Laurins

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

17px-Qsicon exzellent.png Dieser Artikel wurde in die Liste der Exzellenten Artikel aufgenommen.


Die Laurins waren ein aus der Zwerggalaxie Andro-Beta stammendes Intelligenzvolk mit natürlicher Deflektor-Fähigkeit.

Ihren Namen erhielten die Laurins von Perry Rhodan nach dem sagenhaften Zwergenkönig Laurin, der sich ebenfalls unsichtbar machen konnte. (PR 129) Die ersten Bezeichnungen für die lange Zeit fremdartig erscheinenden Gegner waren »Unsichtbare« und »Schatten«. (PR 126)

PR0141.jpg
Heft: PR 141
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Die von gliederlosen Kriechtieren abstammenden Sauerstoffatmer waren etwa menschengroß und hatten einen pfahlförmigen Rumpf mit elliptischem Querschnitt ohne stützendes Knochengerüst. Ihre Haut war blaugrau und gummiähnlich. Sie hatten zwei lange, schlauchdünne Arme mit jeweils acht feinen Fingern und drei extrem dünne Beine. Der runde und nur faustgroße Kopf saß auf einem zarten, etwa 30 cm langen Hals. Das Gehirn der Laurins befand sich etwa in Schulterhöhe im Pfahlkörper.

Der Kopf enthielt nur einen breiten, lippenlosen Mund, ein schlitzförmiges Nasenloch mit Ventilklappen und drei Augen, die in der Form eines gleichschenkligen Dreiecks um den ganzen Schädel angeordnet waren.

Am Ende des Halses erkannte man eine deutliche, ebenfalls faustgroße Ausbuchtung, die das so genannte Flexo-Organ beherbergte, das den natürlichen Deflektorschirm erzeugt. Dieser wirkte auch als körpereigener Schutzschirm. Auch eine telepathische Kontaktaufnahme wurde sehr erschwert. Bei sehr hoher geistiger Beanspruchung, etwa durch Bildung eines mentalen Kollektivblocks, konnte der Deflektorschirm ausfallen.

Die Laurins erzeugten – vermutlich als weiterer Schutzmechanismus – eine Strahlung, die andere Lebewesen abstieß.

Terranische Exobiologen vermuteten, dass die Laurins von harmlosen Wurmgeschöpfen abstammten, deren natürlicher Schutzmechanismus aus Unsichtbarkeit und Antipathie-Strahlung bestanden.

Charakterisierung

PR0142.jpg
Heft: PR 142
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Die Laurins waren ein Volk, das aufgrund eines sehr starken Selbsterhaltungstriebs wesentlich schneller in Panik und Todesangst verfiel als die Terraner. Aus diesem Grund wurden die Laurins von Terranern auch vielfach als »feige« bezeichnet. Wie terranische Psychologen feststellten, die Laurins studierten, entwickelten die Laurins Furchtkomplexe vor so kompakten und schnell beweglichen Wesen wie Terranern. So lässt sich erklären, warum die Laurins in Bodengefechten wie auch Raumschlachten bei ernsthaften Schwierigkeiten schnell die Flucht antraten. (PR 139, PR 142)

Raumfahrzeuge

Die Schiffe der Laurins wurden 2044 und 2106 als torpedoförmig geschildert, 20 Meter durchmessend und 100 Meter lang. (PR 126)

Ab 2112 ergaben Ortungen, dass die Laurin-Schiffe in etwa tropfenförmig waren, der Bug befand sich am dickeren Ende des Schiffes. Außerdem wurden noch wesentlich größere Schiffe beschrieben. (PR 134, PR 139, PR 149)

Geschichte

Angaben des Zentralplasmas

Nach Angaben des Zentralplasmas im Jahr 2114 erreichten die Laurins um 38.000 v. Chr. die Milchstraße und stießen dort auf das Outside-System und die Robotiker von Mechanica. In der Milchstraße waren nur wenige Forschungsschiffe der Laurins aktiv, da die Laurins Probleme in ihrer Heimat hatten.

