Iwan Iwanowitsch Goratschin

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Person. Für das Raumschiff, siehe: IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN (Raumschiff).
Für die Personen der Perry Rhodan Neo-Serie, siehe: Iwan Goratschin (PR Neo) und Iwanowitsch Goratschin (PR Neo).

Bei Iwan Iwanowitsch Goratschin (* 29. April 1950 in Sibirien, Terra; † 16. Juni 3432 auf Anchorot) handelte es sich um Siamesische Zwillinge mit zwei Köpfen und einem gemeinsamen Körper. Sie wurden auch Doppelkopf-Mutant genannt. Gemeinsam mit Betty Toufry hatten sie die Tochter Ilyana, deren Existenz die Mutter ihnen jedoch verschwieg. (PR 2598, S. 50)

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PR-Extra 6
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Iwan Iwanowitsch Goratschin war russischer Abstammung. Die Keimzellen seiner Eltern wurden durch einen radioaktiven Fallout beim ersten sowjetischen Kernwaffentest schwer geschädigt. Äußerliche Merkmale der negativen Mutation waren seine beiden Köpfe und seine grüngefärbte Schuppenhaut. Goratschin war etwa 2,50 m groß und von stämmiger Gestalt. Geistig war er vollkommen normal entwickelt, wobei jeder der beiden Köpfe eine eigene Identität besaß.

Da sie für ihre Zünder-Fähigkeit ungetrübte Sichtverhältnisse brauchten, hatten sie sich alle vier Augen auf eine Dioptrie von 0,0 lasern lassen. (PR-Action 34)

Charakterisierung

Beide »Brüder« herrschten gleichberechtigt über den gemeinsamen Körper. Dabei kam es oft zu heftigen, wenn auch meistens nicht ganz ernst gemeinten Streitigkeiten zwischen ihnen. Häufigster Anlass zum Disput war die Behauptung des rechten Kopfes, der für sich den Namen Iwan in Anspruch nahm, zweieinhalb Sekunden früher geboren zu sein als sein Bruder Iwanowitsch. (PR 27)

Paragabe

Goratschin besaß die paranormale Begabung, kraft seines Geistes Kohlenstoff- und Calciumatome kernchemisch miteinander reagieren lassen zu können und so gezielt nukleare Explosionen auszulösen. Zum Ausüben dieser »Zünder«-Fähigkeit war es notwendig, dass sich beide Köpfe gleichzeitig auf das zu vernichtende Objekt konzentrierten und dieses in Sichtweite lag.

Anmerkung: in PR 349, S. 56 war es Goratschin möglich, sich die Orte einzuprägen, die er dann zündete. Er brauchte die Orte nicht zu sehen. Seine Vorstellungskraft reichte aus, um die Orte (hier Parafintabletten in einer Festung) zu zünden – auch über mehrere Kilometer hinweg.

Geschichte

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Heft: PR 27
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Planetenroman 22, 5. Auflage
© Heyne Verlag
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Planetenroman 22
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Kindheit und Jugend

Iwan Iwanowitsch Goratschin wurde am 29. April 1950 als Sohn der sowjetischen Kernwissenschaftler Ludmilla und Iwan Gregorewitsch Goratschin irgendwo in der Tundra Sibiriens geboren. Die Eltern flohen vor den sowjetischen Ärzten und fanden Zuflucht bei Holzfällern, die nach anfänglicher Ablehnung der Fremden die Hilfe Iwan Gregorewitschs bei der Erstellung notwendiger Ablieferungspapiere in Anspruch nahmen. (PR 27)

Anmerkung: In PR-Extra 6 wird der Name des Vaters von Goratschin III mit Iwan Gregorewitsch angegeben. In PR 27, 1. Auflage wird das Patronym Gregoritsch genannt, das eine umgangssprachliche Verkürzung für Gregorewitsch ist (vergleichbar dem deutschen Hannes für Johannes). Mindestens ab der dritten Auflage und in Silberband 4 wird der Name des Vaters Iwan fälschlicherweise mit dem zweiten Vornamen/Patronym Wassilijewitsch angegeben.

