Laire

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Roboter. Für weitere Bedeutungen, siehe: Laire (Begriffsklärung).

Laire war ein Roboter der Kosmokraten.

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Heft: PR 919
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Heft: PR 908
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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PR-Japan 450
© Hayakawa Publishing, Inc.
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Heft: PR 959 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Laire mit seinem Auge
Heft: PR 967 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Er war circa 2,5 m groß, humanoid geformt und von großer Ästhetik. Seine Hülle, die von stumpfer, brauner Farbe war, bestand aus einem beweglichen und flexiblen Metall, gefertigt aus einer unbekannten Legierung. Gelenke waren nicht sichtbar, beim Bewegen bildeten sich an entsprechenden Stellen Falten. Sein Kopf war birnenförmig. An der Stelle von Augen, Mund und Ohren waren Schlitze angedeutet, am beeindruckensten waren jedoch seine Augen, die wie zwei riesige Diamanten wirkten. Als die Terraner Laire begegneten, fiel ihnen auf, dass seine Finger (sechs an jeder Hand) verkürzt wirkten und sein linkes Auge fehlte. (PR 900)

Er hatte eine angenehm klingende Stimme. (PR 900)

Charakterisierung

Als Produkt der Kosmokraten war Laire ein sehr komplexer Roboter, der subjektiv gesehen auch zu Gefühlen fähig war. Am meisten machte ihm die Einsamkeit zu schaffen, denn er arbeitete meistens allein und das über Jahrmillionen. Auf der EBENE war ihm der Konische Tork zugeteilt, der in seinen Augen aber absolut primitiv war. Die Sieben Mächtigen tauchten nur nach unvorstellbar langen Zeiträumen auf oder wurden neu berufen. Dann war es seine Aufgabe, ihnen zu dienen. Als er auf der PAN-THAU-RA lebte, versuchte er mithilfe der Biophore ein ebenbürtiges Wesen zu schaffen, was ihm jedoch versagt blieb. Das Resultat dieser Experimente war, dass zum Teil sehr skurrile Geschöpfe auf dem Sporenschiff lebten. (PR 900)

Laire kannte jedoch keine Menschlichkeit. Wegen seiner Experimente oder des schicksalsverändernden Einflusses auf die Wynger hatte er keinerlei Gewissensbisse. Auch seine Unterstützung von Bardioc war für ihn nichts Schlechtes, er freute sich vor allem über die Gesellschaft. (PR 900)

Sein Zeitgefühl ist nur noch äonisch zu nennen. Er existierte über Jahrmillionen, manchmal, indem er bewegungslos mehrere tausend Jahre an einem Platz saß. (PR 900)

Als seine Heimat betrachtete er den Raum hinter den Materiequellen, also jenen Ort, wo auch die Kosmokraten zuhause sind. (PR 900)

Laires Robotergesetze

Letztlich unterlag Laire einer Programmierung, auch wenn er selber das Gefühl hatte, autark zu handeln. Er war einer Reihe von Robotergesetzen unterworfen, wie der Quellmeister Pankha-Skrin herausfand. Hier ist die Liste der Gesetze, die bekannt sind. Pankha-Skrin vermutete, dass es weitere gab, da diese nicht genügten, Laires Verhalten vollständig zu erklären. (PR 959)

  • Laire war verpflichtet, den Mächtigen mit allen Kräften zu dienen und sie bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, das Leben zu fördern und zu verbreiten (PR 959)
  • Er durfte kein Lebewesen schädigen, dessen Intelligenz durch Noon-Quanten angehoben werden konnte, außer diese bedrohten eine Einrichtung der Kosmokraten oder diese direkt (PR 959)
  • Er hatte beim Schutz der Kosmokraten und ihrer Einrichtungen angemessen zu reagieren (PR 959)
  • Er durfte sich selbst verteidigen, wenn seine Existenz in Gefahr geriet (PR 959)
  • Sein linkes Auge, das den Zugang zur Materiequelle ermöglichte, hatte er besonders vor fremden Zugriff zu schützen, notfalls auch durch Selbstzerstörung (PR 959)
  • Bei Verlust seines linken Auges hatte er alles zu unternehmen, um es wieder zurückzuerlangen, dabei spielten die Leben, die er dafür einsetzte, keine Rolle (PR 959)
  • Er hatte auch an die Räuber besondere Kritierien anzulegen und war wiederum gehalten, angemessen zu handeln, wenn es sich um Lebewesen handelte, deren Intelligenz angehoben werden konnte (PR 959)

