Tiefseekuppel

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Begriffsklärung Dieser Artikel beschreibt die Station der klassischen Perry Rhodan-Serie. Für die Station der Perry Rhodan Neo-Serie, siehe: Tiefseekuppel (PR Neo).

In seiner Tiefseekuppel, auch als Fluchtkuppel bekannt, verbrachte Atlan als »Einsamer der Zeit« Jahrhunderte im Tiefschlaf. Dabei wurde er von seinem Roboter Rico betreut.

Standort

Atlans Tiefseekuppel am Fuß von São Miguel

Die aus Arkon-Stahl bestehende bläulich schimmernde Kuppel mit einem Durchmesser von 120 Metern und einer Höhe von von etwas über 60 Metern (PR 60) liegt 2852 Meter unter der Meeresoberfläche (PR 54) am Fuß der Azoreninsel São Miguel. (PR 50) Unterhalb der Kuppel ist ein ebenso breiter und 100 Meter tiefer Zylinder in den Fels eingelassen. Die aus Arkonit im Thermal-Spritzgussverfahren hergestellten Verstrebungen sorgen für Stabilität. Die Kuppel hält dem Wasserdruck stand und ist auch gegen tektonische Ereignisse gefeit. (PR 60)

Ausstattung

Die vollautomatischen Versorgungssysteme können ohne Probleme 1000 Personen über lange Zeit am Leben erhalten. Ausgelegt ist die Kuppel als kurzfristiges Habitat für maximal 10.000 Personen. Insgesamt drei Fusionsreaktoren sorgen für die nötige Energie. Roboter warten alle internen Systeme. Zugang zur Kuppel erlauben die Hauptschleuse mit einem Hangar für U-Boote und eine kleinere Notschleuse für Taucher. Schlamm, Unrat und Felsabbruch, welche Station und Schleusen überdecken und blockieren, können mit einem Stoßfeld beseitigt werden. (PR 50, PR-TB 56, S. 42f.)

Zu den Verteidigungsanlagen gehören ein tödlicher Energieschild und verschiedene Waffensysteme. Nur bestimmte Personen, deren Individualschwingungen mit einem gespeicherten Muster übereinstimmen, erhalten Zutritt zu der Station. (PR 60)

Die Kuppel wird von einer Zentralpositronik gesteuert. Viele Bildschirme in der Zentrale zeigen die einzelnen Bereiche der Kuppel. (PR 50, PR-TB 56, S. 43)

Die medizinischen Systeme der Kuppel sind in erstklassigen Zustand und auf neuesten Stand der arkonidischen Medizintechnik des 9. vorchristlichen Jahrtausends. Eine spezielle Anlage ist die Tiefschlafanlage, die die Arkoniden aus einem Lazarettschiff ausgebaut hatten. Sie ermöglicht es, maximal fünf Jahrhunderte am Stück in einem künstlichen Winter- beziehungsweise Kälteschlaf zu überbrücken. (PR 70) Die anschließende Reanimation wird von Rico gesteuert und betreut. Er ist auch für die Wartung der technischen Anlage verantwortlich. (PR 50, PR 70)

Die Reanimationsprozedur dauert etwa zweiundvierzig Stunden: Atlan befindet sich währenddessen noch auf seinem Lager in der Schlafkammer. Ihm werden zunächst Bild- und Tonsequenzen aus seiner letzten Wachphase vorgespielt, um ihm die Orientierung zu erleichtern. Ricos Ansprache ist ebenfalls ein Hilfsmittel zur Anregung der Sinne. Eine vom Zentralgehirn ferngesteuerte Aktivierungsdusche spritzt Reizstoffe in seinen Körper und ein Schwingungsgenerator, der den Kopf bedeckt, regt Verstand und Gedächtnis an, indem er unter anderem erste Sinneseindrücke vermittelt. Anschließend folgt die Behandlung durch eine Massagemaschine. Erst dann ist der Arkonide in der Lage, sich zu erheben und im warmen Vorzimmer die Massage in einem Vibratorsessel fortsetzen zu lassen, während eine Farborgel eingeschaltet wird, die mit wohltuenden farbigen Mustern und Linien die Sinne stimuliert. Gleichzeitig erklingt eine leichte Musik, anregend und beruhigend zugleich, die den Schläfer aber nicht überfordert. Noch Tage später ist Atlan nicht voll einsatzfähig. Er muss zunächst Flüssignahrung zu sich nehmen und sich durch viel Schlaf erholen. (PR 50, PR-TB 56, S. 40 f.)