Nachdem im Jahre 1953 seine Eltern nacheinander verschwanden, um ihrem Sohn und den Holzfällern den Anblick ihres Siechtums zu ersparen, wuchs das Kind bei den Holzfällern auf und wurde Teil der kleinen Gemeinschaft. Er erwies sich als große Hilfe, obwohl sich niemand erklären konnte, wie er ohne Streichhölzer Feuer machen konnte. Allerdings verbarg er sich vor Fremden. (PR 27)

Im Jahre 1973 kam eine Kommission in das kleine Dorf und bemerkte den nun selbstbewusst gewordenen Iwan Iwanowitsch. Als er es ablehnte, mit ihnen die Tundra zu verlassen, kehrten sie vier Monate später bewaffnet zurück und zwangen ihn, mit ihnen zu kommen. Dem 23-jährigen gelang es, dem Zivilisten und den vier Soldaten zu entfliehen. Dabei wurde er durch einen Schuss ins Bein verletzt. Als er spürte, dass die Fremden in das Dorf zurückkehrten, um ihn zu holen, setzte er seine Zünderfähigkeit ein und erzeugte eine Kernexplosion, welche die Fremden tötete. (PR 27)

Im Jahre 1978 tauchte Clifford Monterny im Dorf auf und unterjochte Goratschin mit seinen hypnotischen Fähigkeiten. Er brachte ihn nach Amerika und unterwarf ihn seinem Training. (PR 27)

Im Dienst des Overhead

Im Jahre 1981 stand er in Diensten des Overhead, der ihn zu Terroranschlägen gegen die Dritte Macht missbrauchte. Goratschin, der wegen seiner monsterhaften Erscheinung seit frühester Kindheit unter starken Minderwertigkeitsgefühlen litt, handelte dabei teilweise auch aus freien Stücken, da es der Overhead geschickt verstand, die Komplexe des Doppelkopf-Mutanten für seine Zwecke auszunutzen. (PR 27)

Um seinen wertvollsten Mutanten zu schützen, brachte der Overhead ihn auf den Mars, wo er einen kleinen Stützpunkt gebaut hatte. Als dieser von der GOOD HOPE VII angegriffen wurde, übernahm der Overhead die Kontrolle über die Mannschaft, brachte Goratschin an Bord und befahl allen, Terrania anzugreifen. Goratschin richtete erheblichen Schaden an, bevor er durch die Mutanten Rhodans gestoppt werden konnte. (PR 27)

Erst durch ein persönliches Zusammentreffen mit Mitarbeitern Perry Rhodans, vor allem mit der Mutantin Betty Toufry, erkannte Iwan Iwanowitsch Goratschin die wahren Zusammenhänge. Er befreite sich aus dem Zwang des Overhead und trug entscheidend zu dessen Niederlage bei. (PR 27)

Dritte Macht

Goratschin schloss sich dem Geheimen Mutantenkorps an und fand in Rhodans Spezialtruppe die menschliche Anerkennung und Akzeptanz, die ihm so lange verwehrt geblieben war. Er war vor allem beliebt wegen seines gutmütigen Charakters, der in so krassem Gegensatz zu seinem Äußeren und seiner vernichtenden Fähigkeit stand. Ab 1982 wurde Goratschin auf Wanderer die erste einer Reihe von Zellduschen gewährt, die ihm die Relative Unsterblichkeit für 62 Jahre verlieh.

Iwan Iwanowitsch Goratschin war an vielen Einsätzen im Dienste der Menschheit beteiligt, so auch wesentlich an der Niederschlagung des von den Springern auf der Erde initiierten Roboter-Aufstandes. (PR 31)

Im Jahre 1984 war er Mitglied der Arkon-Expedition. (PR 39)

Goratschin war an einem Geheimeinsatz auf Laros beteiligt und setzte seine Zünder-Fähigkeit erfolgreich gegen die von den Aras gezüchteten Bios auf Gom ein. (PR 46, PR 47)

Solares Imperium

Im Jahre 2044 nahm er an einem geheimen Kommando-Unternehmen auf Zalit teil und kam bei der Suche nach Atlan da Gonozals gestohlenem Zellaktivator zum Einsatz. (PR 85, PR 96)

Im Jahre 2102 nahm er am Langstreckenerprobungsflug der FANTASY teil. Nach der ungeplanten Entdeckung des Blauen Systems der Akonen und der anschließenden Flucht überlebte er eine schwere Explosion an Bord. Er gehörte zu den 82 Überlebenden, die auf dem Plasmaplaneten strandeten und später durch die LIZARD von Samuel Graybound gerettet wurden. (PR 100, PR 101)