Geschichte

Laire wurde vermutlich in einem Millionen Jahre währenden Prozess von einem organischen Wesen zu einem Kosmokratenroboter transformiert, ähnlich wie Samkar. (PR 982)

Auf der Suche nach seinem Auge

Laire stand seit vielen Millionen Jahren in den Diensten der Kosmokraten. Seine ursprüngliche Aufgabe war die Wartung und Verwaltung der EBENE in der Galaxie Erranternohre, auf der sich die Sieben Mächtigen trafen. Durch sein linkes Auge war es ihm möglich, sich zu den Kosmokraten hinter die Materiequellen zu begeben. Doch bei einem Überfall der Loower wurde ihm dieses Auge geraubt. (PR 900)

Laire brauchte Jahrtausende, um über das Problem nachzudenken und zu begreifen, dass ihm ohne das Auge nur noch ein sinnloses und langweiliges Dasein drohte. Deswegen beschloss er, das Auge zu suchen und schlich sich auf die PAN-THAU-RA. Hier bemerkte er den Verrat von Bardioc an den anderen Mächtigen. Er hinderte ihn aber nicht daran, das Sporenschiff zu stehlen, ja, er begleitete ihn sogar auf dessen Flucht, weil er die Einsamkeit auf der EBENE nicht mehr ertrug. Nachdem Bardioc das Schiff verlassen hatte, wartete Laire mehrere hunderttausend Jahre vergeblich auf seine Rückkehr. (PR 900)

Endlich beschloss er, selbst aktiv zu werden. Er versuchte, die PAN-THAU-RA im Hyperraum zu verstecken, doch dies gelang nur unvollkommen. Ein Dreizehntel des Schiffskörpers blieb im Normalraum zurück. (PR 900)

Er beeinflusste unter der Identität des Alles-Rads die Zivilisation der Wynger und ließ sie im ganzen Universum nach seinem Auge suchen. An Bord des Sporenschiffs entstand durch misslungene Biophore-Experimente intelligentes Leben, allen voran das Volk der Ansken. (PR 900)

An Bord trat Laire unter der Identität LARD auf (PR 900), allerdings nie persönlich, sondern nur als Symbol auf den Bildschirmen. Das Symbol des LARD war ein dunkelrotes Dreieck mit einem schwarzen Tropfen in der Mitte.

Im Jahre 3586 trafen die SOL und die BASIS auf die PAN-THAU-RA und brachten das Schiff wieder vollständig in den Normalraum. Laire schloss sich aus rein pragmatischen Gründen den Terranern an. Er unterstützte Demeter und Plondfair dabei, den Kult um das Alles-Rad allmählich zu ändern, der nun nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Als eine der ersten Maßnahmen hob er die Verbotenen Zonen auf. (PR 906)

Durch die an Bord gebrachte Jungkönigin Dorania konnten die Ansken endlich befriedet werden. Es kostete Rhodan jedoch seine ganze Überredungskunst, Laire, der durch den Krieg mit den Ansken inzwischen regelrecht traumatisiert war, davon abzuhalten, Dorania nicht sofort zu töten. Als der Kosmokratenroboter jedoch ihre Nützlichkeit erkannte, ließ er sie gewähren. Es gelang ihm endlich, durch eine unterbrochene Transmission, die PAN-THAU-RA in den Raum zwischen den Dimensionen zu verankern und so die Gefahr durch die Biophore für lange Zeit zu beseitigen. Danach wechselte er auf die BASIS über, um mit den Terraner zusammen nach den Kosmischen Burgen und seinem Auge zu suchen. (PR 908)

An Bord der BASIS

Als nach dem Aufenthalt bei Lorvorcs Kosmischer Burg der Quellmeister Pankha-Skrin an Bord kam, löste dies heftige Gefühle bei Laire aus, er wurde geradezu neurotisch, da er befürchtete, Pankha-Skrin könnte ihm auch sein rechtes Auge rauben. Er entwickelte eine metallene Augenklappe, die er fortan trug. Außerdem begann er, Pankha-Skrin Fallen zu stellen, um ihn zu töten. Pankha-Skrin antwortete mit entsprechenden Gegenmaßnahmen, die schließlich mit einem Duell in einem Beiboot der THEBEN-Klasse einen gefährlichen Umfang einnahm. Verna Theran, eine Robotologin, erkannte die Gefahr für die BASIS und machte Perry Rhodan darauf aufmerksam. Dieser lockte die beiden Kontrahenten mit einem Trick schließlich auf den Planeten Terzowhiele, damit sie dort ihre Konflikte austragen konnten. (PR 919)