Sie zwangen die Robotiker, mehrere hunderttausend Roboter zu liefern. Diese wurden von den Laurins mit Plasmazusätzen ergänzt, die sie über die hypertoyktische Verzahnung mit den Positroniken der Roboter verbanden. Die notwendigen Plasmamengen stammten vom planetenumspannenden Urplasma auf Rando I im Halo von Andromeda, das von den Laurins entdeckt und zur Lieferung gezwungen wurde.

Die Plasmaanteile sollten einen grenzenlosen Hass gegen alles organische Leben außer den Laurins selbst hervorrufen. Der Hass der Positronisch-Biologischen Roboter richtete sich jedoch gegen die Laurins, die eigentlich eine nur ihnen treue Roboter-Armee schaffen wollten.

Die Laurins hatten die Intelligenz der entführten Plasmamengen unterschätzt, als sie einen Ableger des Plasmas mit einer Positronik verbunden hatten. Dieser Ableger - später Zentralplasma genannt - bereitet in einem Tausendjahresplan die Revolte der Posbis vor. Nach einer ersten Vernichtungsschlacht zogen sich die Posbis nach Mechanica zurück. Die Laurins versuchten daraufhin, das Zentralplasma mit der Vernichtung des Urplasmas zu erpressen. Die Posbis schlugen die Laurins in der Folge in drei Schlachten, konnten die Welt des Urplasmas aber nicht finden. Danach zogen sich die Posbis bis zur Milchstraße zurück, wo sie mithilfe der Robotiker von Mechanica ein Reich aufbauten, welches Schutz vor den Laurins bieten sollte.

Viele tausend Jahre später entvölkerten die Laurins in einem Vernichtungsschlag den Planeten Mechanica. Seit dieser Zeit verhinderten die Posbis von ihren Welten im intergalaktischen Leerraum aus das Vordringen der Laurins zur Milchstraße. (PR 144)

Überlieferung der Laurins

Aus der Befragung eines Laurins im Jahre 2402 auf Destroy im Alurin-System in Andro-Beta im Zuge der dortigen Operationen gegen die Meister der Insel konnten die Terraner folgende Informationen zur Geschichte dieses Volkes erfahren:

Circa 18.000 v. Chr. unternahmen die Laurins den Versuch, die Posbis zu vernichten. Sie höhlten einen Planetoiden aus, und schickten ihn bemannt mit Laurins und energiefressenden Luxiden Richtung Milchstraße. Die ausgehungerten Luxiden sollten nach der Ankunft Sonnen, Lebewesen und Maschinen die Energie entziehen. Anschließend sollten die Posbi-Roboter von den Laurins bemannt werden. Dieser Versuch misslang, da der Antrieb versagte.

Anmerkung: Tatsächlich wurden mindestens drei Planetoiden losgeschickt. (PR 275)

Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurden die Laurins von den Meistern der Insel unterworfen und als Hilfsvolk auserkoren. Sie sollten als Beauftragte der Meister der Insel zur Milchstraße zurückkehren, um dort den Heimatplaneten der Posbis zu finden und das Zentralplasma zu vernichten. Die Meister der Insel schienen erkannt zu haben, dass ihnen mit den Posbis auf lange Sicht ein Gegner erwachsen würde, der konventionell kaum zu besiegen wäre. (PR 145, PR 239)

Begegnungen mit Terranern

Zu einem ersten Zusammentreffen von Laurins mit Terranern kam es im Jahr 2044. Ein Erkundungskommando von Unsichtbaren war mit vier Raumschiffen auf dem Planeten Barkon gelandet. Dort hatten sie die Energieversorgung Barkons abgeschaltet. Dadurch verlor ES den Kontakt mit den Barkoniden, weswegen er Perry Rhodan nach Barkon schickte. Dieser und seine Begleiter Gucky und Wuriu Sengu reaktivieren die Energieversorgung Barkons wieder. Wenig später zogen die Schiffe der Unsichtbaren mit unbekanntem Ziel ab. Erst später wurde klar, dass es sich bei den Unsichtbaren um Laurins gehandelt haben muss. (PR 95, PR 126)