Im September des Jahres 2113 wurde er als Mitglied eines von Rhodan geleiteten Einsatztrupps bei einem fehlgesteuerten Transmittersprung auf den Planeten Surprise verschlagen, wo er seine kämpferischen Qualitäten gegen die Laurins unter Beweis stellen konnte. (PR 139)

Vereintes Imperium

Am 4. März 2166 brachte Iwan Iwanowitsch Goratschin zwei der vier Täuscher zur Strecke, die bei der Interstellaren Handelsmesse in Imperium-Alpha im Auftrag der Regenten der Energie einen Anschlag auf Perry Rhodan verübten. Dabei begab er sich auch in die Schussbahn der Täuscher, um auszuschließen, dass der belastete Energieschutzschirm Perry Rhodans getroffen wurde und möglicherweise zusammenbrach. (PR-Action 1)
... to do: Falkan (PR-Action 9)...

Zellaktivatorträger

Im Jahre 2326 erhielt Iwan Iwanowitsch Goratschin einen Zellaktivator. Ende April 2328 war er an einem Großeinsatz der Terraner auf Gatas beteiligt. Zusammen mit anderen Mitgliedern des Solaren Mutantenkorps gelang es ihm, die Blues durch Vernichtung ihrer Molkex-Vorräte zur Aufgabe zu zwingen. Noch im selben Jahr geriet er im Rahmen der Auseinandersetzungen mit Iratio Hondro auf Plophos kurzzeitig in Gefangenschaft, konnte jedoch von Gucky befreit werden. (PR 177, PR 184)

Im Jahre 2388 war Goratschin in Quinto-Center anwesend, als ein Kristallagent versuchte, die USO im Wege der Beeinflussung zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Abwehr-Agenten Glenn Edwards konnte Goratschin den Angriff abwehren. (PR-TB 22)

Andromeda

Im August 2400 weilte Goratschin an Bord der CREST II, als das Flaggschiff durch den galaktischen Sonnensechseck-Transmitter ins Twin-System geschleudert wurde. Im Fallensystem von Horror trug er wesentlich zur Rettung der Besatzung der CREST II bei. Auf der Oberfläche des Hohlplaneten versagte unter dem Einfluss des Potential-Verdichters allerdings auch seine Fähigkeit.

Im Jahre 2401 kämpfte Iwan Iwanowitsch Goratschin erneut an vorderster Front, als es im Twin-System zu ersten Auseinandersetzungen mit den Maahks kam: Ende Januar spielte er bei der Abwehr eines Invasionsversuches der Maahks auf Quinta eine wichtige Rolle. (PR 218)

Im September 2402 gehörte er zu einem terranischen Einsatztrupp, der mit dem Mond Siren die Fernlenkzentrale der in Andro-Beta amoklaufenden Mobys zerstörte. Im Januar 2404 begleitete Goratschin Perry Rhodan an Bord der CREST III auf seinem ersten Vorstoß nach Andromeda. Zusammen mit anderen Mitgliedern des Solaren Mutantenkorps gelang es ihm im April, die von der SUSAMA drohende Duplo-Invasion abzuwehren. (PR 203, PR 205, PR 208, PR 218, PR 243, PR 250, PR 259, PR 263)

Im Januar 2404 erkrankte er an einem Pilzausschlag. (PR 250)

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Heft: PR 320
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

OLD MAN

Ende September 2435 nahm der Zünder am »Unternehmen OLD MAN« teil, in dessen Verlauf wichtige Erkenntnisse über den im Sektor Morgenrot aufgetauchten Riesenroboter gewonnen werden konnten. Im Dezember gelang es ihm, Gucky und Jumpy, den Mutterkristall der Kristallagenten auf Danger I aufzuspüren und auszuschalten. (PR 303, PR 304, PR 320)

M 87

Goratschin gehörte zur Besatzung der CREST IV, als diese im Januar 2436 durch einen Paratron-Effekt nach M 87 versetzt wurde.

Im März war er wesentlich an der Befreiung der auf einem Kerkerplaneten festgehaltenen Haluter Icho Tolot und Fancan Teik beteiligt. Einen Monat später verübte er zusammen mit Gucky, Ras Tschubai und Melbar Kasom Sabotage-Akte auf der kosmischen Festung Baiwoffs Castle, um die Stützpunktingenieure zum Einlenken zu bewegen. Mitte Mai des Jahres 2436 gelang es Goratschin und seinen Begleitern, im Molak-System zwei Paratron-Konverter für die Rückkehr in die Milchstraße zu erbeuten, die jedoch kurz darauf wieder verloren gingen.