Während des Kampfes stieß Laire auf Impulse, die nur von einem Mächtigen stammen konnten. Bei seinen Nachforschungen fand er die Insel des sterblichen Gottes und erfuhr so vom Schicksal Partocs. Danach kam er mit Pankha-Skrin in eine Pattsituation und schloss mit diesem erstmal einen Waffenstillstand. (PR 920)

Er begleitete Rhodan, Atlan und Alaska Saedelaere auf die Kosmische Burg von Partoc, zog sich aber nach einem Zusammenstoß mit den Demonteuren zur Space-Jet zurück. (PR 929)

Als die BASIS nach Prisor flog, um Atlan und Rhodan zu helfen, die inzwischen aus dem Mikrouniversum mit einer vernichtenden Aura zurückgekehrt waren, versuchte er, die Rettungsarbeiten in seinem Sinne so zu beeinflussen, dass die BASIS gezwungen wäre, nach Terra zurückzukehren. Dies misslang, er stellte sich jedoch so geschickt an, dass niemand seine Intrige bemerkte. (PR 932)

Nachdem der letzte Zusatzschlüssel auf Guckys Inn gefunden war, erwartete Laire die Rückgabe des Auges, wusste aber, dass sowohl Pankha-Skrin seinen Anspruch nicht aufgegeben hatte als auch, dass die Terraner ein starkes Interesse daran hatten. Zunächst erhielt er das Auge zur Empörung des Quellmeisters auch von Rhodan zurück. (PR 959)

Pankha-Skrin war jedoch nicht bereit, aufzugeben. Er trieb Laire in die Ecke, indem er ihm drohte, die Gewalt auf der BASIS eskalieren zu lassen und somit die Besatzung, die aus immerhin 13.000 Personen bestand, in Lebensgefahr zu bringen. Im Besonderen bedrohte er auch Baya Gheröl, die er als Geisel genommen hatte und die nach Laires Robotergesetzen besonders schützenswert war (denn es war ihr gelungen, zwei kulturelle Denkweisen zu entwickeln). Laire konnte das Auge aber auch nicht an den Quellmeister ausliefern, da dies die Kosmokraten in Gefahr gebracht hätte. So blieb ihm nur noch der Weg, es an jemanden zu übergeben, der es nicht missbrauchen, sondern im Gegenteil daran interessiert war, es zum Schutz der Milchstraße einzusetzen – Perry Rhodan. (PR 959)

Als ein geheimnisvoller Impuls von jenseits der Materiequelle geortet wurde, den man für eine Nahchricht der Kosmokraten hielt, bat Laire darum, mithilfe des Auges auf die Sporenschiffe zu wechseln. Da er jedoch nicht verriet, was er dort tun wollte, und Rhodan befürchtete, die Sporenschiffe könnten gegen die BASIS eingesetzt werden, verweigerte er die Herausgabe des Auges. Das Kompromissangebot, einen Teleporter zu nutzen, wurde von Laire nicht angenommen. Stattdessen raubte er gemeinsam mit Kemoauc, der sich inzwischen ebenfalls auf der BASIS aufhielt, das Auge gewaltsam und verschwand. (PR 977)

Er hatte gemerkt, dass die Nachricht für Servus und die Androiden auf den Sporenschiffen bestimmt gewesen war. Diese sollten zur Evakuierung der Milchstraße eingesetzt werden, um die dortigen Völker vor den Auswirkungen der Manipulation der Materiequelle zu retten. Doch Servus reagierte nicht, und deshalb vermuteten Laire und Kemoauc eine Störung. Sie weckten zunächst Joker und versetzten sich mit diesem zusammen auf die HORDUN-FARBAN. Hier wurden sie allerdings durch eine kleine Intrige von Joker gefangen genommen und von den Terranern wieder befreit. Danach half Laire, die Sporenschiffe Richtung Milchstraße zu schicken. (PR 977)