Die Terraner trafen im Jahre 2106 erneut auf die Laurins, als beide Völker nach dem Ausfall des Robotregenten im Leerraum treibende Robotschiffe übernehmen wollten. Zwar bemerkte Gucky deutlich ihre telepathischen, aber unverständlichen Impulse, jedoch scheiterte der Versuch, die Laurins sichtbar zu machen. Wie zuvor bereits auf Barkon wurden die Laurins als nicht materielle Wesen beschrieben, da sie Dinge bewegten oder festhalten konnten, obwohl ein Terraner gleichzeitig diese Gegenstände festhielt. Auch von menschenähnlichen Silhouetten bei Beschuss wurde berichtet. Als es einem terranischen Kommando gemeinsam mit Gucky gelang, einen der Laurins nach dem anderen mit konzentriertem Strahlbeschuss zu töten - vermutlich aufgrund der enormen Feuereinwirkung blieben keine Laurin-Leichname zurück - verschwanden die Laurins von den Robotschiffen. Kurz danach kam es zu weiteren Gefechten an Bord der CÄSAR, dem terranischen Bergungsschiff. Hier interessierten sich die Unsichtbaren besonders für die terranische Technik des Linearantriebs. Sie offenbarten auch Fähigkeiten, das Bewusstsein der Terraner zu kontrollieren. Alle Laurins konnten dabei getötet werden. (PR 126)

Anmerkung: In diesem Zusammenhang muss angemerkt werden, dass die Terraner noch nichts über die Natur ihrer unheimlichen Gegner wissen können, und aus diesem Grund keine naheliegenden Erklärungen für die scheinbar übernatürlichen Beobachtungen gefunden werden. Zudem ist es durchaus möglich, dass es sich um ein Spezialkommando der Laurins gehandelt haben könnte, welches zum Teil aus Telekineten, Teleportern und Hypnos bestanden haben könnte.

Später, im Jahr 2112, griffen die Laurins nach einem Gefecht mit einem Fragmentraumer der Posbis die Beobachtungsstation BOB-XXI an. Diesmal waren die Laurins in der Lage, sich gegen Energiewaffen der Terraner abzuschirmen, wobei sie jedoch abermals in ihren Umrissen sichtbar wurden und durch die auftreffende Energie zurückgedrängt wurden. Es wurden keine unerklärlichen Fähigkeiten mehr beobachtet und die Laurins erschienen durchaus materiell. Als der Fragmentraumer wieder erschien, bejahen die Terraner an Bord der Beobachtungsstation die Frage nach »Wahrem Leben«. Als die Laurins hingegen die Geschützstände der Station besetzten und das Feuer eröffneten, wurde BOB-XXI von den Posbis vernichtet. Die Besatzung konnte sich über Transmitter retten. (PR 127)

Da Rhodan vermutete, dass die Posbis von Mechanica stammten, unternahm er eine Expedition dorthin. Es konnte zwar nichts gefunden werden, was auf eine eindeutige Verbindung zwischen den Roboterzivilisationen schließen ließ, doch es erschienen fünf Raumschiffe der Laurins. Während die Terraner sie beobachteten, legten sie mit 21 arkonbomben-ähnlichen Geschossen einen Atombrand auf Mechanica. Kurz darauf erschienen Fragmentraumer, die die Laurins vernichteten. Die rigorose Art, mit der die Posbis die Laurins vernichteten, ließ Rhodan zunächst zu dem Schluss kommen, dass die Laurins eine weniger große Gefahr seien als die zu diesem Zeitpunkt noch völlig unberechenbaren Roboter. (PR 129, PR 132)

