Paratronschirm

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Der Paratronschirm ist ein mithilfe von Paratronkonvertern erzeugter Energieschutzschirm. Die zugrunde liegende Technologie stammt ursprünglich aus M 87. Sie wurde den Terranern im 25. Jahrhundert bekannt.

Funktionsprinzip

Der Paratron-Schutzschirm leitet jegliche auftreffende Energie über einen Kontinuum-Strukturriss in den Hyperraum ab. Zur Energieversorgung werden Schwarzschildreaktoren oder noch leistungsfähigere Kraftwerke eingesetzt. Nur die ersten prototypischen Anlagen wurden mit überschweren Konvertern versorgt, so zum Beispiel in der SUN DRAGON oder der INTERSOLAR. (PR 413, PR 417)

Naturgemäß bestehen beim Paratronschirm Interferenzen mit dem Hyperraum. Aufgrund der Strukturfrequenz bleibt der Schutzschirm allerdings hauptsächlich ein Bestandteil des Normalraums.

Die Farbe eines Paratronschirms ist blau, da der Schutzschirme unter dieser Farbe seine größte Abwehrwirkung erreicht. Beim Herunterfahren leuchtet der Schirm jedoch bei stark abschwächte Wirkung in einem intensiven Rot. (PR 2006 S. 59)

Strukturell ist der Paratronschirm mit dem Relativschirm der Posbis verwandt. (SOL 03 – »Abschied« von Rainer Castor)

Eine Weiterentwicklung stellt der Pedopolschirm dar, ein Paratronschirm von pedogepolter Kapazität. (PR 2603 – Kommentar)

Politische und militärische Bedeutung

Die Bedeutung der Paratron-Schutzschirme für die Terraner kann nicht zu hoch eingeschätzt werden, glich diese doch einem Quantensprung und kann nur noch mit jener der Transformkanone verglichen werden. Beide Technologien, Ziel zahlloser Spionageaktivitäten, blieben über viele Jahrhunderte terranisches Monopol in der Milchstraße, und zusammen sicherten diese den militärischen Fortbestand des Solaren Imperiums und der aus diesem entstandenen Sternenreiche.

Mittlerweile sind beide Technologien galaktischer Standard geworden. Durch Begegnungen mit technologisch noch weiter fortgeschrittenen Zivilisationen wurde die Technologie der Paratron-Schutzschirme bereichsweise sogar deklassiert.

Geschichte

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Heft: PR 2523
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Zur Zeit seines ersten Auftauchens in den dreißiger Jahren des 25. Jahrhunderts war der Paratronschirm der Dolans für konventionelle Waffen undurchdringbar. Die einzige Möglichkeit für terranische Ultraschlachtschiffe bestand zu dieser Zeit darin, den Beschuss aus sechs Ultraschlachtschiffen gleichzeitig auf einen Dolan zu konzentrieren. Das wiederum setzte ein meisterhaftes Manövrieren voraus.

Mit dem von Geoffry Abel Waringer auf Last Hope entwickelten Fremdenergiepeiler und Frequenzmodifikator, kurz FpF-Gerät, konnten erstmals Transformbomben die Paratronfelder durchdringen. Die Zeitpolizei entwickelte aber binnen Kurzem ein Gegenmittel. Auch anderen Gegenwaffen wie dem lemurischen Kontrafeld-Strahler waren nur kurze Momente des Erfolgs beschieden.

Um das Jahr 2460 wurde die adaptierte Technologie des Paratronschirms mit der CREST VI als Prototypträger erfolgreich erprobt und ging danach in die Serienfertigung. (Kosmos-Chroniken 1) Ab etwa dem Jahr 2500 verwendete die Solare Flotte die Paratron-Technologie serienmäßig und im großen Maßstab. (SOL 03 – »Abschied« von Rainer Castor)

Die von den Terranern und ihren Gegnern eingesetzten Paratronschirme können mittlerweile auch mit konventionellen Waffen durch so genannte »Überlastungserscheinungen« durchdrungen werden.

Eine neue Entwicklung in der Paratron-Technik ist der Axapan-Effekt. Dabei wird ein Schiff, das von einem Paratronschirm geschützt ist, durch den Einsatz einer repulsiven Paratronüberladungsreaktion kurzzeitig in den Hyperraum eingelagert. Das heißt nichts weiter, als dass sich ein unter massivem Beschuss stehendes Schiff für einen sehr beschränkten Zeitraum in Sicherheit bringen kann. Sollte der Beschuss allerdings anhalten, verweht das Schiff im Hyperraum. (PR 2582)

Die Stardust-Menschheit verwendete im Jahre 1463 NGZ Paratron-Riegelfelder, um die aus Amethyst-Stadt vordringenden Jaranoc zurückzuhalten. (PR 2523)

Quellen