Rauchen

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Das Rauchen von Tabak ist ein verbreitetes Phänomen, auch im Perryversum.

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Heft: PR 251
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Heft: PR 368
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Geschichte des Rauchens in der Romanserie

Es gibt mehrere Gründe, warum die Autoren der Romanserie ihre Figuren rauchen lassen: Zum einen gehört Nikotin zum Alltag der westlichen Kultur, die auf das Perryversum abfärbt. Besonders in der Anfangszeit der Heftserie werden mit rauchenden Protagonisten ganz normale Alltagsszenen geschildert. Gründe für oder wider das Rauchen gibt es in diesem Zusammenhang nicht, vielmehr wird mit der Aktion des Rauchens eine Situation geschildert: Die Protagonisten stehen unter Stress und brauchen einen Nikotinschub, oder sie vertreiben sich die Zeit, während sie auf ein Ereignis warten. Zu Beginn einer Besprechung werden Tabakwaren angeboten, um die Bedeutung des folgenden Gesprächs zu unterstreichen. Die Zigarette ist hier also vorwiegend als dramaturgisches Element zu verstehen. Ebenso verhält es sich mit der Zigarre, die gerne vor geschäftlichen Anlässen getauscht werden.

Ein zweiter Grund für die Schilderung von Rauchern ist es, den überlegenen Stand der zukünftigen medizinischen Technik zu demonstrieren: So können Süchtige jederzeit behandelt werden (PR 426), Medikamente können die schädlichen Nebenwirkungen neutralisieren (PR 335, PR 437), manche Zigaretten sind nun nikotinfrei (PR 453), es gibt keine karzinogenen Stoffe mehr im Tabak (PR 674), oder die Rauchwaren sind gleich völlig schadstofffrei wie etwa die topsidische Marke Sidoropti (PR 2322). Diese Segnungen der Technik werden aber zuweilen auch von den Autoren unterschlagen oder verdrängt.

Ein weiterer Grund für rauchende Figuren ist der Ausbau der Serie im Laufe der Zeit. Neue Nebenfiguren kamen hinzu, die beschrieben und charakterisiert werden mussten. Da sie nicht völlig austauschbar sein sollten, wurden oft extreme Besonderheiten gewählt, wie etwa besondere Prothesen, eine spezielle Volks- oder Kolonialzugehörigkeit oder eben auch extreme Rauchergewohnheiten: so werden Kettenraucher geschildert, die bei jedem Einsatz zuerst an ihre Ration denken. Es treten Raucher auf, die nur ihre speziellen dicken/überlangen/schwarzen/stinkenden/selbstangebauten Tabakprodukte rauchen, oder Kautabak-Konsumenten, die bei jeder Gelegenheit ihre Umgebung bespucken. Gerne werden sie dann mit Nichtrauchern konfrontiert, um die Geschichte zu beleben. Diese schillernden Nebenfiguren spielen in der Regel nur kurz eine Rolle, bleiben dem Leser aber besonders eindrücklich in Erinnerung.

Beispiele für solche Extremfälle des Tabakkonsums sind:

Außerirdische und Rauchkultur

Die meisten Völker kennen keine Rauchkultur wie die Terraner. Darum wird irdischer Tabak eher argwöhnisch betrachtet. Nicht ohne Grund, denn viele nichtlemuride Rassen werden extrem schnell süchtig nach Drogen, zu denen auch der Tabak gezählt werden muss. Die Morg oder die Eingeborenen von Alazes Planet sind ein gutes Beispiel für die schädliche Wirkung von Tabak. Aufgrund von Differenzen, die durch den terranischen Drogen-Export verursacht werden, verhängen mehrere Welten 2102 Landeverbote für terranische Schiffe. (PR 104)

Die Gurrads hielten Zigaretten zunächst für eine Waffe, als einer ihrer Gefangenen sich eine Zigarette zur Entspannung anzündete. (PR 315)

Die Lemurer wie auch die Cappins bauten keinen Tabak an. (PR 265, PR 428)