Die Meinungen der Experten über die Gefährlichkeit von Posbis und Laurins waren lange geteilt. Terraner und Arkoniden beschlossen jedoch, im Zweifelsfall den kampfkräftigeren Posbis gegen die Laurins beizustehen. Eine Flotte arkonidischer Schiffe, die 2113 elf Fragmentraumern gegen eine Übermacht von ungefähr hundert Laurins zum Sieg verhalf, wurde von den Posbis nach einer Weile angegriffen. Daraufhin wurden Stimmen laut, sich auf die Seite der Laurins zu schlagen. (PR 137)

Die Laurins jedoch versuchten, die Posbis gegen die Galaktiker aufzuwiegeln, indem sie diese nach der terranischen Kaperung eines Fragmentraumers in Posbis-Symbolsprache anfunken, dass sie ihnen gerne bei der Vernichtung der Posbis helfen. Damit schien klar, dass die Laurins keine verlässlichen Bündnispartner sein können, und die Terraner konzentrieren sich auf die Posbis, deren Programmierungsgeheimnisse nach und nach entschlüsselt werden konnten. So wurde es möglich, den Posbis mit Zellschwingungsstrahlern die Anwesenheit von Laurins auf Frago vorzugaukeln. Daraufhin brachen die Fragmentraumer ihre Angriffe in der Milchstraße ab und begaben sich nach Frago. Auch die Hilfsangebote der Terraner wurden bei den Posbis registriert. (PR 138)

Eine weitere Begegnung fand bald darauf auf Surprise statt. Der innerste Planet der Sonne Outside diente den Laurins als vorgeschobene Bastion, zumal dort auch Überreste der Mechanica-Zivilisation vorhanden waren. Der Stützpunkt konnte ausgehoben werden, wobei die Terraner erstmals auf Indizien stießen, dass die Posbis ihr Zellplasma erst durch die Laurins erhielten. (PR 139, PR 140)

Den Báalols auf Aptulat gelang es im Jahr 2114, Verhandlungen mit den Laurins aufzunehmen, was sich jedoch als schwierig herausstellte. Die Antipathie-Strahlung, die von den Laurins ausging, sowie ihre nicht genau abschätzbaren Parafähigkeiten erschwerten eine artüberschreitende Kommunikation. Der Abteilung III gelang es, Aptulat zu infiltrieren und drei Laurins gefangen zunehmen. Die Gefangenen wurden nach Terra verbracht. (PR 141)

Mit Unterstützung ihrer neuen Bündnispartner, den Antis, konnten die Laurins auf Mittel der Akonen und Springer zurückgreifen, um unbemerkt einen Kommandotrupp von 3000 Unsichtbaren nach Terra zu bringen. Dort konnten sie sich an Schlüsselstellungen in Position bringen, bevor sie mit geballter Macht zuschlugen: Zunächst töten sie ihre drei gefangenen Artgenossen, die von terranischen Forschern untersucht und getestet wurden, dann zerstörten sie terranische Kraftwerke, Raumschiffe und Fertigungswerke. Da sie über ausgezeichnete Informationen über die terranischen Schlüsselindustrien verfügten, richteten sie den ihnen maximal möglichen Schaden an. Mehrere Millionen Menschen kamen bei ihren Sabotageakten ums Leben. In dieser Situation stieß ein Risikokommando unter Atlan nach Frago vor, um von den Posbis Hilfe zu erbitten. Tatsächlich gelang die Verständigung mit den Robotern, die einen Fragmentraumer ins Solsystem entsandten. Mehrere tausend ausgeschleuster Posbi-Kampfroboter schalten in kurzer Zeit überall auf der Erde die Laurinkommandos aus und die Posbis zogen sich ohne weitere Erklärung zurück. (PR 142)