Danach war er auf Befehl der Kosmokraten gehalten, das Problem der Loower zu lösen. Deshalb bot er Pankha-Skrin an, mit ihm hinter die Materieqeuellen zu fliegen. Rhodan, von dem er eine Space-Jet erbat, gewährte ihm diese zögerlich, sah aber die Möglichkeit, den beiden zu folgen und endlich einen Weg zu den Kosmokraten zu finden. Doch Laire konnte die Terraner abschütteln und landete schließlich auf einem lebensfreundlichen Planeten. Hier machte er Pankha-Skrin eindringlich klar, dass die Loower auf einem falschen Weg seien. Pankha-Skrin möge darüber meditieren. Er selber verließ den Planeten und die Loower für zwei Tage und kehrte dann gemeinsam mit den UFOnauten unter Servus zurück. Zur Überraschung der Loower hatte er ein neues Auge erhalten. (PR 978)

Damit war es ihm möglich, Pankha-Skrin in das Vorfeld der Materiequelle Gourdel zu bringen. Hier nahmen die Kosmokraten über das Skri-marton Kontakt mit dem Quellmeister auf und überzeugten ihn, dass sie nicht die Feinde der Loower seien und diese frei seien. Pankha-Skrin sah den Irrtum ein und beschloss daraufhin, sich von den UFOnauten nach Alkyra II bringen zu lassen, um dort einen Neustart mit seinem Volk zu beginnen. Laire kehrte daraufhin zur BASIS zurück. Er eröffnete Rhodan, dass die Manipulation der Materiequelle von den Kosmokraten nicht rückgängig gemacht werden könnte, diese aber um die Hilfe von Rhodan und Atlan bäten. Als man ihn nach genaueren Erklärungen fragte, bat er nur darum, dass Rhodan und Atlan sich bereithalten mögen. (PR 978)

Perry Rhodan ließ dann nach einem eigenen Weg in die Materiequelle suchen, wobei es jedoch zu einem Unglück kam. Ein Beiboot wurde in der Barys zerstört und die Mannschaft galt als verschollen. Rhodan stellte Laire daraufhin zur Rede, doch der Roboter erwiderte nur lapidar, dass die Kosmokraten zum Warten aufgefordert hätten und die Menschen das Risiko auf eigene Faust eingegangen seien. (PR 980)

Wenig später war es dann soweit und Laire brachte Rhodan und Atlan mithilfe des distanzlosen Schritts auf mehrere Barys-Körper, die sich daraufhin auflösten. Dieser Vorgang ging jedoch rasanter vonstatten als geplant und Laire wurde während einer Auflösung deaktiviert. Daraufhin schickten die Kosmokraten Samkar zur Hilfe, gemeinsam gelang es schließlich, die Mannschaft des verschollenen Beibootes als auch Rhodan und Atlan wieder zur BASIS zu bringen. Die Barys-Körper verschwanden vollständig, womit auch die Gefahr der Weltraumbeben gebannt war. (PR 981)

Am 31. Oktober 3587 hatte die BASIS die Barys wieder wohlbehalten verlassen und Laire erschien, um einen der Zellaktivatorträger mit hinter die Materiequellen zu nehmen. (PR 981) Zu Rhodans Enttäuschung sollte das Atlan sein. Da der Terraner das nicht einsehen wollte, nahm er an einem Training teil, dass Atlan für den Übergang absolvieren musste. Laire ließ ihn gewähren, obwohl er die Entscheidung als unumstößlich bezeichnete. (PR 982)

Einge Tage später fanden Rhodan und Atlan heraus, dass es sich bei Samkar um ein ehemaliges menschliches Wesen gehandelt hatte und er ursprünglich ein Ritter der Tiefe sein sollte. Als Laire ihnen Samkars Geschichte erzählte, waren sie geschockt, denn ihnen wurde klar, dass auch Laire einmal ein menschliches Wesen gewesen sein musste. Als sie ihn fragten, wer er gewesen sei, wich er jedoch aus mit der Bemerkung, sich aufgrund der langen Zeitspanne seit seiner Umformung nicht mehr daran erinnern zu können. (PR 982)

Quellen

PR 850, PR 877, PR 878, PR 900, PR 906, PR 908, PR 919, PR 920, PR 929, PR 932, PR 959, PR 977, PR 978, PR 980, PR 981, PR 982