Pedotransferer

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17px-Qsicon exzellent.png Dieser Artikel wurde Ende Oktober 2008 in die Liste der Exzellenten Artikel aufgenommen.

Pedotransferer sind Lebewesen, die in der Lage sind, nach der Herstellung eines so genannten Pedokontakts andere Lebewesen mithilfe der Pedotransferierung geistig zu übernehmen und dann zu kontrollieren. Fast alle Pedotransferer gehören dem Volk der Cappins an.

Allgemeines

In der Epoche Ovarons um 196.600 v. Chr. war die Fähigkeit der Pedotransferierung nur auf wenige Cappins beschränkt – und zwar auf die Träger von Tryzomkörperchen, die so genannten Tryzomtänzer. Die Technik, Tryzome in Cappins einzupflanzen, ging im Lauf der Zeit zwar verloren, doch die Takerer entwickelten in den Jahrhunderttausenden von Ovarons Abwesenheit eine Methode zur Aktivierung bestimmter Hirnpartien, so dass im Jahre 3437 weite Teile der oberen Gesellschaftsschichten über diese Gabe verfügten. (PR 455)

Pedotransferierung

Pedopol, Pedopeilung und Pedokontakt

Voraussetzung für die geistige Übernahme ist der so genannte Pedokontakt mit einem Pedopol.

Als Pedopol (bzw. Übernahmeopfer) können alle Lebewesen mit einem Bewusstsein dienen. Besonders leicht scheint die Einpeilung – die so genannte Pedopeilung – allerdings bei Pedopolen zu fallen, die große biologische Ähnlichkeiten mit dem Körper des Pedotransferers haben. Somit sind für die Cappins humanoide Pedopole ideal. (PR 421)

Unter dem Pedokontakt versteht man die erfolgreiche Einpeilung des Transferers auf die so genannte ÜBSEF-Konstante des anvisierten Pedopols. Über diese individuelle sechsdimensionale Energiekonstante verfügen alle höher entwickelten Lebewesen, sie entspricht etwa der Seele eines Wesens. Eine Einpeilung gelingt in der Regel nur, wenn die Individualschwingungen des Opfers bekannt sind; entweder weil der Transferer sich in der Nähe des Opfers befindet und es unmittelbar anpeilen kann, oder wenn ihm Messungen der Individualschwingungen zur Verfügung stehen. Im letzteren Fall kann auch eine Übernahme über mehrere Lichtjahre hinweg gelingen. (PR 423, PR 493)

Übernahme

Ist der Pedokontakt erfolgreich hergestellt, so kann das Bewusstsein des Pedotransferers aus seinem Körper – oder von jedem Pedopol aus – über die so genannte sechsdimensionale Halbspurindividualbasis direkt in ein Opfer überwechseln. Eine zwischenzeitliche Rückkehr in den eigenen Körper ist nicht nötig. (PR 430, PR 457)

Eine gescheiterte Übernahme ist eher selten, da nur wenige Wesen über die natürliche Möglichkeit verfügen, den Pedokontakt abzuwehren. Lord Zwiebus berichtete, dass bei gescheiterten Übernahmeversuchen bei den Präbios zurückbleibende Gewebefragmente ähnlich wie Alaska Saedelaeres Cappin-Fragment auftraten. (PR 421)

Risiken

Stirbt der Wirtskörper, während der Pedotransferer sich noch in ihm befindet, ist das Bewusstsein des Pedotransferers meistens verloren. Falls der Pedotransferer sich kurz vor dem Tod noch rettet, aber dabei zu langsam vorgeht, sind schwere geistige Schäden die Folge. Gleiches gilt, wenn versucht wird, einen bereits bekannten Pedopol über eine große Entfernung zu übernehmen, dieser Pedopol hingegen verstorben ist. (PR 421, PR 497)

