Strangeness

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit dem Phänomen des Strangeness-Schocks. Für weitere Bedeutungen, siehe: Strangeness-Schock (Begriffsklärung).

Die Strangeness ist ein relativer Wert, der das Maß der Unterschiedlichkeit der verschiedenen Universen des Multiversums angibt. In der Sprache der Kartanin wird dieser Wert als Transaffinität bezeichnet.

Beschreibung

Diese Universen unterscheiden sich mehr oder weniger deutlich in den geltenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten, so könnte beispielsweise in einem anderen Universum die Lichtgeschwindigkeit etwas größer, die Gravitationskonstante etwas kleiner, die elektrische Elementarladung abweichend sein oder Ähnliches. Je unterschiedlicher die Naturgesetze zweier Universen sind, desto größer ist ihre Strangeness.

Auch bei extrem weiten Zeitreisen (mehrere Millionen Jahre) machen sich Strangeness-Effekte bemerkbar. (PR 2450)

Die möglichen Werte der Strangeness reichen von 0 bis 1 und können als Abstand verstanden werden. Ein Objekt aus dem eigenen Universum hat per Definition den Strangenesswert 0, der Maximalwert ist auf 1 festgelegt. Später wird das Arresum mit der Strangeness -1 als andere Seite des Standarduniversums entdeckt.

Anmerkung: Für die Strangeness in der klassischen Physik, siehe: Strangeness.

Mikrouniversen

Auch Mikrouniversen wiesen z.T. unterschiedliche Strangenesswerte auf.

ZENTAPHER

Innerhalb des Mikrouniversums des Chaotenders ZENTAPHER wurde ein Strangenesswert von beinahe 1 erreicht.

Intrawelt

Auch die Intrawelt besitzt einen geringen Strangenesswert ungleich Null. Diese Tatsache bewirkt eine kurzzeitige Orientierungslosigkeit von Personen nach dem Durchgang durch den Transferschlauch.

Strangeness-Schock

Allgemeines zum Strangeness-Schock

Beim Übergang von einem Universum zu einem anderen haftet einem Objekt seine Strangeness noch eine Zeit lang an. Es stellt im neuen Universum einen Fremdkörper dar, und es kommt zum Strangeness-Schock, der von psychischen und physischen Auswirkungen wie Desorientierung und Bewusstlosigkeit über verschiedene Hyperphänomene bis hin zur vollständigen Vernichtung des Objekts reichen kann. Strangeness ist somit potenziell tödlich. Die Schwere der Beeinträchtigungen variiert je nach der Größe des Unterschieds der Strangeness zwischen Ausgangs- und Ziel-Universum.

Eine Person, die häufiger zwischen den Universen wechselt, wird immer resistenter gegen den Strangeness-Schock und kann sich mit der Zeit eine Immunität aneignen. (PR 1369, S. 16) Die Hauri besitzen eine Immunität anderer Art gegen den Strangeness-Schock. Ihr Blut enthält ein ungewöhnliches Globulin, das den Schock in Wechselwirkung mit der psionischen Schutzaura jedes Hauri neutralisiert.

Der Abbau der Strangeness bis zum Wert 0 kann Jahrhunderte, Jahrtausende oder noch länger dauern.

NARGA SANT

Die Besatzung der im 51. Jahrtausend v. Chr. von Tarkan in das so genannte Standarduniversum übergewechselten NARGA SANT unterlag in Folge des Strangeness-Schocks einer degenerativen Mutation. Ihre schließlich auf 21 Planeten in M 33 angesiedelten Völker fielen in die Primitivität zurück.

Die bei den Pterus in der Mächtigkeitsballung Estartu zurückgebliebenen Nakken konnten den Strangeness-Schock anscheinend überwinden.

NARGA PUUR

Die als KLOTZ bekannte NARGA PUUR fiel 445 NGZ ins Standarduniversum. Ähnlich ihrem Schwesterschiff NARGA SANT unterlagen sie und ihre Besatzung der Strangeness. Durch die Strahlung verfielen Lebewesen dem Wahnsinn. Viele technische Anlagen zeigten massive Fehlfunktionen oder unterlagen kompletten Ausfällen. Auch hatte das Schiff großen Einfluss auf seine Umgebung. So war es den Gängern des Netzes bis zum Februar 446 NGZ nicht möglich, das Schiff zu betreten. (PR 1304, PR 1315)

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Hangay

Beim Transfer der Galaxie Hangay kam es innerhalb der Galaxie selbst nicht zu einem Strangeness-Schock, da sie auch ihre eigene Raumzeit mitbrachte. Stattdessen bildete sich um sie ein Strangeness-Wall (ähnlich der Strangeness-Zone um die NARGA PUUR, nur größer), bei dessen Durchquerung Raumfahrer einen solchen Schock erlitten. Der Abbau dieser Zone war identisch mit einer langsamen Anpassung der Strangeness von Hangay an die des Standarduniversums und dauerte Jahre. (PR 1353, PR 1354)

CRULT

Die Dienstburg des Progress-Wahrers Antakur von Bitvelt CRULT war in der Lage, zwischen verschiedenen Universen zu reisen. Aufgrund der dabei auftretenden Strangeness wurde vor einem Übertritt ein Großteil der Besatzung narkotisiert und die technischen Aggregate herunter gefahren. Trotz dieser Maßnahmen und eines schnellen Abbaus der Strangeness durch Aggregate führte der Schock zu einem Verlust an Personal. Außerdem war der Progress-Wahrer selbst von den Auswirkungen derart betroffen, dass er auf Tage nicht handlungsfähig war. (PR 2342)

Stardust-System

Auch bei der Reise in das Stardust-System kam es beim Durchgang durch den Dimensionstunnel der Teletrans-Weiche zu einem schwachen Strangeness-Schock, obwohl das Sonnensystem eigentlich im gleichen Universum wie das Solsystem liegen sollte.