Ovaron meinte, dass rauchende Terraner ein »scheußlicher Anblick« seien, und verstand es nicht, warum diese Süchtigen den »ekelhaften Qualm« einatmen. Auch Merceile missbilligte das Rauchen in ihrer Umgebung. Weniger drastisch formulierte Atlan, es handele sich beim Rauchen um ein historisch bedingtes menschliches Laster. Diesen Äußerungen zufolge kannten auch die Arkoniden keine Raucherkultur. (PR 441)

Die Homo superior verdammten Tabakwaren als verachtenswerte Betäubungsmittel von Primitiven. (PR 500)

Doch Volfdeprix, das raupenartige semi-materielle Persönlichkeitsrelikt in Koltogor, frönte dem Pfeiferauchen. (PR 2482)

Auch die Somer schienen das Rauchen zu kennen. Der Tormeister des Gom-Tores, Uleboe, war Raucher von Zigarren, die mit einem sehr flachen Mundstück versehen waren. (PR 1719, S. 44)

Der Ara Prak-Parlong genoß gerne der Rauch aus seiner Uvurd-Pfeife. (PR 2607)

Kolonialterraner

Viele terranische Kolonien teilen die Rauchergewohnheiten ihrer Vorfahren.

  • Die deportierten Rhodan-Gegner von Gray Beast diskutierten 2040 über Möglichkeiten, tabakähnliche Substanzen zu finden, damit sie weiterhin ihrer Sucht frönen konnten. (PR 66)
  • Epsaler und Ertruser rauchen lieber Zigarren - Zigaretten sind ihnen zu klein. (PR 111, PR 569)
  • Die ertrusischen Kolonisten auf Zaltertepe nahmen kein Tabak-Saatgut mit. Die Biogenetiker der Kolonie formten daraufhin Buchweizen so um, dass die Blätter Nikotin anreichern konnten. Die Ergebnisse ähnelten im Geschmack brennendem Gummi. (PR 913)
  • Aus einer der Kolonien wird süßer Kautabak ausgeführt. (PR 133)
  • Plophoser und Oxtorner haben die Rauchgewohnheiten der Terraner übernommen. (PR 180, PR 271)
  • Auf History behalfen sich die dort gefangenen Terraner mit einem anderen Kraut, das einen unbeschreiblichen Gestank verbreitet. (PR 260)
  • Manche Alteraner rauchen Stäbchen aus Pflanzenfasern (Posbi-Krieg 1)

Auch auf Ferrol wird Tabak angebaut, und ferronische Zigaretten werden 2402 von dort exportiert. Ob die Ferronen bereits vor dem ersten Kontakt mit Terra Tabak anbauten, ist allerdings nicht bekannt. (PR 246)

Parallelentwicklungen

Unabhängig von der terranischen Entwicklung haben einige andere Kulturen das Rauchen entdeckt:

  • Die Zaliter kennen gerollte Pflanzenblätter, die eine ähnliche Wirkung wie Zigarren haben. (PR 40)
  • Das Dozz-Kraut ist der Tabak bei den Mönchen, die eine sehr weit ausgebildete Pfeifen-Raucherkultur ausgebildet haben. Ohne Dozz-Kraut können ältere Mönche sich kaum noch konzentrieren. Dazu gehören verschiedene Dozz-Sorten und Meerschaumpfeifen. (PR 1891, PR 1894)
  • Die meisten Charandiden rauchen Wasserpfeifen.
  • bei den Teshgefero war eine Kräutermischung namens Rauchgras bekannt, aus dem zigarettenähnliche Rauchwaren hergestellt wurden. Auf Teshgefero wirkte es entspannend und wohltuend, ohne negative Nebenwirkungen. (PR 2835)