Pseudokörper des Pedotransferers

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Heft: PR 486
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Während der Übernahme lässt der Pedotransferer die entseelten Überreste seines Körpers als blasige, unförmige und schnell erstarrende Gallertmasse zurück. Dieser ungeordnete Zellhaufen wird von den Cappins als »Tzlaaf« bezeichnet, im Sprachgebrauch ist aber die Bezeichnung »Pseudokörper« üblich. Die Pseudokörper sind biologisch inaktiv und können über Tage und Monate hinweg überleben, sogar in einer Giftatmosphäre. Wenn der Pedotransferer sein Opfer verlässt und sein Bewusstsein wieder in seinen eigenen Körper transferiert, nimmt der Pseudokörper in weniger als einer Minute wieder die normale Gestalt an. Während der Rückformung in den normalen Körper ist der Pedotransferer am empfindlichsten, sogar Schockwaffen können zum Tod führen. (PR 423, PR 451, PR 458)

Wird der Pseudokörper eines Pedotransferers getötet, lebt das Bewusstsein des Pedotransferers weiter. Der nun körperlose Pedotransferer kann nach wie vor beliebig in einen anderen Pedopol wechseln. Wer den Pedotransferer beseitigen will, sollte darum abwarten, bis dieser wieder in seinen Körper zurückkehrt. (PR 451, PR 497)

Eine Sonderstellung nehmen die so genannten Pediaklasten ein. Diese sind in der Lage, Pedotransferierungen in ihrer Nähe zu bemerken, zurückzuverfolgen und die zurückgelassenen Körper der Pedotranferierenden zu übernehmen, um sie Gefahrensituationen auszusetzen. (Flammenstaub 3)

Varianten der Pedoübernahme

Nach dem gelungenen Pedotransfer stehen dem Transferer mehrere Möglichkeiten offen: Er kann mit seinem Bewusstseinsinhalt die Persönlichkeit des Pedo-Opfers völlig überlagern, was für das Bewusstsein des Opfers die Bewusstlosigkeit bedeutet. Das Opfer kann sich dann nach dem Ende der Übernahme an nichts mehr erinnern. (PR 457, PR 458)

Während der Übernahme kann der Pedotransferer sein Opfer aber auch an den eigenen Aktionen teilhaben lassen. Diese Art der Übernahme wird anscheinend von weniger geübten Pedotransferern durchgeführt. Manche professionellen Pedotransferer genießen es, sich an der Ohnmacht ihres Opfers zu weiden. Für einen Zugriff auf das Wissen des Opfers ist es nötig, ihn bei Bewusstsein zu halten. Auch in diesem Fall kann ein professioneller Pedotransferer die Erinnerungen seines Opfers an die geistige Kontrolle komplett löschen. Diese Sicherheitsmaßnahme wird gelegentlich unterlassen, wenn der Pedotransferer in Todesangst den Körper des Opfers verlassen muss. (PR 423)

Eine Übernahme muss nicht mit der Fremdherrschaft verbunden sein. Das Cappin-Bewusstsein kann sich in einem kleinen Winkel des übernommenen Geistes einnisten, ohne dass der Betroffene etwas davon merkt. Auch eine symbiotische Übernahme, mit Einwilligung des Übernommenen ist möglich – so geschehen 3438, als Perry Rhodan als Träger für Ovarons Bewusstsein fungierte. Beide Bewusstseine teilten sich Rhodans Körper, wobei Ovaron sich meist beratend im Hintergrund hielt und nur selten die Kontrolle übernahm. Währenddessen hatte Atlan da Gonozal das Vergnügen, seinen Körper mit der Takererin Merceile zu teilen. (PR 480, PR 481, PR 486)

Zitat: [...] »Atlan lachte leise auf. »Endlich kann man wieder denken wie ein Mann«, sagte er. »Merceile ist ein nettes Mädchen, aber sie als Bewußtsein und Gewissen mitzutragen, ging mir allmählich auf die Nerven.« Er ist unmöglich! dachte Ovaron empört. Weshalb? Er sagte nur die Wahrheit! meinte Rhodan. Ovarons Bewußtsein zog sich zurück.« [...] (PR 486)