Da mit den Posbis nun eine gewisse Verständigung möglich war, betrachten die Terraner sie fortan als potenzielle Verbündete. Gegen die Unsichtbarkeit der Laurins hingegen entdecken die Terraner auf dem unwichtigen Posbi-Stützpunkt von Fossil Konstruktionsunterlagen für die Antiflex-Brille, nach der auf Terra schon lange geforscht wird. (PR 143)

Der Planetoid mit den Luxiden, nach Jahrtausenden immer noch durch den Leerraum treibend, wird im Jahre 2114 von Perry Rhodan gefunden, der nach Angaben von ES den Planeten Barkon sucht. Es gelingt den Terranern, die Luxiden in den Hyperraum zu drängen, von wo sie nicht mehr zurückkehren. Es wird vermutet, dass noch viele weitere solcher Planetoiden unterwegs zur Milchstraße sein könnten. Die Abwehrmethoden dagegen sind jedoch nun gefunden. (PR 145)

Nachdem die Terraner die Hassschaltung der Posbis deaktiviert hatten, fiel es den Laurins leichter denn je zuvor, die Fragmentraumer zu zerstören. Zum Höhepunkt der Auseinandersetzung kam es, als die GAUSS die terranischen Flotten zur Hundertsonnenwelt führen sollte. Auch die Laurins konnten die Peilsignale empfangen. Mit ungefähr 4000 Schiffen gelangten sie wesentlich früher als die Terraner zur Hauptwelt der Posbis. Die Laurins verzeichneten auch einen enormen Nachschub aus dem Leerraum, die zusätzlich ankommenden Verstärkungsflotten zählten bis zu 500 Raumer. Obendrein kam in dieser Schlacht eine neuentwickelte Waffe der Laurins zum Einsatz, die die Schutzschirme terranischer Einheiten neutralisieren konnte. Schließlich gelang es dem Terraner Van Moders, die Bioponblöcke der hypertoyktischen Verzahnung wieder funktionsfähig zu machen. Die nun wieder reaktivierten Posbis vernichten tausende Laurinschiffe, und nur wenige der Raumer konnten sich rechtzeitig zurückziehen. (PR 148, PR 149)

Aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche Laurins die Vernichtungsschlacht um die Hundertsonnenwelt überlebt hatten, kam während der Hornschreckenplage der vage Verdacht auf, dass die Laurins die Hornschrecken in der Milchstraße ausgesetzt haben könnten. Die Posbis verwarfen diese Vermutung aber von Anfang an als absurd. (PR 159)

Weitere Überlieferung der Laurins

Nachdem die Laurins von Posbis und Terranern aus der Umgebung der Milchstraße vertrieben wurden, kehrten sie nach Andromeda zurück und berichteten den Meistern der Insel von dem neuen Gegner, den Terranern. Die Überlieferung der Laurins spricht davon, dass die Meister erschrocken gewesen seien, als sie von der Schlagkraft und dem Erfindungsreichtum der Terraner erfuhren.

Zur Strafe für ihr erneutes Versagen wurden nun auch die restlichen Laurins nach Destroy deportiert, sodass die komplette Bevölkerung der Laurins auf diesem Planeten versammelt war. Als einige von ihnen über die Sonnentransmitter in die Milchstraße fliehen wollten, wurden sie daran gehindert. Als Strafaktion für den Fluchtversuch wurde Destroy von einem Sonderkommando der Maahks mit hochradioaktiven Bomben belegt. Zwar hatten die Laurins unterirdische Bunkerstädte errichtet, doch diese boten bei weitem nicht genug Platz für alle Laurins.

So kam es, dass die Oberfläche und die Abstiegsschächte zu den Bunkern von negativen Mutanten bewohnt wurden, die erbitterte Feinde der restlichen Laurins waren. Da die Meister der Insel von den überlebenden Laurins erfuhren, ließen sie die Maahks automatische Wachstationen errichten, welche eine Strahlung aussendete, die das Flexo-Organ der Laurins unbrauchbar machte. Dieser Fehler vererbte sich sogar an nachfolgende Generationen. Zudem vernichten die Wachstationen jedes Raumschiff, das auf dem Planeten landete.

