Einzelteile, mehr als 340.000 Sammler, auf. Diese starteten sofort Richtung Sol.

Nahe Pluto kam es zur Entscheidung. Die Sammler verweigerten den Takerern den Dienst und agglomerierten mit den Einheiten der Urmutter zu einem großen Gebilde. Langsam erhöhte sich die Temperatur, bis die Sammler, die Urmutter und alles an Bord zu einer kleinen Sonne verschmolzen. Nach dem Abkühlen blieben nur die Erinnerung und eine Gaswolke zurück.

Als Nebenwirkung der Zusammenballung erhöhte sich die Gravitation des anwachsenden Gebildes. Der in der Nähe stehende Kleinplanet Pluto zerbrach durch die Einwirkung der Gravitation Sols und der Urmutter.

1225 NGZ

Im Jahre 1225 NGZ entdeckte Atlan auf dem Mond Eptascyn den Sammler MITYQINN. Nach der Aktivierung der Backuppositronik und einer technischen Überholung bei der Raumstation BOYSCH konnte er die Kampfkraft des Ungetüms im Kampf gegen die Lordrichter von Garb und ihre Verbündeten einsetzen.

Quellen