Ein Pedopol kann auch durch zwei Pedotransferer übernommen werden. Falls beide die Kontrolle über ihr Opfer ergreifen wollen, treten sie miteinander in einen geistigen Wettkampf, bei dem meist der erfahrenere Pedotransferer obsiegt. Der unterlegene Pedotransferer sollte dann den Rückzug antreten, will er nicht ebenfalls geistig dominiert werden. (PR 457)

Andere Formen der Pedotransferierung

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Heft: PR 430
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Pedotransfer über Pedopeiler

Eine weitere Methode des Pedotransfers unterscheidet sich grundlegend von dem oben beschrieben Schema: Pedopeiler (auch Pedoweichen gennant) senden über große, mitunter intergalaktische Entfernungen normgepolte Pedoleitstrahlen aus, in die sich jeder Cappin einfädeln kann. Damit ist ein Ort-zu-Ort-Transport möglich, bei dem der ganze Körper des Pedotransferers mitsamt der am Körper befindlichen Ausrüstung versetzt wird. Diese Technik ähnelt den einpolaren Transmittern, funktioniert aber über Millionen von Lichtjahren und auf sechsdimensionaler Ebene. (PR 421, PR 422, PR 493)

Dieses paraphysikalische Prinzip wurde auch durch das Element der Technik genutzt, welches im Jahr 427 NGZ sechsdimensionale Pedotransmitter benutzte. (PR 1195, PR 1221)

Zwangspedotransferierungen

Eine Pedonormpolung mit Hypersexta-Modularstrahlung kann die ÜBSEF-Konstante eines Pedotransferers zu einer ungerichteten Pedotransferierung zwingen. Das Bewusstsein des Pedotransferers kann nicht anders, als an einen nicht vorhandenen Punkt in der 6. Dimension zu transferieren, wo es verweht. Diese Todesform ist eine der grausamsten, die sich Cappins vorstellen können, dennoch wurden Sicherheitssysteme gebaut, die im Notfall mit der Aussendung der Modularstrahlung reagieren. (PR 430)

Anmerkung: In PR 430 wird auch vom Hyperraum, der 5. Dimension, als Zielpunkt der Pedonormpolung gesprochen, was im Hinblick darauf, dass die 6. Dimension der Lebensbereich höherer geistiger Lebensformen ist, an sich auch logischer ist.

Gegenmaßnahmen gegen Pedotransferer

Aufspürmethoden

Auch weniger begabte Personen können bemerken, wenn jemand ein Opfer eines Pedotransferers ist. Es genügt eine drastische Meinungs- oder Stimmungsänderung oder ein eklatanter Verstoß gegen normale Gewohnheiten, um ein Pedotransfer-Opfer zu entlarven, vorausgesetzt, dass man mit einer akuten Pedotransfergefahr rechnen muss. Diese relativ einfache Methode ist jedoch zugleich sehr ungenau und fördert die Paranoia in einer Gruppe.

Eindeutiger ist es, den Gedankeninhalt einer verdächtigen Person von einem Telepathen kontrollieren zu lassen. Diese sind zwar selbst nicht immun gegen Pedotransferer, können aber eine Veränderung im Gedankeninhalt ihres Gegenübers aufspüren. Schließlich gibt es auch noch Personen, die aufgrund einer besonderen Begabung eindeutig die sechsdimensionale Ausstrahlung einer Übernahme anmessen können, sie werden als Cappinspürer bezeichnet:

Die Terraner entwickelten schließlich 3438 den Hollbeyn-Resonator, der es erlaubte, von Pedotransferern Übernommene eindeutig zu identifizieren. (PR 494)