Auslöschung der letzten Laurins

Im Jahr 2402 existierten noch mindestens 500.000 Laurins in einer hermetisch abgeschlossenen Station auf einem Tafelberg, wo sie aber weiter degenerierten. Dort wurden sie von Gucky entdeckt, einer der Laurins wurde von ihm entführt und unterbreitet nach langem Zögern den Terranern die Geschichte seines Volkes.

Obwohl die Terraner Mitleid mit den degenerierten Wesen hatten, konnten sie ihnen zunächst nicht helfen, da die Meister der Insel nach wie vor Andro-Beta kontrollierten. Beim Abflug der Terraner von Destroy wurde eine dreihundert Jahre alte Sicherheitsschaltung der MdI aktiviert. Einer der aktivierten Mobys vernichtete in der Folge Destroy und die letzten Laurins. (PR 239, PR 240)

Abweichende Geschichte in den Silberbänden

Anmerkung: Es wurde später der Versuch unternommen, die Geschichte der Laurins in einem anderen Licht darzustellen. In den Silberbänden wurde die Erzählung über das Aussenden der Luxiden weggelassen. Stattdessen wurde eingefügt, dass, nach den Überlieferungen der Laurins, die Laurins die Posbis im Auftrag der MdI erschaffen haben sollen:

Vor vielen Jahrtausenden sind die Laurins nicht nur wegen ihres Flexo-Organs, sondern auch wegen ihrer fortgeschrittenen Biotechnik in Andromeda bekannt. Sie experimentieren unter anderem mit dem Urplasma von Rando I. Die Meister der Insel erkannten diese Fähigkeiten und beauftragten die Laurins, die Posbis zu erschaffen. So stießen »vor zigtausend« Jahren die Laurins auf die Mechanica-Intelligenzen und forderten von ihnen den Bau von Robotern. Die Laurins pflanzten den Robotern dann ihre Plasmazusätze ein. Die auf den Welten der Laurins erschaffenen Posbis erhoben sich gegen ihre Herren und kehrten in die Milchstraße zurück.

Daraufhin wurden die Laurins als Bestrafung zum ersten Mal von den Meistern der Insel von ihrer Heimatwelt deportiert. Nach vielen Jahrhunderten ergeht ein erneuter Befehl an die Laurins - sie sollen in der Milchstraße einen Ersatz für die Posbis beschaffen, was allerdings ebenfalls fehlschlägt. Nun vernichten die Meister alle Deportationsplaneten und verbannen die Überlebenden auf eine im Bericht nicht namentlich benannte Randwelt Andromedas.

Wieder vergingen Jahrtausende, bis ein erneuter Auftrag der Meister erfolgte. An der Aufgabe, die Posbis und das Zentralplasma zu vernichten, scheiterten die Laurins, da nun auch die Terraner beteiligt waren. Nun erfolgte die Deportation nach Destroy. Von dort versuchten die Laurins über die Transmitterstraße zu entkommen, doch als die Meister der Insel diesen Versuch entdeckten, ließen sie alle Raumschiffe vernichten und verwüsteten Destroy mit ferngelenkten Nuklearbomben.

Anmerkung: Die Zeitangabe 38.000 v. Chr. aus dem Originalroman 144 passt nicht zu einer Beauftragung durch die MdI, da diese laut Faktor I (PR 299) und Faktor II (PR 297) erst um 17.600 v. Chr. an die Macht kamen. Andere setzen die Machtübernahme durch die MdI auf 24.000 v. Chr. an. Da jedoch die Zeitangabe für die Erschaffung der Posbis (»38.000 v. Chr.«) in den Silberbänden weggelassen wurden, sind die Silberbände in dieser Hinsicht wieder in sich schlüssig.

Quellen