Anmerkung: Es ist nicht anzunehmen, dass mit Flüssignahrung Alkohol gemeint ist, wie in vielen Zeitabenteuern beschrieben. (z. B. in PR-TB 276)

Die Positronik bringt den Arkoniden auf den neuesten Stand der Ereignisse. Für Überwachungszwecke stehen mehrere Beobachtungsdrohnen zur Verfügung, die den unmittelbaren Bereich um die Station überwachen. Als globales Überwachungssystem dient unter anderem der Beobachtungssatellit TEK-1 im Orbit. (PR 50)

Die Kuppel verfügt zudem über vielerlei Annehmlichkeiten für ihre Bewohner, wie zum Beispiel mit Holoprojektoren ausgestattete Räume, in denen Landschaften der Planetenoberfläche simuliert werden können. Atlan hat ein Museum hinzugefügt, in dem er ungeordnet die Erinnerungsstücke seiner verschiedenen Abenteuer aufbewahrt. (PR 50)

Geschichte

Entstehung

Die Kuppel wurde 8005 v. Chr. von arkonidischen Siedlern aus Atlantis erbaut. Sie sollte im Falle eines direkten Angriffes der Druuf auf ihre Heimat kurzfristig als letzte Rückzugsmöglichkeit dienen, da man bemerkt hatte, dass die Relativfront Lebewesen in größerer Meerestiefe nicht erfasste. Neben Atlan erhielten zwei weitere Personen Zugangsberechtigung zur Kuppel. (PR 60)

Während des erwarteten Angriffes im Jahre 8000 v. Chr. starben die beiden anderen Berechtigten, Feltif und Kosol, und Atlan war gezwungen, den Weg zur Kuppel freizugeben. Tektonische Verschiebungen und eine Flutwelle sorgten für den Untergang von Atlantis, bevor die Bevölkerung evakuiert werden konnte. Ein Teil der Siedler – von Larsa evakuierte Kolonisten, die ursprünglich von der Trockenwelt Zakreb V stammten – weigerten sich, die Kuppel zu betreten.

Neben Atlan überlebte nur Leutnant Cunor, sein Pilot. Cunor wurde später von Höhlenmenschen erschlagen. Atlan war der letzte Überlebende seiner Expedition und zog sich als Einsamer der Zeit in seine Kuppel zurück. Als persönlicher Diener stand ihm in der Kuppel der Roboter Rico zur Verfügung. Aufgrund der tektonischen Verschiebungen und des Unterganges von Atlantis sank auch die Kuppel, die ursprünglich nur einhundert Meter unter dem Meeresspiegel errichtet worden war, in die Tiefe und kam bei 2852 Metern unter dem Meeresspiegel zur Ruhe. (PR 70)

Trotz der enormen Stabilität des arkonidischen Bauwerks kam es im 16. Jahrhundert zu einem Wassereinbruch (PR-TB 301) und im 18. Jahrhundert zu leichten Beschädigungen durch ein Erdbeben in Lissabon. (PR-TB 317)

Der Arkonide verließ den Stützpunkt immer wieder, um der Menschheit gegen Invasoren aus dem All beizustehen und ihre kulturelle und technologische Weiterentwicklung zu fördern, um irgendwann wieder nach Arkon gelangen zu können. Manchmal nahm er Freunde und Gefährtinnen mit in den Tiefschlaf. (Blauband 1 bis Blauband 13)

Anmerkung: Die genauen Daten und Ereignisse dieser Wachphasen sind in Atlans Biographie unter dem Punkt »Der Einsame der Zeit« verzeichnet und unter »Zeitabenteuer«.

Solares Imperium

Kurz vor dem von Atlan befürchteten Ausbruch eines Atomkriegs 1971 zwischen den Staaten des Westblocks, des Ostblocks und der Asiatischen Föderation zog sich der Arkonide in die Kuppel zurück. Zur gleichen Zeit wurden die Überwachungsdrohnen und TEK-1 zerstört. (Blauband 13, PR 50) In den nächsten Jahrzehnten verschlief er den ersten Kontakt von Perry Rhodan mit den Arkoniden auf Luna, die Gründung der Dritten Macht, die friedliche Vereinigung der terranischen Nationen zum Solaren Imperium und die ersten Konfrontationen mit dem Robotregenten.