Im Juli war er Mitglied eines Einsatztrupps, welcher der Flotte der Gläsernen Särge der Okefenokees nach Monol folgte und dort Zeuge des Prozesses der Biophysikalischen Hyperregenerierung wurde. Fast ein Jahr später, lange nach Rückkehr der CREST IV-Besatzung in die Milchstraße, befand er sich mit der CREST V im Zentrum der Kleinen Magellanschen Wolke und gehörte einem kleinen Forschungstrupp an, der auf Baykalob die Geheimnisse der Baramos ergründete. (PR 341, PR 348, PR 349, PR 358, PR 361, PR 390, PR 391)

Im März 2909 folgte der Zünder Perry Rhodan nach Ragulot, wo der letzte Versuch scheiterte, die acht von der Second-Genesis-Krise betroffenen Mutanten zur Vernunft zu bringen. (PR 408)

Tod

Iwan Iwanowitsch Goratschin wurde am 16. Juni des Jahres 3432 auf Anchorot von Robotern des Supermutanten Ribald Corello getötet.

Corello ersetzte seinen Körper unbemerkt durch eine Imitation, in der sich der von ihm geistig versklavte Anti Sacon Hashey verbarg. Der vermeintlich schwerverletzte Goratschin wurde von Gucky persönlich ins Solsystem gebracht, das sich zu dieser Zeit im Schutz des Antitemporalen Gezeitenfeldes befand. Hashey konnte sich unbemerkt absetzen und floh nach Merkur, um den dort stationierten Hauptgezeitenwandler zu sabotieren. Er konnte jedoch unschädlich gemacht werden, bevor er größeren Schaden anrichten konnte. (PR 409)

Eine Zellprobe Goratschins wurde in einer Kryostasekapsel untergebracht und in einem Museum aufbewahrt. (PR-Extra 6)

Iwan Iwanowitsch Goratschins Zellaktivator wurde von Perry Rhodan sichergestellt.

Anmerkung: Laut Lexikon II wurde der Zellaktivator nach zwei Jahren an Michael Reginald Rhodan vergeben, was allerdings der tatsächlichen Historie widerspricht.

Der Raumkapitän Guy Nelson kam circa 3585 in einem Antimaterieuniversum in Kontakt mit der Wesenheit Shatar, die behauptete, aus der Synthese von Goratschins Bewusstsein mit verschiedenen anderen Entitäten hervorgegangen zu sein. (PR-TB 181)

Wiedergeburt?

Die Zellprobe Goratschins wurde am 23. Juli 1345 NGZ von Weniamin Trofimowitsch Stawrogin entwendet und zwei Tage später an den Ara Paspatern verkauft. Paspatern und dessen Vater Rith'meas erschufen am 27. Januar 1346 NGZ aus der Zellprobe einen lebensfähigen Klon. Dieser tötete sich allerdings kurz nach dem Erwachen seines Bewusstseins mit Hilfe seiner Zünderfähigkeit selbst, indem er nach und nach einzelne Körperteile zündete, bis er schließlich starb. Der dritte Klon war ebenfalls lebensfähig. Durch entsprechende Gen-Manipulationen war er allerdings größer als der ursprüngliche Goratschin, hatte eine weniger geschuppte Gesichtshaut und blondes Haar. Der Klon wendete am 30. Juni 1346 NGZ seine Zünderfähigkeit gegen sich selbst und starb. (PR-Extra 6)

Für weitere Informationen zu dem dritten Klon, siehe: Goratschin III

Galerie

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Iwan Iwanowitsch Goratschin – Lexikon I
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2401: Horror
Heft: PR 213 Innenillustration 1
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Perry - Unser Mann im All: Nr. 29
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Perry - Unser Mann im All: Nr. 37
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Perry - Unser Mann im All: Nr. 42
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Wissenswertes

Iwan Iwanowitsch Goratschin wurde von K. H. Scheer nach zwei Vorbildern aus seiner ZBV-Serie konzipiert. In Band 11 »Zutritt verboten« traten der gutmütige Doppelkopf-Mutant Ralph / Torby sowie der Mutant Iwan Iwanowitsch auf.

Quellen