Abwehr der Übernahme

Starke Sextadimfelder blockieren die Pedopeilung, was die erfinderischen Terraner ausnutzten: Mit der Entwicklung der Dakkarschleife wurde die Bedrohung durch Pedotransferer relativiert. Dieses Gerät wird wie ein Haarband getragen und schirmt den Träger gegen einen Pedotransfer ab. Wie alle technischen Geräte, die auf Basis des Dakkarraums arbeiten, enthält es geringe Mengen an Sextagonium. (PR 423, PR 493, PR 499)

Eine weitere, allerdings nur theoretisch bekannte Abwehr eines Pedotransferers ist das Fangen in einer Pedofalle. Solche Pedofallen reagieren sofort, wenn in ihrer Nähe eine Bewusstseinstransferierung vorgenommen wird. Die terranischen Pedotraps erreichten aber nie die Serienreife, während die sowohl in Konzeption wie auch Grausamkeit einzigartige ganjasische Pedofalle 3438 zerstört wurde. (PR 478, PR 481)

Eine weitere Spielart der Abwehr kann nur von ebenfalls Pedotransfer-begabten Wesen durchgeführt werden: Instinktive Pedoautokraten können das Bewusstsein des Angreifers in ihrem eigenen Bewusstsein gefangen nehmen und gleichzeitig den Angreifer übernehmen. Diese Fähigkeit ist allerdings extrem selten. (PR 493)

Weniger spektakulär ist aber die Abwehr einer Pedoübernahme durch die eigenen Pedofähigkeiten: Geübte Pedotransferer können den Übernahmeversuch eines unterlegenen Angreifers zumeist abwehren.

Eine extravagante Verteidigungsmöglichkeit gegen die Übernahme durch einen Pedotransferer steht nur einem Movator wie dem Pferdemutanten Takvorian zur Verfügung: Dieser konnte die Eigenzeit der sechsdimensionalen Energieströme so manipulieren, dass das Bewusstseins des Pedotransferers von einem Übernahmeopfer abgewehrt oder sogar gefangengenommen werden konnte, was bei normalem Zeitablauf ein Ding der Unmöglichkeit ist. (PR 456, PR 472)

Es stellte sich im 5. Jahrhundert NGZ heraus, dass die Hauri gegen Pedoübernahmen immun sind, da sie über eine besonders starke mentale Abschirmung verfügen. Weitere Wesen, die nicht übernommen werden können, sind nicht bekannt. (PR 1368)

Geschichte

Erste Kontakte mit Pedotransferern

Im Jahre 3428 geriet Alaska Saedelaere während eines Transmitterdurchgangs von Bontong nach Peruwall in eine Wechselwirkung mit dem cappinschen Pedotransferer Testare. Die genauen Geschehnisse der Verschmelzung lassen sich nicht rekonstruieren, doch seither trug Saedelaere ein Cappin-Fragment in seinem Gesicht. (PR 404)

Zum ersten Mal hörten die Terraner von Pedotransferern, als Lord Zwiebus im Mai 3433 zunächst Alaska Saedelaere als Cappin bezeichnete und später erklärte, dass die Zuchtexperimente der Takerer auf der Erde vor 200.000 Jahren dazu dienten, besonders geeignete Pedopole zu schaffen, die den Pedotransferern als Rückzugsort zur Verfügung stehen sollten. (PR 421)

Bald darauf flüchtete ein cappinsches Zeitkommando von 8000 Mann in den Sonnensatelliten, nachdem sie ihr mondgroßes Experimentalschiff aufgeben mussten. Sie wurden von den Terranern zunächst als Aggressoren verstanden, da sie ihre Pedotransfer-Fähigkeiten nutzten, um die Lage zu erkunden. Nur unter sehr strengen Auflagen fand der erste Kontakt statt, und es erwies sich als sehr schwierig für beide Seiten, Vertrauen zueinander zu fassen. Fast alle Cappins wurden von einer Sicherheitsschaltung getötet, als diese erkannte, dass sie mit den Terranern gemeinsam den Satelliten sabotieren wollten, um die Umwandlung Sols in eine Nova zu verhindern. (PR 422 - PR 430)