Im Februar 2040 erwachte er wieder und verließ die Tiefseekuppel. Entgegen seiner Befürchtungen hatte sich die Menschheit nicht selbst vernichtet, sondern den Weg zu den Sternen gefunden. Nach ersten Erkundungen kehrte er in die Tiefseekuppel zurück, um sich darauf vorzubereiten, einen Weg zu finden, um wieder nach Arkon zurückzugelangen. Nach seiner misslungenen Flucht und der Festnahme durch die Terraner gelangte er zunächst nicht mehr in seine unterseeische Station zurück. In der Folgezeit bekämpften die auf Automatik geschalteten Abwehreinrichtungen der Fluchtkuppel ein terranisches Handels-U-Boot, das sich der Kuppel zu weit genähert hatte, und vernichteten es beinahe. (PR 50)

Entführung Ricos

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Heft: PR 2509
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Heft: PR 2576
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Nach dem am 1. November 3103 ein mehr als sechsstündiges Erdbeben vor den Azoren die Tiefseekuppel in bisher nicht gekannter Heftigkeit erschütterte, fielen der Deflektorschirm und die Psychostrahler für drei Tage aus. In diesen Tagen entdeckte der Tiefseeforscher Haydin Escobar die Kuppel und vermaß sie. Escobar, der gute Kontakte zur Union Étoiles unterhielt, informierte diese über seinen Fund. Die Comtesse Louise Vimteaux erkannte augenblicklich die Brisanz des Fundes und ließ Escobar als unliebsamen Mitwisser umbringen. Er und sein zerschmettertes Tauchboot wurden Tage später westlich von São Miguel entdeckt.

Zwei Wochen nach dem Beben tauchten vor der Tiefseekuppel Roboter der Union auf und umkreisten sie. Rico versuchte durch einen Außeneinsatz Kontakt zu den Robotern aufzunehmen, die ihn daraufhin mit elektromagnetischen Feldern angriffen und bewegungsunfähig machten. Gleichzeitig ging ein riesiger Quarzglassturz über der Kuppel nieder und isolierte sie. Rico wurde in einem Unterseeboot weggeschafft. Dies nahm die Kuppelpositronik zum Anlass, per Funkspruch an Atlan das Kodewort Sao Miguel abzusetzen, was gleichbedeutend mit Gefahr für die Station war.

Atlan traf wenige Tage später auf São Miguel ein und drang in die weiterhin von Robotern belagerte Kuppel ein. Mit Atlans Unterstützung konnten die Angreifer in einem 36-stündigen Gefecht ausgeschaltet werden. Der Glassturz wurde wieder entfernt. In den Folgewochen gelang es Atlan, Rico aus der Gewalt der Union Étoiles auf dem Planeten Montagne zu befreien, so dass er wieder in die Tiefseekuppel zurückkehren konnte. (Rico)

Stardust

Im April 1463 NGZ erschien eine Nebelkuppel über dem Atlantik im Bereich der Azoren, die auch die Position von Atlans Tiefseekuppel überdeckte. Ende April drang Atlan mit der ATLANTIS in diese Nebelkuppel ein, um auf diesem Wege die Insel Talanis zu erreichen. Zunächst erreichte er allerdings seine Tiefseekuppel, die zu diesem Zeitpunkt nur wenige Meter unter der Wasseroberfläche zu liegen schien. Im Inneren der Kuppel traf er gemeinsam mit Tovi auf Rico und einen Vario-1000-Roboter, bei dem es sich allerdings nicht um Sean Legrange handelte. Nach einem kurzen Gespräch mit Rico brach Atlan mit der ATLANTIS wieder auf und erreichte kurze Zeit später endlich Talanis. (PR 2576)

Anmerkung: Während des Durchgangs durch die Nebelkuppel erlebten Atlan und die Besatzung der ATLANTIS merkwürdige Träume. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich bei den Ereignissen rund um die Tiefseekuppel ebenfalls um einen Teil dieser Träume handelte.

Risszeichnung

»Unterwasserkuppel des Arkoniden Atlan« (Atlan 100) von Ingolf Thaler

Quellen