Rauchermoden und Trivia

Seit einem unbekannten Zeitpunkt im 21. Jahrhundert lassen sich die Nebenwirkungen des Rauchens mit einem biochemischen Kombinationspräparat behandeln. Ab diesem Zeitpunkt hat kein Raucher mehr Gesundheitsprobleme zu fürchten. Trotzdem gibt es nach wie vor scharfe Kritiker des Tabakkonsums, die sich als Passivraucher vornehmlich am Tabakrauch stören. (PR 335)

Im Jahre 2400 gab es auf Terra eine Zigarettenmarke namens Rotring. (PR 211)

Zigarettenspitzen bleiben bei einem Teil der Raucher populär, auch wenn viele sie als kitschig bezeichnen. (PR 228, PR 284)

Es gab im Jahre 2409 Parastim-Zigaretten. (Atlan 4)

Im Jahre 2867 waren echte Zigaretten aus natürlich angebautem Tabak eine Seltenheit und nur schwer zu erhalten. Als Ersatz dienten Produkte, die aus schadstofffreien, mit Vitaminen und das allgemeine Wohlbefinden fördernden Substanzen versetzt waren. (Illochim 3)

Es gab auch Zigaretten, die mit speziellen Parfumstoffen versetzt waren und daher nach allen möglichen exotischen Dingen dufteten. Um speziellen Modetrends gerecht zu werden, produzierten manche Zigaretten farbigen Rauch und holografische Bilder. Der Geschmack reichte von verschiedensten Früchten bis hin zu Gemüsesorten. (Illochim 3)

Im 34. Jahrhundert gab es bereits nikotinfreie Zigaretten auf dem Markt - Joaquin Manuel Cascal war dafür berüchtigt. Allerdings waren bei weitem nicht alle Zigaretten nikotinfrei, beispielsweise die Marke Dunkelnebel nicht. (PR 437, PR 453)

Während der Zyklen »Die Cappins« und »Der Schwarm« gab es eine auffallende Häufung von Zigarren-Rauchern, während die Zahl der beschriebenen Zigarettenraucher zwischenzeitlich zurückging.

Im Jahr 1515 NGZ oder 1516 NGZ fand Perry Rhodan in seiner Bußklause auch eine Packung frischer Chesterfield-Zigaretten, Streichhölzer und einen Aschenbecher vor. Es ist unbekannt, ob er diese Zigaretten tatsächlich geraucht hat. (PR 2732)


In der Raumfahrt

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Heft: PR 552
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Die terranischen Tabakmoden des 20. Jahrhunderts werden im 3. Jahrtausend ungehemmt fortgesetzt. Rauchende Raumfahrer führen häufig Zigaretten in ihren Einsatzanzügen und griffbereit an Bord von Raumschiffen mit sich herum. Große Mengen an Zigaretten oder Zigarren werden jedoch wiederholt als vorschriftswidrig bezeichnet, demnach duldet die Solare Flotte eine völlige Abhängigkeit vom Tabak nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Zigaretten gehörten sogar zur Notration von Raumschiffen. (PR 29)

Besatzungen im Kampfeinsatz durften nicht rauchen. (PR 258)

Weggeworfene und herumliegende Zigarettenstummel waren auch auf Raumschiffen der Solaren Flotte ein stetes Ärgernis. Tatsächlich wurden Zigaretten an Bord häufig mit den Bordstiefeln ausgetreten. Deswegen fahren stets Reinigungsrobots durch die Gänge, um sie - wie anderen Dreck - zu beseitigen. (PR 309, PR 372, PR 431)

Es gab spezielle Zigaretten für Raumfahrer, die winzige Mengen stimulierender und beruhigender Drogen enthielten. Das Rauchen von mehreren Notfallzigaretten wurde allerdings nicht empfohlen. (PR 315, PR 318)

Der Nullzeitdeformator enthielt einen Zigarettenautomaten, dessen Vorräte während der ersten Expedition aufgrund der zahlreich teilnehmenden Kettenraucher jedoch schnell zur Neige gingen. Es ist davon auszugehen, dass solche Automaten auch auf vielen Schiffen der Solaren Flotte existierten. (PR 425, PR 429)

Prominente Raucher und Nichtraucher