Nun mussten die Terraner ihre lange geplante Zeitexpedition mit dem Nullzeitdeformator doch noch durchführen, um den Sonnensatelliten zu sprengen. 200.000 Jahre in der Vergangenheit stellten sie fest, dass tatsächlich takerische Pedotransferer Experimente mit den Lebensformen der Erde anstellten. Als Verbündeter gegen die Takerer stellte sich Ovaron auf die Seite der Terraner und wurde mit in die Zukunft des Jahres 3434 genommen. Mit Hilfe seiner Pedotransfer-Fähigkeiten gelang es schließlich, den Sonnensatelliten zu zerstören. (PR 448)

Pedoinvasion der Milchstraße 3437/38

Im Jahre 3437 verdichteten sich die Hinweise, dass eine Invasionsgefahr aus der cappinschen Heimatgalaxie Gruelfin drohte. Die Terraner rüsteten die MARCO POLO aus, um die vermutete Invasionsflotte der Takerer noch vor ihrem Start zu sabotieren. Wie sich im Nachhinein herausstellte, planten die Takerer aber eine Pedoinvasion, für die keine Flotte benötigt wurde. Sie hatten Pedopeiler in der Milchstraße installiert, und konnten von dort aus wichtige Persönlichkeiten der Galaktiker geistig übernehmen. (PR 450, PR 466)

Im Jahre 3437 stießen die Terraner in Gruelfin auf die geheime takerische Arsenalwelt TCR, in der pedoenergetisch neutrale Pedokörper gelagert wurden, die führenden Takerern als Ersatzkörper und Rückzugsort zur Verfügung stehen sollten. Die so genannten Biosynthos, die aus hingerichteten Ganjasen hergestellt worden waren, hatten jedoch ein eigenes Bewusstsein und waren von Rache beseelt. Als der Takerer Vavischon zum ersten Mal die Anlagen benutzte, griffen ihn die Biosynthos an. Der terranische Arzt Ingwar Bredel wurde von den Biosynthos als Werkzeug gebraucht: Sie besetzten sein Bewusstsein und erschufen einen monströsen Körper, in den sie gemeinsam mit Bredel pedotransferierten. Damit wurde Bredel zum ersten terranischen Pedotransferer, eine Fähigkeit, die er aber nur der Anwesenheit der Biosynthos verdankte und später wieder verlor. (PR 457, PR 458)

Die Pedoinvasion der Takerer in der Milchstraße gestaltete sich schwieriger als vom Taschkar erwartet, der gehofft hatte, von innenpolitischen Schwierigkeiten abzulenken. Die Terraner fanden zuerst den Pedopeiler auf Techma, und nach einer mühsam abgewehrten Invasion auf Olymp einen zweiten Pedopeiler im Frühjahr 3438. Die Suche nach den Pedostützpunkten gestaltete sich für die Terraner äußerst schwierig, doch die Erfolge wurden immer besser, bis sie die Pedopeiler sogar direkt orten konnten. (PR 456, PR 468, PR 478, PR 494)

In Gruelfin selbst spielten Pedotransferfähigkeiten kaum eine Rolle im Ganjasisch-Takerischen Krieg. Der Grund dafür dürfte sein, dass die Mehrzahl der pedobegabten Takerer in der Milchstraße beschäftigt war. Von den Ganjasen selbst ist nicht bekannt, ob ihnen die takerischen Mittel schon bekannt waren, mit denen die Hirnregionen der Pedotransferierung aktiviert werden konnten.