Negative Strangeness

Am 20. Januar 1172 NGZ entdeckte der Haluter Icho Tolot auf dem Planeten Lingora einen ausgebrannten Zellaktivator. Obwohl es jedem wissenschaftlichen, beziehungsweise kosmologischen Modell zu widersprechen schien, war der Zellaktivator mit einer negativen Strangeness behaftet. Seine stets gleich bleibende, umgebungsunabhängige Temperatur machte außerdem deutlich, dass er keinen thermodynamischen Wechselwirkungen unterlag. Aufgrund der später erlangten Erkenntnis, dass der Zellaktivator durch eine Zeitreise über eine Spanne von mehr als 10.000 Jahren doppelt existierte, vermutete Sato Ambush am 5. Juni 1173 NGZ, dass dieses Phänomen durch ein daraus resultierendes Zeitparadoxon entstand. Er interpretierte die negative Strangeness deshalb als eine Strangeness der Zeit. (PR 1570, PR 1580)

Am 14. Oktober 1200 NGZ gelangte Atlan in den Besitz eines 21-seitigen kristallinen Pyramidenprismas. Wie schon der Zellaktivator zeichnete es sich durch negative Strangeness und fehlende Entropie aus. Erst als man im Forschungszentrum Titan die beiden Fundstücke zusammenbrachte, kam es zwischen ihnen zu einem Temperaturaustausch. Der aus dem Volk der Blues stammende Wissenschaftler Xii-Gien-Qek spekulierte daraufhin über einen Zusammenhang zwischen negativer Strangeness und potenziellen, tatsächlich jedoch nicht existenten Wirklichkeiten. Die zu dieser Zeit auftretenden, durch die Entität Sinta initiierten gespiegelten Welten, die man für Abbilder eines anderen Universums hielt, wiesen ebenfalls den abnormalen Strangenesswert auf. Der Nakk Paunaro teilte diese Meinung nicht: Er sprach stattdessen von einer anderen Sphäre. Er wies auch darauf hin, dass man nur bei oberflächlicher Betrachtungsweise zu der Ansicht gelangen konnte, es handelte sich um eine Strangeness der Zeit. (PR 1628, PR 1632, PR 1639)

Im Zuge der ersten Coma-Expedition verschwand die Ertruserin Lyndara im Juni des Jahres 1206 NGZ mitsamt dem ihr unterstellten Landungskommando in dem so genannten Gravo-Kubus auf der Samplerwelt Noman. Nachdem sie auf Mystery, der Heimatwelt der Ennox, wieder aufgetaucht waren, ergaben spätere Untersuchungen, dass auch sie eine negative Strangeness aufwiesen. (PR 1656, PR 1658)

Im Jahre 1207 NGZ wurden durch Voltago auf den verschiedenen Samplerwelten zwanzig Spindeln geborgen. Sie waren zwar wesentlich schwerer, glichen ansonsten aber, einschließlich der negativen Strangeness, dem von Atlan entdeckten Pyramidenprisma. Auffällig war jedoch, dass jedem einzelnen von ihnen eines der 21 Segmente fehlte. (PR 1669, PR 1677)

Dass auch die im Jahre 1212 NGZ aus den Prismen entstandenen so genannten Spindelwesen eine negative Strangeness besaßen, stellte nun keine wirkliche Überraschung mehr dar. Diese mit einem überragenden Intellekt ausgestatteten Wesen erforschten, während sie auf der Suche nach dem Hintergrund ihrer Existenz waren, auch das Phänomen der negativen Strangeness. Ohne es weitergehend zu kommentieren, bezeichneten sie Boris Siankow gegenüber die Annahme von der Strangeness der Zeit schlichtweg als dumm. (PR 1694)

Als Perry Rhodan und Moira während der zweiten Coma-Expedition am 31. Oktober 1216 NGZ zusammen mit der Brennpunktwelt Charon in das Arresum versetzt wurden, erhielten sie selbst, wie auch der Planet eine negative Strangeness. Dadurch wurde deutlich, dass alles, was auf die jeweils gegensätzliche Seite des Universums wechselte, einen, im Vergleich zu den in der entsprechenden Sphäre herrschenden Bedingungen, negativen Strangenesswert annahm. Somit klärte sich dieses Phänomen als natürlicher Umstand, der aus der Zweiteilung des Universums in Arresum und Parresum resultierte. (PR 1701)

Nachdem die Sampler im April des Jahres 1218 NGZ als Übergänge zum Arresum endgültig durch die Ayindi versiegelt wurden, stellten die Ennox im Jahre 1260 NGZ fest, dass die negative Strangeness des Planeten Charon II verschwunden war und nun den für das Parresum normalen Wert angenommen hatte. (PR 1872)

Als Atlan während seines Fluges mit der ATLANC durch die Synchronie in eine potentielle Zukunft des Jahres 2577 NGZ gelangte, stellte er dort bei der 236-COLPCOR, dem Raumschiff des Atopen Matan Addaru Jabarim, eine erhebliche negative Strangeness fest. Da die Zeitlinie in der er sich befand, vom Atopischen Tribunal massiv gegen alle Wahrscheinlichkeiten manipuliert worden war, stützte dies nach Atlans Ansicht Sato Ambushs Theorie der Strangeness der Zeit. Seiner Meinung nach war die negative Strangeness der 236-COLPCOR dadurch zustande gekommen, dass das Schiff aufgrund seiner anorganischen Beschaffenheit seinen Strangenesswert nicht an den der manipulierten Zeitlinie hatte anpassen können. (PR 2814)

Quellen