Die Takerer erkannten schließlich, dass die Pedoinvasion alleine nicht ausreichte, um die Menschheit in die Knie zu zwingen, und griffen nun auch zu einer Flotte von Sammlern, mit der sie das Solsystem attackierten. Dabei versuchten sie erneut eine Pedoinvasion speziell auf Titan, die die Terraner dank ihrer neuen Abwehrgeräte gegen Pedotransferer abwenden konnten. Damit scheiterte die Invasion, da die Sammler im Juli 3438 auch militärisch besiegt wurden. (PR 497 - PR 499)

Hilfeleistungen aus Gruelfin

Im Jahre 3443 entsandte Ganjo Ovaron 400.000 Pedotransferer über einen neu gebauten ganjasischen Pedopeiler in die Milchstraße, um den Terranern gegen den Schwarm beizustehen. In einer Machtdemonstration übernahmen die Ganjasen die Cynos, um zwischen Pro-Cynos und Kontra-Cynos zu unterscheiden. Die Cynos wagten es anschließend nicht, sich mit dem Schwarm länger als nötig in der Milchstraße aufzuhalten und die Cappins konnten nach Hause zurückkehren. (PR 569)

3580 schickte Atlan abermals einen Hilferuf nach Gruelfin, in dem er Hilfe gegen die Laren erbat. Ovaron war inzwischen abgesetzt worden, und seine Nachfolger Skorvamon und Tarjighon verweigerten diese Hilfeleistung. In den folgenden Jahrhunderten kam es zu Kriegen zwischen den Cappins, die sich immer weiter ausbreiteten. Ab dem Jahre 39 NGZ setzte das Ganjasische Reich Pedopositroniken ein, die vergleichbar mit Pedotransferern feindliche Positroniken übernehmen konnten. Erst 49 NGZ entwickelten die Wesakenos als Abwehrmaßnahme das HESI-System. (PR 722, PR 1277)

Im 3. Jahrhundert NGZ wurden Pedotransferierungen in Gruelfin streng verboten, möglicherweise um kriegerischen Missbrauch zu verhindern. Nur »Irreguläre« mit verbrecherischen Motiven führten Pedotransferierungen durch. Im 4. Jahrhundert NGZ wurden Pedopeiler genutzt, und 385 NGZ konnte der Sotho Gun Nliko durch eine fehlgeschlagene Pedotransferierung getötet werden. Dadurch wehrten die Cappins ein Vordringen des Permanenten Konflikts nach Gruelfin ab. (PR 1277)

Iruna von Bass-Teth

Das Kunstwesen Iruna von Bass-Teth, welches von der Genetischen Allianz aus der Akonin des gleichen Namens und der Sarlengort Shushtar, der Zwillingsschwester Kazzenkatts gebaut wurde, entwickelte die Fähigkeit der Pedotransferierung. Bass-Teths Fähigkeiten waren jedoch höher entwickelt: Ihr Körper blieb formstabil, und sie besaß eine Reichweite von mehreren Lichtjahren, während Cappins auf wesentlich kürzere Reichweiten beschränkt waren. Erklärt wurde diese Fähigkeit mit Genfragmenten, welche die Takerer 200.000 Jahre zuvor in ihre lemurischen Vorfahren eingesetzt hätten. Die Verschmelzung mit Kazzenkatts Schwester habe dieser latenten Fähigkeit zum Durchbruch verholfen. (PR 1367, PR 1382)

Anmerkung: Da die Takerer auf Terra optimierte Pedopole und nicht Pedotransferer gezüchtet haben, ist diese Erklärung fragwürdig. Falls jedoch latente Pedotransferfähigkeiten im Erbgut der Familie von Bass-Teth vorhanden sind, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die meisten Lemuriden mit dieser schlummernden Fähigkeit ausgestattet.

Iruna von Bass-Teth gab sich einen strengen Ehrenkodex zum Einsatz ihrer Fähigkeit. Sie pedotransferierte nur dann, wenn Gegner kontrolliert werden mussten oder Freunden aus Notfällen geholfen werden musste, die Nutzung ihrer Fähigkeit zum Töten kam für sie nicht infrage. (PR 1372)

Quellen